DE12957C - Neuerungen in der Erzeugung von Gas und Apparate dazu - Google Patents
Neuerungen in der Erzeugung von Gas und Apparate dazuInfo
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Description
1880.
Klasse 26.
HENRY REEVES in CAMBERWELL (England). Neuerungen in der Erzeugung von Gas und Apparate dazu.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. April 1880 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Erzeugung eines Gases von höchster Leuchtkraft
aus rohem Petroleum, Schieferöl, Theer, Harz und anderen Kohlenwasserstoffen, welche
geeignet sind, reiche Gase aus ihnen zu entwickeln.
Ich erreiche diesen Zweck durch Zersetzung der betreffenden Materialien bei gelinder Rothglut,
in Retorten von Gufseisen oder anderem passenden Material, welche in weiter unten zu
beschreibender Weise eingerichtet sind, und durch Entfernung der so erzeugten reichen Permanentgase
aus den Retorten mittelst Ejectoren, bevor die leuchtenden Bestandtheile eine Zersetzung
durch die längere Berührung mit den rothglühenden Innenflächen der Retorten erleiden.
Bei der praktischen Ausführung ziehe ich es vor, rohes, amerikanisches Petroleum zu benutzen,
mit Rücksicht auf dessen Freisein von Schwefelverbindungen, indefs kann man auch
aufser den oben genannten, andere Kohlenwasserstoffe verwenden. Ich spritze das OeI in
Form eines feinen Sprühregens in die Retorte und benutze hierzu eine Düse oder einen Injector,
welcher mit einem Rohre in Verbindung steht, das ihm überhitzten Dampf zuführt, so
dafs das OeI unter einem Drucke von Y4 bis
2 Atmosphären in regelmäfsiger und bestimmter Zufuhr in die Retorte tritt. O"der das OeI
kann auch in die Retorten injicirt und dann, wenn es in Gas verwandelt ist, kann Dampf
eingeblasen werden, um 'die Retorten und die Rohre frei von Incrustationen zu erhalten.
Die zu diesem Verfahren erforderlichen Apparate sind, wie folgt, angeordnet.
Die Retorten sind von Gufseisen oder einem sonstigen passenden Material, cylindrisch oder
von sonst einer Form, welche ein gutes Resultat herbeiführen mag, in Lagen von 2 bis 12 angeordnet
und unter einander durch schmiedeiserne oder andere Rohre verbunden, so dafs das in der untersten Reihe erzeugte Gas die
darüber liegenden durchzieht und von der letzten Retorte der obersten Reihe in einem permanenten
Zustande abgesogen wird. Ich ziehe es vor, den ganzen Apparat in einem gufs- oder schmiedeeisernen
Rahmen anzuordnen, wie folgt. Die Retorten sind in Reihen von 2 bis 12 über
der Feuerkammer gelagert und über denselben bringe ich einen Ueberhitzer von gewundenen
Rohren an, ganz oben aber einen kleinen Dampfkessel; die Feuergase werden so geleitet,
dafs die zur Gasentwickelung nicht mehr nöthige Wärme für die Dampferzeugung und Ueberhitzung
nutzbar gemacht wird. Den Oelbehälter, aus welchem die Retorten gespeist werden, kann
man in einer beträchtlichen Entfernung von den Retorten anbringen; falls rohes, amerikanisches
Petroleum verarbeitet wird, kommen aber schwerere und dickere OeIe zur Verwendung, so legt
man sie so nahe an die Retorten, dafs sie durch Anwärmung in einem stets flüssigen Zustande
erhalten werden.
Das auf diese Weise erzeugte Gas eignet sich vermöge seiner sehr hohen Leuchtkraft zur
Beleuchtung von Eisenbahnzügen und Stationen, Landhävisern, Kirchen, Schiffen und allen solchen
Stellen, wo der Raum beschränkt und der Transport theuer ist; es ist dabei von gröfstem
Werthe für die Anreicherung gewöhnlichen Kohlengases, wozu es sehr leicht von den bestehenden
Gasfabriken angewendet werden kann, die mit geringen Kosten ihre bisherigen Einrichtungen
auf die Fabrikation desselben ausdehnen können.
Die beiliegenden Zeichnvmgen stellen meinen Apparat dar, und zwar ist Fig. 1 eine Kopf-.ansieht
desselben, Fig. 2 ist ein Längenschnitt, Fig. 3 ein Durchschnitt mit theilweiser Ansicht
des Reinigers, und Fig. 4 der Durchschnitt des Injectors, welchen ich vorzugsweise benutze.
Der Dampfkessel ist mit α bezeichnet, mit diesem ist das Dampfrohr b verbunden,
welches mit einem Hahn c versehen ist, mittelst dessen der Druck des in den Ueberhitzer eintretenden
Dampfes regulirt werden kann, d ist ein Hahn zur Regulirung des überhitzten Dampfes,
e ein solcher, um Wasser aus dem Rohre abzublasen, das sich etwa in demselben sammelt,
/ ist ein Behälter, in welchem sich das zu verarbeitende Rohmaterial befindet, und g ein Hahn,
durch welchen dies in das Syphon h mittelst des Trichters i eingeführt wird, und welcher
Claims (2)
- derart eingestellt werden mufs, dafs das OeI zwar continuirlich, aber ganz langsam abfliefst. Das Syphon h ist mit dem Injector k verbunden, der in Fig. 4 besonders dargestellt ist. Die Retorten sind mit / bezeichnet. Die Deckel dieser Retorten sind an letztere mittelst der Lappen;« befestigt, durch welche Schraubenbolzen gezogen werden; η ist das Rohr, durch welches das Gas zu den Reinigern geleitet wird, in denen es die Rohre «' passirt und von diesen durch das Ablafsrohr / zum Gasbehälter gelangt. Die Rohre ti' sind mit Verschlüssen q versehen, um sie, wenn nöthig, reinigen zu können, r ist eine beliebig eingerichtete Feuerung.Die Wirkung des beschriebenen Apparates ist die folgende:Das zur Vergasung bestimmte Material wird in den Behälter f gebracht, und wenn der Dampf einen passenden Druck ζ. Β. ι '/2 Atmosphären, erreicht hat, der Hahn g geöffnet, um das OeI langsam in das Syphon h laufen zu lassen, wo es in dem Mischraum x, Fig. 4, mit dem Dampfstrahl zusammentrifft, welcher es zerstäubt in die Retorte bläst, in der es zu einem permanenten Gase umgebildet und von da, durch den Reiniger gehend, abgesogen und in den Gasbehälter geführt wird, ehe seine leuchtenden Constituenten eine Zersetzung an den rothglühenden Wänden erleiden. Es kann auch das OeI erst in die Retorte eingelassen und vergast und dann erst der Dampf durch die Retorten getrieben werden, um Incrustationen zu vermeiden, wie bereits oben angeführt.In Fig. 5 ist die besondere Construction eines Apparates zur Erzeugung von Kohlen- und OeI-gas zu gleicher Zeit und zur Mischung beider im Längenschnitt dargestellt, Fig. 6 ist ein Querschnitt desselben Apparates. A ist eine Retorte aus Chamotte oder anderem passenden Material, B eine Scheidewand in derselben, welche sich nahezu bis nach hinten erstreckt, c ist der oben beschriebene Injector, D das Gasabzugsrohr. Die Wirkung ist hier folgende:Das Kohlengas wird auf gewöhnlichem Wege in der unteren Abtheilung α der Retorte erzeugt, und das OeI wird mittelst des Dampfstromes, wie oben beschrieben, in die obere Abtheilung geblasen. Der Druck des Dampfes prefst das Oelgas in die untere Abtheilung und mischt es mit dem Kohlengas, welches dort erzeugt wird, die Mischung zieht in der Richtung der Pfeile nach dem Abzugsrohr. Hierdurch wird ein Kohlengas von hoher Leuchtkraft erzielt.Fig. 7 und 8 zeigen eine Anordnung, bei welcher drei Oelgasretorten in eine vorhandene Retorte von O - förmigem Querschnitt geschoben werden, deren jede einzelne ihren Injector hat.Die Gase dieser drei Retorten mischen sich an dem Hinterende und ziehen durch D ab.In Fig. 9 und 10 ist dieselbe Anordnung bei einer vorhandenen runden Retorte veranschaulicht. In ovale Retorten wird man zweckmäfsig zwei Oelgasretorten einschieben.Pa te ν t-An s ρ rüche:ι. Die Apparate zur Erzeugung des Oelgases und Mischung desselben mit Kohlengas, bestehend in einer Retorte mit einer Scheidewand, so dafs in der unteren Abtheilung das Kohlengas, in der oberen das Oelgas hergestellt wird, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt.
- 2. Die Combination der beschriebenen Oelgasretorten mit vorhandenen Kohlengasretorten, durch Einschieben der ersteren in. letztere, wie beschrieben und auf Blatt II, Fig. 7 bis 10 dargestellt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1221998B (de) * | 1961-09-08 | 1966-07-28 | Helios Wirkmaschinen Zubehoer | Spulenhalter fuer Schaergatter |
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| DE1221998B (de) * | 1961-09-08 | 1966-07-28 | Helios Wirkmaschinen Zubehoer | Spulenhalter fuer Schaergatter |
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