DE238380C - - Google Patents

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DE238380C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Inorganic Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 238380 KLASSE 21/. GRUPPE
ERNST RUHSTRAT in GÖTTINGEN.
Verfahren zur Herstellung von Glühfäden. Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. September 1910 ab.
Es ist bekannt, bei der Herstellung, von Uran-, Thor- und Zirkonmetall Natrium oder Kalium als Reduktionsmittel zu verwenden. Ferner ist bekannt, Metallglühfäden, z. B. aus Wolfram, durch Hindurchschicken des elektrischen Stromes in kalten Gasen, z. B. Wasserstoff, Ammoniak, Stickstoff ο. dgl., hoch zu erhitzen.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck,
ίο Fäden für Glühlampen mit geringerem Wattverbrauch, z. B. aus Uran- oder ähnlichem Metall, bei welchem der Schmelzpunkt sehr hoch liegt, herzustellen.
Dies geschieht in folgender Weise: In
!5 einem Widerstandsofen wird ein verhältnismäßig dicker, aus Uran-, Thor- oder Zirkonverbindungen oder auch aus Metallstaub bestehender Faden, der das Ausgangsmaterial für Glühfäden bildet, durch Dämpfe von
z. B. Kalium- oder Natriummetall reduziert und darauf durch Hindurchschicken des elektrischen Stromes hoch erhitzt und gesintert. Hierbei kann gleichzeitig, wenn an Stelle des zu verdampfenden Metalls eine metallothermische Mischung benutzt wird, ein Metall gewonnen werden, das als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Metallfäden verwendet werden kann.
In der Zeichnung ist ein Widerstandsofen im Schnitt dargestellt, in welchem die aus den vorerwähnten Metallen oder deren Verbindungen hergestellten Fäden reduziert und gesintert werden. D ist ein Widerstandsheizkörper, K ein Verdampfungsgefäß für das reduzierende Metall, H eine doppelwandige Haube, T ein Thermoelement; 3 und 3' sind Zuführungsdrähte des Thermoelements.
Nachstehend sei nun beispielsweise die Herstellung von Uranfäden nach dem neuen Verfahren geschildert:
Nachdem das Gefäß K mit Kalium oder Natrium oder einer metallothermischen Mischung, bei welcher das als Reduktionsmittel dienende Kalium oder Natrium im Überschuß vorhanden ist, gefüllt worden ist, wird ein nach dem bekannten Pasteverfahren hergestellter Faden aus Uranmetallstaub oder aus Uran-Kalium-Fluorid in Bügelform an den im Heizraum D befindlichen Elektroden 2 und 2' befestigt, darauf der Ofen mit der Haube H, welche durch die Röhren h und ti mit einem indifferenten Gas gefüllt wird, verschlossen, evakuiert, und dann werden die Elektroden ι und 1' mit einer geeigneten Stromquelle verbunden, so daß der Ofen durch Hindurchfließen des elektrischen Stromes auf etwa 7250C erhitzt wird. Infolge dieser Erhitzung gibt das im Verdampfungsgefäß befindliche Metall bzw. die zur Reaktion gebrachte metallothermische Mischung Kalium- oder Natriumdämpfe ab, die den Faden reduzieren, erhitzen und so leitfähig machen.
Nachdem der Drahtbügel durch . die Reduktion und Erhitzung leitend geworden ist, fließt auch elektrischer Strom durch ihn hindurch. An 2 und 2' ist vorher eine regulierbare Spannung gelegt worden. Durch allmähliches Ausschalten von Widerstand wird nun der Bügel fast bis zum Flüssigwerden erhitzt und -dadurch gesintert. Das bei der
Verwendung einer metallothermischen Mischung im Gefäß K gewonnene Nebenprodukt kann als Ausgangsmaterial für Glühfäden dienen.
Die bei dem metallothermischen Vorgang entstehende hohe Temperatur dient gleichzeitig mit zur Steigerung der Ofenwärme.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Glühfäden, dadurch gekennzeichnet, daß in einen Ofen ein dicker, aus Uran-, Thoroder Zirkonverbindungen oder aus pulverförmigem Metall bestehender nichtleitender Faden, der das Ausgangsmaterial für Metallfäden elektrischer Glühlampen bildet, durch Kalium-, Natrium- oder andere Metalldämpfe reduziert und leitend gemacht, darauf durch hindurchgeschickten elektrischen Strom hoch erhitzt, nachreduziert und gesintert wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Glühfäden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Reaktion einer metallothermischen Mischung im Ofen frei werdenden Kalium-, Natrium- oder andere Metalldämpfe sowie die dabei vor sich gehende Temperatursteigerung zur Reduktion und zum Leitendmachen des Fadens benutzt werden, wobei als Nebenprodukt aus der dazu benötigten metallothermischen Mischung gleichzeitig ein Metall gewonnen wird, welches als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Metallfäden dienen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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