DE209657C - - Google Patents

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DE209657C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 209657 KLASSE 21/. GRUPP^
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Juli 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Metall- oder Metalloidglühfäden, das eine Energieersparnis zur Folge hat und ermöglicht, Fäden für Glühlampen von no Volt und höhere Spannungen aus einem Stück herzustellen.
Das Verfahren besteht darin, daß die Metalloder Metalloidglühfäden,, nachdem sie durch Spinnen einer geeigneten Paste in bekannter Weise hergestellt und in eine Atmosphäre reduzierender Gase, die auf die Reduktionstemperatur der angewendeten Metallverbindungen erhitzt ist, eingeführt sind, durch Durchleiten des elektrischen Stromes durch die Fäden in demselben Ofen gesintert werden. Das Verfahren wird im einzelnen beispielsweise folgendermaßen ausgeführt.
Der in bekannter Weise durch Verspinnen eines mit einem geeigneten Bindemittel verklebten Metall- oder Metallverbindungspulvers erhaltene Faden wird auf einen geeigneten Träger aus feuerbeständigem Material aufgewickelt und an mehreren Punkten auf dem Träger angekittet.
Der kohlenstofffreie oder in bekannter Weise entkohlte Faden oder endlich der Faden, dessen Kohlenstoff in einer die Metallverbindungen reduzierenden Atmosphäre bei Rotglut entfernt wird, wird nunmehr in eine reduzierende Atmosphäre gebracht, die auf die Reduktionstemperatur der betreffenden Metallverbindungen durch eine äußere Wärmequelle erhitzt istl Nachdem der Faden hierdurch die elektrische Leitfähigkeit erhalten hat, wird er in demselben Ofen durch Durchleiten des elektrischen Stromes auf hohe Temperatur (gegen 2000 °) gebracht und dadurch gesintert.
Die Ausführung des Verfahrens findet am zweckmäßigsten in dem nachstehend beschriebenen Ofen statt.
Der Ofen besteht im wesentlichen aus einem Rohr aus Porzellan, Erde oder Metall, dessen oberer Teil (ungefähr die Hälfte der Höhe) entweder durch Gas oder elektrisch zur Rotglut erhitzt wird. Durch das Rohr läßt man einen Strom von reduzierendem Gas gehen, der oben ein- und durch eine Öffnung am unteren Teile austritt. Der Faden wird von unten eingeführt und vermittels einer Stange, die gleichzeitig die Zuleitungen bildet, die den Strom dem Faden zuführen, in den heißen Teil des Rohres gebracht. Sobald der Faden in dieser reduzierenden Atmosphäre elektrisch leitend geworden ist, leitet man den Strom ein und beendigt durch Sinterung die Bildung des Fadens.
Wenn der Faden gebildet ist, bringt man ihn in den kälteren Teil des Rohres und läßt die Stange und den Träger des Fadens unterhalb Rotglut abkühlen. Wenn man diese Vorsichtsmaßregeln nicht anwendete, sondern die rotglühende Stange plötzlich an die Öffnung des Rohres brächte, würde eine Explosion des Wasserstoff- und Luftgemisches eintreten, und der Faden würde oxydiert und sogar zerstört werden.
Es versteht sich von selbst, daß man eni>
ß. Auflage, ausgegeben am i. Mär\ 1912.)
weder die Führungsstange oder das Rohr beweglich machen und sie mit der Hand oder mechanisch verschieben kann. Es ist ferner ersichtlich, daß man auch das Rohr selbst abkühlen könnte, ohne den Faden zu bewegen, anstatt daß man die Stange erkalten läßt, bevor man sie in den kälteren Teil des Rohres bringt. Dieses Verfahren würde nur praktisch sein, wenn man eine große Anzahl Fäden
ίο gleichzeitig herstellt. Die Einzelbehandlung der Fäden ist jedoch einfacher und gestattet eine bessere Überwachung des Bildungsverlaufes.
Das beschriebene Herstellungsverfahren läßt sich, wie leicht einzusehen ist,' bei allen Metalloder Metalloid Verbindungen anwenden, die durch Wasserstoff bei Rotglut reduzierbar sind. Das Verfahren hat den vorteil, daß der zu bildende Faden direkt auf seinem Träger, auf dem er in der Birne angebracht ist, aufgewickelt werden kann. Hierdurch wird es möglich, den ganzen Faden für .110 Volt und höhere Spannungen aus einem einzigen Stück herstellen zu können. Gleichzeitig wird hierdurch die Schwierigkeit des Anschmelzens des Fadens an seine Zuleitungsdrähte beseitigt. Die Tatsache, daß bei dem vorliegenden Verfahren der Faden in· der reduzierenden Atmosphäre von außen her auf Rotglut erhitzt wird, hat ferner den Vorteil, daß die Spannung, die nötig ist, Um den Faden zum ersten Male durch Strom zu durchfließen, um ihn zum Sintern zu bringen, niedriger ist, wodurch auch störende elektrostatische . Anziehungen verhindert w&rden.
Es soll hier bemerkt werden, daß es bereits bekannt ist, Fäden in reduzierender kohlenstofffreier Atmosphäre zu erhitzen. Diese Tatsache an sich bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung nicht, sondern das wesentliche Kennzeichen dieser Erfindung besteht darin, daß der Faden in einer reduzierenden, zur Rotglut erhitzten Atmosphäre durch Stromleitung durch den Faden selbst gesintert wird. ··

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Metalloder Metalloidglühfäden durch Reduktion in einer die Metallverbindungen reduzierenden Atmosphäre, die auf die Reduktionstemperatur erhitzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden durch Durchleiten des elektrischen Stromes in demselben Ofen gesintert werden.
2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Fäden ein Ofen benutzt wird, der ein von reduzierenden Gasen durchströmtes Rohr oder eine Muffel besitzt, die an einem Teil auf die Reduktionstemperatur, am anderen auf niedere Temperatur zwecks Abkühlung des Fadens und Trägers erhitzt wird, und in welchen das mit den Stromzuleitungen verbundene Traggestell eingeführt wird.
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