DE245477C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
- H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Resistance Heating (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 245477 KLASSE 21/. GRUPPE
JULIUS PINTSCH AKT-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Oktober 1910 ab.
Die Metallfäden für elektrische Glühlampen werden unter anderem in der Weise hergestellt,
daß ein Metall, wie Wolfram, Osmium, Uran oder Thorium, in sehr fein verteiltem Zustande mit■ Bindemitteln, z. B. Zelloidin und
Amylacetat, befeuchtet und zu einer plastischen Masse geknetet wird. Diese plastische
Masse wird dann unter hohem Druck durch Diamantdüsen zu den feinsten Fäden ausgepreßt.
Diese Fäden haben nun aber noch nicht die Eigenschaft, den Strom gut zu leiten, haben auch noch keinen metallischen,
innigen Zusammenhang. Um aus einem solchen Rohfaden einen Metallfaden zu erhalten,
müssen die gepreßten Fäden vielmehr erst geglüht und zusammengesintert werden.
Dies geschieht meist in zwei Operationen, indem zuerst, der Faden bei niedriger Temperatur
in einer geeigneten Atmosphäre schwach geglüht wird, wie dies in vielen Patehtbeschreibungen
schon zum Ausdruck gebracht ist. Dabei wird das im Faden befindliche Bindemittel verkohlt und dadurch der Faden
besser stromleitend. Die so vorbereiten Fäden werden dann in einer geeigneten Atmosphäre
oder im Vakuum dadurch in sehr hohe Weißglut gebracht, daß man elektrischen
Strom durch die Fäden sendet; dabei werden die Verunreinigungen im Faden (Kohle) in bekannter
und vielfach beschriebener Weise entfernt.
Die Fäden haben meist eine Haarnadelform und werden mit ihren Enden an den beiden
Polen der Stromquelle, mit der Schleife nach unten, aufgehängt. In die untere Schleife
wird dann während des Glühens ein kleines 40
Gewicht gehängt, damit die Fäden eine gerade, gestreckte Form erhalten; ohne Belastung
werden die Fäden wellig.
In neuerer Zeit ist man auch dazu übergegangen,
das starke Glühen solcher Fäden in besonders konstruierten und gewöhnlich elek-.
trisch geheizten Öfen vorzunehmen. Dabei werden die Fäden dann aber in umgekehrter
Weise angeordnet, nämlich derart, daß sie mit der Schleife auf einen Stab aus sehr
schwer schmelzbarem Material aufgehängt werden, so daß die freien Schenkel nach unten
hängen. Hierbei wird kein Strom durch den Faden geleitet; er wird vielmehr lediglich dadurch
zum Glühen gebracht, daß er sich in einem hoch erhitzten Räume befindet, dessen
Temperatur genügt, den Faden in den gesinterten metallischen Zustand überzuführen.
Bei dieser Methode des Aufhängens aber ziehen sich die Fäden willkürlich zusammen,
so daß sie, wenn man sie aus dem Ofen herausnimmt, eine wellige Form haben.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun der, auch bei diesem Verfahren des
Glühens auf die Formgebung des Fadens dadurch einzuwirken, daß man jeden einzelnen
Schenkel durch ein Gewicht belastet. Hierbei besteht jedoch die Schwierigkeit, daß
dieses Gewicht selbst in einen Raum hineinkommt, welcher eine sehr hohe Temperatur
hat. Man muß deshalb zu der Belastung Materialien verwenden, welche auch die hohen
Temperaturen aushalten. Klemmvorrichtungen sind nicht geeignet, da dieselben in der Hitze
Schaden nehmen würden; es bleibt daher nur der Weg, diese Gewichte durch einen geeig-
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Claims (3)
1. daß man Fäden, welche im Ofen ohne Stromdurchgang geglüht werden, durch das
Beschweren der Fäden am Ende beliebig strecken und formen kann;
2. daß so Fäden mit verschiedenem Querschnitt hergestellt werden können — nämlich
mit Verstärkungen an ihren Enden —, die doch in allen Teilen in ihrem Material gleichmäßig
durchgesintert sind;
3. daß man eine große Anzahl Fäden zu gleicher Zeit glühen kann.
Patejst τ-Ansprüche:
i. Verfahren zum Glühen von Metall-
i. Verfahren zum Glühen von Metall-
fäden für elektrische Glühlampen in einem besonderen Glühofen ohne Stromdurchgang,
bei welchem haarnadelartig gebogene Fäden in ihrem Scheitel aufgehängt werden, während die frei nach unten hängenden
Schenkel an ihren unteren Enden belastet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung durch Verstärkung der
Fäden an ihren Enden erreicht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung durch
Eintauchen oder Aufstreichen einer aus dem Fadenmaterial bestehenden oder einer sonst geeigneten Masse erfolgt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE245477C true DE245477C (de) |
Family
ID=504432
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT245477D Active DE245477C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE245477C (de) |
-
0
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