DE237481C - - Google Patents
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- DE237481C DE237481C DENDAT237481D DE237481DA DE237481C DE 237481 C DE237481 C DE 237481C DE NDAT237481 D DENDAT237481 D DE NDAT237481D DE 237481D A DE237481D A DE 237481DA DE 237481 C DE237481 C DE 237481C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
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- F27B1/12—Shells or casings; Supports therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 237481 KLASSE 80 c. GRUPPE
HEINRICH TRACHSLER und FRITZ ERNST
in ZÜRICH.
Schachtofen zum Brennen von Zement. Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juni 1909 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schachtofen zum Brennen von Zement, und'
zwar ist der eigenartig gestaltete neue Ofen aus dem Bestreben hervorgegangen, einen
Brennapparat für größere Produktion zu schaffen, der in Rücksicht darauf bequemer zu
bedienen und wirtschaftlich einer Mehrzahl der üblichen Ofengrößen, denen er in der
Leistung gleichkommt, überlegen ist. Das
ίο erstrebte Ziel läßt sich allerdings nicht durch
eine einfache Steigerung der Dimensionen an den bisher gebräuchlichen Schachtofenformen
erreichen. Der Querschnitt des Einsatzraumes würde bald so groß werden, daß die Zuführung
von Luft in den Kern der Beschickung nicht mehr von den Wandungen aus bewirkt werden könnte.
Es ist für Kalköfen bereits vorgeschlagen worden, im Innern des Brennschachtes einen
Begichtungsschacht anzubringen, von dem aus auch etwas Luft zu dem inneren Kreis des bei
diesem Ofen gebildeten ringförmigen Brennraumes gelangt. Die gedachte Konstruktion
ist jedoch für Zementbrand unvorteilhaft.
Durch die Notwendigkeit, in dem schornsteinartigen, oben und unten offenen inneren
Schacht die sämtlichen Bewegungen der Wagen, die das Brenngut zuführen und an alle Stellen des Scliachtraum.es gelangen
müssen, auszuführen, kommt man zu außerordentlich großen Abmessungen. Der Ofen würde bei rationeller Bauart eine Produktion
geben, die für Zement unzweckmäßig ist und geradezu gefährlich werden kann. Tritt nämlich
ein Festhängen des Ofens ein, was sich ja bei keinem Zementbrennofen immer verhindern
läßt, so würde es bei den großen Massen außerordentliche Mühe bereiten, die Störung
zu beseitigen, und die damit verbundene Betriebsunterbrechung würde in Rücksicht auf
die gewaltige Ofenleistung den gesamten Fabrikbetrieb lahmlegen. Gleichzeitig ist mit
dem Festhängen und der sich dadurch ergebenden teilweisen Befreiung eines Ofenstückes
vom Einsatz die Gefahr verbunden, daß der Innenschacht einem einseitigen Druck ausgesetzt wird, der Deformation, Verschieben
und Zerdrücken des ganzen Innenbaues nach sich ziehen kann. Ferner gestattet die
geschilderte Anordnung nicht eine leichte Regulierung der Luftzufuhr und macht eine zentrale
Absaugung bzw. einen zentralen Anschluß an einen Kamin unmöglich.
Auch die naheliegende Abänderung, dem Kernschacht einen geringen Durchmesser zu
geben, damit der ganze Ofen nicht zu groß wird; und in seinem Innern ausschließlich
Luftzuführungskanäle anzuordnen, ist unpraktisch, da ein solcher isolierter innerer
Bauteil stets unstabil und bei ungleichmäßigem Ofengang gefährdet ist.
Die Erfinder haben dem Schachtofen daher zur Vermeidung dieser Übelstände und zur
Ermöglichung einer gleichmäßigen Luftzufuhr in das an allen Stellen in gleichmäßig
schmaler Schicht gelagerte Brenngut eine bohnen- bzw. nierenförmige Gestalt gegeben,
die durch Einbiegen eines Kreises entstanden
zu denken ist. Sie erhalten so den Vorteil, die Luftzuführungskanäle an einen größeren
Schacht anschließen und regulierte Luftmengen an. alle Stellen der langen Begrenzungswand
heranführen zu können, ohne statisch besonders beanspruchte, unstabile Teile im Ofen zu schaffen. Dabei bleibt als Grundform
der Kreis bestehen, der ja für gleichmäßiges Setzen und Füllen sowie eine gleichförmige
Zugverteilung am günstigsten ist.
Gegenstand der Erfindung ist die Kombination dieser neuartigen, eingestülpten Grundrißform
mit einem ringsherum laufenden Luftzuführungskanal. Es sind allerdings für kreisrunde Schachtofen auch schon ähnliche
Luftzuleitungen angegeben worden. Diesen fehlten j edoch die bequeme Regulierungsmöglichkeit,
die durch die Hinzufügung eines durchgehenden Luftzuführungsschachtes für den eingestülpten Teil des vorliegenden Ofens
geschaffen ist. Außerdem ist die Produktionsfälligkeit bei kreisförmigem Querschnitt
aus dem eingangs dargelegten Grunde beschränkt. Vor rechteckigen, länglichen Grundformen hat der neue Ofen schließlich
die gedrängte Bauart, die sichere Stabilität ohne Zwischenwände und stützende Einbauten
und die mit der Kreisgrundform zusammenhängende leichtere Füllung, zentrale Schorn-Steinanordnung
und das gleichmäßige Rutschen des Gutes voraus. Überhaupt beugt die eigenartige Querschnittsform des Brennschachtes
dem Anbacken der Klinker in der Sinterzone vor, wofür gleichfalls die im Verhältnis
zum Inhalt außerordentlich lange Schächtwandung bedeutungsvoll ist.
Die Konstruktion des Ofens ist aus der Zeichnung zu ersehen. Es stellen dar:
Fig. ι einen Vertikalschnitt durch die breiteste
Stelle des Ofens (Linie C-D der Fig. 2),
Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie A-B der Fig. 1, der gerade durch die Luftschlitze
gelegt ist und gleichzeitig den Grundriß erkennen läßt,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch den Ofen in Richtung der kleinsten Achse, nämlich nach
Linie E-F der Fig. 2.
Die Fig. 2 zeigt die bohnen- bzw. nierenförmige Grundgestalt des Ofenquerschnittes,
die das hauptsächliche Kennzeichen der Neuerung" ausmacht. Der Brennraum α ist an allen
Stellen gleich breit und allseits von Kreislinien begrenzt, wodurch sich das günstige
Verhältnis zwischen Schachtwand und Fassungsraum ergibt. Den Grundriß kann man sich durch Einstülpen eines Kreises entstanden
denken. Der eingebogene Teil d nähert sich überall dem längeren Halbkreis des Teilringes
auf die gleiche Entfernung^ Die so gebildete Ausladung ist aber absolut stabil und
unverrückbar mit der übrigen Ummantelung des Schachtes verbunden. In dem Stülp d befindet
sich der von oben bis unten vertikal durch den ganzen Ofen verlaufende Luftzuführungsschacht
e, der oben geschlossen ist. Die Luft tritt bei q am Boden ein, wo sich ein
Absperrschieber befindet. Von dem weiten Kanal e führen zunächst unterhalb der Sinterzone
die horizontalen Kanäle g in den Ofenraum, die Kühlluft zu den Klinkern bringen.
Dann steht dieser Hauptluftschacht durch mehrere Kanäle h (die Fig. 2 zeigt deren
fünf) mit dem Luftverteilungsschacht c in Verbindung.
Dieser umgreift die ganze Peripherie des Brennraumes als konzentrischer, schmaler
Ringschacht und reicht beinahe über die halbe Höhe des ganzen Ofens. Oben endet er dicht
unter dem Schachtkranz und unten in Höhe der Schlitzlöcher i, die nahe der Sinterzone
ausmünden. Durch die den ganzen Schachtmantel in der Schnittlinie A-B der Fig. 1
durchsetzenden Luftschlitze i wird also rings dem Brenngut die erforderliche Luft zugeführt.
Die Kanäle h bestehen aus einem kurzen horizontalen Stück zwischen Luftschacht e
und ihrem aufwärts gerichteten langen Teil, eben diesem und einem dritten gleichfalls
horizontalen Anschlußstück an das obere Ende des Schachtes c. Der Übertritt der Luft
von e nach c wird durch den Schieber /, der im Luftschacht e drehbar bzw. heb- und senkbar
aufgehängt ist und die Ausmündungen der Kanäle h verdecken kann, reguliert.
Die durch den Schacht e eingesaugte kalte Luft verteilt sich von den Kanälen h in den
ganzen Ringschacht c und erwärmt sich hier unter Abkühlung des Ofenmauerwerkes. Sie
entströmt diesem unter höherem Druck an der kurzen Seite des Ringes, also aus den Schlitzlöchern
am Stülp d und den benachbarten. Dies ist aber gerade erwünscht, weil ja die
kurze Seite des bohnenförmigen Schachtes ebensoviel Luft bekommen muß wie die lange.
Immerhin sind zur Reserve und Ergänzung noch die Luftkanäle b, bt bis b4 vorgesehen,
die außerhalb des Stulpes in gleicher Weise wie die Kanäle h an den Luftschacht c angeschlossen
sind. Sie haben durch die Kühlkanäle ^1 eine unmittelbare Verbindung mit n0
der Außenluft. Dort sind sie durch Ventile verschlossen, die nur im Bedarfsfalle geöffnet
werden. Die Abschlußkappe k trägt zentral zu dem Ringschacht den Anschluß an den Exhaustor
oder zum Schornstein. ng
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schachtofen zum Brennen von Zement, bei welchem das Brenngut in einer Schichtvon gleicher Stärke angeordnet ist und von allen Seiten gleichzeitig Luft eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schachtquerschnitt einen in Nierenoder Bohnenform eingebogenen Kreisringteil darstellt, der zwei Luftschächte hat, von denen einer parallel der Peripherie des Kreisringes in diesem ununterbrochen herumführt, während der andere vertikale, als Hauptzuleitungskanal dienende an der Außenseite der Einstülpung des Kreisringes angeordnet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE237481C true DE237481C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT237481D Active DE237481C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE237481C (de) |
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- DE DENDAT237481D patent/DE237481C/de active Active
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