DE237174C - - Google Patents

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DE237174C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/24Mechanisms for inserting shuttle in shed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 237174 -KLASSE 86 c. GRUPPE
Firma OTTO HALLENSLEBEN in GÖRLITZ.
Federschützenschlagvorrichtung für mechanische Webstühle.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1909 ab.
Das Durchtreiben der Schützen mittels einer zuvor angespannten Zugfeder hat den großen Vorteil, daß der Schützen bei langsamem und bei schnellem Gang des Webstuhles stets gleich kräftig geschlagen wird. Es müssen aber, damit der Webstuhl genügend schnell laufen kann, Vorkehrungen getroffen werden, um den Treiber sofort nach erfolgtem Schlag aus dem Schützenkasten zurückzuziehen.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine Einrichtung zur sofortigen Zurückführung des Treibers nach jedem Schlag. Dieses wird dadurch erreicht, daß die Schlagfeder durch die Drehung einer geeigneten Scheibe um ihre Achse gespannt wird, worauf diese Scheibe in der Spannstellung gesperrt wird. Beim Auslösen der Sperrung und bei dem unter der Wirkung der gespannten Schlagfeder stattfindenden Zurückschnellen der vorher zur Spannung um ihre Achse' gedrehten Scheibe nimmt diese zurückschnellende Scheibe eine mit dem Schlagwerk verbundene zweite Scheibe durch Vermittlung einer Freilaufkupplung mit. Hierdurch wird es ermöglicht, daß, nachdem die mit der Schlagfeder verbundene Scheibe beim Zurückschnellen durch die Feder festgehalten wird, die mit dem Schlagwerk verbundene Scheibe infolge ■ der ihr erteilten lebendigen Kraft sich über die Schlagstellung hinaus zurückbewegt, wobei sie, nachdem ein voller Umlauf stattgefunden hat, durch eine Sperrklinke 0. dgl. in der für die nächste Beeinflussung erforderlichen Stellung festgehalten wird.
In einfacher. Weise läßt sich eine solche Schützenschlagvorrichtung ausführen, indem eine vom Webstuhlantrieb um einen bestimmten Winkel gedrehte und dann durch eine vom Webstuhlantrieb wieder auszulösende Klinke gesperrte Scheibe vorgesehen wird, welche ein an der Schlagfeder befestigtes Zugorgan aufrollt und beim Auslösen ihrer Sperrung durch eine Klinke eine zweite Scheibe mitnimmt, welche mit. dem Schlagwerk verbunden ist und nach einer vollen Umdrehung durch eine vom Webstuhlantrieb wieder auszulösende Klinke gesperrt wird.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Schützenschlagvorrichtung dargestellt.
Fig. ι veranschaulicht dieselbe in der Seitenansicht und Fig. 2 in der Oberansicht. Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen einen Teil der Schlagvorrichtung in verschiedenen, während des Betriebes der Einrichtung vorkommenden Stellungen der einzelnen Teile zueinander.
Fig. 5 zeigt in schematischer Darstellung die Anordnung der Schlagvorrichtung an einem gewöhnlichen Webstuhl. Diese Darstellung gibt nur ein Beispiel für die Anordnung, dieselbe kann natürlich auf die verschiedenste Weise geschehen.
Um Wellen α,.αλ sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel· Zahnräder b und c drehbar, und in ein mit dem Zahnrad b verbundenes Zahnrad d greift ein vom Webstuhlantrieb in hin und her schwingende Bewegung versetzter Zahnsektor f ein. Die beiden Zahnräder b und c stehen miteinander in Eingriff, so daß die dem Zahnrad b durch den Sektor f erteilte Bewegung auf das Zahnrad c übertragen wird. An den Zahnrädern b und c sitzen Nasen
b1 und c1, welche mit Nasen g1 und h1 von vor den Zahnrädern b und c auf den Wellen a drehbaren Scheiben g bzw. h zusammenwirken, so daß bei entsprechender Drehung der Räder b bzw. c diese die Scheiben g bzw. h mitnehmen. Die Scheiben g und h besitzen mittlere Federspannstücke (Scheiben) g2 bzw. h%, auf welche sich bei Drehung der Scheiben g bzw. h an Bolzen gz bzw. A3 befestigte Ketten aufrollen,
ίο deren Enden an den Schlagfedern i befestigt sind. Durch das Aufrollen der Ketten auf die Teile g2 bzw. A2 werden die Federn i gespannt. Nachdem zur Spannung der Federn die betreffende Scheibe (in Fig. ι Ji) eine halbe Umdrehung ausgeführt hat, greift eine Sperrklinke k hinter eine Nase der Scheibe, so daß die Scheibe gegen Rückdrehung unter Einwirkung der Schlagfeder i gesichert ist.
Nachdem in der beschriebenen Weise die betreffende Schlagfeder i gespannt ist, wird durch irgendeine geeignete Steuerung vom Webstuhlantrieb aus, zur Zeit, wo der Schützenschlag erfolgen soll, die Sperrklinke k ausgelöst. Die hierdurch frei werdende Scheibe, beispielsweise Ji, wird dann durch die Einwirkung der zugehörigen Feder i zurückgedreht.
In der für die Scheibe h in Fig. 1 gezeichneten Stellung, d. h. also in der Stellung, in welcher die Schlagfeder i gespannt ist, greift die Scheibe h mit einer Klinke / hinter eine Nase einer vor ihr auf der Welle a1 drehbaren Scheibe m. Die Scheibe m wird durch eine Klinke n, die sich vor eine nach außen gerichtete Nase der Scheibe m legt, in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung festgehalten. In Fig. 1 ist diese Klinke η schon ausgehoben gezeichnet, während die Scheibe m sich noch in der Verriegelungsstellung befindet.
Zum Auslösen der Schlagvorrichtung wird gleichzeitig oder annähernd gleichzeitig mit der Klinke η auch die Klinke k ausgehoben, wobei sich unter erstere eine Hilfsklinke n1 legt, die die Klinke η in der ausgehobenen Stellung zunächst festhält (Fig. 1). Nach Auslösung der Klinke k erfolgt dann der Schlag, und die Scheibe h nimmt durch ihre Klinke I die Scheibe m mit. Hierbei trifft die nach außen gerichtete Nase der Scheibe m auf den nach unten gerichteten Teil der Hilfsklinke nl und rückt diese aus, so daß die Klinke η auf den Umfang der Scheibe m herabsinkt (Fig. 3).
Unter der Zugwirkung der Feder i nimmt
die Scheibe h durch die Klinke I die Scheibe m, welche durch die starre Stange 0 mit dem Schlagarm f verbunden ist, bis in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung mit. . In dieser Stellung wird die Scheibe h durch die Feder i, welche bei weiterer Drehung der Scheibe Ji wieder gespannt werden müßte, festgehalten. Die Scheibe m aber dreht sich,- indem ihre Nase die Klinke I der Scheibe Ji verläßt, infolge ihrer lebendigen Kraft, unterstützt durch eine Belastungsfeder des "Schlagarmes p, weiter (s. Fig. 4), wobei durch die Stange 0 der Schlagarm p wieder zurückgezogen wird. Die Weiterdrehung der Scheibe m wird begrenzt durch die auf dem Umfang der Scheibe m ruhende Klinke n, welche die Scheibe m in der Stellung nach Fig. 1 festhält, so daß beim nachherigen Zurückdrehen der Scheibe h zum Spannen der Feder i die Klinke I der Scheibe Ji sich über die nach innen gerichtete Nase der Scheibe m hinwegschiebt und hinter diese Nase greift. Die Vorrichtung befindet sich dann wieder in der für den nächsten Schlag erforderlichen Stellung.
Die dargestellte Einrichtung mit den beiden Zahnrädern b und c ist für solche Webstühle bestimmt, welche regelmäßig abwechselnd rechts und links schlagen. Die mit dem Rad b zusammenwirkenden Einrichtungen sind genau dieselben, wie sie für das Zusammenwirken mit dem Rad c vorstehend beschrieben sind. Bei je zwei Ladenbewegungen erfolgt ein einmaliges Hin- und Herschwingen des Sektors f, wobei links spannt, wenn rechts schlägt und umgekehrt.
Bei unregelmäßigem Schlag, wie er bei Stühlen mit Wechsel vorkommt, muß jedes der beiden Scheibensysteme für sich, und zwar bei jeder Ladenschwingung bewegt werden. Dieses läßt sich beispielsweise dadurch erreichen, daß anstatt des Sektorantriebes ein Antrieb durch getrennte Daumenscheiben, welche auf'federbelastete Hebel einwirken, die mit den Spannscheiben verbunden sind, vorgesehen ist. Das Wesentliche liegt auch bei einer solchen Schlagvorrichtung in erster Linie darin, daß der Antrieb des mit dem Schlagwerk verbundenen Teiles von dem die Schlagfeder spannenden Teil aus durch eine Freilaufkupplung geschieht, so daß, nachdem die die Feder spannende Scheibe durch die entspannte Feder festgehalten wird, das Schlagwerk sich noch weiter in seine Anfangsstellung zurückbewegen kann.
Die in der Zeichnung dargestellte Einrichtung ist für Webstühle bestimmt, welche sehr hoch sind, so daß ein genügender Raum für die Anbringung des Antriebssektors f vorhanden ist. Ist eine genügende Höhe hierfür nicht vorhanden, so kann natürlich der Sektor auch, um ihn tiefer anordnen zu können, an einem mit dem Zahnrad c verbundenen Zahnrad angreifen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Federschützenschlagvorrichtung für mechanische Webstühle, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Schlagfeder durch Drehung um
    ihre Achse spannende Scheibe, welche in ihrer Spannstellung gesperrt wird,. beim Auslösen der Sperrung und Zurückschnellen unter der Wirkung der gespannten Schlag-" feder eine mit dem Schlagwerk verbundene Scheibe durch eine Freilaufkupplung mitnimmt, so daß diese Scheibe und somit das Schlagwerk durch ihre lebendige Kraft oder auch durch Federwirkung sich über die Schlagstellung hinweg bewegt, wobei die mit dem Schlagwerk verbundene Scheibe nach einem vollen Umlauf durch eine Sperrklinke o. dgl. in der Stellung für den nächsten Schlag festgehalten wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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