DE234591C - - Google Patents

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DE234591C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/18Heating by arc discharge
    • H05B7/185Heating gases for arc discharge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES /k
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- JVi 234591 KLASSE XIh. GRUPPE
Zusatz zum Patente 228422 vom 8. Mai 1909.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Oktober 1909 ab. Längste Dauer: 7. Mai 1924.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine weitere Ausbildung des Verfahrens zur Erzeugung langer Lichtbogen für Gasreaktionen, wie es in der Patentschrift 228422 beschrieben und beansprucht ist, und das im wesentlichen darin besteht, daß dem Lichtbogen über seine ganze Länge hinweg aus einer darüberliegenden, zu einem jalousieartigen Spaltensystem ausgebildeten Decke Gas im Winkel zugeführt wird.
In den Unterlagen des Hauptpatents ist vorgesehen, daß jene Decke nicht eben zu sein braucht, sondern auch gewölbt sein kann. Es ist nun gefunden worden, daß es zweckmäßig ist, der Decke eine solche gewölbte oder auch dachförmige Gestalt zu geben, in welchem Falle man die Gasströme nicht aus der ganzen Querfläche der Decke ausströmen zu lassen braucht, es vielmehr genügt, den Gasaustritt nur seitlich an dem einen oder anderen Seitenrande der Decke anzuordnen, derart, daß sich die Gasströme in der Richtung nach aufwärts und zugleich gegen die andere Elektrode hin bewegen. Es müssen alsdann die zu behandelnden Gase, nachdem sie den Lichtbogen jeweils nur ein Stück weit vorwärts getrieben haben, auf der entgegengesetzten Seite in einen größeren Raum entweichen, sie werden also nicht mehr auf der ganzen Länge des Bogens ihm parallel fortgeführt. Auf diese Weise wird eine Rück-
zersetzung der einmal gebildeten wertvollen Reaktionsgase vermieden.
Um den hierzu benötigten Blaseapparat aus dem früher gewölbten oder dachförmigen Jalousieapparat entstehen zu lassen, war nur notwendig, die Spalten teilweise durch geneigte Zwischenlagen zu schließen (s. Fig. 1 und 2). Es tritt nun bei jeder Spalte ein neuer Gasstrom ein, und eine entsprechende Menge Gas tritt auf der schief gegenüberliegenden Seite heraus. Hierbei ist die Neigung des Gaswinkels so gewählt, daß die Gase möglichst nur die Zeit, die zur Reaktion nötig ist, im Lichtbogen bleiben.
Es wurde nun ferner gefunden, daß man diesen seitlichen Gaseintritt, der in der Konstruktion des Apparates gewisse Unbequemlichkeiten bietet, in einfacherer Weise durch ein seitliches Blaserohr ersetzen kann (Fig. 3), das seinen Gasstrom in derselben Weise wie die Jalousie am Lichtbogen vorbeischickt, indem das Gas unter der nunmehr ohne Jalousieöffnungen verlaufenden gewölbten oder dachförmigen Decke schief aufsteigend vorwärts streicht. Hierbei brennt der Lichtbogen ruhig in der Mitte der Rinne, indem er durch den Gasstrom von der Wandung abgehalten wird.
Schließlich wurde auch die überraschende Beobachtung gemacht, daß die den Lichtbogen einfassende Gasmenge einer Begrenzung durch eine dariiberliegende feste Decke über-
erexemplar

Claims (3)

haupt nicht bedarf, man vielmehr durch die in Fig. 4 im Prinzip dargestellte Blasevorrichtung einen völlig freien, d. h. ohne Umgrenzung durch feste Körper brennenden langen beständigen Lichtbogen erzeugen kann. Diese Blasevorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei parallel zueinander gelagerten Rohren a, b mit im Winkel zur Achse der Rohre angebrachten öffnungen, aus denen die Gase, wie ίο in Fig. 5 dargestellt, austreten. Der so erzeugte Lichtbogen brennt fast ohne jede Aureole und arbeitet daher fast ohne Rückzersetzung der einmal erzeugten Reaktionsprodukte. Außerdem ist auch der Leistungsfaktor für einen derartig scharf abgeschreckten Lichtbogen außergewöhnlich hoch. Es ist ersichtlich, daß einem derartigen Lichtbogen eine intensive chemische Wirkung infolge der hohen Temperatur und des starken Temperaturgefälles innewohnt; derselbe soll daher in erster Linie für Gasreaktionen, insbesondere für die Herstellung von Stickoxyden verwendet werden. Die durch die eventuelle (regulierbare) überschüssige Zuströmung der Gase hervorgerufene Verdünnung der Reaktionsgase wird kompensiert durch eine höhere Ausbeute pro aufgewendete Leistungseinheit. In der vorstehenden Beschreibung und den nachfolgenden Ansprüchen ist der Einfachheit halber angenommen, daß der Lichtbogen in horizontaler Richtung verläuft. Er kann auch, ohne daß das Wesen der vorliegenden Erfindung eine Veränderung erleidet, in gegen die Horizontale geneigter Richtung verlaufen. Paten τ-Ansprüche:
1. Das Verfahren nach Patent 228422 dahin abgeändert, daß man bei Verwendung einer bogen- oder dachförmigen Decke oberhalb des Lichtbogens die Gasströme nur von einem der Seitenränder dieser Decke nach oben und gleichzeitig nach vorn gerichtet auf den Lichtbogen auftreffen läßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasströme durch Schlitze eines an einem der seitlichen Ränder der nicht mit Schlitzen versehenen Decke befindlichen Rohres über den Lichtbogen und im Winkel gegen denselben geleitet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Decke durch zwei sich oberhalb des Lichthogens treffende Gasströme ersetzt wird, die durch entsprechend angeordnete geschlitzte oder gelochte Rohre über den Lichtbogen und im Winkel zu ihm geleitet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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