DE23455C - Neuerungen an Sandgebläsen zum Mattiren und Verzieren von Glas - Google Patents

Neuerungen an Sandgebläsen zum Mattiren und Verzieren von Glas

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DE23455C
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Germany
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matting
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DENDAT23455D
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Original Assignee
H. E. SCHMIDT in Berlin SW., Schützenstr. 71
Publication of DE23455C publication Critical patent/DE23455C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24CABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
    • B24C3/00Abrasive blasting machines or devices; Plants
    • B24C3/18Abrasive blasting machines or devices; Plants essentially provided with means for moving workpieces into different working positions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIE
KLASSE 32: Glas.
An den bisherigen Sandgebläsen verschiedener Construction zum Mattiren und Verzieren des Glases, namentlich von Glaskörpern fur Beleuchtungszwecke, bedurfte man aufser der Maschinenkraft zur Erzeugung des nöthigen Winddruckes noch einer besonderen Maschine oder Transmission zur Drehung und richtigen Führung des Glaskörpers über dem Sandstrahl.
Meine Erfindung bezweckt, diese verschiedenen Bewegungen allein durch den zum Sandblasen erforderlichen Luftstrom ausführen zu lassen, wodurch der ganze, auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellte Apparat ungleich einfacher und billiger wird.
Der von einem Gebläse erzeugte Luftstrom tritt bei α in die Rohrleitung b ein und wirkt zunächst auf ein in eine Rohrerweiterung eingeschaltetes Windrad oder eine Turbine c, dieselbe in rasche Rotation versetzend. Die verticale Achse derselben trägt eine Schnecke d, welche in ein Schneckenrad e eingreift und dasselbe dreht. Auf der Welle e1 dieses Schneckenrades sitzt ein konisches Zahnrad/, welches die erhaltene Bewegung mittelst des Zahnrades g der Welle h mittheilt, auf deren anderem Ende der Glaskörper i befestigt ist, so dafs sich derselbe also mit der Welle h in derselben Richtung dreht. Das Zahnrad/ ist auf der Welle el verschiebbar befestigt, so dafs es nach Belieben in das Rad g eingerückt oder ausgerückt werden kann.
Nachdem der Luftstrom die Turbine c passirt hat, streicht er weiter durch das Rohr k und stöfst auf den aus dem Trichter m durch eine Oefmung / in dieses Rohr fallenden Sand, reifst denselben mit sich fort und schleudert ihn bei n gegen das sich drehende Glas, welches dadurch einen mattirten Ring erhält.
Damit das Glas aber auch an anderen Stellen mattirt werde, mufs dasselbe in verschiedenen Stellungen über der Oefmung η gedreht werden. Zu dem Zweck ist die den Glaskörper tragende Welle h bei 0 in einem halbkreisförmigen Bügel/ gelagert, der sich um die Zapfen 1 und 2 in dem äufseren Gehäuse dreht. Die Welle ist sodann mit Kugellagern q und r versehen, welche gestatten, dafs die Welle verschiedene Stellungen annehmen kann, welche in der Zeichnung in Fig. ι durch den punktirten Kreisbogen bezeichnet sind und deren unterste bei t, deren oberste bei ί liegt. Es wird der Glaskörper i den verschiedenen Lagen der Welle entsprechend verstellt und dabei fortwährend gedreht, so dafs beim Bewegen der Welle jeder Punkt seiner Oberfläche nach und nach vom Sandstrahl getroffen und mattirt wird. Die bei Bewegung der Welle von der Mitte nach s oder t erforderliche Verlängerung derselben wird bei u bewirkt.
Damit kein Sand in die Kugelgelenke der Welle falle, ist dieselbe vom Lager υ des Bügels/ bis zum Lager w mit einem Gummischlauch umgeben, der auf den verschiebbaren Ringen χ befestigt ist.
Die Welle, das Glas und die Oefmung des Sandrohres sind von dem geschlossenen Kasteny umgeben, dessen unteren Theil der Trichter m bildet und welcher oben ein Rohr ζ hat. Der aus dem Rohr k herausgeschleuderte Sand fallt wieder in den Trichter m zurück, um von neuem gebraucht zu werden, während die mitgerissene Luft und der abgestofsene Glasstaub durch das Rohr ζ in der Richtung des Pfeiles Sl von einem
Exhaustor in den Schornstein oder ins Freie herausgesaugt wird. Zum Innern des Kastens y gelangt man durch die Thüren S3 und S.
Die Regulirung der Bewegung des Bügels / und folglich auch der Welle h geschieht auf folgende Weise:
Auf dem aus dem Gehäuse vorstehenden Zapfen 2 sitzt ein Zahnrad ©, welches mittelst eines Zahnrades S ein Steigrad F bewegt, das durch ein schwingendes Pendel © wie bei einer Uhr arretirt wird und welches wiederum dem Pendel © die hin- und hergehende Bewegung ertheilt. Das Zahnrad © ist auf dem Zapfen 2 mittelst Federknarre oder dergleichen so befestigt, dafs es nur die Bewegung des Bügels von oben nach unten mitmacht, in der Richtung von unten nach oben aber nicht mitgenommen wird. Ist nun ein Ballon auf die Welle h gesteckt, so wird der Bügel / mittelst eines auf dem Zapfen 2 sitzenden Handhebels ξ> durch Niederdrücken desselben bis gegen den Stift 3 eines Führungssegmentes auf die höchste Stellung (bei s) gehoben. Sodann werden die Ventile, Schieber, Klappen etc. der Windleitung b und der Abzugsleitung z, die auf der Zeichnung weggelassen sind, geöffnet und das Zahnrad f auf das Zahnrad g eingerückt. Die Welle h und mit ihr der Glaskörper i drehen sich alsdann und senken sich gleichzeitig durch das Eigengewicht, welch letztere Bewegung durch das Pendel regulirt wird, nachdem dasselbe in schwingende Bewegung versetzt worden ist. Ist der Bügel bei t angekommen, so stöfst der Handhebel ξ) an einen Stift $. an, wodurch die Bewegung aufhört. Durch Versetzen der Stifte 3 und ^ kann man die Bahn des Bügels beliebig verkürzen und so nur den gerade gewünschten Theil des Ballons mattiren; durch Verstellen der Pendelscheibe nach oben oder unten kann man schneller oder langsamer arbeiten und infolge dessen das Glas heller oder dunkler mattiren.
Die Regulirung und Arretirung der Bewegung des Bügels p kann auch mittelst einer sägenartigen Zahnstange in folgender Weise geschehen, nur ist dann die Aenderung der Geschwindigkeit nicht so leicht möglich.
Am Zapfen 2 des Bügels ρ ist aufser dem Hebel ξ> noch ein zweiter Hebel S befestigt, welcher mittelst des Zwischengliedes SSt mit der Sägestange 5i verbunden ist. Die Sägestange wird durch den am Umfange des Rades g befindlichen Stift O und den Hebel gehoben und dadurch aufser Eingriff mit Sperrhebel Q1 gebracht. Durch den Fall des Bügels infolge des Eigengewichtes wird die Stange nun nach links gezogen, und zwar nur um einen halben Zahn, da der Sperrhebel Q2, der bei der Hebung der Stange zum Eingriff kommt, ein weiteres Vor^ rücken verhindert. Erst wenn der Hebel $p von dem Stift Ö abrutscht und nun die Sägestange wieder hinunterfällt, wird Q2 ausgerückt und nach dem Vorrücken um einen halben Zahn wird Q1 wieder eingreifen. So rückt also beim jedesmaligen Umgang der Welle h der Bügel p einem Zahn entsprechend nieder, bis die Reihe der Zähne durchgemacht ist. Durch Einlegen einer Zahnstange mit gröfseren oder kleineren Zähnen kann man nun die Bewegung beschleunigen oder verzögern. Beim Stellen des Bügels gleiten die Sägezähne leicht zwischen den Sperrhebeln Q1 und Q2 hindurch.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:,
1. An einem Apparat zum Mattiren und Verzieren von Glas mittelst Sandgebläses die Nutzbarmachung des Luftstromes, welcher den Sand gegen das zu mattirende Glas treibt, als bewegende Kraft zur Drehung einer eingeschalteten Turbine oder eines Windrades und die Uebertragung dieser Bewegung auf die das zu mattirende Glas tragende Welle.
2. Die Anwendung von Kugelgelenken und einer Bügelführung an der den Glasballon tragenden Welle zur Erzeugung einer rechtwinklig zur Drehung der Welle gerichteten Bewegung des Ballons.
3. Die Arretirung und Regulirung dieser letzten Bewegung durch Anbringen eines Pendels, welches auf ein durch das Niederfallen des Bügels p in Bewegung gesetztes Rädergetriebe und dadurch auch auf den Bügel bei dessen Abwärtsbewegung regulirend einwirkt.
4. Die Arretirung und Regulirung derselben Bewegung durch Anbringen einer sägenartigen Zahnstange, welche durch einen Stift O am Antriebsrad g und einen Hebel auf- und niederbewegt und dadurch abwechselnd aus dem Eingriff mit den Sperrhebeln Q1 und Q2 befreit wird, so dafs der Bügel bei seinem Niedergang von dem Antriebsrad g aus selbsttätig regulirt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT23455D Neuerungen an Sandgebläsen zum Mattiren und Verzieren von Glas Active DE23455C (de)

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