DE2332397B2 - Maschine zum schleifen von profilierten flaechen an sitzplatten oder aehnlichen moebelteilen aus holz - Google Patents

Maschine zum schleifen von profilierten flaechen an sitzplatten oder aehnlichen moebelteilen aus holz

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Description

Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Schleifen von profilierten Flächen an Sitzplatten oder ähnlichen Möbelteilen aus Holz mit einer Förderkette, auf der die Werkstücke hintereinander aufgespannt sind, und mit mehreren in durch die Laufrichtung der Förderkette bestimmter Votschubrichtung der Werkstücke hintereinander angeordneten, an ortsfesten Tragrahmen gelagerten Schleifaggregaten, deren elastisch ausgebildete Schleifwerkzeuge durch eine Schablonensteuereinrichtung in Abhängigkeit von der Durchlaufgeschwindigkeit der Werkstücke und entsprechend der profilierten Flächen der Werkstücke gegen diese zustellbar und mit einer gegenüber der Vorschubgeschwindigkeit der Förderkette um ein Vielfaches höheren Umlaufgeschwindigkeit angetrieben sind.
Bei einer bekannten Maschine dieser Art (DT-AS 68 513) läuft jedes Schleifwerkzeug um eine sowohl zur Vorschubrichtung als auch zur Faserlängsrichtung des eingespannten Werkstücks querverlaufende Achse um. Mit Rücksicht auf die Krümmung der Schleifscheibe kommt dabei die Schleiffläche der Schleifscheibe mit Buszuschleifenden querv^rlaufenden Hohlkehlen nur für einen kurzen Augenblick in Berührung. In dieser kurzen Zeitspanne kann die Hohlkehle aber meist nicht ausreichend ausgeschliffen werden und bedarf dann der Nacharbeit.
Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, eine Maschine gemäß der eingangs geschilderten Art so weiterzubilden, daß die Oberfläche der Werkstücke ohne weitere Nacharbeit an allen Stellen unabhängig
von der Profilierung in gleicher Qualität geschliffen
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einer Maschine der eingangs geschilderten Art vor, daß die Werkstücke mit ihrer Faserlängsrichtung quer zur Vorschubrichtung eingespannt sind, d*ß ferner die Schleifwerkzeuge quer zur Vorschubrichtung umlaufen und daß die Schleifwerkzeuge als Schleifbänder ausgebildet sind, die jeweils von einem elastischen Druckschuh gegen die Werkstückoberfläche gedrückt sind.
Durch diese Maßnahmen wird erreicht, daß insbesondere auch quer zur Vorschubrichtung verlaufende Hohlkehlen völlig gleichmäßig ausgeschliffen werden. Treffen nämlich die durch den elastischen Druckschuh angedrückten Schleifbänder während des Vorschubes auf derartige quer zur Vorschubrichtung verlaufende Hohlkehlen, so schmiegen sich die die quer zur Vorschubrichtung umlaufenden Schleifwerkzeuge über eine ausreichend lange Zeit an die auszuschleifenden Hohlkehlenflächen an, ohne daß sich dabei bedingt durch die elastische Ausbildung der Druckschuhe die Andrückkräfte unzulässigerweise ändern. Beim Ausschleifen von etwa in Vorschubrichtung verlaufenden Hohlkehlen ergeben sich bei dieser Bearbeitungsweise hingegen sov/ieso keine Schwierigkeiten, weil die vom elastischen Druckschuh angedrückten Schleifänder dabei entlang diesen Hohlkehlen schleifen und infolgedessen während der ganzen Zeit mit diesen in Berührung sind. Obwohl bei dieser Maßnahme die Holzoberfläche entsprechend dem Vorschub quer zur Holzfaserlängsrichtung bearbeitet wird, was bekanntlich im allgemeinen nicht zu einer hohen Schleifqualität führt, ergeben sich durch diese Maßnahme deshalb keine Nachteile, weil die Schnittgeschwindigkeit der Schleifwerkzeuge gegenüber der Vorschubgeschwindigkeit der Einspannvorrichtung um ein Vielfaches höher ist.
Zum Schleifen von profilierten Flächen verhältnismäßig breiter Sitzplatten ist es vorteilhaft, wenn gemäß der Erfindung die am Werkstück angreifenden Schleifbandabschnitte quer zur Vorschubrichtung versetzt angeordnet sind. Auf diese Art und Weise können beson-v ders günstig quer zur Faserlängsrichtung der Werk-^ stücke verlaufende, nebeneinander entstehende und sich zur gesamten Schleiffläche ergänzende Schleifbahnen erzielt werden.
Für die Bearbeitung von besonders ausgeprägt profilierten Sitzplatten od. dgl. ist es sehr vorteilhaft, wenn gemäß der Erfindung die Druckfläche des Druckschuhs dem Profil bzw. Teilprofil des zu schleifenden Werkstücks angepaßt ist.
Bei einer anderen Maschine (US-PS 24 86 819) zum Schleifen von ebenen Flächen bzw. von im Querschnitt viereckigen länglichen Holzprofilen, wie z. B. Stuhlbeinen u. dgl. ist es zwar an sich bereits bekannt, die Werkstücke quer zur Vorschubrichtung einzuspannen und mit quer zur Vorschubrichtung umlaufenden und gegen die Werkstücke angedrückten Schleifbändern zu bearbeiten, doch ist diese Anordnung dort nicht unter dem Aspekt der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe getroffen, sondern resultierte aus der Verwendung der Maschine innerhalb einer Fertigungsstraße für Beine mit quadratischem Querschnitt für Bettgestelle. Die Beine waren dabei an ihren vier um jeweils 90° ■ versetzten Seitenflächen zu bearbeiten und das mit der Queranordnung der Werkstücke verfolgte Ziel war im wesentlichen, die Werkstücke innerhalb der Maschine möglichst einfach schwenken zu können. Außerdem konnte das aus dieser Druckschrift Bekannte auch des-
halb nicht o.'ir.e erfinderisches Zutun auf den Gegenstand der vorliegenden Erfindung übertragen werden, weil im Falle dieser bekannten Maschine nur einfache ebene Werkstückflächen behandelt werden sollten, deren Bearbeitung keine besonderen Probleme aufwarf. Hohlkehlen, deren Bearbeitung aber gerade die besonderen, beim Gegenstand der Erfindung zu überwindenden Schwierigkeit ergaben. Wären dort hingegen nicht zu bearbeiten. Im übrigen wa. die Entwicklung auf dem Gebiet der Bearbeitung von profilierten Sitzflächen von Sitzmöbeln von der Vorstellung geprägt, mit Rücksicht auf die zu bearbeitenden Hohlkehlen müßten derartige Werkstücke auf jeden Fall mit kreisförmigen und an i^rem Umfang wirkenden Werkzeugen bearbeitet werden. ,5
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schenmisch dargestellt. Dabei zeigt
F i g. 1 den prinzipiellen Aufbau einer erfindungsgemäBen Maschine zur Serienerzeugung von Sitzplatten aus Holz,
F i g. 2 eine Seitenansicht eines an der Maschine aus F i g. 1 verwendeten Schleifaggregals,
F i g. 3 den Schnitt 3-3 aus Fig. 2und
F i g. 4 eine Sitzplatte im Grundriß und (strichpunktiert) die Lage der Schleifaggregate bei versetzter An-Ordnung.
Wie in F i g. 1 schematisch dargestellt, sind eine Anzahl Werkstückspannvorrichtungen 3 in Form einer endlosen Kette 25 aneinandergefügt, die um zwei Kettenräderpaare 26, 27 geführt ist. Das Kettenradpaar 26 weist ein auf der Drehachse festsitzendes Kettenzahnrad 28 auf, das durch eine endlose Kette 29 mit einem auf einer Steuerwelle 30 festsitzenden Kettenrad 31 verbunden ist. Die Steuerwelle 30 ist noch mit einem zweiten Kettenrad 32 versehen, das durch eine endlose Kette 33 mit einem Kettenrad 34 eines Vorgeleges verbunden ist. Dieses Vorgelege steht durch einen Kettentrieb 35, 36, 37 mit einem Antriebsmotor 38 in Verbindung, der somit die Steuerwelle 30 und die Kettenräderpaare 26, 27 der aus den Spannvorrichtungen 3 gebildeten Kette 25 in einem bestimmten Verhältnis zueinander antreibt.
Auf der Steuerwelle 30 ist zur Steuerung jedes der vier im Ausführungsbeispiel dargestellten Schleifaggregate 7 je eine Kurvenscheibe 39 entsprechend versetzt befestigt. Den Umfang dieser Kurvenscheiben 39 tasten Fühlhebel 40 mittels Rollen 41 ab. Die Fühlhebel 40 schwenken um eine ortsfeste Achse 42 und betätigen über Bowdenzüge 56 die vier Schleifaggregate 7 in der Weise, daß das zugeordnete Schleifwerkzeug durch die Umfangskurve der Kurvenscheibe 39 angehoben oder auf die zu schleifende Werkstückoberfläche abgesenkt wird. Da diese Steuerbewegung der Schleifwerkzeuge in Abhängigkeit von der Transportbewegung der Spannvorrichtungen 3 erfolgt, wird ein formgesteuertes Schleifen der Sitzplattenoberflächen erzielt.
!n den F i g. 2 und 3 ist die Lagerung und Ausgestaltung der Schleifaggregate 7 gezeigt. Von zwei Rundstäben wird eine Führungsbahn 1 für die Spannvorrichtungen 3 gebildet, weiche Rundstäbe im angedeuteten Maschinengestell 2 so befestigt sind, daß sie von den Führungsbacken 4 der schlittenartig gestalteten Spannvorrichtungen 3 außen spielfrei umfaßt werden können. Jede der Spannvorrichtungen 3 weist mehrere, aus der Schlittenoberfläche auftragende Spannbacken 5 auf, die mechanisch oder pneumatisch betätigbar sind und jeweils eine zu schleifende Sitzplatte (Werkstück) 6 an deren Schmalseiten festhalten, so daß diese mit der zu schleifenden Sitzfläche arbeitsbereit liegt. Seitlich der Führungsbahn 1 ist an einem nicht dargestellten Ständer des MaschinengesteJls 2 wie gezeichnet das Schleifaggregat 7 angeordnet. Dieses weist einen von einer Tragschiene 8 herabhängenden Tragarm 9 auf, der z. B. in einer Schwalbenschwanzführung IO quer zur Vorschubrichtung der Spannvorrichtungen 3 horizontal verstellbar und mittels einer Klemmschraube feststellbar ist.
Der mit einer zylindrischen Mantelfläche 9a versehene Tragarm 9 ist als Drehlager für einen Ausleger 44 ausgebildet, der oben mit seinem Lagerring 44a die zylindrische Mantelfläche 9a des Tragarms 9 drehbar umfaßt und unten ein Lagerauge 45 aufweist, das von dem Schaft 46 einer im Tragarm 9 axial festsitzenden Schraube 47 durchsetzt und von deren Schraubenkopf
48 axialgehalten ist. Der Ausleger 44 hat zwei vom Lagerauge 45 nach unten abstehende Führungsschenkel
49 mit je zwei in einer zur Vorschubrichtung der Werkstücke 6 querliegenden Vertikalebene ausgerichteten Langlöchern 50. An den Führungsschenkeln 49 ist mittels in den Langlöchern 50 geführter Glehzapfen 53, 54 ein Druckschuh 246,52 befestigt. Dieser besteht im wesentlichen aus einem elastischen Druckkissen 246, welches aus entsprechend nachgiebigem Gummi oder Kunststoff oder auch aus einem Luftkissen bestehen kann, und einem Tragkörper 52 für das Druckkissen 246. Die dem Werkstück zugewandte Fläche des Druckkissens 246 ist im Ausführungsbeispiel dem Profil bzw. Teilprofil der zu schleifenden Silzplatte 6 angepaßt.
An den Gleitzapfen 53, 54 kann das Seil 55 eines der Bowdenzüge 56 angreifen, dessen flexible Führungshülle an einer vom Ausleger 44 abstehenden Rast 57 abgestützt ist.
Der Ausleger 44 trägt ferner das endlose, hier über drei Rollen 58, 59 60 und das Druckkissen 246 geführte Schleifband 24. Die Rolle 58 ist als Antriebsrolle durch eine Welle 61 mit einem Antriebsmotor 22 verbunden. Die Antriebsrolle 58 ist mit der Welle 61 in nach unten abstehenden U-Schenkeln 62 des Lagerauges 45 drehbar gelagert Der Motor 22 ist auf einer von dem einen U-Schenkel abstehenden Konsole 63 befestigt. Auf diese Weise steht die Schwenkachse des Auslegers 44 senkrecht zur Welle 61 der Antriebsrolle 58 des endlosen Schleifbandes 24. Die Rolle 60 ist als Spannrolle ausgebildet und kann beispielsweise von einem Druckluftzylinder 68 betätigt werden.
Das Schleifband 24 kann mit Hilfe des Auslegers 44 quer zur Vorschubrichtung der Spannvorrichtungen 3 für die Sitzplatten 6 gemäß F i g. 2 ausgerichtet, aber auch in einem bestimmten Winkel zur Vorschubrichtung eingestellt werden. Zur Fixierung des Auslegers 44 in den verschiedenen Winkellagen ist am Tragarm 9 ein Kranz Rasten 72 vorgesehen sein, in die ein federnder Sperrbolzen 73 eingreift.
Beim Schleifvorgang ist das Schleifaggregat ortsfest gehalten und das Schleifband 24 läuft mit einer Umfanggeschwindigkeit von z. B. 15 bis 18 m/s quer oder im Winkel zur Vorschubrichtung der Sitzplatten 6 um. Die Vorschubgeschwindigkeit der Spannvorrichtungen 3 für die quer zur Vorschubrichtung eingespannten Sitzplatten 6 wird mit etwa 0,1 m/s festgesetzt, so daß das rasch umlaufende Schleifband 24 auf der Sitzfläche im wesentlichen in Faserrichtung des Holzes verlaufende Schleifriefen erzeugt. Die Abweichung der Schleifriefen von der jeweils eingestellten Winkellage des Schleifbandes zur
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bar gering und liegt unter einem halben Winkelgrad.
In manchen Fällen kann der am Werkstück anlegbare Schleifbandabschnitt 24a des Schleifbandes 24 quer zur Vorschubrichtung kleiner sein als die zu bearbeitende Werkstückfläche. In diesem Fall kann die zu bearbeitende Werkstückfläche, wie aus F i g. 4 entnehmbar auf mehrere Schleifbahnen a bis d aufgeteilt und für jede Schleifbahn ein eigenes Schleifwerkzeug 24 \ sehen werden. Die Schleifaggregate 7 werden ζ sem Zweck gemäß F i g. 1 in Transportrichtun Sitzplatten 6 in Abständen hintereinander angec und quer zu dieser mit Hilfe der Schwalbensch führungen 10 um die Schleifbahnenbreite gegen der versetzt eingestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Maschine zum Schleifen von profilierten Flächen an Sitzplatten oder ähnlichen Möbeiteilen aus Holz mit einer Förderkette, auf der die Werkstücke hintereinander aufgespannt sind, und mit mehreren in durch die Laufrichtung der Förderkette bestimmter Vorschubrichtung der Werkstücke hintereinander angeordneten, an ortsfesten Tragarmen gelagerten Schleifaggregaten, deren elastisch ausgebildete Schleifwerkzeuge durch eine Schablonensteuereinrichtung in Abhängigkeit von der Durchlaufgeschwindigkeit der Werkstücke und entsprechend der profilierten Flächen der Werkstücke gegen diese zustellbar und mit einer gegenüber der Vorschubgeschwindigkeit der Förderkette um ein Vielfaches höheren Umlaufgeschwindigkeit angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstücke (6) mit ihrer Faserlängsrichtung qutr zur Vorschubrichtung eingespannt sind, daß ferner die Schleifwerkzeuge (24a) quer zur Vorschubrichtung umlaufen und daß die Schleifwerkzeuge (24a) als Schteifbänder ausgebildet sind, die jeweils von einem elastischen Druckschuh (246, 52) gegen die Werkstückoberfläche gedrückt sind.
2. Maschine nacn Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Werkstück angreifenden Schleifbandabschnitte (24a) quer zur Vorscbubrichtung versetzt angeordnet sind.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfläche des Druckschuhs (246, 52) dem Profil bzw. Teilprofil des zu schleifenden Werkstücks (6) angepaßt ist.
35
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Date Code Title Description
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