DE2321841C2 - Schaltungsanordnung zur Fehlerortung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur Nachrichtenübertragung - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Fehlerortung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur NachrichtenübertragungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Fehlerortung auf ferngespeisten Kabelstrecken
unter Verwendung eines Ortungs-Adern-
«5 paares mit zwischen den Adern in den Zwischenverstärkerstellen
angeordneten, durch Relais zu- und
abschaitbaren Widerständen und mit einer Einrichtung am Streckenanfang zur Messung des Lehwertes
des Ortungsadernpaares.
Eine derartige Schaltungsanordnung, bei der die Widerstände in Reihe mit dem Kontakt eines Signalrelais
zwischen zwei Ortungsadern angeordnet und durch einen Pilotempfänger zu- und abschaltbar sind
ist bereits bekannt (NTZ 1%6, Heft H), Seite 57ό|
Bild 6). Mit dieser bekannten Anordnung kann die Fehlerortung immer nur auf einfachen Strecken zwischen
bekannten Verstärkerämtern durchgeführt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung anzugeben, die eine weitergehende
Fehlerortung in Übertragungssystemen mit flächcnmäßig
ausgedehnten Verteilfunktionen ermöglicht. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß in Nachrichten-Übertragungssysteinen
fur cine Übertragungsrichtung mit einer Haupt- und mehreren Abzweigstrecken, in welchen
die Zwischenverstärker der Hauptstrecke mit den in mehreren Abzweigstrecken angeordneten Zwischenverstärkern
eine koordinatenmäßig erfaßbare Zuordnung aufweisen, die Ortungsadern der Hauptstrecke
entlang dieser mit den Ortungsadern der Abzweigstrecken zu einer geschlossenen Schleife in Reihe geschaltet
sind und daß jedem Zwischenverstärker ein gegenüber dem Leitungswiderstand hochohmiger
Meßwiderstand solcher Bemessung zugeordnet ist, daß alle den Abzweigstrecken zugeordneten Meßwiderstände
gleich groß und um mindestens eine Größenordnung größer als die unter sich gleich großen
Meßwiderstände für die Hauptstrecke sind und daß jedem Zwischenverstärker mindestens ein Relaiskontakt
eines Überwachungsrelais zugeordnet ist, der die vom Ortungsadernpaar mit der Meßeinrichtung am
Streckenanfang gebildete Meßschleife im Fehlerfall jeweils vor dem entsprechenden Meßwiderstand unterbricht.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Meßwiderstände der Haupt- und Abzweigstrecken
und die Höhe der Meßspannung so aufeinander abgestimmt, daß ein in der Meßschleife
angeordneter digitaler Strommesser unmittelbar die Lage des vor der Fehlerstelle liegenden Zwischenverstärkers
koordinatenmäßig angibt. Bei einer zweistelligen digitalen Anzeige gibt die erste Ziffer die vom
Streckenanfang gezählte laufende Nummer des Zwischenverstärkers der Hauptstrecke am Beginn der gestörten
Abzweigstrecke und die zweite Ziffer die laufende Nummer des Zwischenverstärkers vor der
Fehlerstelle in der gestörten Abzweigstrecke an.
Die Meßeinrichtung am Streckenanfang ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung so ausgebildet, daß
sie im ungestörten Betrieb eine Uberwachungsspannung an die Ortungsadern liefert, die im Fehlerfall
eine Fehleranzeige und eine selbsttätige umschaltung auf eine Meßspannung bewirkt.
Durch die Verwendung von zwei Meßwiderstandsgruppen in den Ortungsadern, die den Haupt- und
Abzweigstrecken zugeordnet sind, in Verbindung mit einer Abstimmung der beiden Widerstandswerte und
der MeBspannung aufeinander, wird eine eindeutige Lokalisierung des Fehlerortes in einem sich über eine
Fläche erstreckenden Nachrichtenversorgungssystem ermöglicht. In den Verstärkerstellen werden außer
den zur Potcntiaitrennung erforderlichen Überwachungsrelais
keine weiteren Schaltungsteile benötigt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an
Hand eines in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
Fig. 11 zeigt ein System von Haupt- und Abzweigstrecken
zur Nachrichtenversorgung·,
In Fig. 2 ist die Schaltungsanordnung zur Fehlerortung
an Hand einer Hauptstrecke mit mehreren Abzweigstrecken im Prinzip dargestellt;
F i g. 3 erläutert an Hand eines Zahlenbeispiels die Auswertung der digitalen Anzeige in der Meßeinrichtung
am Streckenanfang in einer schematisch dargestellten Hauptstrecke mit mehreren Abzweigstrecken.
Von einer zentralen Sendestelle S (Streckenan- 1S
fang) aus erfolgt über Verstärkerstationen V und V in den Hauptstrecken H mit jeweils mehreren Abzweigstrecken
Z, die Nachrichtenübermittlung in einer Richtung (Fig. 1).
Einer in F i g. 2 dargestellten Hauptstrecke H mit
den Abzweigstrecken Zl bis Z3 sind ausgehend von der Sendestelle 5 Verstärker Fund Föhne bzw. mit
Abzweigstrecken zugeordnet. Jeder Verstärker ist mit wenigstens einem Überwachungsrelais A ausgerüstet.
Für die Fehlerortung ist in der Sendestelle am Strek- a5
kenanfang eine Melde- und Ortungseinrichtung M vorgesehen, die mit einem eine Ortungsschleifc bildenden
Ortungsadernpaar 1,2 verbunden ist. Entlang der Hauptstrecke sind die den Abzweigstrecken zugeordneten
Abschnitte der Ortungsschleife in Reihe ge- 3<> schaltet. Am Ort eines jeden Verstärkers ist zwischen
die beiden Ortungsadern ein Meßwiderstand Rl bzw. Rl eingeschaltet. Alle Meßwiderstände Rl im Bereich
der Hauptstrecke und alle Meßwiderstände R2 im Bereich der Abzweigstrecken sind jeweils untereinander
gleich groß und außerdem sehr viel größer als der Widerstand der Ortungsschleife pro Verstärkerfeld.
Die Meßwiderstände Rl sind hier um den Faktor 10 größer als die Meßwiderstände Al. Vor
jedem Meßwiderstand ist ein Arbeitskontakt α des bei <°
ungestörtem Streckenzustand stromführenden Überwachungsrelais A vorgesehen, der im Fehlerfall eine
der beiden Ortungsadern unterbricht. In der Melde- und Ortungseinrichtung wird eine kleine Überwachungsspannang
Uw an den Eingang des Ortungsadernpaares 1, 2 gelegt. Der Eingangsstrom ist bei
ungestörtem Streckenzustand durch den relativ geringen Schleifenwiderstand des Ortungsadernpaares bestimmt.
im Fehlerfall wird am Fehlerort die Leiterschleife durch den Kontakt des zugehörigen Überwachungsrelais aufgetrennt. Damit fließt nur noch soviel Strom
in die Leiterschleife, als dem Leitwert der unter Potentialdifferenz stehenden Widerstände entspricht.
Diese deutliche Erhöhung des Eingangswiderstandes des Ortungsadernpaares stellt ein eindeutiges Kriterium
für die Meldung eines Fehlers dar.
Aus dem in das Ortungsadernpaar fließenden Strom laßt sich der Fehlerort eindeutig bestimmen,
wenn die Größe der Meßwiderstände Rl, Rl und die Höhe der Meßspannung UM geeignet aufeinander abgestimmt
sind. Wählt man z.B. Al=IOkQ, Rl = 10OkQ und UM = 100 V, so lassen sich aus
einer digitalen Anzeige des Ortungsstromes die Koordinaten der vor dem fehlerhaften Feld liegenden Verstärkerstelle
unmittelbar ablesen.
Die Fig. 3 zeigt ein Beispiel für einen Fehlerortungsfall. Die digitale Anzeige für den Strom J, der
in die Ortungsadern fließt, soll 73 mA betragen. Die Verstärker der Hauptstrecke und der Abzweigstrekken
sind schematisch der Abszisse χ und der Ordinate y eines Koordinatensystems zugeordnet. Die erste
Ziffer (Zehnerstelle des Meßwertes) gibt die laufende Nummer des Verstärkers auf der Hauptstrecke
(Abszisse χ = 7) und die zweite Ziffer (Einerstelle) die laufende Nummer des letzten Verstärkers
auf der Abzweigstrecke (Ordinate y = 3) vor dem fehlerhaften Verstärkerfeld F an.
Die Meide- und Ortungseinrichtung M (F i g. 2) in der Sendestelle am Streckenanfang enthält u. a. ein
Relais B, das mit der kleinen Überwachungsspannung Uw an die Ortungsadern 1, 2 angeschlossen ist. Im
Fehlerfall fällt das Relais ab. Ein Ruhekontakt bl des Relais löst eine Alarmeinrichtung L aus, während ein
Umschaltekontakt bl das Relais von den Ortungsadern abschaltet und gleichzeitig einen Strommesser
M mit digitaler Anzeige über eine zusätzliche Spannungsquelle UM an die Ortungsadern anschließt.
Nach erfolgter Wiederherstellung des normalen Betriebszustandes der Strecke nimmt auch die Überwachungsschaltung
den ursprünglichen Zustand wieder an.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zur Fehlerortung auf ferngespeisten Kabelstrecken unter Verwendung
eines Ortungs-Adernpaares mit zwischen den Adern in den Zwischenverstärkerstellen angeordneten,
durch Relais zu- und abschaltbaren Widerständen und mit einer Einrichtung am Streckenanfang
zur Messung des Leitwertes des Oriungsadernpaares, dadurch gekennzeichnet,
daß in Nachrichten-Verteilsystemen für eine Übertragungsrichtung mit einer Hauptstrecke und
mehreren Abzweigstrecken für eine Flächenversorgung, in welchen die Zwischenverstärker der »5
Hauptstrecke mit den in mehreren Abzweigstrek- ken angeordneten Zwischenverstärkern eine koordinatenmäßig
erfaßbare Zuordnung aufweif«n, die Ortungsadern der Hauptstrecke entlang dieser
mit Ortungsadern der Abzweigstrecken zu einer geschlossenen Schleife in Reihe geschaltet sind
und daß allen Zwischenverstärkern je ein gegenüber dem Leitungswiderstand hochohmiger Meßwiderstand
solcher Bemessung zugeordnet ist, daß alle den Abzweigstrecken zugeordneten Meßwi- a5
derstände (R2) gleich groß und um wenigstens eine Größenordnung größer als die unter sich
gleich großen Meßwiderstände (Kl) für die Hauptstrecke sind und daß ferner jedem Zwischenverstärker
mindestens ein Relaiskontakt (α) eines Überwachungsrelais (A) zugeordnet ist, der
die vom Ortungsadernpaar mit der Meßeinrichtung am Streckenanfang gebildete Meßschleife im
Fehlerfall jeweils vor dem entsprechenden Meßtviderstand
unterbricht.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwiderstände
(Al, R2) in der Hauptstrecke und in den Abtweigstrecken
und die Höhe der Meßspannung so Aufeinander abgestimmt sind, daß ein in der Meß-Schleife
angeordneter digitaler Strommesser unmittelbar die Lage des vor der Fehlerstelle liegenden
Zwischenverstärkers koordinatenmäßig an- $ibt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer zweisteligen
digitalen Anzeige die erste Ziffer die vom Streckenanfang gezählte laufende Nummer des
Ewischenverstärkersder Hauptstrecke am Beginn 4er gestörten Abzweigstrecke und die zweite Zif-Ier
die laufende Nummer des Zwischenverstärkers »or der Fehlerstelle in der gestörten Abzwcig-Itrecke
angibt.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich-•et,
daß die Meßeinrichtung am Streckenanfang Im ungestörten Betrieb eine Überwachungsspannung
an die Ortungsadern liefert, die im Fehlerfall eine Fehleranzeige und eine selbsttätige umschaltung
auf eine Meßspannung bewirkt.
Priority Applications (5)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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