DE2321840C2 - Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur Nachrichtenübertragung - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur NachrichtenübertragungInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B17/00—Monitoring; Testing
- H04B17/40—Monitoring; Testing of relay systems
- H04B17/407—Monitoring; Testing of relay systems without selective localization
- H04B17/409—Monitoring; Testing of relay systems without selective localization by means of resistance, voltage or current measurement
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur Nachrichtenübertragung in einer Übertragungsrichtung in Verbindung mit einer Schaltungsanordnung zur Fehlerortung.
Für die Ortung unterschiedlicher Fehler in Trägerfrequenz-Übertragungssystemen auf Leitungen lassen
sich verschiedene Ortungsverfahren anwenden. Es ist bereits bekannt, die Ortung im Trägerfrequenzbereich
unter Verwendung von den Leitungsverstärkern zugeordneten Kennfrequenzen {DTPS 956 697) oder mit
emer Meßleitung, die im Sturungsfall über einen Relaiskontakt
geerdet wird (DTPS 942 278), vorzunehmen.
Es ist ferner bekannt, eine Ortung im Fernspeisekreis z. B. durch Messen des Streckeneingangswiderstandes bis zum gestörten Verstärkerfeid durchzuführen (DT-AS 1 157 663).
Es ist ferner bekannt, eine Ortung im Fernspeisekreis z. B. durch Messen des Streckeneingangswiderstandes bis zum gestörten Verstärkerfeid durchzuführen (DT-AS 1 157 663).
Diese bekannten Ortungsschaltungen beziehen sich ίο ausschließlich auf unverzweigte Nachrichtenübertragungssysteme.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in verzweigten Nachrichtenverteilsystemen für eine Übertragungsrichtung
die Meldung und Unterscheidung mehrerer Fehlerarten von einer bemannten Verstärkerstelle
aus direkt zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß einem für eine Fiächenversorgung aus einer
koaxialen Hauptstrecke und mehreren Abzweigstrekken bestehenden Nachrichtenverteilsystem mehrere,
entlang der Hauptstrecke und entlang den Abzweigstrecken verlaufende Erkennungsadern und eine hierzu
parallel geführte Hilfsader zugeordnet sind, und daß in jeder Verstärkerstelle eine Reihenschaltung von Umschaltkc.itakten
mehrerer Überwachungsrelais in die Hilfsader eingeschleift sind, und daß in einer gestörten
Verstärkerstelle je nach Fehlerart der zugehörige Umschaltkontakt jeweils eine oder gleichzeitig mehrere
Erkennungsadern leitend mit der Hilfsader verbindet. Die Anzahl der Überwachungsrelais und der in die
Hilfsader eingeschleiften Umschaltekontakte wird dabei von der Anzahl der zu unterscheiderden Fehlerarten
bestimmt.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Erkennungsadern und die Hilfsader mehrerer
Hauptstrecken und ihrer zugeordneten Abzweigstrecken über eine Relaisschaltung zur Potentialtrennung
und zur selbsttätigen zyklischen Abfrage der Erkennungsadern an eine gemeinsame logische Auswerteschaltung
am Streckenanfang (Sendestelle) zugeführt.
Mit einer weiteren zusätzlich vorgesehenen Ader kann die Hilfsader mit den eingeschleiften Umschaltekontakten,
gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, eine Ortungsschleift bilden, wobei zwisehen
den Adern der Ortungsschleife in jeder Verstärkerstelle ein Meßwiderstand solcher Bemessung
angeordnet ist, daß die Meßwiderstände entlang der Hauptstrecke um mindestens eine Größenordnung
kleiner als die Meßwiderstände entlang der Abzweigstrecken und die Widerstände beider Gruppen groß gegenüber
dem Leitungswiderstand sind.
Die Adern der Ortungsschleife sind mit einer Meßeinrichtung am Streckenanfang verbunden. Die Auswertung
einer digitalen Leitwertmessung an der aufgetrennten Ortungsschleife kann direkt den Ort der letzten
vor dem gestörten Verstärkerfeld liegenden Verstärkerstelle liefern.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der F i g. 1 bis 3 näher erläutert.
F i g. 1 zeigt ein Modellnetz eines aus Haupt- und
Abzweigstrecken bestehenden Nachrichtenverteilsystems.
F i g. 2 zeigt als Beispiel die Einrichtungen einer Zwischenverstärkerstelle mit drei Überwachungsrelais.
F i g. 3 gibt die Einrichtungen für die Fehlermeldungen bzw. Fehlererkennung in Verbindung mit einer
Fehlerortung wieder.
Hauptstrecken H mit ihren Abzweigen Z beginnen, dient der Flächenversorgung mit Nachrichten in einer
Übertragungsrichtung. Die Verstärker V der Hauptstrecken sind Abzweigverstärker, von denen die Abzweigstrecken
Z ihren Ausgang rehmen. Jeder Hauptstrecke können mehrere Abzweigstrecken zugeordnet
sein.
Der in F i g. 2 dargestellte Zwischenverstärf.er V ist
über das koaxiale Kabel K mit den benachbarten Verstärkern der Strecke verbunden, die in der Figur nicht
dargestellt sind. Vom zugehörigen Verteil verstärker V führen die koaxialen Verbindungsleitungen Λ1 bis M zu
mehreren Endverzweigern EVZ. Die Stromversorgung erfolgt aus einem Gleichumrichter U, der über die Leitungen
si, s2 ferngespeist wird. Außer den Fernspeiseleitungen
sind Adern 2 bis 4 entlang der Kabelstrecke rtiitgefiihrt. Mit 2 ist eine Hilfsader, mit 3 und 4 sind
zwei Erkennungsadern bezeichnet. In die Hilfsader 2 sind Umschaltekontakte a, b, cvon drei Überwachungsrelais A, B, C eingeschleift. Während des ungestörten
Betriebes sind alle in Reihenschaltung angeordneten Umschaltekontakte in einer solchen Schaltstellung (Arbeitsseite),
daß die Hilfsader 2 nicht unterbrochen ist. Das Relais A dient der Überwachung der Betriebsspannung
am Umrichterausgang. Bei ihrem Ausfall wird das Relais stromlos. Sein Kontakt a unterbricht die Hilfsader
2 und verbindet ihren zum Sireckenanfang führenden Teil mit den Erkennungsadern 3 und 4. Das Relais
B überwacht den Pilot im Pilotempfänger. Bei Pilo'ausfall
unterbricht der Kontakt b die Hilfsader 2 und verbindet diese gleichzeitig mit der Erkennungsader 4.
Die Überwachung der Verbindungsleilungen zu den Endverzweigern EVZ erfolgt über eine vergleichende
Widerstandsmessung. Zu diesem Zweck ist in jedem Endverzweiger ein gegenüber dem Wellenwiderstand
der Leitung großer ohmscher Widerstand zwischen Innen- und Außenleiter geschaltet. Im Vierfachverteiler
der Verstärkerstelle sind die Gleichstromwege von allen vier Widerstandsmeßschleifen parallel geschaltet.
Eine Überwachungsschaltung Ü vergleicht diesen Eingangswiderstand
mit einem gleich großen Festwiderstand Rv . Jede durch Unterbrechung oder Kurzschluß
sich ergebende Abweichung auf den Leitungen zu den Endverzweigern verursacht das Abfallen eines Relais
C. Sein Kontakt c unterbricht die Hilfsader 2 und verbindet sie mit der Erkennungsader 3.
Aus den in der Sendestelle am Streckenanfang feststellbaren Verbindungen der Hilfsader 2 mit einer der
Erkennungsadern 3 oder 4 oder mit beiden Erkennungsadern läßt sich über eine logische Auswerteschaltung
die Fehlerart eindeutig ermitteln. Die Reihenschaltung der Kontakte in der Hilfsader verhindert eine
bei zwei gleichzeitig auftretenden Fehlern denkbare Fehlmeldung der Auswerteschaltung.
In F i g. 3 ist eine Hauptstrecke f/mit mehreren Abzweigstrecken
Zl bis Z2 mit den zusätzlichen Adern 2, 3, 4 und die Einrichtungen für die Fehlererkennung in
der Sendestelle S in vereinfachter Übersicht dargestellt. Da die Fehlererkennung nur in Verbindung mit
einer Fehlerortung sinnvoll ist, sind die dazu erforderlichen Einrichtungen in der Sendestelle und entlang der
Haupt- und Abzweigstrecken dargestellt.
Die Erkennungsadern 3 und 4 sind mit Abzweigen für die Abzweigstrecken entlang der Hauptstrecke verlegt,
während die Hilfsader 2 mit den Umschaliekontakten allen Verstärkerstellen einer Reihenschaltung
entlang sämtlicher Streckenabschnitte bildet. Der Anfang der drei Adern ist an der Sendestelle über eine
Relaisschaltung R an eine Meldeeinrichtung Me angeschlossen.
Über die Relaisschaltung R können mehrere Hauptstrecken durch eine selbsttätige zyklische Umschaltung
in einer gemeinsamen Meldeeinrichtung Mc überwacht werden. Die Meldeeinrichtung enthält außer
der logischen Auswerteschaltung Anzeigeeinrichtungen
für einen jeweils aufgetretenen Ausfall: Betriebsspannung (24 V), Pilot (B), Endverzweiger [EVZ).
Außerdem kann auch der Ausfall der Fernspeisung (Fsp) angezeigt werden. Für die Fehlerortung ist in der
Sendestelle eine Meßeinrichtung Mo für Leitwertmessungen an einer Ortungsschleife vorgesehen, die von
der Hilfsader 2 mit einer weiteren Ader 1 gebildet wird. In allen Verstärkerstellen sind zwischen den Adern 1
und 2 bzw. zwischen den Leitungsteilen in den Abzweigen Meßwiderstände Rt bzw. R2 eingeschaltet. Die
Meßwiderstände Ri sind der Ortungsschleife entlang der Hauptstrecke, die Meßwiderstände Rl den Abzweigstrecken
zugeordnet. Die Bemessung der Widerstände ist so getroffen, daß sich ein Widerstandsverhältnis
R\ : R2 wie I : 10 ergibt. Bei entsprechender Wahl einer Meßspannung in der Meßeinrichtung Mo
und bei Verwendung eines Strommessers mit zweistelliger digitaler Anzeige kann aus einem zweizifferigen
angezeigten Zahlenwert direkt auf die Lage des fehlerhaften Verstärkers geschlossen werden, wenn die
Hauptstrecke die Abszissenachse den Abzweigstrecken die Ordinatenachse eines Koordinatensystems zugeordnet
werden. Die erste Ziffer (Zehnerstelle des Meßwertes gibt dann die laufende Nummer des Verstärkers
auf der Hauptstrecke (Abszisse) und die zweite Ziffer (Einerstelle) die laufende Nummer des letzten
Verstärkers auf der AbzweigstrecKe (Ordinate) vor dem fehlerhaften Verstärkerfeld an.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur Nachrichtenübertragung
in einer Übertragungsrichtung in Verbindung mit einer Schaltungsanordnung zur Fehlerortung,
dadurch gekennzeichnet, daß einem für eine Flächenversorgung aus einer koaxialen
Haupt- und mehreren Abzweigstrecken bestehenden Nachrichtenveneilsystem mehrere, entlang der
Hauptstrecke und entlang den Abzweigstrecken verlaufende Erkennungsadern und eine hierzu par
allel geführte Hilfsader zugeordnet sind und daß in Jeder Verstärkerstelle eine Reihenschaltung von
Umschaltkontakten mehrerer Überwachungsrelais in die Hilfsader eingeschleift sind und daß ferner in
einer gestörten Verstärkerstefle je nach Fehlerart der zugehörige Umschaltekontakt jeweils eine oder
gleichzeitig mehrere Erkennungsadern leitend mit der Hilfsader verbindet.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Überwachungsrelais
und der in die Hilfsader eingeschleiften Umschaltekontakte von der Anzahl der zu unterscheidenden
Fehlerarten in den Verstärkerstellen bestimmt ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erkennungsadern
und die Hilfsader mehrerer Hauptstrecken und ihrer zugeordneten Abzweigstrecken über eine Relaisschaltung
zur Potentialtrennung und zur selbsttätigen zyklischen Abfrage der Erkennungsadern an
eine gemeinsame logische Auswerteschaltung am Streckenanfang (Sendeslelle) geführt sind.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hilfsader mit den eingeschleiften Umschaltekontakten zusammen mit einer zusätzlich vorgesehenen
Ader eine Ortungsschleife bilden und daß zwischen den Adern der Ortungsschleife in jeder
Verstärkerstelle ein Meßwiderstand solcher Bemessung angeordnet ist, daß die Meß widerstände entlang
der Hauptstrecke um mindestens eine Größenordnung kleiner als die Meßwiderstände entlang
der Abzweigstrecken und die Widerstände beider Gruppen groß gegenüber dem Leitungswiderstand
sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Adern der Ortungsschleife am Streckenanfang mit einer Meßeinrichtung
verbunden sind, die unter Auswertung einer digitalen Leitwertmessung unmittelbar den Ort der
letzten Verstärkerstelle vor dem gestörten Verstärkerfeld anzeigt.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732321840 DE2321840C2 (de) | 1973-04-30 | 1973-04-30 | Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur Nachrichtenübertragung |
| JP4747274A JPS5227007B2 (de) | 1973-04-30 | 1974-04-26 | |
| IT2203274A IT1010197B (it) | 1973-04-30 | 1974-04-29 | Disposizione circuitale per indivi duare guasti su tratte in cavo te lealimentate per comunicazioni e lettriche |
| NL7405786A NL7405786A (de) | 1973-04-30 | 1974-04-29 | |
| CH582774A CH576731A5 (de) | 1973-04-30 | 1974-04-29 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732321840 DE2321840C2 (de) | 1973-04-30 | 1973-04-30 | Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur Nachrichtenübertragung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2321840B1 DE2321840B1 (de) | 1974-11-07 |
| DE2321840C2 true DE2321840C2 (de) | 1975-07-03 |
Family
ID=5879705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732321840 Expired DE2321840C2 (de) | 1973-04-30 | 1973-04-30 | Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung auf ferngespeisten Kabelstrecken zur Nachrichtenübertragung |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5227007B2 (de) |
| CH (1) | CH576731A5 (de) |
| DE (1) | DE2321840C2 (de) |
| IT (1) | IT1010197B (de) |
| NL (1) | NL7405786A (de) |
-
1973
- 1973-04-30 DE DE19732321840 patent/DE2321840C2/de not_active Expired
-
1974
- 1974-04-26 JP JP4747274A patent/JPS5227007B2/ja not_active Expired
- 1974-04-29 NL NL7405786A patent/NL7405786A/xx unknown
- 1974-04-29 IT IT2203274A patent/IT1010197B/it active
- 1974-04-29 CH CH582774A patent/CH576731A5/xx not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS5031711A (de) | 1975-03-28 |
| DE2321840B1 (de) | 1974-11-07 |
| IT1010197B (it) | 1977-01-10 |
| JPS5227007B2 (de) | 1977-07-18 |
| NL7405786A (de) | 1974-11-01 |
| CH576731A5 (de) | 1976-06-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |