DE230992C - - Google Patents

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DE230992C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C3/00Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/10Guides or expanders for finishing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 230992 KLASSE Bb. GRUPPE 10.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1909 ab.
Die Erfindung betrifft eine besondere Ausbildung der Steuerung der bekannten, paarweise wirkenden und durch Fühler oder ähnliche Teile regulierten Leitrollen bei Gewebeeinführungsvorrichtungen der Appreturmaschinen, welche, sobald das Gewebe übermäßig gespannt ist, selbsttätig außer Tätigkeit gesetzt werden, d. h. die eine sich von der anderen trennt und das Gewebe freigibt.
ίο Die Erfindung bezweckt, die Bewegung dieser Leitrollen zueinander durch Druckluft, Dampf oder Vakuum zu bewirken, wobei die Mängel der bisherigen elektrischen Bewegung vermieden werden, die insbesondere in deren Unzuverlässigkeit bestehen.
In den Zeichnungen sind einige beispielsweise Ausführungsformen der neuen Steuervorrichtung dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Endansicht eines Leitrollenpaares nebst seiner Steuerung, Fig. 2 Unteransicht und Fig. 3 Seitenansicht zu Fig. 1, Fig. 4 Seitenansicht der Steuerung in größerem Maßstab und Fig. 5 Längsschnitt durch dieselbe in einer um 900 versetzten Ebene, Fig. 6 und 7 Längsschnitt und Seitenansicht der Steuerung in einer anderen Ausführungsform ; Fig. 8; 9 und 10 sind andere Ausführungsformen von Steuerungen in Ansicht.
Bei der in Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsform ist die untere Rolle α jedes Rollenpaares a, b in einem Bügel c gelagert, der durch einen Bolzen d an dem Rahmen e der Einführvorrichtung angelenkt ist; die obere Rolle b ist gleichachsig über der unteren auf einer am Rahmen e fest angebrachten Achse gelagert.
Unter dem Bügel c der Rolle α ist auf einem vom unteren Teil des Rahmens h ausgehenden Arm f ein Zylinder g mit einem Kolben h (Fig. 5) angeordnet. Der Bügel c wird von der Kolbenstange i getragen.
Mit dem Inneren des Zylinders g steht durch die Ein-, und Auslaßkanäle I bzw. m eine Ventilkammer in Verbindung, in der ein Ventilkolben k verstellbar ist, der abwechselnd den Einlaßkanal η und den Auslaßkanal 0 in geeignete Stellung bringt, um den Zylinder g mit einer Druckluft-, Dampf- oder Vakuumquelle in Verbindung zu setzen oder diese zu unterbrechen. In die Einlaßleitung ist ein Hahn p (Fig. 1 und 3) eingeschaltet.
An einer Seite des Bügels c ist ein aufrechtstehender Taster q angeordnet, dessen oberes Ende leicht gekrümmt ist, so daß die ihm zunächst befindliche Kante der Gewebebahn auf ihn einzuwirken vermag. Der Taster ist unten an der Ventilspindel s befestigt und besitzt einen Arm t, der mit einem einstellbaren Ausgleichungsgewicht u versehen ist.
Statt zur Steuerung des Kolbens k ein Kolbenventil, wie vorstehend beschrieben, zu verwenden, kann man auch ein doppeltes Nadelventil anwenden, wie es in Fig. 6 und 7 dargestellt ist,
Bei Verwendung von Luft oder Dampf als Treibmittel arbeitet die Vorrichtung in der folgenden Weise:
Der Kolben h wird durch die Druckluft 5 oder den Dampf, der durch das in die Veritilkammer und den Zylinder .g mündende Rohr ν zugeführt wird, gehoben, wodurch die untere Rolle α mittels des Rahmens c an die obere Rolle b angedrückt wird.
ίο Ist das Gewebe r übermäßig breitgestreckt, so kommt seine Kante mit dem Taster q in Berührung und stößt ihn zur Seite, wodurch das Ventil k umgestellt wird und die Druckluft bzw. der Dampf sofort aus dem Zylinder g und der Ventilkammer entweicht, infolgedessen Kolben h und der die untere Rolle α tragende Bügel niedergehen und die Rolle α außer Berührung mit der oberen Rolle b kommt. Sobald das Gewebe seine normale Breite oder
ό Spannung wiedererlangt hat, die Gewebekante also von dem Taster q abrückt, nimmt dieser seine normale Stellung wieder ein, wobei er das Ventil k umstellt, so daß Druckluft oder Dampf in die Ventilkammer und den Zylinder g gelangen kann und Kolben h die untere Rolle α gegen Rolle b anhebt.
Wenn zum Heben der Rolle α Vakuum verwendet wird, so wird zweckmäßig an dem Bügel c ein nach unten gerichteter Arm w angebracht (Fig. 8) und der Zylinder g mit Kolben in horizontaler Stellung angeordnet. Der Kolben hat dann eine Stange i, die mit dem Arm w in Verbindung steht, und der Taster q ist an dem Rahmen e angelenkt, während sein unteres Ende auf einen Arm χ an der Ventilspindel s einwirkt. Wenn das Vakuum in dem Zylinder g und der Kolbenkammer durch das entsprechende Ventil hergestellt ist, wird der Kolben hineingezogen und der Bügel c mit der Rolle α gegen die Rolle b gehoben.
Wenn man Preßluft oder Dampfdruck oder ein Vakuum verwendet, um die untere Rolle a außer Wirkung zu bringen, d. h. sie zu senken, so kann der die Rolle α tragende Bügel mit einem Arm y ausgestattet sein, dessen sich über seinen Drehpunkt hinaus erstreckender,
9.92,
rückwärtiger Arm (Fig. 9 und 10) mit einem Ausgleichgewicht ζ versehen ist, welch letzteres die untere Rolle α in Berührung mit der . oberen Rolle b hält, wobei in dem Falle, wo Luft oder Dampfdruck verwendet wird, der Zylinder so angeordnet ist, daß die Kolbenstange i auf den durch das Gegengewicht belasteten Arm y wirkt, während bei der Ver-Wendung von Vakuum ■ zweckmäßig die Kolbenstange i (Fig. to) auf den Rollenbügel c einwirkt.
Anstatt den Bügel c mit dem Rahmen e drehbar zu verbinden, kann man ihn auch so anordnen, daß er in ihm gleitet.
In der Zeichnung sind die Rollen sowie die Vorrichtungen, die sie in oder außer Tätigkeit bringen, in Verbindung mit einer Gewebebahn dargestellt, die in horizontaler Richtung läuft; aber es liegt auf der Hand und ist auch ohne besondere Darstellung verständlich, daß man diese Vorrichtung ebenso für in geneigter oder in vertikaler Richtung laufende Gewebebahnen verwenden kann.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Leitrollensteuerung für Gewebeeinführvorrichtungen an Appreturmaschinen mit paarweise angeordneten, durch Fühler an- und abstellbaren Rollen, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler und die einstellbare Rolle mit Organen verbunden sind, welche mittels Druckluft, Dampf oder eines Vakuums die einstellbare Rolle in oder außer Tätigkeit setzen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die untere Rolle eines jeden Rollenpaares tragende Rahmen mit einem Zylinder verbunden ist, in welchem ein Kolben sitzt, durch den der Rahmen mittels Druckluft, Dampf oder eines Vakuums gehoben oder gesenkt werden kann. . . ■ ;
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, 9c dadurch gekennzeichnet, daß der bekannte Taster oder Fühlhebel für das Gewebe ein am Zylinder (g) angeordnetes Steuerventil beeinflußt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE230992C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010489B (de) * 1953-03-13 1957-06-19 Monforts Fa A Verfahren und Vorrichtung zum Geradefuehren einer Warenbahn, insbesondere einer Gewebe-, Kunststoff- oder Papierbahn
DE1117076B (de) * 1957-08-31 1961-11-16 Erhardt & Leimer O H G Warenbahnfuehrer
DE3336742A1 (de) * 1983-10-08 1985-05-02 Erhardt & Leimer GmbH, 8900 Augsburg Fuehrungsvorrichtung fuer eine warenbahn

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1010489B (de) * 1953-03-13 1957-06-19 Monforts Fa A Verfahren und Vorrichtung zum Geradefuehren einer Warenbahn, insbesondere einer Gewebe-, Kunststoff- oder Papierbahn
DE1117076B (de) * 1957-08-31 1961-11-16 Erhardt & Leimer O H G Warenbahnfuehrer
DE3336742A1 (de) * 1983-10-08 1985-05-02 Erhardt & Leimer GmbH, 8900 Augsburg Fuehrungsvorrichtung fuer eine warenbahn

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