DE229860C - - Google Patents

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DE229860C
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projection apparatus
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B23/00Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors
    • G03B23/08Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors in which pictures are attached to a movable carrier
    • G03B23/10Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors in which pictures are attached to a movable carrier drum or disc carrier
    • G03B23/105Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors in which pictures are attached to a movable carrier drum or disc carrier disc carriers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 229860 KLASSE 54g. GRUPPE
FRIEDRICH MANTHEY in RIXDORF.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Februar 1909 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Projektionsapparat, insbesondere für Reklamez\vecke, bei dem durch ein Schaltwerk die nach außen geworfenen Bilder selbsttätig" ständig wechseln und bei welchem das Lichtfeld für Reklame und dasjenige für ein Farbenspiel beständig getrennt voneinander gehalten werden. Die Wirkungsweise des ganzen Apparates wird nach einer im voraus zu bestimmenden Zeit
ίο eingestellt.
In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Apparat zum Proj izieren von Reklamelichtbildern dargestellt, bei dem ein Teil des Bildfeldes mit Reklametexten oder Bildern des anzupreisenden Gegenstandes versehen ist, während gleichzeitig ein anderer Teil des Feldes immerfort wechselnde Teile, z. B. Farbenspiele, zeigt, welche das Auge auf die eben dargestellte Reklame hinziehen sollen, worauf nach kurzer Zeit, z. B. nach Ablauf einiger Sekunden, das Lichtbild wieder gewechselt und eine andere Reklame sichtbar wird. Lichtfeld für Reklame und für Farbenspiel sind immer räumlich getrennt, so daß gegenüber den bekannten derartigen Projektionsapparaten ein teilweises Verdecken oder Verlaufen beider Felder und die hiermit verbundenen Störungen der Reklame unbedingt vermieden werden.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. ι einen solchen Apparat in Gesamtansicht,
Fig. 2 das Werk zum Einstellen auf eine bestimmte Zeitdauer der Wirkungsweise des Apparates, Schnitt A-B von Fig. 1,
Fig. 3 in Oberansicht den die Lichtreklame hervorrufenden Teil des Apparates,
Fig. 4 die Scheibe zur Zeiteinstellung des Werkes von Fig. 2,
Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung der die Lichtreklame hervorruf enden Teile, während die
Fig. 6 und 7 Einzelheiten der letzteren in schematischer Anordnung bieten.
Bei dem dargestellten Ausführüngsbeispiel zeigt die um ihre Achse drehbare, an sich bekannte Scheibe 1 eine Anzahl eingesetzter Fenster 2 mit durchsichtiger oder gar keiner Füllung in gleichmäßigen Abständen voneinander und in gleichem Abstand von der Drehachse der Scheibe 1. Der Antrieb der Scheibenschaltung, um ein neues von diesen Fenstern in die Arbeitsstellung zu bringen, erfolgt durch einen Elektromagneten 3, dessen Anker 4 mittels der angelenkten Hakenklinke 5 die Stifte 6 auf der Scheibe 1 herabzieht und so jedesmal die Scheibe um eine Nummer weiterdreht. Bei jeder neuen Wirkung wird der Anker 4 durch die Schraubenfeder 7 wieder angehoben, und die Hakenklinke 5 weicht bei ihrem Aufwärtsgang infolge ihrer oberen Abschrägung hinter dem nächsten Stift 6 zurück und greift dann über denselben hinüber, um ihn herabziehen zu !■rönnen. In der jedesmal geschalteten Lage wird überdies die Scheibe durch die Klinke 8 festgehalten, welche in entsprechende Ein-
schnitte am Scheibenumfang eingreift und so die Scheibe jedesmal in der richtigen Stelle fixiert, während . sie doch andererseits ein Weiterschalten derselben nicht verhindert. Die Bewegung des Elektromagneten 3 erfolgt, sobald zwischen dem federnden Kontakt 9 eine Berührung der beiden Kontakthälften den elektrischen Strom der Stromquelle 10 schließt. Die Berührung der beiden Kontakthälften 9 erfolgt jedesmal, wenn die auf der Welle 11 sitzende Hubscheibe 12 mit ihrem Daumen an dem einen Kontaktblatt vorbeistreicht und es gegen das andere drückt. Ein Elektromotor 13 verursacht durch Drehung der Welle 14 mittels des
X5 Schneckenrades 15 und durch das Zahnrädervorgelege · 16, 17 das ständige Umlaufen der Welle 11 und somit die von Zeit zu Zeit wieder eintretende Weiterschaltung der Scheibe 1. Vom äußersten Ende der Welle 11 wird durch das Kegelräderpaar 18 die Bewegung einer senkrechten Welle 19 abgeleitet, die ihrerseits
, durch ein weiteres Kegelräderpaar 20 eine am Umfang der Scheibe 1 quer angeordnete Welle in dauernde Umdrehung versetzt.
In der Nähe derselben befinden sich in am Gestell angelenkten Tragarmen drehbar gelagerte, mit einer äußeren Verzahnung versehene Hülsen 21, 22, in welchen Einsteckhülsen 23, 24 auswechselbar angeordnet sind. Diese . folgen der Drehung der Hülsen 21, 22 und weisen am inneren Rand Glasscheiben auf, auf deren innerem oder äußerem kreis- oder kreisringförmigen Felde Farben oder Lineaturen vorgesehen sind und der betreffende freibleibende Teil der Glasscheiben durchsichtig erscheint. Auf den Fenstern 2 der Scheibe 1 sind korrespondierende Kreis- und Kreisringflächen 25 abgeteilt und mit den zu projezierenden Reklametexten oder Abbildungen versehen, während die übrige Fläche 26 auf der Scheibe 1 frei bleibt. Die dicht vor und hinter dem arbeitenden Fenster liegenden Glasscheiben der Einsteckhülsen 23 und 24 werden durch die beiden miteinander kämmenden und in die Hülsenverzahnung 21, 22 eingreifenden Zahnräder 27, 28 in gegenläufige Bewegung versetzt, so daß sie ein jeden Augenblick sich änderndes Farbenspiel im Mittelfeld des projezierten Bildes ergeben, während das umgebende Ringfeld mit dem Reklametext stillsteht und ein Lesen der Reklame ermöglicht. Die leicht auswechselbaren Steckhülsen 23, 24 und die Fenster der Scheibe 1 bieten hierbei die Möglichkeit, eine jederzeitige Änderung der Reklame in Anordnung und Wirkung vorzunehmen.
Die Erzeugung des Reklamebildes auf die Projektionsfläche erfolgt durch die vor dem wirksamen Fenster angeordnete Gaslampe 29, deren Gaszuführung bei 30 erfolgt und deren Steigrohr mit einem Abschlußorgan 31 versehen ist.
Zur Einstellung der Reklame auf eine gewisse Zeitdauer endlich dient das aus mehreren Rädern ganz nach Art einer Uhr gebildete Schaltwerk 32, dessen einzelne Räder von der Welle 11 und ihrem Zahnkranz 17 dadurch geschaltet werden, daß ein Daumen am Umfang des Rades 17 bei seinem Vorbeigang am ersten Rad 32 jedesmal dasselbe um einen Zahn weiter schaltet. Das erste Rad 32 schaltet dann bei jedem vollen Umlauf das darauf folgende nächste Rad 32 mit einem ähnlichen Daumen wieder um einen Zahn weiter und so fort. Die Welle des letzten Rades 32 endlich trägt auf ihrem Zahnrad noch einen neuen Auflaufwulst 33, in dessen Weg sich ein Winkelhebel 34 befindet, der um das Gelenk 35 schwingt und mit seinem anderen Ende 36 über einen Arm 37 hinüberfaßt und denselben entgegen der Spannung der Spiralfeder 38 festhält. Auf der AVelle des Hebels 37 ist ein Arm 39 angeordnet, der über zwei Kontaktschrauben 40 sich gleichzeitig legt und so den Strom des Motors 13 schließt. Sobald die Klinke 36 den Hebel 37 wieder freigibt, so dreht die Spiralfeder 38 die Welle 41, hebt somit den Kontaktarm 39 von den Schrauben 40 ab und unterbricht die weitere Stromzuführung zum Motor 13, so daß derselbe abgestellt wird. Gleichzeitig dreht auch die Welle 41 den Hahn 31 der Gaslampe 29 zu und stellt somit die Lichtquelle ab. Die Einstellung auf eine bestimmte Arbeitsdauer erfolgt nun, indem die Welle des letzten Rades 33 eine Stundenscheibe 42 trägt und die letztere von Hand auf eine bestimmte Stundenzahl eingestellt wird.
Bei jeder Umdrehung des Stundenrades 42 rückt demnach der Hubdaumen 32 eine Nummer weiter vor, und nach dem Ablauf der betreffenden Zeit legt er den Kniehebel 34, 36 um und be\virkt somit das Ausschalten des Stromes und der Gaslichtquelle.
Die Erfindung ist nicht an die dargestellte Ausführungsform gebunden, sondern liegt ganz allgemein in der Anordnung eines automatisch wirkenden Projektionsapparates, der gleichzeitig zwei Felder wirksam werden läßt, von denen das eine die anzupreisende Ware oder den anzupreisenden Text enthält, während das andere Feld jeden Augenblick wechselt und no dadurch das Auge auf die anzupreisende Sache hinlenkt, immer unter der Voraussetzung, daß Reklame und Farbenspiel räumlich getrennt sind und sich niemals auch nur teilweise überdecken.
So können z. B. die die anzupreisende Sache enthaltenden Felder auch in Reihe hintereinander auf einem längsgeschalteten Organ, einem Band oder den Seiten eines Prismas o. dgl. angeordnet sein. Es können auch die auf diesem Organ angeordneten Fenster oder Lichtfelder mit dem anzupreisenden Gegen-
Stande abnehmbar und auswechselbar sein. Ebenso kann der ständig sich bewegende, die Aufmerksamkeit anziehende Teil aus einem umlaufenden Zeiger, einer Hand ο. dgl. bestehen.

Claims (5)

: Patent-Ansprüche:
1. Projektionsapparat mit Bild-und Reklamescheiben, der gleichzeitig mehrere Lichtfelder selbsttätig auf einen Projektionsschirm wirft, dadurch gekennzeichnet, daß die Reklamescheiben, von denen nur einzelne die anzukündigende Reklame enthalten, während die anderen frei durchscheinend sind, mit Projektionsbildscheiben zusammenwirken, die mit Farbenspielen ο. dgl. versehen sind, sich gegenüber den durchsichtigen Feldern der ersten Scheibe und in ständiger Bewegung befinden.
2. Projektionsapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionsbildscheiben zu beiden Seiten der Reklamescheiben angeordnet sind und gemeinsam durch einen von dem Zeitschaltwerk beeinflußten Zahnräderantrieb in entgegengesetzter Richtung bewegt werden.
3. Projektionsapparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Projektionsbildscheiben tragenden Steckhülsen (21, 22) durch ihre Auswechselbarkeit aus den sie umfassenden Zahnkränzen unter entsprechender Umstellung der Reklamefelder auf Scheibe (1) eine jederzeitige Änderung der Reklamewirkung zulassen.
4. Projektionsapparat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine unter dem Druck einer Feder stehende Welle in ihrer einen Grenzlage bei gespannter Feder durch eine Stromüberbrückung den Stromkreis für den die periodische Schaltung der Lichtscheibe und die ständige Drehung der Kreisscheiben bewirkenden Elektromagneten schließt und gleichzeitig die Lichtquelle des Projektionsapparates in wirksamer Stellung hält, während sie in ihrer anderen Grenzlage bei entspannter Feder den Stromkreis des Elektromotors unterbricht und die Lichtquelle des Projektionsapparates abstellt.
5. Projektionsapparat nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einstellung eines Zeitschalters oder Uhrwerkes bei der Aufhebung der Verriegelung der gespannten, den Elektromotor-Stromkreis und die Lichtquelle beherrschenden Welle gleichzeitig die Zeitdauer der Wirkungsweise der Reklamevorrichtung beliebig geregelt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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