DE229199C - - Google Patents

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D35/00Smallware looms, i.e. looms for weaving ribbons or other narrow fabrics

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den Webstühlen, bei welchen zwei hintereinander während ein und derselben Ladenbewegung in dieselbe Kette und mittels desselben Schützens eingetragenen Schüsse miteinander von der Lade angeschlagen werden, während nach jeder Schußeinlage ein Fachwechsel in derselben Kette stattfindet (vgl. z. B. die schweizerische Patentschrift 41557) tritt der Übelstand auf, daß die eine Endleiste unregelmäßig wird, sobald die Breite der Gewebe einige Zentimeter erreicht, indem der erste, d. h. zuerst eingetragene der je paarweise miteinander von der Lade anzuschlagenden Schüsse im Fach stets eine etwas schräge, d. h. nicht senkrechte Lage zur Kettenrichtung einnimmt, so daß bei jedem Ladenanschlag sich an der einen Endleiste eine etwas über letztere hervorstehende Schleife bildet.
Dieser Übelstand soll mittels der Neuerung, die Gegenstand vorliegender Erfindung bildet, dadurch vermieden werden, daß die Lade gegenüber der einen Endleiste eines jeden auf dem Webstuhl erzeugten Gewebes einen um eine horizontale Achse drehbaren Finger trägt, welcher von der Hauptwelle des Webstuhles derart bewegt wird, daß. er den ersten der je paarweise von der Lade anzuschlagenden Schüsse an das entsprechende Gewebe andrückt und an dasselbe angedrückt hält, bis der Fachwechsel stattgefunden hat und die Eintragung des nachfolgenden Schusses erfolgt.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes an einem Bandwebstuhl angebracht dargestellt.
Fig. ι ist eine schematische Seitenansicht des Webstuhles, teilweise im Schnitt.
Fig. 2, 4 und 6 sind Seitenansichten und
Fig. 3, 5 und 7 entsprechende Oberansichten, welche zur Erläuterung der Arbeitsweise dienen.
Der gezeichnete Bandwebstuhl ist der in der schweizerischen Patentschrift 41557 beschriebenen Art, d. h. es wird angenommen, daß bei demselben zwei hintereinander während ein und derselben Ladenbewegung in dieselbe Kette und mittels desselben Schützens eingetragenen Schüsse miteinander von der Lade angeschlagen werden, indem der Antrieb der Lade α gegenüber demjenigen der Schaftmaschine b und der Schützen c derart ist, daß für eine Hin- und Herbewegung der Lade die Schützen c einmal hin- und herbewegt werden und die Schaftmaschine zwei Fachwechsel hervorbringt. Die Einrichtungen, vermittels welcher die Schaftmaschine b die Schützen c und die Lade α in der bezeichneten Weise von
der Hauptwelle d des Bandwebstuhles angetrieben werden, sind, weil als bekannt vorausgesetzt, aus der Zeichnung weggelassen.
An der dem Brustbaum zugekehrten Seite der Lade ist eine horizontale Stange e dreh- «? bar gelagert. Diese Stange trägt einerseits gegenüber der einen Endleiste eines jeden auf dem Webstuhl erzeugten Bandes f einen Finger g, während sie anderseits einen Hebelarm h trägt, der mittels der Schnur i, des doppelarmigen Hebels /, der Schnur k mit dem Tritthebel / verbunden ist, auf welchen ein auf der Hauptwelle d sitzender Daumen m einwirken kann. Auf die Stange e wirkt eine Feder η derart, daß sie das Bestreben hat, den Tritthebel I gegen den Daumen m anzudrücken.
Nach erfolgtem Ladenschlag befindet sich die Stange e mit den daran befindlichen Fingern g in der in Fig. 2 und 3 angegebenen Stellung, wobei die Finger g auf dem Ladenbaum aufruhen und der Tritthebel / an der Nabe des Daumens m anliegt.
Hierauf tritt ein Fachwechsel ein, die Lade entfernt sich vom Gewebe, und die Schützen c werden im Sinne des Pfeiles χ durch das offene Fach bewegt (Fig. 4 und 5), indem sie in die entsprechende Kette einen Schuß einlegen, der, wie aus Fig. 5 ersichtlich, nicht senkrecht zur Kettenrichtung, sondern etwas schräg zu derselben zu liegen kommt. Infolge der Umdrehung der Hauptwelle ist jedoch inzwischen das freie Ende des Daumens m in Berührung mit dem Tritthebel I gelangt und hat letzteren derart von der Hauptwelle d entfernt, daß vermittels i, j, h, k die Stange e entgegen der Wirkung der Feder η im Sinne des Pfeiles y gedreht, d. h. ihre Finger g emporgeschnellt worden sind, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist. Diese Bewegung der Finger g im Sinne des Pfeiles y dauert fort, bis die Schützen c ihre Bewegung im Sinne des Pfeiles χ vollendet haben, indem jeder Finger g den bereits eingelegten Schußfaden am Gewebe andrückt und senkrecht zur Kettenrichtung an dasselbe angedrückt hält (Fig. 6 und 7), bis ein zweiter Fachwechsel stattgefunden hat und die Schützen. in der dem Pfeil χ entgegengesetzten Richtung durch das zweite offene Fach derselben Kettengehänge hindurchgeführt werden, d. h. einen zweiten Schuß einlegen, während sich die Lade dem Brustbaum nähert, d. h. die beiden eingetragenen Schüsse anschlägt. Sobald aber der zweite Fachwechsel stattgefunden hat, bringt die Feder η die Stange e und die Finger g wieder in die Lage der Fig. 2 und 3, nachdem der Daumen den Tritthebel Z verlassen hat. Dadurch, daß die Finger g den zuerst eingetragenen Schußfaden andrücken, bis der zweite Fachwechsel stattgefunden hat, werden Bänder erzielt, deren Endleisten keinerlei hervorstehende Schleifen aufweisen.
Die beschriebene Neuerung ist selbstverständlich auch für Bandwebstühle, bei welchen, wie bei den Sammetbandwebstühlen, zwei Schüsse gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung durch zwei übereinander gebildete Fächer eines jeden Kettenganges hindurchgeführt werden, sowie auch auch für Stoffwebstühle aller Art anwendbar.
In der Zeichnung sind die Finger g hakenförmig ausgestaltet; diese Form ist jedoch nicht absolut erforderlich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zur Erzielung guter Leisten für Webstühle, insbesondere für Bandwebstühle, bei welchen zwei hintereinander während ein und derselben Ladenbewegung in zwei verschiedene Fächer mittels eines Schützens eingetragene Schüsse gleichzeitig von der Lade angeschlagen werden, dadurch gekennzeichnet, daß an der Lade neben der einen Leiste eines jeden auf dem Webstuhl erzeugten Gewebes ein um eine horizontale Achse drehbarer Finger (g) angeordnet ist, welcher von der Hauptwelle des Webstuhles durch geeignete Übertragungsmittel (e, h, i, j, k, m, I und n) derart bewegt wird, daß er den ersten der eingetragenen Schüsse an das Gewebe andrückt und an dasselbe angedrückt hält, bis der entsprechende Fachwechsel stattgefunden hat und die Eintragung des nachfolgenden Schusses beginnt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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