DE22899C - Nähmaschine mit rotirendem Schiffchen - Google Patents

Nähmaschine mit rotirendem Schiffchen

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DE22899C
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Germany
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sewing machine
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DENDAT22899D
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English (en)
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F. O. SCHMIDT in Berlin, Kronenstr. 33
Publication of DE22899C publication Critical patent/DE22899C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/10Shuttles
    • D05B57/14Shuttles with rotary hooks
    • D05B57/143Vertical axis type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S2: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Juli 188a ab.
Die Einrichtungen der Maschine bezwecken, das rotirende Schiffchen mit beschleunigter Geschwindigkeit durch die Fadenschlinge des Oberfadens zu führen.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 die Nähmaschine in Seitenansicht und Schnitt, Fig. 2 die Einrichtung des Kopfes nach abgenommener Nadelstange, Fig. 2a die Fadenklemme, Fig. 3 einen Theil der Grundplatte in Oberansicht, Fig. 4 das Schiffchen mit Spule; Fig. s und 6 zeigen eine Modification der in Fig. ι dargestellten Vorrichtungen.
Der Schiffchentreiber a, Fig. 1, sitzt mit einer kurzen Welle in dem Boden des Schiffchenkorbes und trägt auf der Unterseite des letzteren die Kurbelscheibe b, Fig. 1 und 3, deren loser Zapfen d in einen Schlitz der bekannten Mitnehmerscheibe c eingreift. Die Mitnehmerscheibe c ruht in einem Ring/", welcher an zwei unterhalb der Grundplatte angegossenen Augen angeschraubt ist, Fig. 3. Die Mitnehmerscheibe c hat zwei Schlitze, in deren einem der Zapfen d, im anderen der Zapfen e geführt wird. Der letztere sitzt an einem Ende des Hebels g, welcher sich mit einem Schlitz auf einem Gleitstück bei ο führt. Das andere Hebelende von g sitzt auf einem in die Kurbelscheibe i eingesetzten Zapfen h. Die Eigenthümlichkeit dieser Anordnung besteht nun darin, dafs vermittelst des Hebels g von der Kurbelscheibe i die Kreisbewegung direct auf die bekannte Mitnehmerscheibe c und von dieser vermittelst des Zapfens d auf den Schiffchentreiber a, Fig. 3, übertragen wird.
An Stelle der Mitnehmerscheibe c kann auch eine Doppelkurbel verwendet werden, wie Fig. 5 zeigt. Die beiden Kurbeln ~k und / haben einen gemeinschaftlichen Halszapfen, welcher in einem Steg gelagert ist. Der Steg vertritt hier dasselbe, was oben der Ring/ thut. In den Schlitz der Kurbel k greift der Zapfen d ein, in den Schlitz der Kurbel / der Zapfen e. Bei dieser Anordnung vermeidet man die grofse Reibungsfläche, welche hier nur auf dem Umfang des Halszapfens vorhanden ist.
Fig. 2 zeigt die Ansicht des Gleitstückes/, welches von dem an der Kurbelscheibe festsitzenden Excenter q auf- und niederbewegt wird. Das Gleitstück treibt aufser dem Fadenhebel m noch die Fadenklemme, Fig. 2 und 2 a. Die Fadenklemme besteht aus einem Streifen S1, an dessen oberem Ende die Lappen s2 angebogen sind; ein Streifen ί von gleicher Breite liegt oben auf und wird zwischen den Lappen leicht geführt. Beide Streifen sind durch eine Schraube 2 und den Stift 3 am Kopf der Maschine befestigt, und zwar dem Rahmen p gegenüber. Die Schraube 1 dient zur Vermehrung der federnden Spannung des Streifens s, wenn dieser mehr angedrückt wird. Ferner trägt der Streifen s eine Zunge r, welche durch einen Schlitz nach innen hineinreicht und mit dem Gleitstück p, Fig. 2, in Berührung tritt, jedoch nur auf höchstens 10 mm Länge von der höchsten Stellung des Gleitstückes nach abwärts. Die Zunge r wird hierbei von der Ecke P1 getroffen und nach aufsen gedrückt, zu gleicher Zeit wird der federnde Streifen i gelockert und der eingelegte Faden kann ohne
Hindernifs durchgezogen werden. Die Wirkungsweise der Fadenklemme tritt also dann ein, wenn das Gleitstück nahe vor Beendigung seines Hubes steht.
Die Nadel wird in bekannter Weise durch den Stoff geführt und hebt sich dann um so viel, als der Schiingenhub erfordert; das Schiffchen tritt mit der Spitze in die Schlinge und läuft infolge der beschleunigten Drehung mit seinem Körper durch die Schlinge, und nun beginnt die Nadel zu steigen, gleichzeitig aber auch das Gleitstück/ und mit ihm der Fadenhebel m, welcher den lose liegenden Faden nach sich zieht. Damit nun aber bei der leichten Fadenspannung nicht auch von der Garnrolle Faden nachgezogen werden kann, ist die Fadenklemme eingeschaltet; diese wird erst dann gelockert, wenn der unter dem Stichloch befindliche Faden vom Fadenhebel ganz aufgezogen ist.
Die Anordnung der Kurbelscheiben b und i, Fig. ι und 3, kann auch eine umgekehrte sein, d. h. die Kurbelscheibe b mitsammt der Mitnehmerscheibe c und dem Rahmen f können an Stelle der Kurbelscheibe i gesetzt werden, während die Kurbelscheibe i auf dem Halszapfen des Schiffchentreibers α zu sitzen kommt.

Claims (3)

Patent-Anspruch: Eine Nähmaschine mit rotirendem Schiffchen, bei welcher folgende Einrichtungen gleichzeitig Verwendung finden:
1. der Doppelhebel g, Fig. 1 und 3, zum Zweck, der bekannten, an und für sich schon voreilenden Mitnehmerscheibe c bezw. den an ihre Stelle gesetzten geschlitzten Doppelkurbeln k I, Fig. 5, beschleunigtere Voreilung zu ertheilen, wie beschrieben und dargestellt;
2. ein selbstthätiger Fadenhebel m, getrieben von dem Gleitstück/ vermittelst des Excenters q;
3. die Fadenklemme J1 s, Fig. 2 und 2 a, welche die Abwickelung des Oberfadens von der Rolle unabhängig von der jeweiligen Fadenspannung regulirt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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