DE228577C - - Google Patents

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DE228577C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/16Instruments for performing osteoclasis; Drills or chisels for bones; Trepans
    • A61B17/1695Trepans or craniotomes, i.e. specially adapted for drilling thin bones such as the skull

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30«. GRUPPE
in PARIS.
Trepan.
Zusatz zum Patente 224031 vom 5. Februar 1910.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Juni 1910 ab. Längste Dauer: 4. Februar 1925.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einige Ausführungsformen des Trepans nach Patent 224031.
Bei demselben wird der Bohrer mit der letzteren in Drehung versetzenden Antriebsvorrichtung durch Vermittelung einer beliebigen Verkuppelungsvorrichtung verbunden, welche sich selbsttätig entkuppelt, wenn die zu durchbohrende Knochenwand unter dem Bohrdrucke nachgibt. Die dargestellte Ausführungsform enthalt eine einstellbare Stützvorrichtung, welche sich gegen den anzubohrenden Knochen legt und verhindert, daß der Bohrer durch den Knochen durchtritt, sobald dieser unter dem Bohrer nachgibt.
Diese Stützvorrichtung muß während des ganzen Bohrvorganges von Hand eingestellt werden, so daß dem Bohrer ein fortschreitendes Eindringen in den Knochen ermöglicht wird. Die vorliegende Erfindung betrifft die Anordnung einer mechanischen Schaltvorrichtung, durch welche eine selbsttätig sich regelnde Abstützung des Trepans erzielt wird, so daß der Operateur für die sorgfältige Handhabung des Instrumentes beide Hände frei behält.
Da die selbsttätige Schaltvorrichtung bei jedem beliebigen Bohrwerkzeug, demnach nicht nur bei Vollbohrern, sondern auch bei rohrförmigen Bohrern (Kronenbohrern) anwendbar ist, besteht eine weitere Vervollkommnung der Erfindung darin, daß das Instrument mit einem Kronenbohrer versehen ist, der einen zylindrischen Teil aus dem Knochen herausschneidet, und der an der Umdrehung verhindert wird, sobald der zylindrische Knochenteil sich ablöst; die Kuppelung wird alsdann beeinflußt durch die Verschiebung eines im Inneren des Bohrers befindlichen und sich gegen den Mittelpunkt des zylindrischen Knochenteiles stützenden Organes.
Die Zeichnung veranschaulicht einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt eines Trepans, der mit einer selbsttätig den Vorschub des Werkzeuges regelnden Schaltvorrichtung versehen ist.
In gleicher Weise wie beim Hauptpatent wird die Drehung des Bohrers 3 durch die angetriebene Hülse 2 mittels aus Schaltzähnen bestehenden Verzahnungen bewirkt, welche durch eine im Inneren der genannten Teile befindliche Feder 10 außer Eingriff gehalten werden, und die nur bei einem in Längsrichtung des Instrumentes erfolgenden Druck gegen den Bohrer sich verkuppeln. Während des Bohrens wird der Trepan durch eine Vorrichtung gestützt, welche aus einem am Körper 1 des Trepans befestigten Winkelstück 13 und einem Gewindebolzen 15 besteht, dessen unteres Ende sich dem zu bohrenden Knochen
nahe dem Bohrer anlegt. Der Bolzen 15 ist in Ansätzen 16 des Winkelstückes 13 frei verschiebbar, und sein oberer Teil besitzt einen Längsschlitz und wird durch einen den letzteren durchgreifenden Stift 23 verhindert, sich zu drehen. Zwischen den Ansätzen 16 befinden sich eine Mutterschraube 24 und ein Zahntrieb 25, welche an ihren einander zugekehrten Seiten mit Schaltzähnen versehen sind.
Die Mutterschraube ist auf den Bolzen 15 geschraubt, während der Zahntrieb sich frei auf letzterem verschieben kann; eine Schraubenfeder ^ 26 ist bestrebt, beide Teile außer Eingriff zu halten, so daß die Zähne nur ineinandergreifen, wenn der Bolzen 15 in bezug auf das Winkelstück 13 von unten nach oben verschoben wird. Der Zahntrieb 25 steht mit an der Außenseite des Bohrers 3 befindlichen Zähnen in Eingriff.
Sobald der Bolzen 15 und der Bohrer 3 auf den anzubohrenden Knochen aufgesetzt worden sind, werden die Federn 10 und 26 zusammengepreßt, der Bohrer mit der Hülse 2 und die Mutterschraube 24 mit dem Zahntrieb 25 verkuppelt; da letzterer sich mit dem Bohrer dreht, dreht sich die Mutterschraube auf dem Bolzen 15 und bewirkt dadurch eine fortschreitende Abwärtsbewegung des Winkelstückes 13 bzw. des Trepankörpers. Der Bohrer dringt daher so lange regelmäßig in den Knochen ein, als er mit der Hülse 2 verkuppelt ist. Sobald jedoch der Druck auf den Trepan nachläßt, sei es, weil er nicht mehr dem Knochen aufgepreßt wird, oder sei es, weil die Knochenwand nachgibt, wird die Hülse 2 durch die Feder 10 angehoben und der Bohrer zum Stillstand gebracht, so daß auch die Drehung der Mutterschraube 24 und die Verschiebung des Bolzens 15 aufhören.
Die Mutterschraube 24 ist an ihrem Umfang mit einer geriffelten Randleiste 27 versehen, mit Hilfe welcher von Hand die Abwärtsverschiebung des Bolzens 15 vor Anfang der Operation bewirkt werden kann. Es wird dabei die Spitze des Bolzens unterhalb des Bohrers,: d. h. tiefer als dieser eingestellt, so daß, nachdem der Trepan auf den Knochen aufgesetzt ist, die Spitze allein auf letzteren auf trifft; dabei wird die Drehung der Hülse 2 weder auf den Bohrer noch auf die Mutterschraube übertragen. Um eine nochmalige, von Hand zu bewirkende Einstellung der Mutterschraube 24 (bis der Bohrer auf den Knochen auftrifft und sich verkuppelt) zu vermeiden, ist es vorteilhaft, eine Hilfskuppelungsmuffe 28 anzuordnen, welche sich auf der Hülse 2 verschieben kann und mit Schaltzähnen entsprechend denen des Bohrers versehen ist. Ein in der Hülse 2 befestigter und in einen Schlitz 30 der Muffe 28 eingreifender Zapfen 29 sichert die Mitdrehung der Muffe; außerdem verhindern an der letzteren vorgesehene federnde Zungen 31 infolge Reibung das Gleiten derselben auf der Hülse. Es genügt demnach das Herabschieben der Muffe 28 von Hand, um den Bohrer mit der Hülse 2 zu verkuppeln; das Vorrücken findet demnach statt, obschon der Bohrer nicht angreifen kann. Die direkte Verkuppelung des Bohrers mit der Hülse vollzieht sich dann, wenn der Bohrer sich auf den Knochen aufstützt, wobei alsdann die Muffe 28 in ihre frühere Lage zurückgeschoben wird, so daß, wenn der Druck auf den Bohrer aufhört, dessen Entkuppelung gesichert ist.
Die voraufgehend beschriebene Einrichtung ist bei allen Arten und Größen der Bohrer oder Fräser anwendbar.
Eine andere, bei rohrförmigen Bohrern (Kronenbohrer) anwendbare Vorrichtung veranschaulicht Fig. 2.
Die angetriebene Hülse 2 dreht den Bohrer 3 mittels eines Stückes 32, welches mit Schaltzähnen und in Längsschlitze des Bohrers ein-. greifenden Ansätzen 33 versehen ist. Das Stück 32 endigt unten in eine Spitze 34, welche bestimmt ist, sich auf den Mittelpunkt des beim Bohren entstehenden zylindrischen Knochenstückes aufzustützen. Der für das Angreifen des Bohrers notwendige Druck wird direkt auf den Bohrer mittels eines Handgriffes 35 ausgeübt, der an einer Ringhülse 36 sitzt, die mittels Kugeln 37 drehbar auf dem Bohrerschaft angeordnet ist; der zum Verkuppeln der Teile 2 und 32 erforderliche, der dieselben auseinanderhaltenden Feder entgegenwirkende Druck wird durch den Druck der auf dem Körper des Trepans ruhenden Hand erhalten. Solange dieser und der durch die Gegenwirkung des Knochens erzeugte Druck bestehen, wird die Drehung der Hülse 2 dem Bohrer mitgeteilt, und das Bohren schreitet in dem Maße fort, als der Bohrer mittels des Handgriffes 35 nachgedrückt wird; die Entkuppelung erfolgt selbsttätig, sobald der zy- i°5 lindrisch ausgebohrte Knochenteil sich ablöst. In diesem Augenblicke hört der Bohrer auf, sich zu drehen. Wenn sein unteres Ende kegelförmig verjüngt gestaltet ist, wird er außerdem verhindert, durch die Bohrung des Knochens durchzutreten.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der vorigen dadurch, daß der Bohrer anstatt einer ununterbrochenen Drehung durch eine biegsame Welle, eine I1S abwechselnde Drehung erhält, welche durch die einen Handgriff 38 erfassende Hand bewirkt wird. Der Handgriff 38 ist auf dem prismatisch gestalteten Schaft 39 der Hülse 2-angeordnet. Auch hier wird der Druck der Hand unmittelbar auf den Bohrer übertragen,' während ,die drehende Bewegung durch Ver-
mittelung der Schaltzähne übertragen wird, welche die Kuppelung der Hülse 2 und des Stückes 32 in der angegebenen Weise bewirken.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Trepan nach Patent 224031, dadurch gekennzeichnet, daß die das Eindringen des Bohrers in den Knochen begrenzende Stützvorrichtung durch die Drehung des Bohrers selbsttätig in solcher Weise zu dem Bohrer verstellt bzw. verschoben wird, daß das fortschreitende Eindringen des letzteren in den Knochen so lange ermöglicht wird, als dieser Widerstand leistet, und die Verschiebung der Stützvorrichtung selbsttätig aufhört, sobald der Bohrer infolge des Nachgebens der Knochenwandung unter dem Bohrdruck zum Stillstand gebracht wied.
  2. 2. Ausführungsform des Trepans nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Stützvorrichtung (Bolzen 15) durch eine auf dem verschiebbaren, mit Gewinde versehenen Stützbolzen (15) angeordnete Mutterschraube (24) bewirkt wird, die bei auf den Bohrer (3) ausgeübtem Druck mit einem durch letzteren in Umdrehung versetzten Zahntrieb (25) verkuppelt wird und durch ihre Drehung so lange die Verschiebung des das Eindringen des Bohrers in den Knochen gestattenden Bolzens (15) bewirkt, bis infolge des Nachgebens der Knochenwand der Bohrer ausgeschaltet und die Mutterschraube (24) zum Stillstand gebracht wird.
  3. 3. Ausführungsform des Trepans nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrer zeitweilig mit dem angetriebenen Organ (Hülse 2) durch eine Hilfskuppelungsmuffe (28) verbunden werden kann, die undrehbar und mit Reibung verschiebbar auf dem angetriebenen Organ angeordnet ist, so daß, wenn sie von Hand mit dem Bohrer verkuppelt ist, dieser in Umdrehung versetzt werden kann, ehe die federnde Kuppelung des letzteren eingeschaltet ist, während nach infolge des Druckes gegen den anzubohrenden Knochen erfolgter Kuppelung, die Muffe (28) in ihre vorherige Stellung zurückbewegt wird und das angetriebene Organ (Hülse 2) allein den Bohrer dreht.
  4. 4. Trepan nach Anspruch 1 mit Kronenbohrer, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindung des antreibenden Organes (Hülse 2) mit dem Bohrer (3) mittels eines unter Federwirkung stehenden Kuppelungsstückes (32) bewirkt wird, welches im Inneren des Bohrers verschiebbar ist und sich gegen den in den Bohrer eintretenden, zylindrischen Teil des anzubohrenden Knochens stützt.
  5. 5. Trepan nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Handgriff (35. 38) angeordnet ist, der sich unmittelbar auf den Bohrer stützt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051457B (de) * 1954-03-02 1959-02-26 Marcel Hainault Bohrwerkzeug mit Fraeser fuer chirurgische Eingriffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1051457B (de) * 1954-03-02 1959-02-26 Marcel Hainault Bohrwerkzeug mit Fraeser fuer chirurgische Eingriffe

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