DE227440C - - Google Patents
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- DE227440C DE227440C DENDAT227440D DE227440DA DE227440C DE 227440 C DE227440 C DE 227440C DE NDAT227440 D DENDAT227440 D DE NDAT227440D DE 227440D A DE227440D A DE 227440DA DE 227440 C DE227440 C DE 227440C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H11/00—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types
- B61H11/02—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types of self-applying brakes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20 i. GRUPPE
OTTO BÖHM in FRIEDRICHSHAGEN.
beim Anstoßen an ein Hindernis.
Es sind Fördereinrichtungen für führerlosen
Betrieb bekannt, bei denen das Fahrzeug an bestimmten Stellen der Strecke durch Anschläge
o. dgl. zum Stillstand gebracht wird, ferner solche, bei denen das Fahrzeug selbsttätig
einen bestimmten Teil der Strecke blockiert und dadurch das folgende so lange an dem Weiterfahren
hindert, bis das erste diesen Streckenabschnitt verlassen hat, was ebenfalls durch
ίο Streckenanschläge o. dgl. erreicht wird. In
beiden Fällen findet das Anhalten nur an den vorher bestimmten Punkten statt, in dem
zweiten Falle müssen die Fahrzeuge stets den Blockabstand voneinander einhalten.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Fördereinrichtung für führerlosen Betrieb, die
an jedem beliebigen Punkt der Strecke das Fahrzeug zum Stillstand bringt, sobald irgendein
unvorhergesehenes Hindernis sich dort befindet, und nach Entfernung des Hindernisses
das Fahrzeug wieder in Betrieb setzt, und bei der die einzelnen Fahrzeuge oder Züge ohne
Zwischenräume aufrücken können. Die Erfüllung dieser drei Bedingungen ermöglicht
allein den führerlosen Förderbetrieb in Bergwerken, indem zunächst die Strecke an irgendeiner
Stelle versperrt sein kann, und indem ferner an einzelnen Stellen, z. B. nahe dem
Füllort, eine große Anzahl von Zügen auf kleinem Raum bereit stehen müssen, damit die
Beladung des Förderkorbes rasch vor sich gehen kann. Die genannten Bedingungen werden erfindungsgemäß dadurch erfüllt, daß
selbsttätige Vorrichtungen, die das Halten und das Anfahren der Fahrzeuge, insbesondere der
Lokomotiven, bewirken, ausschließlich an diesen selbst angebracht sind, und entsprechend der
geringen, in Bergwerken üblichen Fahrgeschwindigkeit nur wenig über das vordere Ende der Fahrzeuge in der Fahrtrichtung
hervorragen.
Nachstehend ist nun eine .Ausführungsform
der Erfindung, und zwar in Verbindung mit einer Akkumulatorenlokomotive beschrieben.
α ist die Lokomotive, deren eine Achse hier
von einem Elektromotor m angetrieben wird. Im Innern des Gehäuses ist die Batterie b
untergebracht, deren einer Pol unmittelbar mit dem Motor verbunden ist, während der
andere Pol an dem Schalter s liegt. Wenn dieser durch Eigengewicht oder Federkraft
geschlossen ist, wird die Lokomotive in Bewegung sein, hier z. B. nach links. Ein
Bügel c, der verschiebbar gelagert ist, wird für gewöhnlich, d. h. während der Fahrt,
durch die Federn f1 und f2 in einer derartigen
Lage gehalten, daß er über die Lokomotive nach vorn hinausragt. Stößt die Lokomotive
mit dem genannten Bügel c gegen einen auf dem Gleis stehengebliebenen Wagen w
oder gegen ein anderes Hindernis, so wird der Bügel zurückgestoßen. Dabei bringt er aber
den Schalter s in die punktierte Stellung, schaltet dadurch den Motor von der Stromquelle
ab, schließt gleichzeitig den Motor als Dynamo geschaltet kurz und bremst dadurch
die vorher angetriebene Achse. Die Fahrgeschwindigkeit des Zuges wird so klein gewählt,
daß der Zug nach Ausschalten und Bremsen durch den Bügel c und den Schalter s nicht
mehr so' weit rollt, daß ein schädlicher Zusammenstoß
mit dem Hindernis w erfolgt. Sobald das Hindernis, hier also der Wagen w,
entfernt ist, wird der Bügel c durch die Federn /"j und f2 wieder herausgeschoben, und
der Schalter s kehrt in die alte Lage zurück, der Zug setzt sich wieder in Bewegung. Die
ίο Bremsung kann natürlich auch auf andere
Weise erfolgen, z. B. durch Einschaltung einer magnetischen Bremse oder Auslösung einer
mechanischen mittels des Bügels.
Bei elektrischem Betrieb mit äußerer Stromzuführung, z. B. mit Oberleitung, kann man
dieselbe Anordnung treffen. Beim Antrieb durch Dampf oder Druckluft werden Ventile
angewendet, die durch den Bügel c geöffnet oder geschlossen werden unter gleichzeitigem
Auslösen einer rein mechanischen oder pneumatischen Bremse. Beim Betrieb durch Explosionsmotoren
wirkt der Bügel c auf eine lösbare Kupplung zwischen dem Motor und
den Laufachsen.
Ähnliche Vorrichtungen, die das Abschalten der Triebkraft und auch eine Bremsung eines
Zuges beim Auftreffen auf unvorhergesehene Hindernisse selbsttätig bewirken, sind schon
früher bekannt geworden, diese wurden aber lediglich als Sicherheitsvorrichtungen benutzt,
um bei Eisenbahnzusammenstößen Unglücksfälle zu verhüten, sie dienten zur Unterstützung
des Lokomotivführers und sollten nur ausnahmsweise bei Gefahr in Tätigkeit treten. Infolgedessen
sind diese bekannten Vorrichtungen nicht derart ausgebildet worden, daß sie ein selbsttätiges
Wiederanfahren der Züge bewirken können, und sind nicht dazu geeignet, einen regelmäßigen
Betrieb ohne Führer durchzuführen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung an Fahrzeugen für Bergwerksbetrieb zum selbsttätigen Stillstellen derselben beim Anstoßen an ein Hindernis, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrzeuge mit einem Taster (c) ausgerüstet sind, durch dessen Rückwärtsbewegung beim Anstoßen, z. B. an ein stillstehendes Fahrzeug, in an sich bekannter Weise die Antriebskraft abgestellt und die Bremse angestellt wird, der jedoch nach dem Aufhören des Widerstandes selbsttätig in seine ursprüngliche Stellung zurückgeht und dabei die Bremse wieder löst und die Antriebskraft einschaltet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE227440C true DE227440C (de) |
Family
ID=487900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT227440D Active DE227440C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE227440C (de) |
-
0
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