DE22690C - Einsprengmaschine für Gewebe aller Art zum einseitigen und zweiseitigen Einsprengen - Google Patents
Einsprengmaschine für Gewebe aller Art zum einseitigen und zweiseitigen EinsprengenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B1/00—Applying liquids, gases or vapours onto textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing or impregnating
- D06B1/02—Applying liquids, gases or vapours onto textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing or impregnating by spraying or projecting
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck und Appretur.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. December 188a ab.
Das Einsprengen der Gewebe hat den Zweck, dieselben bis zu einem gewissen Grade mit
Wasser, Gummi-, Seifen-, Bitter- oder Stärkewasser u. s. w. anzufeuchten, um dadurch bei
späterem Mangeln oder Calandem der Waare einen entsprechenden Griff oder Steifigkeit zu
geben. Hierbei ist es Hauptsache, dafs die Waare gleichmäfsig von der betreffenden Anfeuchtmasse
durchzogen wird, weil sonst die Waare unegal wird.
Der Erfinder hat zwar seit Jahren die alte Bürsten-Einsprengmaschine durch eine Einsprengmaschine
verbessert, deren Haupttheil ein mit einer Anzahl Düsen versehenes Rohr ist, aus
welchem das Wasser mittelst von einem Ventilator durch geprefster Luft in Gestalt eines feinen
Regens ausgesprüht wird. Bei dieser Maschine konnte das Gewebe bisher nur von einer Seite
eingesprengt werden, und war es für besondere Zwecke nöthig, die Waare behufs des Einsprengens
auf der anderen Seite nochmals die Maschine passiren zu lassen, was, abgesehen von dem grofsen Zeitverlust, noch den grofsen
Uebelstand hatte, dafs ein gleichmäfsiges Anfeuchten für beide Seiten des Gewebes nicht
erzielt werden konnte.
Diese Uebelstände sind durch die nachstehend beschriebene Maschine zum ein- und zweiseitigen
Einsprengen gehoben und ist dieselbe jetzt so construirt, dafs man mit derselben der Waare
von oben sowohl als auch von unten oder auch auf beiden Seiten zugleich Wasser zuführen kann.
Die Einsprengmaschine besteht im wesentlichen aus dem Apparat für die Leitung und
Aufwickelung des einzusprengenden bezw. eingesprengten Stoffes sowie aus der eigentlichen
Einsprengvorrichtung selbst. An zwei gufseisernent
Gestellwänden α befinden sich die beiden Consollager b, welche bei den eigentlichen
Lagerstellen c die Abwickelwalze aufnehmen, falls die Waare vorher aufgebäumt ist;
sonst kann dieselbe auch vorgelegt werden. Von hier wird das Gewebe über die Führungsschienen
e, welche ein genügendes Anspannen bewirken, sowie über die Ausbreitschienen /
nach der Aufwickelvorrichtung geführt. Die letztere besteht aus dem Aufwickelstuhl g, auf
welchem bei h und i zwei Holzwalzen gelagert sind, die mittelst Zahnräder von der Antriebswelle
k aus getrieben und in gleichgerichtete Umdrehungen versetzt werden.
Auf diesen beiden Walzen wird die eigentliche Aufwickelwalze / gelagert und durch eine besondere
Druckwalze in belastet. Zur Entlastung läfst sich das Lager η der letzteren heben; zu
diesem Zweck hat das Lager eine besondere Welle 0, die durch eine Kurbel in Umdrehung
versetzt wird und mittelst eines fest aufgekeilten Zahnrades, welches in die Zahnstange / euv
greift, das Heben und Senken der Druckwalze m bewirkt; letztere läfst sich noch durch die Sperrklinke
q in jeder Lage festhalten. Durch diese Aufwickelvorrichtung wird ein gleichmäfsiges,
festes und faltenloses Aufwickeln des Gewebes erzielt, da dasselbe durch die Walzen h i und m
genügend glatt angelegt wird.
Der Einsprengapparat besteht aus den zur Aufnahme des Wassers dienenden Kästen r
und rx, von denen sich der eine oberhalb, der andere unterhalb des Gewebes befindet, sowie
den Düsensystemen s und S1 ; den letzteren wird
die Luft von dem Ventilator t nur durch das
T-Rohr u, zwei Gummischläuche ν (neben jeder
Gestellwand einer) sowie die Rohrstücke W1 und w zugeführt, w und W1 sind mit Consolen
versehen, welche zum Tragen der Wasserkästen r und T1 bestimmt sind.
Zwischen w und W1 ist ein viereckiger, gufseiserner
Kasten eingeschaltet, der in seinem Innern eine Regulirklappe y enthält; durch letztere
läfst sich sowohl der Luftstrom für beide Düsensysteme reguliren, als auch für die eine
oder andere Einsprengseite gänzlich abstellen. Die Verstellung der Regulirklappe geschieht
durch Drehung der Schnecke und des Schneckenrades z.
Der Hebel O1 ist bei B1 drehbar und überträgt
seine Drehung mittelst Zugstange C1 auf das untere Düsensystem S1, so dafs also die einzelnen
Düsenröhrchen (I1 aufser Communication
mit dem Wasserkasten rx gesetzt werden können
und somit auf der unteren Seite des Gewebes kein Einsprengen mehr stattfindet. Für das
obere Düsensystem ί ist eine ähnliche Einrich-. tung auf der anderen Gestellwandseite getroffen.
Es läfst sich somit durch diese Hebelanordnungen die Waare sowohl beiderseitig als auch
nur die obere oder untere Seite nach Belieben einsprengen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die oben beschriebene und in beiliegender Zeichnung dargestellte Maschine zum Emsprengen von Geweben auf beiden Seiten mit der verstellbaren Regulirklappe y zur Regulirung des Luftstromes und der Anfeuchtmasse, wodurch zu erreichen ist, dafs je nach Wunsch sowohl beide Seiten des Gewebes gleichmäfsig als auch die eine Seite bei einem einmaligen Durchpassiren der Waare stärker wie die andere eingesprengt oder noch schliefslich das Einsprengen für die eine oder andere Seite der Waare gänzlich abgestellt werden kann.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22690C true DE22690C (de) |
Family
ID=299303
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22690D Active DE22690C (de) | Einsprengmaschine für Gewebe aller Art zum einseitigen und zweiseitigen Einsprengen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22690C (de) |
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