DE2265093B2 - Kleinstbildkamera - Google Patents
KleinstbildkameraInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/02—Bodies
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- Structure And Mechanism Of Cameras (AREA)
Description
55
Die Erfindung betrifft eine Kleinstbildkamera in flacher Form mit in der vorderen Schmalseite fest
angeordnetem Objektiv und Sucher, bei der das Objektiv abdeckbar ist.
Bei einer bekannten Kamera dieser Art liegt der Sucher frei und das Objektiv ist durch einen starren
Schieber geschützt, welcher für die Aufnahme in der Frontseite der Kamera seitlich neben das Objektiv
verschoben wird. Ein starrer Schieber kann bei einer Kleinstbildkamera nicht sämtliche über die gesamte
Frontseite verteilten Bedienungselemente wie Sucher, Belichtungsmesser und Objektiv abdecken, da für ein
seitliches Verschieben zum Freigeben sämtlicher Elemente bei der Aufnahme in der Frontseite nicht
genügend Platz verbleibt. Bei der bekannten Kamera mit starrem Schieber ist infolgedessen das Objektiv
abgedeckt, der Sucher bleibt ungeschützt. Dies ist bei Kleinstbildkameras, welche ohne Kameratasche in eine
Hosen- oder Jackentasche eingesteckt werden sollen, sehr nachteilig.
Es bestünde die Möglichkeit, statt eines starren Schiebers eine Jalousie vorzusehen, die bei einem
Freilegen der frontseitigen Elemente der Kamera um eine vordere Kante herum parallel zur Seitenwand der
Kamera verschiebbar ist. Eine solche Jalousie ist jedoch störungsanfällig und wenig stabil. Ihre Funktion wird
durch Verschmutzung, wie sie bei einem Aufbewahren der Kamera in einer Hosentasche oder Jackentasche
unumgänglich ist, sehr stark beeinträchtigt
Es ist auch bereits eine Kleinstbildkamera mit zwei um vertikale Schwenkachsen verschwenkbare Klappen
bekannt (US-PS 26 37 254), bei der das Objektiv über einen Faltenbalg mit dem Kameragehäuse verbunden
ist. Die Klappen dienen sowohl zum Schutz des Objektivs als auch als Halterung, an der das Objektiv in
Ausfahrstellung bewegt wird. Bei dieser bekannten Kleinstbildkamera stellt sich das der Anmeldung
zugrunde liegende Problem deshalb nicht, weil es sich um eine Kamera mit ausfahrbarem Objektiv handelt.
Bei einer solchen Kamera ist es möglich, die vordere Objektivlinse so weit auszufahren, daß sie in unmittelbarer
Nähe der durch die Vorderkanten der Klappen bestimmten Ebene liegt. In diesem Fall ist der
Objektivstrahlengang nicht durch die Klappen begrenzt.
Ferner ist eine Balgenkamera bekanntgeworden (FR-PS 5 63 068), welche als Stereo-Kamera ausgebildet
ist. Unmittelbar oberhalb bzw. unterhalb neben den Frontlinsen der beiden Objektive sind zwei schwenkbare
Klappen parallel zueinander angeordnet, welche sich im Schließzustand übereinanderlegen. Auch bei dieser
bekannten Kamera stellt sich das der Anmeldung zugrunde liegende Problem nicht, weil es sich auch hier
um ein ausfahrbares Objektiv handelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Kleinstbildkamera der im Oberbegriff erwähnten Art
eine robuste, zuverlässige Abdeckvorrichtung aus wenigen Einzelteilen zu schaffen, welche in einer
Stellung den Sucher und das Objektiv abdeckt und in einer anderen Stellung zur Aufnahme freigibt, wobei
sichergestellt werden soll, daß die Abdeckvorrichtung in Offenstellung der Kamera nicht im Objektivstrahlengang
liegt.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß zwei an sich bekannte schwenkbare Klappen
vorgesehen sind, die um an der Ober- und Unterkante der vorderen Schmalseite angeordnete Schwenkachsen
verschwenkbar sind, daß senkrecht zur Schwenkachse Seitenwangen auf den Klappen angeordnet sind, und
daß die Schließfuge der Klappen vor der durch ihre Schwenkachsen verlaufenden Ebene derart vorgesehen
ist, daß der den Strahlengang von Objektiv bzw. Sucher begrenzende Winkel zwischen der Innenfläche der
Klappen in der Offenstellung und der Ebene durch die Schwenkachsen der Klappen größer als 90° ist.
Die erfindungsgemäße Kleinstbildkamera ermöglicht es, den Schwenkwinkel der Klappen aus der Ruhestellung
bis zur Offenstellung auf 90° oder darunter zu begrenzen und dennoch in Offenstellung zwei Klappen
zu erhalten, von denen jede mit einer zur Kamera frontparallelen Ebene einen Winkel von über 90° bildet.
•Bei den bekannten Kameras liegt die Schließfuge der
Klappen üblicherweise im wesentlichen innerhalb der Ebene von deren Schwenkachse^ Wenn derartige
Klappen Seitenwangen oder seitliche Blcndenstücke aufweisen, dann ist ein Verschwenken über einen
öffnungswinkel von mehr als 90° nur dann möglich, wenn die Seitenwangen entweder in Offenstellong nicht
mehr miteinander in Berührung liegen oder in Schließstellung mit ihren äußersten Enden aus entsprechenden
öffnungen des Kameragehäuses austreten, ι ο
Beide Lösungen sind sowohl technisch als auch ästhetisch unbefriedigend.
Wenn die Seitenwangen sich nur über einen Teilbereich des Schwenkbereichs erstrecken, ist bei
geöffneten Klappen eine Einsicht in das Kamerainnere möglich. Dies sieht einerseits nicht gut aus und fördert
andererseits die Verschmutzung der Kamera. Das gleiche gilt für die andere denkbare Lösung, bei der ein
Teil der Seitenwangen im Schließzustand atr Klappen
durch Gehäuseausnehmungen nach außen tritt
Gemäß einem bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel ist ferner vorgesehen, daß die beiden Klappen mittels an
beiden Stirnseiten konzentrisch zu den Schwenkachsen angeordneten, verzahnten Bereichen gekoppelt sind.
Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, daß mindestens eine Klappe in ihrer aufgeklappten Endlage
einrastbar ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist ein Schieber vorgesehen, der formschlüssig mit
mindestens einer Klappe verbunden ist, derart, daß
durch sein Längsverschieben die Klappen verschwenkbar sind.
Dabei ist es zweckmäßig, daß der Schieber über eine Stift-Schlitz-Verbindung mit der Klappe gekoppelt ist.
Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, daß der Schieber eine Zahnstange aufweist, die mit einem
Zahnsegment an mindestens einer Klappe in Eingriff steht.
Weiterhin ist vorgesehen, daß der Schieber in mindestens einer Endlage verrastet ist.
Schließlich ist es noch zweckmäßig, daß der Schieber einen den Auslöser erst bei voll ausgefahrenen Klappen
freigebenden Ansatz aufweist.
Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung im einzelnen
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der Kamera in geöffnetem Zustand,
Fig. 2 die Kamera gemäß Fig. 1 in geschlossenem
Zustand,
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht eines Teiles der
Kamera, teilweise aufgebrochen dargestellt,
Fig. 4 eine Schemaskizze der Seitenteile der Klappen.
Die Kleinstbildkamera besitzt eine längliche Quaderl'orm.
Das Gehäuse 1 besitzt die den Ausführungsformen gemäß Fig. 1 an seiner vorderen Schmalseite 2
gegensinnig verschwenkbare Klappen 3 und 4, welche im eingeklappten Zustand das Objektiv 5, den
Entfernungsmesser 6, den Belichtungsmesser 7 und den Sucher 8 abdecken. Die Klappen 3 und 4 besitzen eine
reflexmindernde Riffelung 9, welche auch an den Seitenwangen 10 und 11 der Klappen vorgesehen ist
Der Auslöser 12 ist auf der Oberseite des Gehäuses 1 angeordnet. An der Seite befindet sich ein Schieber 13,
der zur Betätigung der beiden Klappen dient.
Die Klappen 3 und 4 sind um zwei an beiden Stirnseiten vorgesehene Lagerzapfen 15 und 16
schwenkbar im Gehäuse 1 gelagert. In den Seitenwangen 10 und 11 sind gebogene Schlitze 17 und 18
vorgesehen, in welche Stifte 19 und 20 eingreifen, die an Armen 21 und 22 des Schiebers 13 sitzen. Der Schieber
13 trägt einen Ansatz 23, der bei geschlossenen Klappen 3 und 4 unter dem Auslöser 12 liegt und ihn blockiert
Zum Öffnen der Kamera wird der Schieber 13 in Richtung des Pfeils 24 vorgeschoben. Dabei nehmen die
Arme 21 und 22 über die Stifte 19 und 20 und die Schlitze
17 und 18 die Klappen 3 und 4 nach vorn mit und schwenken die Klappen 3 und 4 in die in F i g. 1
dargestellte Lage. Bei Erreichen der am weitesten vorne befindlichen Stellung des Schiebers 13 gibt der Ansatz
23 den Auslöser frei und nun kann eine Aufnahme erfolgen.
Die Schiießfuge 26 der Klappen 3 und 4 liegt in allen
gezeigten Fällen vor der durch die Schwenkachsen 15 und 16 verlaufenden Ebene. Hierdurch wird es möglich,
den Sektor der Seitenwangen 10 und 11 der Klappen 3 und 4 kleiner als 90° zu halten gegenüber der
Verbindungsebene durch die Achsen 16 und 15 und dennoch eine Ausklappstellung zu erhalten, bei der der
Sucherstrahlengang nicht behindert wird. Es ist insbesondere aus F i g. 1 ersichtlich, daß die geriffelten
Klappen 3 und 4 schräg auseinanderlaufen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Kleinstbildkamera in flacher Form mit in der vorderen Schmalseite fest angeordnetem Objektiv
und Sucher, bei der das Objektiv abdeckbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei an sich
bekannte schwenkbare Klappen (3, 4) vorgesehen sind, die um an der Ober- und Unterkante der
vorderen Schmalseite angeordnete Schwenkachsen (15, 16) verschwenkbar sind, daß senkrecht zur ίο
Schwenkachse Seitenwangen (10, 11) auf den Klappen angeordnet sind, und daß die Schließfuge
(26) der Klappen vor der durch ihre Schwenkachsen verlaufenden Ebene derart vorgesehen ist, daß der
den Strahlengang von Objektiv bzw. Sucher begrenzende Winkel zwischen der Innenfläche der
Klappen in der Offenstellung und der Ebene durch die Schwenkachsen (15, 16) der Klappen größer als
90° ist.
2. Kleinstbildkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (3, 4) mittels an
beiden Stirnseiten konzentrisch zu den Schwenkachsen (15,16) angeordneten verzahnten Bereichen (14,
14.3,)gekoppelt sind.
3. Kleinstbildkamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
Klappe (3, 4) in ihrer aufgeklappten Endlage einrastbar ist.
4. Kleinstbildkamera nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Schieber (13) vorgesehen ist, der formschlüssig mit mindestens einer Klappe (3; 4) verbunden ist,
derart, daß durch sein Längsverschieben die Klappen verschwenkbar sind.
5. Kleinstbildkamera nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (13) über eine
Stift-Schlitz-Verbindung mit der Klappe (3; 4) gekoppelt ist.
6. Kleinstbildkamera nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (13) eine Zahnstange
aufweist, die mit einem Zahnsegment an mindestens einer Klappe (3; 4) in Eingriff steht.
7. Kleinstbildkamera nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schieber (13) in mindestens einer Endlage verrastbar ist.
8. Kleinstbildkamera nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schieber (13) einen der Auslöser (12) erst bei voll ausgefahrenen Klappen (3; 4) freigebenden Ansatz
(23) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722265093 DE2265093C3 (de) | 1972-06-02 | 1972-06-02 | Kleinstbildkamera |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722265093 DE2265093C3 (de) | 1972-06-02 | 1972-06-02 | Kleinstbildkamera |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2265093A1 DE2265093A1 (de) | 1976-04-08 |
| DE2265093B2 true DE2265093B2 (de) | 1978-07-13 |
| DE2265093C3 DE2265093C3 (de) | 1979-03-15 |
Family
ID=5866187
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722265093 Expired DE2265093C3 (de) | 1972-06-02 | 1972-06-02 | Kleinstbildkamera |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2265093C3 (de) |
-
1972
- 1972-06-02 DE DE19722265093 patent/DE2265093C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2265093A1 (de) | 1976-04-08 |
| DE2265093C3 (de) | 1979-03-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |