DE226468C - - Google Patents

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DE226468C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P17/00Preparation of heterocyclic carbon compounds with only O, N, S, Se or Te as ring hetero atoms
    • C12P17/18Preparation of heterocyclic carbon compounds with only O, N, S, Se or Te as ring hetero atoms containing at least two hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring system, e.g. rifamycin
    • C12P17/182Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring heteroatoms in the condensed system
    • C12P17/183Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring heteroatoms in the condensed system containing an indolo[4,3-F,G]quinoleine nucleus, e.g. compound containing the lysergic acid nucleus as well as the dimeric ergot nucleus

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
/ - M 226468 ,PASSE 3§#. GRUPPE
KNOLL & CO. in LUDWIGSHAFEN a. Rh.
und schädlichen Stoffen befreiten Präparates aus Mutterkorn.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1907 ab.
Die große arzneiliche Bedeutung, die dem Mutterkorn zukommt, hat zu zahlreichen chemischen Untersuchungen geführt, deren Ergebnisse einander zum Teil widersprechen und noch keine vollständige Klarheit in dieses verwickelte Gebiet gebracht haben. Neuerdings haben zwar Barger & Carr (Journ. Chem. Soc. XCI, 1907, S. 337) und Barger & Dale (Chem. Ztbl. 1907, I, S. 279) einige dieser Widersprüche aufgeklärt und eine erhebliche Vereinfachung in der Benennungsweise und in der pharmakologischen Bewertung der Mutterkornbestandteile herbeigeführt; aber auch sie kommen zu dem Schlüsse (siehe Bio-Chemical Journal 1907, Bd. II, S. 296), daß »die Wirkung der Extrakte der Pharmakopöen zu groß zu sein scheint, als daß sie auf der geringen Menge Ergotoxin, die in ihnen enthalten ist (von Barger & Carr rein dargestellt), beruhen könne; es sei vielmehr wahrscheinlich, daß irgendein anderes wirksames Prinzip darin vorhanden ist.« Über die Natur dieses wirksamen Prinzipes ist man noch vollständig im Unklaren.
Es ist bekannt, daß das Mutterkorn und seine Extrakte sich bald zersetzen, so daß sie in den Apotheken laut amtlicher Verfügung nicht länger als ein Jahr aufgehoben werden dürfen. Aber auch schon innerhalb dieses Zeitraumes nimmt ihre Wirkungsstärke beträchtlich ab und wird ihre therapeutische Wirkung unsicher.
Es wurde nun gefunden, daß ein gut haltbares Produkt von der vollen Wirkung der frischen Droge erhalten werden kann, wenn der wäßrige Auszug des entfetteten Mutterkorns nach dem Neutralisieren und Einengen mit hochprozentigem Alkohol und Äther erschöpfend behandelt wird. Bei dieser Behandlung scheiden sich unwirksame Ballaststoffe mit sehr geringen Mengen wirksamer Substanz aus, während der Hauptteil der wirksamen Stoffe in die alkoholisch-ätherische Lösung übergeht. Aus dieser Lösung kann nun durch Einengen und Trocknen vorteilhaft bei Luftleere und nach Zumischen von Milchzucker oder anderen geeigneten Stoffen ein handliches Präparat gewonnen werden, das auf eine bestimmte Wirkungsstärke eingestellt werden kann.
Beispiel.
10 kg gepulvertes und entfettetes Mutterkorn werden einige Male mit je 20 1 Wasser warm ausgezogen, die Auszüge mit Alkali neutralisiert und in der Luftleere eingedampft. Der Rückstand wird in möglichst wenig Wasser aufgenommen, mit etwas Bikarbonat schwach alkalisch gemacht und mit Alkohol und Äther so lange versetzt, als noch ein Niederschlag entsteht; darauf wird von dem Ausgeschiedenen abfiltriert. Aus dem Filtrat ■ werden bei Luftleere die Lösungsmittel entfernt ; der Rückstand wird nach Zugabe von Milchzucker zur Trockne und in Pulverform gebracht.
Das so erhaltene Präparat bildet ein grauweißes wasserlösliches Pulver, das mit weiteren Mengen Milchzucker auf bestimmte Wirkungsgrade eingestellt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, die therapeutisch wichtigen Bestandteile der Droge in ihren Ursprungliehen Mengenverhältnissen enthaltenden, von unwirksamen und schädlichen Stoffen befreiten Präparates aus Mutterkorn, dadurch gekennzeichnet, daß der wäßrige Auszug der Droge nach dem Neutralisieren und Einengen so lange mit Alkohol und Äther versetzt wird, als noch ein Niederschlag entsteht.
DE1907226468D 1907-12-23 1907-12-23 Expired - Lifetime DE226468C (de)

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AT48641D AT48641B (de) 1907-12-23 1908-11-09 Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, die therapeutisch wichtigen Bestandteile der Droge in ihren ursprünglichen Mengenverhältnissen enthaltenden, von unwirksamen und schädlichen Stoffen befreiten Präparates aus Mutterkorn.

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