DE225602C - - Google Patents

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DE225602C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wire Processing (AREA)
  • Ropes Or Cables (AREA)
  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 225602 KLASSE 21/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1910 ab.
Zur Entkohlung kohlenstoffhaltiger Rohfäden für Metallfadenglühlampeh wird bisher der Rohfaden entweder, wenn es sich um starke Fäden handelt, mit den Fadenenden in Klemmen aufgehängt und so in der entkohlenden Atmosphäre erhitzt oder, wenn es sich um feine Fäden handelt, an Metallklemmen angekittet und in geeigneter Weise an den Stromzuführungen befestigt und so in die
ίο Entkohlungsatmosphäre gebracht. Dabei wird' gewöhnlich die gestreckte Lage des Fadens durch im .Bügelscheitel angehängte Gewichte aufrechterhalten.
Das im folgenden "erläuterte Verfahren besitzt gegenüber den bisher bekannten den Vorteil, daß es das Ankitten der feinen und feinsten Fäden an den Stromzuführungen oder das Material und Zeit beanspruchende Einsetzen der Fadenenden in schließbare Klemmen entbehrlich macht und damit eine raschere und besonders für die feinen Fäden schonendere Entkohlung zuläßt. Auch ist durch zweckmäßige Anordnung der Ausführungsformen die Möglichkeit gegeben, . Fäden von beliebig zu gestaltender Form zu erhalten. Die Grundlage des vorliegenden Verfahrens bildet das Anfritten eines hochschmelzbaren Metalles an ein Metall von niedrigerem Schmelzpunkt, dadurch erreichbar, daß das hochschmelzbare Metall im Kontakt mit einem niederschmelzbaren über die Schmelztemperatur des letzteren erhitzt wird, wobei dafür Sorge zu tragen ist, daß die Masse des niederschmelzbaren Metalles in einer Weise überwiegt, die durch genügende Wärmefortleitung das Abschmelzen des niederschmelzbaren Metalles verhindert.
Diese Erscheinung des Anfrittens wird gemäß vorliegender Erfindung derart ausgenutzt, daß die zu entkohlenden Fäden in eine leicht beweglich angeordnete Aufhängevorrichtung mit dem Scheitel des Fadens eingehängt werden und die völlig.lose eingesetzten Fadenenden beim Stromdurchgang an zweckentsprechend geformten, stromzuführenden Haitern aus leicht schmelzbarem Metalle, z. B. Aluminium, anfritten. Dabei genügt die durch ,den Faden im ersten Moment des Stromdurchganges erzeugte Widerstandswärme vollständig, um die leitende Verbindung zwischen den Fadenschenkeln und den Stromzuführungen herzustellen. Die durch die Entkohlung bzw. Sinterung bedingte Verkürzung des Fadens wird durch das Nachgeben der beweglichen Aufhängevorrichtung ausgeglichen.
Im folgenden wird ein Beispiel zur Ausführung des Verfahrens, und zwar wie es zur gleichzeitigen Entkohlung von drei hintereinandergeschalteten Fäden anzuwenden ist, beschrieben.
Die Apparatur ist in ihrer äußeren Form eine Rezipientenglocke, wie sie bei dem bisherigen Entkohlungsverfahren üblich ist. An der stromführenden Säule S ist eine Achse a ζ. B. aus Nickeldraht fest eingesetzt; auf dieser Achse α sitzt ein Hebelsystem H aus einem Metalldraht von etwas kleinerem Querschnitt möglichst leicht beweglich auf, welches in un-
belastetem Zustande auf eine wagerechte Gleichgewichtslage einspielt.' Dieses Hebelsystem H, dessen Wirkungsweise später beschrieben werden wird, trägt in zweckmäßiger Verteilung, die sich nach den Dimensionen der Rezipientenglocke und nach der Über-. sichtlichkeit der einzusetzenden Fäden richtet, die Aufhängevorrichtung für die Fadenbügel. Die Vorrichtungen bestehen für die feinsten
ίο Fäden zweckmäßig aus Spiralfedern F', F", F'". (Fig. 2) aus einem Material, das bei mäßiger Erwärmung seine Elastizität nicht verliert, z. B. Platiniridium, für die mittelfeinen und starken Fäden aus gewöhnlichen in den ösen der Hebel vorrichtung H eingesetzten Drahtzwischenstücken D', D", D''', die gleich den Spiralfedern isolierend, z. B. durch Glas an die eigentlichen, ebenfalls isolierenden Fadenhalter P', P", P'" angeschmolzen sind. Diese letzteren bestehen aus schwer schmelzbarem Material, z. B. Thoroxyd oder Kohle von zweckentsprechender Länge und Stellung, um die Fadenbügel bequem aufnehmen zu können. Die Fadenschenkel werden mit einer zweckmäßig gestalteten Fadennadel in der Reihenfolge 0\-0, 0'2-0', 0"a-0", lose in keilförmige ösen eingehängt. Für diese ist am vorteilhaftesten ein leicht schmelzbares Metall, wie z. B. Aluminium, entweder als schmaler Blechstreifen oder als breitgeschlagener Draht zu verwenden. Die OSeC1 ist mit der Klemme K1, die öse 0"3 mit der stromführenden Säule 5 verbunden.
Die übrigen ösen sind an Klötzchen k', k" aus isolierendem Material, die auf der Bodenplatte beliebig angeordnet werden können, zu je zweien befestigt und stromleitend verbunden. Die Anordnung der Fäden kann so beliebig staffeiförmig oder ringförmig variiert werden, außerdem ist die Möglichkeit gegeben, durch Höher-' oder Niederstellen der Halter, die Fadeneinsatzlänge zu verändern, soweit dies nicht bequemer durch Verstellung der Achse α des Hebelsystems H geschehen kann.
In sinngemäßer Weise läßt sich das Verfahren auch für noch mehr als drei Fäden sowohl in Hintereinanderschaltung als auch in Parallelschaltung verwenden.
Der Vorgang der EntkoMung selbst gestaltet sich mit dieser Apparatur folgendermaßen:
In dem Moment der beginnenden Rotglut fritten die in die Halterschleifen O eingelegten Fäden an diesen an und sind hierdurch elektrisch leitend mit ihnen verbunden. Steigert man nun allmählich die Stromstärke, so tritt ! die. bekannte Schwindung und Sinterung des j Fadens ein, wobei dieser durch das nun nachgebende Hebelsystem der Aufhängung ständig in gestreckter bzw. in solcher Lage gehalten wird, wie sie durch die Anordnung der Haken bedingt ist. Um nun für dieses Hebelsystem die Zugkraft im Gegensinne der Schwerkraft im gleichen Maße ansteigend zu machen, in welchem die Festigkeit des Fadens während der Sinterung zunimmt, findet eine Balanciervorrichtung B B' Anwendung, deren Arme A A' die Balanciergewichte G G' tragen und gegen die Hebelarme senkrecht nach unten gerichtet sind. Dadurch ist die Möglichkeit einer stetigen Vergrößerung des Hebelmomentes bei der durch die Schwindung des Fadens hervorgerufenen Senkung des Systems geschaffen. Als zweckmäßig hat es sich dabei erwiesen, zur besseren Federung eine rechteckige Figur B, wie aus Fig. 3 zu ersehen, anzubringen, desgleichen das Balanciergewicht G, das vorteilhaft aus Nickelblechstreifen besteht, verdrehbar anzuordnen, so daß die Ausbalancierung des Systems für die verschiedenen Fadengewichte lediglich durch Drehung des Balanciergewichtes geschehen kann.
Diese Ausbalancierung des Hebelsystems kann auch nach anderen ähnlich wirkenden bekannten Methoden erfolgen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Entkohlung oder zum Sintern von Metallfäden in einer geeigneten Atmosphäre, gekennzeichnet durch eine leicht bewegliche Aufhängevorrichtung, in welche der zu entkohlende Metallfadenbügel mit seinem Scheitel gebracht wird, sowie durch stromzuführende Haltervorrichtungen aus einem gegenüber dem Fadenmaterial leicht schmelzenden Metall, z. B. Aluminium, in welche die Fadenenden lose gehängt werden und an welche sie im ersten Augenblick des Stromdurchganges anfritten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die leicht bewegliche Aufhängevorrichtung aus einem Hebelsystem besteht, an dessen einem Arm ein Haken aus schwer schmelzbarem Isoliermaterial zur Aufnahme des Rohfadenscheitels befestigt ist, während der andere Hebelarm derart beschaffen ist, daß er während der Sinterung des Fadenmaterials sein Moment selbsttätig vergrößert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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