DE2254792B2 - Steueranordnung für ein Nockenschaltwerk für elektrische Triebfahrzeuge - Google Patents
Steueranordnung für ein Nockenschaltwerk für elektrische TriebfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steueranordnung für ein Nockenschahwerk für elektrische Triebfahrzeuge
mit einem Fahrschaltwerk und einem Bremsschallwerk mit selbsterregter Bremsschaltung, welche unabhängig
voneinander durch je einen Stellmotor angetrieben werden, wobei den Nockenschaltern des Fahrschaltwerks
eine Abhebevorrichtung zugeordnet ist, welche bei Übergang auf Bremsbetrieb betätigt wird.
Es sind derartige Schaltwerke mit einer Fahrwalze und einer von dieser unabhängigen Bremswalze, welche
durch je einen Stellmotor angetrieben werden, bekannt, bei denen zur Erzielung eines schnellen Bremseinsatzes
bei fremderregter Bremsung bei der Betätigung der Bremswalze sofort die die Widerstandsabstufung
bewirkenden Nockenschalter der Fahrwalze durch eine von der Bremswalze angetriebene Abhebevorrichtung
für diese Nockenschalter unwirksam gemacht werden. (Siemens-Zeitschrift 1965, S. 640 und 641; DT-PS
10 68 295). Bei dieser Anordnung wird mithin bei Betätigung der Bremswalze die Bremsung unabhängig
von der Stellung der Fahrwalze mit vollem Bremswiderstand sofort eingeleitet. Da bei fremderregter Bremsung
der volle Bremswiderstand ohne Regelung über eine längere Zeit eingeschaltet bleiben kann und erst bei
kleinen Geschwindigkeiten zwecks Abschaltung von Widerständen die Bremswalze in Bewegung gesetzt
werden muß, ist die Zeit für die Auswahl der richtigen Bremsstufe voll ausreichend und eine hohe Verstellgeschwindigkeit
für das Schaltwerk nicht erforderlich. Die VtTstellgeschwindigkeit ist lediglich für eine Verstellzeit
je Stufe von etwa 100 ms auszulegen.
Bei einer selbslerregten Bremsschaltung ist diese Anordnung jedoch nicht ohne weiteres brauchbar, da
hier /.um schnellen Bremseinsat/, eine der augenblicklichen
Fahrgeschwindigkeit entsprechende Widerstands-Mule gehört, zu der das Stufenschaltwerk in längstens
0,5 s hingeführt werden muli. Dasselbe gilt auch bei Anwendung eines Schaltwerks mit einer kombinierten
Fahr-Bremswalze, bei welcher dann die Abhebevorrichtung
entfällt. (Siemens-Zeitschrift 1965, S, 641). Der Stellantrieb muß daher bei einer selbsterregten
Bremsschaltung zusätzlich eine hohe Verstellgeschwindigkeit erhalten, aus der dann zum Stillsetzen des
Schaltwerks in den Langsamgang übergegangen wird, damit bei den verhältnismäßig kleinen Stellungswinkeln
die anzusteuernde Stufe nicht überschaltet wird. Der Steuerungsaufwand zur Erfüllung dieser Aufgaben ist
beträchtlich.
Die Entwicklung neuzeitlicher Steuerungen für Triebfahrzeuge geht dahin, daß die Stufenzahl für das
Schaltwerk in Hinblick auf kleine Ruckwerte größer wird, da immer höhere Geschwindigkeiten gefahren
werden. Als Folge davon werden bei einem Einwalzenschaltwerk die Stufenwinkel derartig klein, daß man
unter Berücksichtigung der Fertigungstoleranzen der Nockenabwicklung und des Kontaktabbrandes an den
Nockenschaltern zu einem Zweiwalzenschaltwerk übergeben muß. Dabei erhält sowohl die Fahrwalze als auch
die BremswaJze je eine Stufenabwicklung mil zugehörigen
Nockenschaltern, und die jeweiligen Widerstandsabstufungen können unabhängig voneinander optimal
ausgeführt sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Steueranordnung für ein Nockenschaltwerk der eingangs
genannten Art für eine selbsterregte Bremsschaltung einen schnellen Bremseinsatz zu schaffen, bei dem
eine hohe Verstellgeschwindigkeit des Stellantriebs nicht erforderlich ist.
Dieses wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß auch den Nockenschaltern des Bremsschaltwerks
eine Abhebevorrichtung zugeordnet ist, welche wechselseitig mit der Abhebevorrichtung für das Fahrschaltwerk
durch einen gemeinsamen Antrieb betätigt wird, und daß während der Fahrt die Nockenwalze des
Bremsschaltwerks ständig zu der der Fahrgeschwindigkeit des Triebfahrzeugs entsprechenden Stellung
hingeführt wird. Um bei gestörtem Antrieb für die Abhebevorrichtungen bremsen zu können, ist zweckmäßig
die Anordnung so getroffen, daß im Ruhezustand des Antriebs für die Abhebevorrichtungen die Nockenschalter
des Fahrschaltwerks abgehoben und die Nockenschalter des Bremsschaltwerks für eine Betätigung
durch seine Nockenwalze freigegeben sind.
Der Gegenstand der Erfindung bringt noch den weiteren Vorteil, daß nicht nur ein schneller Übergang
vom Fahren zum Bremsen, sondern auch ein schneller Übergang vom Bremsen zum Fahren möglich ist.
Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung ein
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß ausgebildeten Schaltwerks, wobei im Schnitt ein Bremsschaltwerk
1 mit einem Nockenschalter 11 und einer zugehörigen Nockenscheibe 12 und ein Fahrschaltwerk 2 mit einem
Nockenschalter 21 und einer zugehörigen Nockenscheibe 22 dargestellt ist. Die Gesamtanordnung isi so zu
verstehen, daß in dem Bremsschaltwerk und Fahrschaltwerk eine Vielzahl von Nockenschaltern Il bzw. 21
hintereinander angeordnet sind, welche von ihren Nockenscheiben 12 bzw. 22 betätigt werden Mit 3 ist
ein gemeinsamer Antrieb für Abhebevorrichtungen 34 und 35 bezeichnet, bestehend aus einem Druckluftzylinder
31 mit einer in diesem bewegbaren Kolbenstange und einem Magnetventil 32, welches in erregtem
Zustand Druckluft in den Zylinder einströ—en läßt,
während der Antrieb bei nicht erregtem Magnetventil mittels einer Feder 33 in die Ruhelage zurückgebracht
wird. Den Nockenschallern 11 und 21 sind die
Abhebevorrichtungen 34 und 35 zugeordnet. Diese sind mit dem Antrieb 3 kraftschlüssig verbunden. Die
Zeichnung zeigt den Zustand »Fahren« (Magnetventil erregt), bei dem die Nockenschalter 11 des Bremsschaltwerks
1 durch die Abhebevorrichtung 34 von ihren Nockenscheiben 12 abgehoben sind und demzufolge die
Nockenscheiben 12 des Bremsschaltwerks während des Zustandes »Fahren« ständig zu einer der Fahrgeschwindigkeit
entsprechenden Stellung hingeführt werden können, weil ein Schließen der Nockenschalter 11 iu
verhindert :st Infolge der wechselseitigen Wirkung der
Abhebevorrichtungen ist hierbei die Abhebevorrichtung 35 nicht wirksam, demzufolge die Nockenschalter
21 geschlossen werden können und durch die Nockenscheiben 22 entsprechend der Fahrsteuerung geschaltet
werden. Wenn nun ein Bremsbefehl gegeben wird, schaltet sich das Magnetventil ab, so daß der Antrieb 3
unter der Wirkung der Feder 33 in seine Ruhelage zurückkehrt. Demzufolge v/erden die Nockenschalter
21 des Fahrschaltwerks 2 mittels der Abhebevorrichtung 35 von den Nockenscheiben 22 abgehoben, und es
wird somit die Fahrschaltung aufgelöst. Gleichzeitig gib: die Abhebevorrichtung 34 die Nockenschalter 11
des Bremsschaltwerks 1 frei, so daß diese je nach Stellung der steuernden Nockenscheiben 12 in die
Schließstellung gehen können und die Bremswirkung der selbsterregten Bremsschaltung auf der richtigen
Widerstandsstufe unmittelbar eintritt. Da die Ruhelage der Abhebevorrichtung in der oben beschriebenen
Weise dem Zustand »Bremsen« entspricht, ist im Störungsfall, wenn beispielsweise die Steuerspannung
für das Magnetventil ausbleibt, immer ein sicherer Bremseinsatz gegeben.
Der Antrieb 3 kann auch hydraulisch betätigt werden. Ebenso kann der Antrieb aus einem Elektromagneten
bestehen.
Hierzu ] Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Steueranordnung für ein Nockenschaltwerk für elektrische Triebfahrzeuge mit einem Fahrschaltwerk
und einem Bremsschaltwerk mit selbsterregter *> Bremsschaltung, welche unabhängig voneinander
durch je einen Stellmotor angetrieben werden, wobei den Nockenschaltern des Fahrschaltwerks
eine Abhebevorrichtung zugeordnet ist, welche bei Übergang auf Bremsbetrieb betätigt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß auch den Nockenschaltern (J 1) des Bremsschaltwerks (1) eine
Abhebevorrichtung (34) zugeordnet ist, welche wechselseitig mit der Abhebevorrichtung (35) für
das Fahrschaltwerk (2) durch einen gemeinsamen f>
Antrieb (3) betätigt wird, und daß während der Fahrt die Nockenwalze des Bremsschaltwerks (1) ständig
zu der der Fahrgeschwindigkeit des Triebfalvrzeugs entsprechenden Stellung hingeführt wird.
2. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch 2»
gekennzeichnet, daß im Ruhezustand des Antriebs (3) für die Abhebevorrichtungen (34, 35) die
Nockenschalter (21) des Fahrschaltwerks (2) abgehoben und die Nockenschalter (11) des Bremsschaltwerks
(1) für eine Betätigung durch seine Nocken- '2r>
walze freigegeben sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2254792A DE2254792C3 (de) | 1972-11-09 | 1972-11-09 | Steueranordnung für ein Nockenschaltwerk für elektrische Triebfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2254792A DE2254792C3 (de) | 1972-11-09 | 1972-11-09 | Steueranordnung für ein Nockenschaltwerk für elektrische Triebfahrzeuge |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2254792A1 DE2254792A1 (de) | 1974-05-22 |
| DE2254792B2 true DE2254792B2 (de) | 1978-03-23 |
| DE2254792C3 DE2254792C3 (de) | 1978-11-16 |
Family
ID=5861211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2254792A Expired DE2254792C3 (de) | 1972-11-09 | 1972-11-09 | Steueranordnung für ein Nockenschaltwerk für elektrische Triebfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2254792C3 (de) |
-
1972
- 1972-11-09 DE DE2254792A patent/DE2254792C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2254792C3 (de) | 1978-11-16 |
| DE2254792A1 (de) | 1974-05-22 |
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