DE224855C - - Google Patents
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Classifications
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- 'Ju 224855 KLASSE 48 d. GRUPPE
FRANZ MELAUN in NEU-ßABELSBERG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. November 1907 ab.
Die bisher bekannten Vorrichtungen zum Ausschneiden kreisrunder Löcher mittels Sauerstoffgases
eignen sich nur für die Herstellung größerer Öffnungen, z. B. von Mannlöchern 5 oder Reinigungslöchern in Kesseln u. dgl. Der
Hauptsache nach ist bei einer solchen Vorrichtung mit dem Arbeitsstücke eine Säule
oder Stange fest verbunden, um welche mittels eines maschinell angetriebenen Räderwerkes
ίο ein wagerecht ausladender Arm gedreht wird,
der einen in der Längsrichtung (des Armes) mittels Schraubenspindel oder Zahnstange verschiebbaren
Werkzeugsupport trägt, in welchem der Sauerstoffbrenner eingespannt ist. Es ist einleuchtend, daß man mit einer solchen Vorrichtung,
auch wenn man sie in sehr kleinen Abmessungen ausführen würde, kleine Löcher,
z. B. Schraubenlöcher oder Nietlöcher von 30, 20, 10 mm und noch weniger, nicht herstellen
kann. Auch ist es bei den bekannten Vorrichtungen ausgeschlossen, mehrere Löcher,
z. B. eine Reihe oder eine Gruppe von Löchern, mit einem Male, also gleichzeitig, zu schneiden
oder mehrere Vorrichtungen derart zu kuppeln, daß mehrere nahe zusammenliegende Löcher
gleichzeitig hergestellt werden könnten.
Die im nachstehenden beschriebene, den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende
Vorrichtung ermöglicht nun die oben bezeichneten Arbeiten. Dieselbe ist in den Fig. ι bis 6 in schematischen Skizzen dargestellt.
· ·
Die Vorrichtung (Fig. 1) besteht aus einem hohlen Zylinder a, welcher in einem Gestell
oder Gehäuse c drehbar gelagert ist. Das obere Ende des Zylinders steht mittels einer
Stopfbüchse e oder eines sonstigen abdichtenden und die Drehbarkeit des Zylinders zulassenden
Verbindungsstückes mit einem mit dem Rahmen c fest verbundenen Kopf in Verbindung, in welchen die Gaszuführungsrohre
d d einmünden. An dem unteren Ende des Zylinders α ist ein Unterteil h (Fig. 6) angeschraubt,
welcher den Brenner mit den eingeschraubten Düsen 0 und h bildet. Auf dem
oberen Teile des Zylinders a. befindet sich ein Zahnrad b (oder ein Friktionsrad oder eine
Schnurscheibe), welches durch eine entsprechende Übersetzung von einer Handkurbel oder von
einem maschinellen Antrieb betätigt wird..'
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Das Gestell oder Gehäuse c wird auf
das zu bearbeitende Arbeitsstück λ; ohne jede Befestigung aufgesetzt und mittels entsprechender
Stellschrauben derart eingestellt, daß die Sauerstoffdüse 0 sich in der zum Schneiden
erforderlichen Entfernung von dem Arbeitsstück χ befindet. Um die Stelle, an welcher
das Schneiden beginnt, zur Verbrennungstemperatur zu bringen (das Schneiden einzu-
leiten) ist, wie bei jedem autogenen Schneidverfahren, eine zweite Düse für das Heizgas
(Mischung von Wasserstoff mit Sauerstoff) erforderlich. Diese zweite Düse kann beliebig
angeordnet sein; sie muß nur möglichst nahe an der Sauerstoff düse liegen; sie kann, wie
in Fig. 3 radial oder wie in Fig. 4 konzentrisch neben der Sauerstoff düse angeordnet sein, oder
die Sauerstoffdüse kann sich innerhalb der Heizgasdüse befinden, wie dies bereits bekannt
ist. Wird nun nach erfolgter Einleitung der Verbrennung (des Schneidens) der Zylinder a
in Umdrehung gesetzt, so beschreibt der das Metall durchschneidende Sauerstoffstrahl einen
Kreis von einem Radius, welcher gleich ist der Entfernung der Sauerstoffdüse ο von der
Drehachse des Brenners h. Es ist einleuchtend,
ίο daß dieser Radius ein. sehr kleiner sein kann.
Durch Einwechseln verschiedener Brenner h mit verschiedener Entfernung der Düse ο von
der Drehachse können verschieden große Löcher geschnitten werden.
Es können aber auch mehrere — ja sogar eine größere Anzahl — von Zylindern a in
einem gemeinschaftlichen Gehäuse c angeordnet sein, und sämtliche Zylinder können durch
Zahnräder, Friktionsräder oder Schnurscheiben von einer einzigen Antriebstelle aus gleichzeitig
in Bewegung gesetzt werden, wie in Fig. 5 dargestellt. Es können auf diese Weise
beliebig viele, beliebig angeordnete Löcher und Löcher von beliebig verschiedenen Durchmessern
mit einem Apparat mit einem Male, also in der gleichen Zeit, welche zum Schneiden
nur eines Loches erforderlich ist, hergestellt werden.
Diese höchst einfache, ungemein leichte und billige Vorrichtung ist besonders für die
Massenfabrikation, z. B. die Herstellung von Schrauben- und Nietlöchern in Eisenbahnschienen und Laschen, in Trägern, Flacheisen
und Blechen, im Brückenbau, Schiffsbau usw. von großem Vorteil. Die Vorrichtung wird
beim Gebrauch ohne jede Befestigung auf das Arbeitsstück gestellt. Bei Löchern in
senkrechten oder schrägen Wänden kann die Vorrichtung mit den Händen an das Arbeitsstück
gehalten werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Vorrichtung zur Herstellung von kreisrunden Löchern in Metallen mittels des autogenen Schneidverfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß in einem leichten Gestell oder Gehäuse (c) ein hohler Zylinder (a) mit einem die Düsen für Heizgas und Sauerstoff enthaltenden auswechselbaren Brenner (h) drehbar gelagert ist, die Zuführung der Gase zu dem Brenner im oberen Teile des Zylinders (a) mittels einer Stopfbüchse oder eines sonstigen abdichtenden und die Drehbarkeit des Zylinders (a) zulassenden Verbindungsstückes erfolgt ' und durch die Drehung des mit dem Zylinder (a) verbundenen Brenners (h) um seine Achse während der Schneidarbeit des Sauerstoffstrahles kleine Löcher hergestellt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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