DE223952C - - Google Patents

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DE223952C
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F23/00Advertising on or in specific articles, e.g. ashtrays, letter-boxes
    • G09F23/16Advertising on or in specific articles, e.g. ashtrays, letter-boxes on clocks, e.g. controlled by the clock mechanism

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Mi 223952 KLASSE 54g·. GRUPPE
SIEGMUND MORITZ in BIELEFELD.
Reklameulir. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juni 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reklameuhr, bei welcher Stunden- und Minutenzeiger unabhängig voneinander nach beiden Richtungen hin in mehr oder weniger schnelle Umdrehungen versetzt werden können und immer wieder die Stellung einnehmen, in welche sie bei ununterbrochenem Gang der Uhr gelangt sein würden. Die Drehung der Zeiger erfolgt durch exzentrische Lagerung der Antriebsachse ίο des Uhrwerkes, so daß gegenüber den mit Gewicht belasteten Werken lediglich das Werk . durch sein Eigengewicht die Drehung veranlaßt und dadurch ein besonderes Zusatzgewicht gespart wird. Während eines bestimmten Zeitabschnittes, beispielsweise alle 6 Minuten, drehen sich die Uhrzeiger selbsttätig einmal ganz herum und nehmen danach wieder dieselbe Stellung ein, welche durch das Antriebswerk bestimmt ist. Die Anzeigevorrichtung kann sowohl zu Zeitbestimmungen als auch für Reklame zum Hinweisen auf besondere Gegenstände im Schaufenster dienen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht und zeigt
Fig. ι eine Gesamtansicht der Uhr,
Fig. 2 den Minutenzeiger in Ansicht,
Fig. 3 das Uhrwerk hierzu,
Fig. 4 und 5 den Stundenzeiger der Uhr in Drauf- und Seitenansicht,
Fig. 6 und 7 den Steg 10 dieses Zeigers mit Einstellvorrichtung in Ansicht,
Fig. 8 und 9 die Bauart des Uhrwerkes für die kreisenden Bewegungen der Zeiger.
An dem Schwanzende des Zeigers 1, welcher um Achse 2 frei schwingt, ist zweckmäßig eine kleine Büchse 3 vorgesehen, in welcher die Antriebsachse der Uhr fest gelagert ist. Die Drehung des Zeigers erfolgt durch die Exzenter-Wirkung des Uhrwerkes, wobei außer der eigentlichen Mittel- oder Antriebsachse 6 des Uhrwerkes, welche mit dem Wechselrade 7 in Eingriff steht, seitlich vom Mittelpunkte des Werkes die Welle 4 angebracht und ebenfalls von dem Rade 7 gedreht wird. Zum Einstellen des Uhrwerkes auf den genauen Zeitabschnitt dient eine auf dem Zeiger 1 vorgesehene Skala sowie ein am Uhrwerk angebrachter Zeiger 8.
Die sogenannten Achttagewerke, bei welchen die Antriebsachse sich seitlich vom Mittelpunkte des Werkes , befindet, können ohne irgendeine Umänderung für diesen Zweck benutzt werden, wobei die Welle, welche zum Aufziehen des Uhrwerkes dient, gleichzeitig als Zeiger zum Einstellen verwendet wird.
Bei dem in Fig. 4 und 5 vorgesehenen Stundenzeiger ist an dessen Schwanzende ein Steg 10 mittels Schrauben fest angebracht, an welchem ein Zahnrad 11 unter Einwirkung einer in zweckentsprechender Weise vorgesehenen Feder 12 schwer drehbar gelagert ist. In dieses Rad 11 faßt das Wechselrad 13 der Uhr, welches durch das Zahnrad 14 der Antriebsachse des nach vorbeschriebener Art gehaltenen Uhrwerkes bewegt wird, wobei die Achse durch das Rad 11 hindurchgeht und auf der Vorderseite des Steges 10 durch geeignete Vorrichtungen gesichert wird.
Der Zweck der Feder 12, welche ein zu leichtes Drehen des Zahnrades 11 verhindert, kann auch durch beliebige andere Vorrichtungen, z. B.
eine konische Achse, erreicht werden, ohne daß der Erfindungsgedanke geändert wird.
Auch hierbei kann ein sogenanntes Achttagewerk benutzt werden, welches sich ebenfalls ohne irgendeine Änderung des Werkes verwenden läßt.
Der Zweck des schwer drehbaren Rades ii ist der, ein Einstellen des Uhrwerkes ohne Abheben des Werkes oder Auseinandernehmen des Gesamtwerkes zu ermöglichen, da dieses beim Einstellen des Uhrwerkes auf den bestimmten Zeitabschnitt nunmehr mitgedreht wird.
In Fig. 8 und 9 ist die Bauart des Uhrwerkes veranschaulicht, welches außer dem gewöhnliehen Gang der Uhrzeiger auch noch in bestimmten Zeiten eine einmalige besondere kreisende Bewegung bewirkt. Hierzu kann ein beliebiges, z. B. ein sogenanntes Achttagewerk oder ein besonders hierzu konstruiertes Uhrwerk benutzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel ist folgendes, beschrieben an Hand eines Achttagewerkes:
In das Übersetzungsrad 15, welches auf seinem Umfange mit nur zehn Zähnen versehen ist, faßt das Zehnertriebrad 16 des Minutenrades. Auf der verlängerten Welle des Rades 15 befindet sich ein Rad 17 mit 110 Zähnen, in welches wiederum ein Zehnertriebrad 18 greift. Die Welle des letzteren wird fest an dem Uhrzeiger angebracht und letzterer durch die Exzenterwirkung des Werkes gedreht, wobei für den Stundenzeiger ebenfalls die in Fig. 6 und 7 dargestellte Vorrichtung zum Einstellen des Uhrwerkes Verwendung findet.
Das Rad 15 hat zehn Zähne und entspricht ein Zahn einer Gangzeit des Uhrzeigers von 6 Minuten. Beim Austritt des Zahnes aus dem Trieb 16 des Mittelrades wird das Uhrwerk durch Vermittlung des Rades 17 und des festen Triebes 18 einmal um seine eigene Achse gedreht, wodurch der Uhrzeiger infolge der Exzenterwirkung des Werkes eine Umdrehung macht. Hiernach bewirkt der nächste Zahn des Rades 15 den Weitergang der Uhr, wodurch der Uhrzeiger im richtigen Zeitverhältnis weitergeht. Dieser Vorgang der schnellen kreisenden Bewegung des Uhrzeigers wiederholt sich alle Minuten in derselben Weise, wobei das richtige Anzeigen der Zeit der Uhrzeiger hierdurch nicht beeinträchtigt wird. Auf dem Mittelrade 18 wird ein Gegengesperre bekannter Art vorgesehen, welches während der kreisenden Bewegung das Uhrwerk im Gange erhält.
Die Übersetzungsverhältnisse der Triebräder können auch beliebig anders gewählt werden, wodurch dann die kreisende Bewegung der Zeiger in anderen entsprechenden Zwischenräumen erfolgt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Reklameuhr, dadurch gekennzeichnet, daß außer der gewöhnlichen, stetigen Umdrehung die Zeiger in bestimmten Zeitabschnitten eine besondere kreisende Bewegung ausführen, nach der sie wieder in die Stellung zurückkehren, in welche sie beim gewöhnlichen Gange des Uhrwerkes gelangt sein würden.
2. Reklameuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die besonderen kreisenden Bewegungen dadurch erfolgen, daß in das Übersetzungsrad (15) ein Triebrad (16) faßt und auf der verlängerten Welle des Rades (15) ein mit geeigneter Zähnezahl versehenes Rad (17) sich befindet, in welches ein Triebrad (18) greift, dessen Welle fest an dem Uhrzeiger angebracht ist, wobei eine Gegensperrfeder auf dem Mittelrade (18) das Uhrwerk während der kreisenden Bewegung im Gange erhält.
3. Reklameuhr nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Uhrzeiger durch exzentrische Lagerung der Antriebsachse des Uhrwerkes und durch die Benutzung des Uhrwerkes selbst als verschiebbares Gewicht hervorgerufen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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