DE2237840C3 - Verfahren zur Extraktion und Reinigung von Streptomycin - Google Patents

Verfahren zur Extraktion und Reinigung von Streptomycin

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DE2237840C3
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streptomycin
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Minodor Cojocaru
Mihalache Dumitrescu
Sabin Ionescu
Hugo Mayer
Veniamin Munteanu
Ion Nistor
Carmil Pal
Evghenia Ursescu
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Fabrica de Antibiotice Iasi
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Fabrica de Antibiotice Iasi
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D15/00Separating processes involving the treatment of liquids with solid sorbents; Apparatus therefor
    • B01D15/08Selective adsorption, e.g. chromatography
    • B01D15/26Selective adsorption, e.g. chromatography characterised by the separation mechanism
    • B01D15/36Selective adsorption, e.g. chromatography characterised by the separation mechanism involving ionic interaction, e.g. ion-exchange, ion-pair, ion-suppression or ion-exclusion
    • B01D15/361Ion-exchange
    • B01D15/363Anion-exchange

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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  • Treatment Of Liquids With Adsorbents In General (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Extraktion und Reinigung von Streptomycin aus den am Ende der Fermentationsvorgänge erhaltenen KuI-tuiflüssigkeiten oder filtrierten Nativlösungen mitten lonenaustauscherharzen.
Bekannte Verfahren zur Extraktion und Reinigung von Streptomycin basieren teils auf der Abfiltrierunii des. Myzeliums nach einer Wärmebehandlung und Bildung von Erdalkalimetallkomplexen in Form von Oxalatcn oder Phosphaten, Sorption auf verschiedenen lorienaustauscherharzen und reihenweiser Reinigung mti Kationen- und Anionenaustauscherharzen, teils auf der Bildung von Streptomycinkomplexen mit verschiedenen Stoffen oder der Absorption von Streptomycin aul Aktivkohle (französische Patentschrift 1017 468 und britische Patentschrift 758 041).
Nach dem Verfahren der USA,-Patentschrift 2 528 188 erfolgt die Trennung des Streptomycins aus der Fermentationsflüssigkeit durch Hindurchleiten durch zwei hintereinandergeschaltete Kationenaustauscher. Der erste Austauscher enthält ein teilweise in das Natriumsalz überführtes Harz, der zweite das Austauscherharz in Form der freien Säure. Die Elution des Streptomycins erfolgt mit verdünnter Salzsäure.
Die nach der Fermentation erhaltene Flüssigkeit enthält außer dem Streptomycin Verunreinigungen, welche an den Harzen und Carboxylgruppen zusammen mil dem Streptomycin absorbiert sind. Die Entfernung dieser Verunreinigungen führt zu einem hohen Verlust an Substanz und damit zu einer verringerten Ausbeule an Streptomycin. Hinzu kommt, daß das Arbeiten mit den in der USA.-Patentschrift vorgeschlagenen Auslauschern zu einer geringeren Absorptionskraft des Streptomycins aus den neutralen wäßrigen Lösungen führt.
Die bekannten Verfahren haben sich wegen der Vielzahl der Reinigungsvorgänge, des hohen Verbrauchs an Stoffen zur Erzielung eines entsprechenden Produktes, der Verwendung von Redoxmitteln zur Entfärbung der Streptomycinlösungen und des Auftretens verschiedener das Streptomycin bis zum Entprodukt begleitender Nebenprodukte als nachteilig erwiesen,
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zur Extraktion und Reinigung von Streptomycin mittels lonenaustauv '--^rharzen, das zu Endprodukten höherer Reinheit ·-- Tt und mit welchem bessere Ausbeuten erzielt werden.
ίο Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kulturflüssigkeiten bzw. Nativlösungen über eine mit stark basischen Anionenaustauscherharzen gefüllte Säule, dann über eine mit schwach sauren Kationenaustauscherharzen gefüllte Säule geführt wer-
IS den und das Eluat in an sich bekannter Weise über als Mischbett angeordnete Anionen- und Kationenaustauscherharze geführt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird an folgendem Ausführungsbeispiel erläutert:
ao 10 Liter einer Nativlösung mit einem pH-Wert von 6,5, einer Aktivität von 3240 I.EVml, einer Extinktion von 2,8 bei einer Wellenlänge von 450 bis 480 m (in 1 cm' Küvetten bestimmt) werden über eine mit einem Anionenaustauscherharz (Polystyrolderivat mit quater-
as nären Ammoniumgruppen) gefüllte Glassäule mit einer Durchflußmenge von 3 Volumen/Harzvolumen/Stunde geführt Es wird eine Lösung der Aktivität 3224 I.EVml, Extinktion 0.86. mit 99,5 °/oiger Ausbeute erhalten. Diese gereinigte Lösung wird über ein Kationenaustauscherharz (vernetzte Methacrylsäure mit COOH-Gruppen) geleitet und das Streptomycin wird mit einer 0,5 N Schwefelsäurelösung bei der 87,8 %igen Ausbeute eluieri.
Es wird ein Eluat mittlerer Aktivität von 89320 I.E./ml, Milligrammaktivität 620 l.EVmg, Ca und Mg 133,7 mg/100 ml erhalten. Das Eluat wird der Entsalzung auf einer geeignet gebauten Säule mit als Mischbett angeordneten Harzen (Kationenaustauscherharz: Polystyrolsulfonsäure und Anionenaustauscherharz:
Vemetztes Polystyrolgerüst mit N(CsH7)2-Gruppen) im Verhältnis von 1 :1,2, bei einer Durchflußmenge von 3 Volumen/Volumen Kationit/Stunde unterworfen.
Die Entsalzung wird mit 95,1 °/oiger Ausbeute durchgcluhrt; das Eluat hat folgende Kennzeichen:
pH-Wert 6,9. Aktivität 50100 I.E./ml. kein Ca und Mg oder nur in Spuren vorhanden.
Das entsalzte Eluat wird im Vakuum verdampft, wobei ein Konzentrat der Aktivität 180 320 I.E./ml, Milligrammaktivität 732 l.E7mg erhalten wird.
Zur Erzielung einer Extinktion von 0,03 wird die Entfärbung mit entsalzter Aktivkohle in 50 %iger Menge (bezogen auf die bekannten Verfahren) vervollständigt. Das so erhaltene Konzentrat wird der Kristallisation durch Sprühtrocknung, Lyophilisierung, Ausfällung unterzogen. Gesamtausbeute an Streptomycin 72 %.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Extraktion und Reinigung von Streptomycin aus Kulturflüssigkeiten oder filtrierten Nativlösungen mittels Ionenaustauscherharze^ dadurch gekennzeichnet, daß die Kulturflüssigkeiten bzw. Nativlösungen über eine mit stark basischen Anionenaustauscherharzen gefüllte Säule, dann über eine mit schwach sauren Kationenaustauscherharzen gefüllte Säule geführt werden, und das Eluat in an sich bekannter Weise über als Mischbett angeordnete Anionen- und Kationenaustauscherharze geführt wird.
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