DE22225C - Selbsttätig wirkender Feuerlösch-Apparat für Theater - Google Patents

Selbsttätig wirkender Feuerlösch-Apparat für Theater

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DE22225C
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Germany
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weight
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sinking
extinguishing device
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DENDAT22225D
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J. bazant in Wien III., Hauptstr. 33
Publication of DE22225C publication Critical patent/DE22225C/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C35/00Permanently-installed equipment
    • A62C35/58Pipe-line systems
    • A62C35/60Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use
    • A62C35/605Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use operating and sounding alarm automatically

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
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  • Emergency Management (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1882 ab.
Der Apparat hat den Zweck, die im Bühnenraume oder auch an anderen Orten entstehenden Brände auf automatische, binnen kürzester Zeit wirkende oder durch beabsichtigte Weise im Entstehen zu dämpfen und unschädlich zu mächen.
Die Construction des Feüerlöschapparates ist folgende:
Mitten durch den zu schützenden Raum ist ein horizontal liegender Querträger A von Holzoder Eisenconstruction gelegt, welcher in seiner Mitte ein Spurlager b trägt,, welches eine vertical stehende Achsei aufnimmt. Auf dem obersten Theile dieser Achse c ist eine Windrose d nach Art der zur Lüftung der Wohnungen verwendeten Lufträdchen befestigt. Diese Windrose läuft in einem Cylinder e, welcher mit zwei Blechdeckeln ff geschlossen ist und zum Abzug von etwa entstehendem Rauch und Hitze dient.
Unterhalb der Windrose d ist eine Schnecke g auf der Verticalspindel c befestigt, um welche eine Kette oder ein flaches Drahtseil h geschlungen ist. Dieses Drahtseil h läuft bis an eine der Seitenmauern i der Bühne oder des zu schützenden Raumes und geht dort um eine Rolle k. Am Ende dieses Drahtseiles h hängt nun ein Gewicht /, welches den Zweck hat, die erste Rotation der stehenden Achse c und der Windrose d einzuleiten.
Dieses Gewicht / steht auf einer horizontalen, an der Wand um eine Achse drehbaren Platte m, welche durch den nachfolgenden Mechanismus festgehalten wird.
Die Platte m hat, wie Fig. 10 zeigt, eine Achse η sowie einen Hebel 0. Dieser letztere steht vertical an der Wandfläche und wird durch einen Haken r, welcher um einen Fixpunkt ax drehbar ist, gehalten. Unter diesen Haken r stellt sich nun der kürzere Arm des an der Wandfläche um den Punkt q drehbaren Hebels/, an dessen längerem Ende ein verstellbares Gegengewicht J befindlich ist. Dieser mit dem Gewichte s versehene Hebel p wird von einer brennbaren Schnur t getragen, welche bis auf den obersten Theil des zu schützenden Raumes führt, dort einige Male quer hin- und ,hergeführt ist und endlich an einem Endpunkte befestigt wird. Diese Schnüre ttt sind dazu bestimmt, im Falle eines Brandes an einer beliebigen Stelle durchzubrennen, sollen demnach aus einem leicht entzündlichen Stoffe angefertigt sein.
Brennt nun eine der Schnüre ttt durch, so fällt das am Hebel/ sitzende Gewicht s herab, der kürzere Arm desselben hebt den Haken r, wodurch der Verticalhebel ο frei wird und das Gewicht / sinken kann und zur Action gelangt.
Durch das Herabsinken des Gewichtes /, das Drahtband h und die Spirale oder Schnecke g wird nun die Rotation der Verticalspindel c und der Windrose d eingeleitet.
Oberhalb der Windrose d trägt die Verticalachse c ein Excenter oder einfach einen Vorsprung υ, Fig. 5,. welcher an Stangen η stöfst.
Mit diesen Stangen η sind Schieber w verbunden, welche die Deckel ff des oberen Cylinders e freimachen.
Die Federn χ öffnen die Deckel, so dafs etwaige Luft sowie Rauch ausströmen können.
Ueber dem Spurlager b ist eine Rolle y befestigt, um welche sich zwei Drahtbänder Zz1
aufrollen, die über Rollen J? zu den Auslösevorrichtungen B Bx der Courtine H führen.
Diese Auslösevorrichtung besteht, Fig. 8, aus einem um den Punkt C drehbaren Hebel D, welcher mit einer Nase E versehen ist, welche die Courtine H stützt. Die Fixirung der Stellung des Hebels wird durch einen Anschlag br bewerkstelligt. Wird an dem Ende F des Hebels D ein Zug ausgeübt, so gehen die Nasen E zurück und die auf denselben ruhende bezw. aufgehängte Courtine H wird frei und kann durch ihr eigenes eventuell ausbalancirtes Gewicht fallen.
Durch das Fallen der Courtine H werden mittelst der Drahtleitungen G die Segmenthebel J, Fig. 9, der Haupthähne K der Druckleitung L geöffnet und lassen das Druckwasser zur Löschung des Brandes mit Vehemenz eintreten.
Der obere- innere Raum der Bühne ist im Niveau der Traverse A mit einer eisernen Laufbühne versehen, die der Deutlichkeit halber in der Zeichnung ausgelassen wurde, welche es ermöglicht, zu den verschiedenen Befestigungspunkten und einzelnen Apparattheilen behufs Instandsetzung der Vorrichtungen nach einem Brande zu gelangen.
Mit einem der activen Theile dieses Apparates kann eine Signalvorrichtung in Verbindung gebracht werden, welche den Ausbruch eines etwaigen Feuers auf der Bühne gleichzeitig der Station der Feuerwehr oder anderen derartigen Anstalten signalisirt.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine automatisch wirkende Vorrichtung zum sofortigen Löschen entstehender Theaterbrände in der Weise, dafs das Abbrennen quer im zu schützenden Räume mehrfach hin- uud hergeführter Schnüre 11, Fig. i, 2, 3 und 10, aus sehr leicht entzündlichem und rasch verbrennendem Material einen Hebel 0, Fig. 10, auslöst, was das Sinken eines Gewichtes /, Fig. 1 und 1 o, zur Folge hat, und da die das Gewicht tragende Kette (oder das Drahtband) h, Fig. 1, 2, 3, 7 und 10, mit ihrem anderen Ende um die Schnecke^, Fig. 1, 2, 3, 4 und 7 gewickelt ist, auch die Rotation der dieser Schnecke als Achse dienenden Welle c, Fig. 1, 3, 4, 5 und 7, welche rotirende Welle nun die Rauchabzugswindrose d, Fig. 1, 3 und 4, in Thätigkeit setzt, und mittelst der um die Rolle y, Fig 1, 3, 4 und 6 sich aufwickelnden Drahtbänder z.z1, Fig. 1, 2, 3 und 6, auf die Auslösevorrichtungen B B, Fig. 2 und 3, der Courtine H, Fig. 2, 3 und 8, wirkt, die im Niedersinken durch die Zugbänder G, Fig. 2, 3 und 9, die Haupthähne K der Druckleitung L, Fig. 1, 2, 3 und 9, öffnet.
  2. 2. Bei einer automatisch wirkenden Feuerlöschvorrichtung die Verbindung der durch das Sinken eines Gewichtes /, Fig. 1 und 10, infolge Abbrennens von Schnüren in Rotation versetzten Welle c, Fig. 1, 3, 4, 5 und 7, mit einer Rolle y, Fig. 1 und 4, auf welche sich die Drahtbänder ζ z1, Fig. 1, 2, 3 und 6, aufrollen und dadurch an den Auslösevorrichtungen B B, Fig. 2 und 3, der Courtine die Nase E, Fig. 8, des um C drehbaren Hebels D aus ihrem Lager in der Courtine heben, so dafs diese vermöge ihres Gewichtes sinkt.
  3. 3. Bei einer automatisch wirkenden Feuerlöschvorrichtung die Verbindung der Courtine H, Fig. 2, 3 und 8, mit den Hähnen K der Wasserleitung L, Fig. 1, 2, 3 und 9, durch Zugbänder G, Fig. 1, 2, 3 und 9, so dkfs die Courtine durch ihr Niederfallen die Hähne, Fig. 9, öffnet.
  4. 4. Bei einer automatischen Feuerlöschvorrichtung die Verbindung der durch das Sinken eines Gewichtes /, Fig. 1 und 10, infolge Abbrennens von Schnüren in Rotation versetzten verticalen Welle c, Fig. 1, 3, 4, 5 und 7, mit einem Ventilationsapparate d, Fig. i, 3 und 4, zum Abzüge der heifsen Verbrennungsproducte.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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