DE22048C - Neuerung an rotirenden Nähmaschinen-Schiffchen - Google Patents

Neuerung an rotirenden Nähmaschinen-Schiffchen

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Publication number
DE22048C
DE22048C DENDAT22048D DE22048DA DE22048C DE 22048 C DE22048 C DE 22048C DE NDAT22048 D DENDAT22048 D DE NDAT22048D DE 22048D A DE22048D A DE 22048DA DE 22048 C DE22048 C DE 22048C
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DE
Germany
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shuttle
thread
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bobbin
innovation
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Application number
DENDAT22048D
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English (en)
Original Assignee
J. A. DÖRING in Leipzig
Publication of DE22048C publication Critical patent/DE22048C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/10Shuttles
    • D05B57/14Shuttles with rotary hooks
    • D05B57/143Vertical axis type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Pateniirt im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1882 ab.
Das Schiffchen S sitzt in dem feststehenden Schiffchenkorb K, in dessen unterem Theil sich ein Rand r befindet, auf welchem das Schiffchen ruht. Die innere Wand des Schiffchenkorbes, sowie die äufsere Wand des Schiffchens selbst sind konisch gestaltet, damit bei eintretender Abnutzung die genau centrische Führung des Schiffchens nicht aufgehoben wird. Am Boden des Schiffchenkorbes ist der Schiffchentreiber A eingesetzt, welcher, mit Treiberbolzen b versehen, etwas excentrisch rotirt, damit durch den Bolzen b eine eigenartige Wirkung auf das Schiffchen bezw. auf die Fadenschlinge ausgeübt wird. Der Treiberbolzen b greift in die Grube g des Schiffchens S und versetzt infolge dessen das Schiffchen selbst in Umdrehung, wobei Bolzen b in Grube g eine durch excentrische Rotation des Schiffchentreibers . A bedingte eigentümliche Bewegung macht.
Der Vorgang beim Nähen ist im allgemeinen folgender:
Die Nadel gelangt in die tiefste Stellung, Fig. 12 und 13, wobei die Nadelfadenschlinge von der Spitze des Schiffchens erfafst und durch die Grube g gehalten wird. Der Nadelfaden gleitet hierbei unter dem Schiffchen weg, ohne Reibung zu erleiden, Fig. 14 und 15, da das Schiffchen £ nur mit seiner äufseren Wandkante auf Rand r des Schiffchenkorbes aufliegt. Bei weiterer Drehung des Schiffchens, lediglich durch Bolzen b bewirkt, wird die Nähschlinge mit dem Spulfaden gebildet, Fig. 16 und 17, und beginnt hierauf nach weiterer Rotation des Schiffchens der Aufgang der Nadel und . die Aufzehrung der Nadelfadenschlinge.
Letzteres schreitet in dem Mafse fort, als der Faden das Schiffchen verläfst, bis schliefslich Schlinge ί in die Grube g gelangt, um in derselben um den Bolzen b derart herumzugehen, dafs letzterer von dem Nadelfaden nicht berührt wird, Fig. 18 und 19. Gleichwohl verhindert Bolzen b im Verein mit dem Schlingenhalter das vorzeitige Herausgehen der Nadelfadenschlinge. Letztere wird vom Schlingenhalter u so lange gehalten und durch die in diesem Moment stattfindende Stellung des Bolzens b am Abgehen vom Schlingenhalter gehindert, bis die Nadel nahezu in die oberste Stellung gelangt ist. In letzterer nimmt Bolzen b die in Fig. 18 und 19 gezeigte Stellung ein und kann sonach die Schlinge erst ganz allmälig, wie es die nach und nach stattfindende Aufzehrung durch die Nadelbewegung bedingt, die Grube g bezw. den Schlingenhalter u verlassen. Es wird durch die eigenartige Wirkung von Schlingenhalter u und Bolzen b die Möglichkeit geschaffen, den Faden stets nach jedem einzelnen Stich fest anzuziehen, wodurch eine überaus saubere und dauerhafte Naht erzielt wird. Da ferner das Anziehen des Spulfadens nicht unwesentlich zur Bildung von sauberer Naht beiträgt, so ist bei vorliegender Schiffchenconstruction die Einrichtung derart getroffen, dafs beim Anzug der Nähschlinge der Spulfaden straffgezogen wird, und zwar geschieht dies durch die Anbringung einer excentrisch rotirenden Spulfadeiijröhr'e'· i. Bei Bildung der S'chiffchenschlinge ist der Spulfaden locker, da die Oese so steht, dafs der Raum zwischen ihr und dem Stichloch kleiner ist als im Moment des Anzuges der Nähschlinge, wodurch für den
letzteren Fall ein Anziehen des Spulfadens zur Bedingung wird. An der Fadenspannungsemrichtung ist eine Scala, Fig. 4 und 7, angebracht, die leicht erkennen läfst, wie bei den verschiedenen Stoffen etc. die Spannung eingestellt werden mufs. Aufser dieser Fadenregulirung ist jedoch in Fig. 20 bis 27 noch eine andere sehr wesentliche Einrichtung für Einstellung einer gleichmäfsigen Fadenspannung dargestellt. Während bei anderen Constructionen speciell der Werth darauf gelegt wird, dafs beim Fadenabzug von der Spule / der Faden auf die Spule fortgezogen und nicht einfach abgewickelt wird, mufs bei derartiger An-Ordnung als wesentlich betrachtet werden, dafs die Spule stets in einer bestimmten Weise eingelegt wird, da somit kein Festziehen des Fadens stattfinden kann. Neben diesem Umstand ist bei letzterer Art der Fadenregulirung noch zu berücksichtigen, dafs die Spannung mit Abnahme des Spulendurchmessers stets verändert wird und infolge dessen eine ungleiche Naht zur Folge hat.
Die erwähnten Mängel sollen durch die in Fig. 20 bis 25 dargestellte Anordnung vermieden werden.
Die Spule / sitzt drehbar auf der an der Frictionstrommel angebrachten Hülse c, in welcher der am Schiffchen befestigte Zapfen ζ mit seinem konischen Ansatz w rotirt.
Die Frictionstrommel t ist an ihrem Umfang mit verschiedenen Löchern ν versehen, durch welche der abzuziehende Faden gezogen wird, um nach einigen Windungen um die Trommel herum die erforderliche Spannung zu haben. Bei dieser Einrichtung bleibt es sich vollständig gleich, wie die Spule eingelegt wird und ob der Faden beim Abzug einfach von der Spule abgewickelt oder durch Festziehen eine relative Drehung der Spule bedingt wird; denn die eigentliche Spannung des Fadens entsteht hier nicht direct zwischen Spule und Schlinge, sondern dieselbe entsteht vollständig unabhängig .vom Durchmesser der Spule und der Art des Einlegens derselben am Umfang der Frictionstrommel t.
Letztere steht während der Schiffchenbewegung nahezu still und erleidet bei jedem einzelnen Anzug einen kleinen Ruck, der für die Festigkeit und Gleichmäfsigkeit der Naht von wesentlichem Einflufs ist.
Durch die auf dem grofsen Trommelumfang auf ein langes Fadenstück vertheilte Reibung wird der Faden nicht im geringsten angestrengt und die Spannungsreibung eine wesentlich sanftere und aufserordentlich gleichmäfsige, welche weder durch das verschiedenartige Einlegen der Spule noch durch den verschieden grofsen Durchmesser der letzteren beeinflufst wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der auf dem excentrisch rotirenden Schiffchentreiber A befestigte Bolzen b, welcher in die Grube g des Schiffchens S fafst, in Verbindung mit dem zum Festziehen des Stiches angeordneten Schlingenhalter u.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT22048D Neuerung an rotirenden Nähmaschinen-Schiffchen Active DE22048C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2735645A1 (de) * 1977-08-08 1979-02-22 Christian Kuhtz Naehmaschinenschiffchensystem mit fadenfuehrungszahn

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