DE220401C - - Google Patents

Info

Publication number
DE220401C
DE220401C DENDAT220401D DE220401DA DE220401C DE 220401 C DE220401 C DE 220401C DE NDAT220401 D DENDAT220401 D DE NDAT220401D DE 220401D A DE220401D A DE 220401DA DE 220401 C DE220401 C DE 220401C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
cylinder
printing
rollers
rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT220401D
Other languages
English (en)
Publication of DE220401C publication Critical patent/DE220401C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/30Arrangements for tripping, lifting, adjusting, or removing inking rollers; Supports, bearings, or forks therefor
    • B41F31/301Devices for tripping and adjusting form rollers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F5/00Rotary letterpress machines
    • B41F5/02Rotary letterpress machines for printing on sheets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 220401 -KLASSE 15 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. April 1909 ab.
Bei Rotationsmaschinen für Bogendruck sind Vorrichtungen für ein gemeinsames An- und Abstellen des Druckzylinders und der Auftragwalzen bekannt, bei welchen diese Bewegungen zu gleicher Zeit von einer unrunden Scheibe aus erfolgen. Da bei den genannten Maschinen die Mittellinie des Farbwerkes um etwa 90 ° hinter der Stelle liegt, wo beide Zylinder zum Druck einander berühren und die Druckfläche ungefähr den halben Druckzylinderumfang einnimmt, so erfolgt bei diesen Vorrichtungen das Abheben der Auftragwalzen, während sich dieselben über der Druckfläche befinden. Hierdurch entsteht der Mißstand, daß die Druckfläche ungleich eingefärbt wird, d.h. nicht so, wie es bei normalem Gang erfolgen würde. Ferner kann eine Beschädigung der Druckfläche stattfinden, was wieder einen unsaube- : ren Druck zur Folge hätte.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung, durch welche die erwähnten Bewegungen zu verschiedenen Zeiten in der Weise vollführt werden, daß die Auftragwalzen die Einfärbung niemals unterbrechen und auch zur Einfärbung nicht abgehen, so lange sich die Druckplatte unter ihnen befindet. Die Färbung der letzteren geschieht daher stets so wie bei ganz normalem Gang der Maschine.
Die Zeichnung zeigt in zwei Seitenansichten (Fig. ι und 2) die in Frage kommenden Teile einer Rotationsmaschine für Bogendruck. 1 ist das Seitengestell der Maschine, 2 der Druckzylinder, 3 der Plattenzylinder, 4 das im Seitenteil verschiebbare Druckzylinderlager. Die Feder 5 schiebt das Druckzylinderlager gegen die Stellschraube des Gleitstückes 6, das durch das Exzenter 7 und den Kniehebel 8 durch Schwingung des Exzenters vor- und zurückgeschoben wird. Eine an dem Plattenzylinder angeschraubte unrunde Scheibe 9 erteilt eine Bewegung dem drehbar auf der Welle 10 angeordneten Hebelarm 11. Fest auf der Welle
10 sitzt der kurze Hebelarm 12 mit dem seitlichen Anschlag 13 und dem drehbar angeordneten Kupplungshaken 14. Dieser umfaßt einen schräg nach unten ragenden Teil 15 des Armes
11 und verbindet im gekuppelten Zustande den lose auf der Welle 10 sitzenden Hebel 11 mit dem Hebelarm 12. Ein vor dem Maschinengestell fest auf der Welle 10 sitzender Hebelarm 16 ist durch die Stange 17 mit dem Hebelarm des Exzenters 7 verbunden. Eine schematisch dargestellte Bewegungsvorrichtung, bestehend aus Fußtritt 18 und Winkelhebel 19, Schraubenfeder 20 nebst der zum Haken 14 gehenden Verbindungsstange 21, gestattet, durch einen Fußdruck den Haken 14 einzurücken. Die unrunde Scheibe 9 hat eine solche Form und Stellung, daß die auf Hebel 11 übertragene Bewegung bei eingerücktem Kupplungshaken 14 in Verbindung mit dem seitlichen , Anschlag 13 dem Druckzylinder eine an- und abgehende Bewegung erteilt. Die abgehende; Bewegung des Zylinders kann so erst statt-. finden, nachdem die Greifer 22 den Bogen
von dem Anlegetisch 23 gefaßt haben, und die angehende Bewegung erst, nachdem die Druckfläche an der Druckstelle vorbei ist. Der Druckzylinder ist also ganz abgerückt, wenn die Greifer an der Druckstelle angelangt sind, und ganz angerückt, bevor der Anfang der Druckplatte unter die Auftragwalzen gekommen ist. Hierdurch wird erzielt, daß. jeder Bogen immer in derselben Lage auf den Druckzylinder zu liegen kommt, ob die. Zylinderabstellvorrichtung in Tätigkeit ist oder nicht. Die oben auf dem P attenzylinder 3 angebrachten Auftragwalzen 24 sind in drehbar angeordneten Lagern 25 gelagert und werden durch Schieber 26, Verbindungsstangen 27 und die konzentrisch um die Zylindermitte schwingbar angeordnete Scheibe 28 in bezug auf den Plattenzylinder an- und abgerückt. Die erwähnte Scheibe 28 bekommt ihre schwingende Bewegung durch die Verbindungsstange 29 von der fest auf der Stange 30 sitzenden Kurbel 31, zugleich durch die ebenfalls fest auf der Stange 30 sitzende s Kurbel 32 und die sich anschließende Verbindungsstange 33 von einem Gesperre, welches seine Bewegung von der auf dem Plattenzylinder sitzenden unrunden Scheibe 34 erhält. Das Gesperre besteht aus einem lose auf dem Stift 35 sitzenden Hebelarm 36, der mittels Stift mit dem einen Ende der Verbindungsstange 33 verbunden ist. Ferner trägt dieser Hebelarm 36 einen schwingbaren Kupplungszahn 37, der, wenn eingerückt, mit dem Zahn des Hebels 38 die Bewegung der unrunden Scheibe 34 auf den Hebel 36 überträgt. Das Ein- und Ausrücken des Kupplungszahnes 37 erfolgt durch einen Gewichtshebel, der aus den Teilen 39 und 40 besteht. Diese sind schwingbar auf Stift 41 angeordnet, und Teil 39 ist durch Verbindungsstange 42 mit dem kurzen Hebelarm 43 verbunden, welcher fest auf Welle 10 sitzt und sich mit dieser bewegt, wenn der Druckzylinder an- und abgerückt wird. Die schwingende Bewegung des Hebels 43 wird durch die Stange 42 auf den Teil 39 des Gewichtshebels übertragen, der je nach der Stellung des Hebels 43, welcher die Unterstützung von Hebel 39 durch Stange 42 aufhebt oder bewirkt, den Teil 40 des Gewichtshebels gegen den Kupplungszahn 37 drückt und einlöst oder ihn freiläßt, so daß die Feder 51 den Kupplungszahn 37 herausziehen kann. Der untere Teil 40 des Gewichtshebels ist durch eine Verbindungsstange 44 mit einem Sicherungshebel 45 verbunden, der schwingbar auf dem Stift 46 angeordnet ist und an seinem oberen Ende ein Führungsstück 47 trägt. Die unrunde Scheibe 34 hat auf ihrer inneren Seite einen schmalen, konzentrischen Ring, der nur ein kurzes Stück unterbrochen ist und dessen unterbrochene Enden zugespitzt sind. Der unterbrochene Teil des Ringes 48 gestattet dem Führungsstück 47, von außerhalb des Ringes nach innerhalb desselben zu treten oder umgekehrt. Der Ring ist so auf der unrunden Scheibe 34 gestellt, daß das Ein- und Austreten des Führungsstückes um die Zeit geschieht, in welcher die Rolle des Hebels 38 in der Vertiefung der Scheibe 34 sich befindet. Um dieselbe Zeit ist das Druckende an den Auftragwalzen vorbei und nähert sich der Druckstelle. Der Druckzylinder hat, vorausgesetzt daß er abgerückt war, noch nicht angefangen vorzugehen. 49 ist ein lose auf der Welle 30 sitzender Handhebel, der in bekannter Weise mittels eines geteilten Handgriffes durch einen Riegel mit der fest auf der Welle 30 sitzenden Kurbel 50 gekuppelt werden kann.~ Der Zweck dieses Handhebels ist, die Walzen mit der Hand dauernd abzustellen, ohne daß der Handhebel beim selbsttätigen Aufheben der Walzen die Schwingung der Welle 30 mitmacht. Ein an dem Teil 39 des Gewichtshebels befindlicher Stift 52 kann durch die schwingbar auf Bolzen 54 gelagerte Handkurbel 53 hochgehalten werden und den Gewichtshebel verhindern, der durch die Stange 42 abschwingenden Unterstützung zu folgen, was dann ein Stillstehen des ganzen Gesperres zur Folge hat, so lange der erwähnte Gewichtshebel 39 durch die Kurbel 53 hochgehalten bleibt. Hierdurch ist es möglich, den Zylinder abzustellen, ohne daß die Auftragwalzen abgehoben werden. In dem Falle ist die mehrmalige Einfärbung der Platte gestattet.
Der Arbeitsvorgang ist der folgende: Soll der Druckzylinder sich drehen, ohne daß ein Abdruck erfolgt, so genügt ein Druck auf den Fußtritthebel 18, um den Druckzylinder abzurücken. So lange der Druckzylinder zurücksteht, ist die Verbindungsstange 42 durch Hebel 43 heruntergeschwungen, so daß, da dem Gewichtshebel 39 seine Unterstützung genommen ist, derselbe mittels Hebel 40 gegen den Kupplungshaken 37 einen Druck ausüben kann. Die Auftragwalzen sind unten und färben die ganze Platte ein. Erst wenn das Ende der Druckplatte sich der Druckstelle nähert, ist die Rolle des Hebels 38 in der Vertiefung der unrunden Scheibe 34 angelangt, der Kupplungszahn 37 kann einschnappen, und das Zurückschwingen des Hebels 38 vermittels Scheibe 34 hat ein Abrücken der Auftragwalzen zur Folge. Der Druckzylinder fängt jetzt an vorzugehen, und der Teil 39 des Gewichtshebels wird durch die Schwingung der Welle 10 von der Verbindungsstange 42 wieder unterstützt. Der Kupplungshaken 37, der von der Feder 51 mit dem Hebel 36 verbunden ist, kann aber von dieser nicht herausgezogen werden, weil das Führungsstück 47 auf der inneren Seite des konzentrischen Ringes sich befindet und
mittels der Stange 44 und Teil 40 des Gewichtshebels dieses verhindert. Ist bei der nächsten Umdrehung des Druckzylinders der Kupplungshaken 14 ausgerückt und verbleibt der Druckzylinder angestellt, macht die Welle 10 keine Schwingung und der Gewichtshebel 39 bleibt unterstützt, so wird der Kupplungszahn 37 von der Feder 51 in dem Punkt ausgelöst, wo die Rolle des Kupplungshebels 38 sich in der Vertiefung der unrunden Scheibe 34 befindet. Die Walzen 24 sind jetzt heruntergekommen und bleiben bei der folgenden Umdrehung unten. - Erst nachdem der Druckzylinder abgerückt war und die Platte voll eingefärbt ist, heben sich die Walzen ab und werden erst dann wieder heruntergelassen, nachdem ein Druck von dieser eingefärbten Platte stattgefunden hat.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Selbsttätig wirkende An- und Abstellvorrichtung für den Druckzylinder und die Auftragwalzen von Rotationsmaschinen für Bogendruck, dadurch gekennzeichnet, daß zum An- und Abstellen des Druckzylinders und der Auftragwalzen zwei verschieden geformte Scheiben (9, 34) dienen, welche so gestellt sind, daß bei der Einrückung eines Kupplungshakens (14) zuerst der Druckzylinder (2), dann die Auftragwalzen (24) abgestellt werden, letztere erst, nachdem die volle Druckfläche von sämtlichen Auftragwalzen eingefärbt ist, und bei Auslösung dieses Kupplungshakens (14) zuerst der Druckzylinder und dann die Auftragwalzen, nachdem die Druckfläche an den letzteren vorbeigegangen ist, angestellt werden.
  2. 2. Selbsttätig wirkende An- und Abstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von der unrunden Scheibe (9) abgeleitete Bewegung zum An- und Abstellen des Druckzylinders mittels einer Stange (42) und eines Gewichtshebels (39,40) so auf einen Kupplungszahn (37) einwirkt, daß dieser zur bestimmten Zeit die Bewegung der unrunden Scheibe (34) auf die Auftragwalzen überträgt.
  3. 3. Selbsttätig wirkende An- und Abstellvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Handkurbel (53) den durch die Zylinderabstellvorrichtung von einer Stange (42) beeinflußten Gewichtshebel (39) der Einwirkung der Stange (42) entziehen kann, wodurch der Kupplungszahn (37) durch seine Feder (51) von dem Zahnhebel (38) abgehalten wird.
  4. 4. Selbsttätig wirkende An- und Abstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ganzabstellung der Auftragwalzen ein mit geteiltem Handgriff versehener Handhebel (49) dient, welcher nur beim Zusammendrücken des Handgriffes mit einer Kurbel (50) der Abstellvorrichtung gekuppelt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT220401D Active DE220401C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE220401C true DE220401C (de)

Family

ID=481451

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT220401D Active DE220401C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE220401C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE220401C (de)
DE335765C (de) Bogenzufuehrungsvorrichtung fuer Vervielfaeltigungsmaschinen, z. B. Schablonendruckmaschinen
DE526090C (de) Ausrueckvorrichtung fuer Rotationsdrucker beim Fehlen eines Bogens
DE373500C (de) Bogenzufuehrungsvorrichtung fuer Vervielfaeltigungsmaschinen
DE426152C (de) Mehrfarben-Rotationsgummidruckmaschine
DE2315287C3 (de) Einrichtung zum axialen Verschieben und Drehen eines sternförmigen Werkzeugträgers in einer Presse
DE178368C (de)
DE141593C (de)
DE232571C (de)
DE820534C (de) Stoffdrueckervorrichtung an Ledernaehmaschinen
DE186399C (de)
DE471939C (de) Tiegeldruckpresse fuer Mehrfarbendruck
DE507532C (de) Vorrichtung an Tiegeldruckpressen
DE2136093B2 (de) Steuereinrichtung einer Farbzufuhrvorrichtung für eine Rotationsschablonendruckmaschine
DE625079C (de) Freistempelmaschine mit Vorrichtung zum Drucken von Markenstreifen
DE245227C (de)
DE85362C (de)
DE128260C (de)
DE70480C (de) Maschine zur Prägung von Briefumschlägen u. dergl
DE615036C (de) Zeilensetz- und Druckmaschine
DE190632C (de)
DE882342C (de) Vorrichtung zur Betaetigung des Pressstempels einer Arbeitsmaschine
DE129836C (de)
DE224762C (de)
DE61363C (de) Rotationsmaschine für Zinkdruck