DE2201871B2 - Hydraulikgreifer mit einem Betätigungszylinder, dessen Kolbenstange zwei gegeneinander verdrehbare Teile umfaßt - Google Patents
Hydraulikgreifer mit einem Betätigungszylinder, dessen Kolbenstange zwei gegeneinander verdrehbare Teile umfaßtInfo
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- B66C3/14—Grabs opened or closed by driving motors thereon
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hydraulikgreifer mit einem Betätigungszylinder für die Greiferschaufeln, in
dem ein doppeltwirkender Kolben verdrehbar angeordnet ist, der mit einem Teil einer zweiteiligen, hin- und ■»"
herbewegbaren Kolbenstange fest verbunden ist, deren beide Teile koaxial und gegeneinander verdrehbar
angeordnet sind.
Ein solcher Hydraulikgreifer ist beispielsweise aus der DE-PS 12 67 813 bekannt. «
Aufgabe der Erfindung ist es, ohne störenden Bauaufwand die Bedienbarkeit eines Greifers mit einem
Betätigungsmechanismus der genannten Art zu verbessern.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch r'(1
gelöst, daß zwischen die beiden Teile der Kolbenstange eine Drehvorrichtung für die Greiferschaufeln geschaltet ist
Mit besonderem Vorteil ist in raumsparender und funktionell günstiger Weise in zumindest einem der «
beiden Teile der Kolbenstange bzw. des mit einem Teil fest verbundenen Kolbens eine Ausnehmung vorgesehen, wobei die Drehvorrichtung zumindest teilweise in
dieser Ausnehmung angeordnet ist.
Unter weiterer Verminderung des zusätzlichen hn
Bauaufwandes umfaßt die Drehvorrichtung einen hydraulischen Antriebsmotor mit zwei wahlweise mit
einer Druckflüssigkeitsquelle und einem Speicherbehälter mittels zweier Leitungen verbundenen Kammern,
wobei die beiden Leitungen in einem der beiden Teile hr>
der Kolbenstange vorgesehen sind.
Eine Verwendung von aus Einbaugründen zweckmä-Bie
kleinen, schnellaufenden Motoren ist ohno funktioNachteile dadurch möglich, daß die Drehvorrichtung ein mit dem Abtriebsorgan des hydraulischen
Antriebsmotors verbundenes Untersetzungsgetriebe umfaßt,
Zwar ist es beispielsweise aus der zweiten Zusatzanmeldung 79892 zum französischen Patent 1136481
bekannt, einen Hydraulikgreifer mit einer Vorrichtung zur Steuerung seiner Drohstellung zur Achse seines
Betätigungszylinders zu versehen. Eine Verwendung dieses Einstellsystems bei bekannten Hydraulkgreifern
der eingangs genannten Art würde jedoch zu einer sperrigen und überdies schweren und teureren Konstruktion führen, die darüber hinaus noch recht
störanfällig ist, weil die Einstellvorrichtung nicht
ausreichend geschätzt ist Eben diese Nachteile werden mit dem erfindungsgemäßen Hydraulikgreifer jedoch
vermieden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert:
F i g. 1 zeigt teilweise im Schnitt einen erfindungsgemäßen Hydraulikgreifer;
Fig,2 zeigt im Ausschnitt eine erfindungsgemäße Drehvorrichtung des Hydraulikgreifers gemäß der
Fig. 1;
Fig.3 zeigt in schematischer Darstellung ein
Untersetzungsgetriebe, mit dem die Drehvorrichtung gemäß F i g. 2 ausgestattet ist;
Fig.4 zeigt die Drehvorrichtung im Schnitt entlang
der Schnittlinie IV-IV der F i g. 2;
F i g. 5 zeigt die Drehvorrichtung im Schnitt entlang der Schnittlinie V-V der F i g. 2.
Der in F i g. 1 dargestellte Hydraulikgreifer umfaßt in
bekannter Weise einen Betätigungszylinder, dessen Kolbenstange durch einen — drehbeweglich in einem
oberen Teil 1 gelagerten — unteren Teil 2 gebildet ist, wobei der mit dem oberen Teil 1 formschlüssig
verbundene Kolben la im Inneren des Zylinders 9 drehbar ist Greiferschaufeln 5 und 6 sind an einer
Traverse 4 angelenkt, die am unteren Ende des unteren Teils 2 der Kolbenstange befestig; ist Schubstangen 7
und 8 sind zwischen dem Zylinder 9 und den Greiferschaufeln S bzw. 6 angeordnet.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß in der Ausnehmung des oberen Teils 1, in das der untere Teil 2
teilweise hineinragt, als Drehvorrichtung ein mit einem Untersetzungsgetriebe 3a verbundener hydraulischer
Motor 3 untergebracht ist Das Gehäuse des hydraulischen Motors 3 ist drehfest mit dem oberen Teil 1 der
Kolbenstange verbunden, während das Antriebsorgan des Untersetzungsgetriebes 3a drehfest mit dem
unteren Teil 2 der Kolbenstange verbunden ist. Im oberen Teil I der Kolbenstange vorgesehene Leitungen
16 und 17 sind einerseits mit dem hydraulischen Motor 3 verbunden, damit die eine wahlweise die Zuführung von
Druckflüssigkeit bzw. ihre Rückführung in den Speicherbehälter und die andere die Rückleitung in den
Speicherbehälter bzw. die Speisung mit Druckflüssigkeit bewirken kann, und sind andererseits über
biegsame Anschlußleitungen 14 und 15 mit dem Speisekreislauf für die eine Drehung des Greifers
bewirkende Druckflüssigkeit verbunden. Ferner ist aus der Zeichnung ersichtlich, daß der Kolben Xs gemeinsam mit dem oberen und unteren Teil 1 und 2 der
Kolbenstange und dem Zylinder 9 die obere (20) und die untere (21) Kammer des Betätigungszylinders begrenzt.
Die Fig. 2 und 3 zeigen im Ausschnitt den hydraulischen Motor 4 und das Untersetzungsgetriebe
3a. Das Gehäuse des Motors 3 ist mittels Schrauben 22
am oberen Teil t befestigt Ein Ritzel 3/lst formschlüssig
an der AbtriebsweUe 3p des Motors 3 gelagert und
kommt in Eingriff mit drei PlanetenrSdern 3c, die jeweils
auf einer Welle 3g gelagert sind; diese ist wiederum drehbar in einer exzentrischen Ausnehmung im unteren
Teil 2 der Kolbenstange gelagert An jeder Welle 3g ist ein zweites Ritzel 3d gelagert, das über die Welle 3g
drehfest mit dem Ritzel 3c verbunden ist und in Eingriff
mit einem äußeren Zahnkranz kommt, der fest mit dem
oberen Teil 1 der Kolbenstange verbunden ist Ferner ι ο
wird mittels eines aus zwei Teilen 10 und 11 aufgebauten
Sitzringes, einer Mutter 12 und einer Kontermutter 13 die ajuale Bewegung des unteren Teils 2 gegen das
obere Teil 1 der Kolbenstange blockiert
Außer den Leitungen 16 und 17 versorgen zwei
weitere Leitungen 18 und 19 (F i g. 4,5), die ebenfalls im oberen Teil 1 der Kolbenstange untergebracht sind,
wahlweise die Kammern 20 und 21 des Betätigungszylinders mit Druckflüssigkeit bzw. führen sie in den
Speicherbehälter 7 zurück. In bekannter Weise ist am oberen Teil 1 der Kolbenstange ein Bügel 23 zum
gelenkigen Anhängen des Greifers an den Arm oder Ausleger einer mit ihm ausgerüsteten Tiefba ^maschine
vorgesehen.
Der Hydraulikgreifer, dessen Betätigungszylinder eine aus zwei Teilen bestehende Kolbenstange umfaßt,
weist die einer derartigen Vorrichtung eigenen Vorteile auf, wobei auf die vorteilhafte Betätigung der
Greiferschaufeln S und 6 und die in den Betätigungszylinder integrierte Anordnung des Aufhängedrehgelenks x>
zu verweisen ist wodurch die Zuführung von Hydraulikflüssigkeit in den Betätigungszylinder erfolgen kann.
Zu den Vorteilen dieser bekannten Lösungen kommt der Vorteil einer mit dem Betätigungszylinder zu einer
Baueinheit zusammengefaßten Drehvorrichtung für den J1» Greifer. Mit dieser Anordnung werden kleine bauliche
Abmessungen (die Abmessungen des Greifers verändern sich durch den Einbau der erfindungsgemäßen
Drehvorrichtung praktisch nicht) und ein zufriedenstellender mechanischer Schutz der Drehvorrichtung ·*ο
erzielt. Dien befindet sich nämlich nicht auf dem Greifer an einer Stelle, an der sie Erschütterungen
ausgesetzt ist, sondern im Innern des Betätigungszylinders selbst, der auf jeden Fall ohnehin derart ausgeführt
und angeordnet ist daß er eine hohe mechanische Widerstandsfähigkeit insbesondere Erschütterungan
gegenüber aufweist
Durch die Ausnehmung in der Kolbenstange zur Unterbringung des hydraulischen Motors 3 und des
Untersetzungsgetriebes 3a wird letztlich das Gewicht der Kolbenstange und damit des Greifers als ganzes
gegenüber dem Gewicht von bekannten Greifern verringert deren Kolbenstange keine Ausnehmung
aufweist und die mit einer Drehvorrichtung ausgerüstet sind, die nicht in der Kolbenstange angeordnet ist
Außerdem ist die erfindungsgemäße Drehvorrichtung vor jeglicher Verschmutzung geschützt wenn sie in der
Kolbenstange des Betätigungszylinders untergebracht ist; zugleich wird sie ganz einfach durch aus dem
hydraulischen Motor 3 auslaufende Hydraulikflüssigkeit hinreichend geschmiert
Die Leitungen 16, 17, 18, 19, die im wesentlichen in Zweier-Gruppen diametral gegenüberliegend dargestellt
sind, wobei die Leitungen der p'nen der Gruppen
im Winkelabstand von 90° zu aei Leitungen der
anderen Gruppe liegen, können anders angeordnet werden, wenn sich das als notwendig erweist oder wenn
das beispielsweise zur einfacheren Herstellung und/ oder Montage dient
Um in der Ausnehmung der Kolbenstange, die zwangsläufig nicht groß ist die Drehvorrichtung für den
Greifer unterzubringen, umfaßt diese Drehvorrichtung einen verhältnismäßig kleinen, schnellaufenden, hydraulischen
Motor 3 und ein Untersetzungsgetriebe 3a. Nicht immer jedoch ist aufgrund der Abmessungen der
Betätigungszylinder von Greifern und der realisierbaren hydraulischen Motoren das Untersetzungsgetriebe Za
erforderlich. In diesem Fall bildet der hydraulische Motor allein die Drehvorrichtung für den Greifer.
Auch wenn einem hydraulischen Motor als Antriebsaggregat für die erfindungsgemäße Vorrichtung der
Vorzug zu geben ist, wenn ein hydraulischer Flüssigkeitskreislauf bereits insbesondere für den Betätigungszylinder des Greifers besteht, so können statt hydraulischer
Motoren dennoch auch andere Motoren, insbesondere elektrische, verwendet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Hydraulikgreifer mit einem BetätigungraiyHncler
für die Greiferschaufeln, in dem ein doppeltwirkender Kolben verdrehbar angeordnet ist, der mit einem s
Teil einer zweiteiligen, hin- un4 herbewegbaren
Kolbenstange fest verbunden ist, deren beide TeHe koaxial und gegeneinander verdrehbar angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die beiden Teile (1,2) der Kolbenstange eine
Drehvorrichtung (3) für die Greiferschaufeln (5, 6) geschaltet ist
2. Hydraulikgreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in einem (1) der
beiden Teile (1, 2) der Kolbenstange bzw. des mit is
einem Teil (1) fest verbundenen Kolbens {ta) eine Ausnehmung vorgesehen und daS die Drehvorrichtung (3) zumindest teilweise in dieser Ausnehmung
angeordnet ist
3. Hydraulikgreifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehvorrichtung
(3) einen hydraulischen Antriebsmotor mit zwei wahlweise mit einer Druckflüssigkeitsquelle und
einem Speicherbehälter mittels zweier Leitungen (16,17) verbundenen Kammern umfaßt und daß die
beiden Leitungen (16, 17) in einem (1) der beiden Teile (1,2) der Kolbenstange untergebracht sind.
4. Hydraulikgreifer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehvorrichtung (3) ein mit
dem Abtriebsorgan (3ejdes hydraulischen Antriebs- u
motors verbundenes Untersetzungsgetriebe (3a) umfaßt.
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