DE2201213B2 - Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener Dachrinnen teile - Google Patents
Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener Dachrinnen teileInfo
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Description
mungswegs verhältnismäßig dünnwandig ausgebildeten Lippen bei den temperaturbedingten Längenänderungen
der Dachrinnenteile aufrollen, Dieses Aufrollen der Lippen bewirkt entweder ein Auseinanderdrücken
der Dachrinnenteile oder eine Zerstörung S dieser Lippen im Laufe der Zeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abdichtungsvorrichtung der in Frage stehenden Art
so auszubilden, daß sie bei einfacher Verbindbarkeit
der Dachrinnenteile eine einwandfreie Abdichtung iq des Spalts zwischen den Dachrinnenteilen über einen
längeren Zeitraum hinweg gewährleistet, ohne die Dachrinnenteile dabei auseinanderzudrücken.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Dichtungsstreifen eine Shore-Härte von
60 bis 85 hat, daß die Nut des Dichtungsstreifens, die dessen verpreßtes Volumen aufnimmt, beidseitig
durch einen Dichtungswulst mit abgerundeten Kanten begrenzt ist und daß die Sicke des außenliegenden
Dachrinnenteils zum Festhalten des in ihr unter seitlicher Vorspannung stehenden DichtungssUeifens
hinterschnitten ausgebildet ist.
Bei einer Shore-Härte von 60 bis 85 weist die Elastomermischung einen so geringen Weichmacherund
Zuschlagstoffanteil auf, daß eine besonders hohe chemische Beständigkeit des Dichtungsstreifens gegeben
ist. Damit wird der Vorteil erzielt, daß die Dauerelastizität und damit die Rückstellkraft des Dichtungsstreifens
über einen langen Zeitraum hinweg erhalten bleibt. Da die Nut des Dichtungsstreifens dessen
verpreßtes Volumen aufnimmt, wird auch eine zu starke Verpressung des Dichtungsstreifens vermieden.
Durch die Ausgestaltung der Dichtungswülste mit abgerundeten Kanten wird ein Aufrollen und
Einklemmen derselben zwischen den Dachrinnenteilen bei deren Längenänderungen vermieden. Schließlich
wird dadurch, daß die Sicke des außenliegenden Dachrinnenteils zum Festhalten des in ihr unter seitlicher
Vorspannung stehenden Dichtungsstreifens hinterschnitten ausgebildet ist, noch der Vorteil erzielt,
daß der Dichtungsstreifen auch ohne zusätzliche Maßnahmen, wie Verkleben u. dgl., sicher in
der Sicke gehalten wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ibt vorgesehen, daß der Dichtungsstreifen an
seiner dem Grund der Sicke zugekehrten Seite eine in seiner Längsrichtung sich erstreckenden Rille aufweist.
Diese Rille dient dabei dem Zweck, das beim Einsetzen in die Sicke verpreßte Volumen des Dichtungsstreifens
aufzunehmen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Dichtungsstreifen im Bereich der Seitenwandungen
der Sicke jeweils eine zylindrische Mantelfläche aufweist und daß seine Nut im Querschnitt
tropfenförmig ausgebildet ist. Durch die zylindrische Ausbildung dieses Teils seiner Mantelfläche
ist der Dichtungsstreifen in einfacher Weise an die hinterschnitten ausgebildete Sicke angepaßt. In
Verbindung mit der tropfenförmig ausgebildeten Nut wird sowohl bei starker als auch bei geringer Verpressung
des Dichtungsstreifens eine einwandfreie Abdichtung erzielt.
Wenn man weiter vorsieht, daß sich der Dichtungsstreifen gegen seine beiden Enden hin verjüngt,
so wird verhindert, daß diese Enden aus dem Sickenauslauf
herausstellen und die Dachrinnenteile uuseinanderdrücken.
Wenn man schließlich die Nut und die Rille des Dichtungsstreifens an dessen beiden Enden durch
eine dünne Haut abschließt, so wird noch der Vorteil erzielt, daß von den Enden des Dichtungsstreifens
her in die nach dem Verpressen verbleibenden Hohlräume der Nut und der Rille kein Wasser eintreten
kann, das beim Gefrieren Undichtigkeiten hervorrufen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigt
Es zeigt
F i g. 1 einen als Verbindungsklammer ausgebildeten Dachrinnenteil mit einem eingelegten Dichtungsstreifen
teilweise in der Ansicht und teilweise im Schnitt,
F i g. 2 den Dachrinnenteil r^ch F i g. I in einem
Schnitt entlang der Linie H-II1
F i g. 3 einen Abschnitt des Dachrinnenteils nach F i g. 2 in vergrößertem Maßstab,
Fig.4 den Abschnitt nach Fig.3 mit einem in
diesen eingesetzten zweiten Dachrinnenteil und
F i g. 5 den Gegenstand nach F i g. 4, bei dem der eingesetzte zweite Dachrinnenteil in Pfeilrichtung
verschoben ist.
Wie in Fig.2 dargestellt ist, sind in einem als
Verbindungsklammer ausgebildeten Dachrinnenteil 1 Sicken 2 vorgesehen. In diese Sicken 2 sind Dichtungsstreifen
3 eingesetzt, die an ihrer dem Dachrinneninneren zugekehrten Seite eine Nut 4 aufweisen
und die an ihrer dem Grund der Sicke 2 zugekehrten Seite mit einer Rille S versehen sind. Die Sicken 2 besitzen
einen Querschnitt, der etwas größer als ein Halbkreis ist, so daß darin die Dichtungsstreifen 3,
die im unverpreßten Zustand einen etwas größeren Durchmesser aufweisen als die Sicken 2, ohne zusätzliche
Maßnahmen gehalten und gegen Verdrehen gesichert sind. Wie am besten der Fig.3 entnommen
werden kann, ist die sich tropfenförrr.ig erweiternde Nut 4 von D'chtungswülsten 6 und 7 eingefaßt, die
abgerundete Kani.'n 8 bzw. 9 besitzen. Wie sich aus
F i g. 1 ergibt, ist der Dichtungsstreifen 3 im Bereich der Sickenausläufe 11 und 12 mit abgeschrägten Enden
13 bzw. 14 versehen. Die dünnen Häute 15 und 16 schließen die Nut 4 und die Rille S des Dichtungsstreifens 3 an dessen beiden Enden 13 bzw. 14 ab.
Wie in F i g. 4 dargestellt ist, wird der Dichtungsstreifen 3 beim Einsetzen eines zweiten Dachnnnenteüs
17 in den Dachrinnenteil 1 verformt. Die in Fig. 3 dargestellte Nut4 und Rillef verkleinern sich
durch die Aufnahme des verpreßten Volumens der Dichtungswülste 6 und 7 bei gleichzeitiger Vergrößerung
der Dichtflächen. Wie F i g. 5 zu entnehmen ist, erfolgt auch bei Verschiebung des innenliegenden
Dachrinnenteils 17 gegenüber dem außenliegenden Dachnnnenteil 1 in Pfeilrichtung, was z.B. durch
Längenänderungen auf Grund von Temperaturänderungen erfolgen kann, nur eine unwesentliche Verringerung
der Oröße der Dichtflächen des Dichtungsstreiferts 3.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1 2
mer Witterung weicher wird, was dazu führt, daß
Patentansprüche- z.B. ein unter dauernder Pressung gehaltener Gummidichtungsstreifen
eine bleibende Verformung er-
1. Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwi- fährt. Der Dichtungsstreifen weist dann nicht mehr
sehen den Enden zweier ineinandergeschobener 5 die für die Dichtigkeit einer Dachrinnenverbindung
Dachrinnenteile, bestehend aus einem aus einem erforderliche Rückstellkraft auf. Schließlich müssen
homogenen Elastomer gefertigten Dichtungsstrei- derartige Dichtungsstreifen noch korrosionsbeständig
fen, der in einer im außenliegenden Dachrinnen- sein, da sie mit aggressiver Luft und aggressivem
teil vorgesehenen senkrecht zur Rinnenlängsrich- Wasser in Berührung kommen.
tung verlaufenden Sicke angeordnet ist und der io Es ist bekannt, als Dichtungsstreifen für den gean
seiner dem inneaüegenden Dachrinnenteil zu- nannten Zweck eine Vollgummirundschnur zu vergekehrten
Seite eine in seiner Längsrichtung sich wenden, die mindestens eine Shore-Härte von 45 bis
erstreckende Nut aufweist, dadurch ge- 48 aufweist. Da die Rückstellkraft eines derartigen
kennzeichnet, daß der Dichtungsstreifen Dichtungsstreifens jedoch ziemlich groß ist, kann bei
(3) eine Shore-Härte von 60 bis 85 hat, daß die i5 einer Verbindung von Dachrinnenteilen aus
Nut (4) des Dichtungsstreifens (3), die dessen Hart-PVC — bei der z.B. ein Dachrinnenende in
verpreßtes Volumen aufnimmt, beidseitig durch eine Verbindungsklammer eingreift — nur eine Vereinen
Dichtungswulst (6, 7) mit abgerundeten pressung des Dichtungsstreifens von maximal 10 bis
Kanten (8, 9) begrenzt ist und daß die Sicke (2) 15 ° ο vorgenommen werden. Die von dem Dichdes
außenliegenden Dachrinnenteils (1) zum ao tungsstreifen ausgeübten Rückstellkräfte müssen
Festhalten des in ihr unter seitlicher Vorspan- nämlich von den die beiden Dachrinnenteile zusamnung
stehenden Dichtungsstreifens (3) hinter- menhaltenden Rollen bzw. Flanschen aufgenommen
schnitten ausgebildet ist. werden. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß die
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- Festigkeit bei Dachrinnenteilen aus Hart-PVC unter
kennzeichnet, daß der Dichtungsstreifen (3) an a5 größerer Wärmeeinwirkung, z.B. unter intensiver
seiner dem Grund der Sicke (2) zugekehrten Seite Sonnenbestrahlung, schnell abnimmt. Hierdurch wird
eine in seiner Längsrichtung sich erstreckende ein Abbau der WideiStandsfähigkeit der die Dachrin-Rille
(S) aufweist. nenteile zusammenhaltenden Rollen bzw. Flansche
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da- hervorgerufen, wobei es vorkommen kann, daß diese
durch gekennzeichnet, daß der Dichtungsstreifen 30 die Rückstellkraft des harten Dichtungsstreifens
(3) im Bereich der Seitenwandungen der Sicke nicht mehr auffangen können und sich etwas öffnen.
(2) jeweils eine zylindrische Mantelfläche auf- Dadurch ist ein festes Anliegen des Dichtungsstreiweist
und daß seine Nut (4) im Querschnitt trop- fens an der Verbindungsklammer und am Dachrinfenförmig
ausgebildet ist. nenende nicht mehr gegeben, und die Verbindung
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 35 wird undicht.
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Dich- Auf Grund der bei der Verwendung einer VoIl-
tungsstreifen (3) gegen seine beiden Enden (13, gummirundschnur als Dichtungsstreifen auftretenden
14) hin verjüngt. Schwierigkeiten ist man auch schon dazu übergegan-
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 gen, eine Rundschnur aus Moosgummi vorzusehen,
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (4) 40 die eine äußere glatte Gummihaut aufweist. Eine
und die Rille (5) des Dichtungsstreifens (3) au solche Moosgummirundschnur besitzt eine sehr gedessen
beiden Enden (13, 14) durch eine dünne ringe Shore-Härte und ihre Rückstellkraft ist deshalb
Haut (15,16) abgeschlossen ist. wesentlich geringer als die einer Vollgummirundschnur.
Durch die geringere Rückstellkraft ist dann
45 auch bei einer Dachrinnenverbindung die Belastung
der die Dachrinnenteile zusammenhaltenden äußeren Rollen oder Flansche entsprechend geringer. Jedoch
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ab- besteh! beim Moosgummi die Gefahr, daß er von
dichten des Spalts zwischen den Enden zweier inein- korrosiven Flüssigkeiten leicht zerstört wird, wenn
andergeschobener Dachrinnenteile, bestehend aus 5° seine äußere Gumm.haut einmal verletzt wird,
einem aus einem homogenen Elastomer gefertigten Außerdem nimmt eine Moosgummischnur an solchen
Dichtungsstreifen, der in einer im außenliegenden Stellen leicht Wasser auf, das beim Gefrieren harte
Dachrinnenteil vorgesehenen senkrecht zur Rinnen- Stellen erzeugt, wodurch eine Verpressung des andelängsrichtung
verlaufenden Sicke angeordnet ist und ren' nicht gefrorenen Teils der Moosgummischnur
der an seiner dem innenliegenden Dachrinnenteil zu- 55 nicht menr erfolgen kann. Dies kann dazu führen,
gekehrten Seite eine in seiner Längsrichtung sich er- daß an solchen Verbindungsstellen die beiden Dachstreckende
Nut aufweist. " rinnenteile auseinandergedrückt werden.
Derartige Dichtungsstreifen müssen witterungsbe- Schließlich ist es bei einer Abdichtungsvorrichtung
ständig sein. Bei den zu ihrer Herstellung verwende- der eingangs angegebenen Art bekanntgeworden, den
ten Gummimischungen darf daher der Anteil an 6o Dichtungsstreifen als Lippendichtung auszubilden
Weichmacherzusätzen eine bestimmte Größe nicht (deutsches Gebrauchsmuster 6 804 846). Da die
überschreiten, da sonst im Laufe der Zeit durch Funktion eines solchen Dichtungsstreifens ein Ver-
Weichmacherauswanderung eine Verschlechterung pressen des Materials nicht erfordert, kann dieser
der Eigenschaften erfolgt. Außerdem ändert sich die einen verhältnismäßig geringen Weichmacheranteil
Elastizität einer Gummimischung mit großen Weich- 65 und damit eine entsprechend größere Shore-Härte
macherzusätzen durch den Einfluß von Kälte oder und Materialbeständigkeit aufweisen. Bei derartigen
Wärme. Bei kalter Witterung wird eine solche Mi- Lippendichtungen besteht jedoch die Gefahr, daß
schung härter und versprödet, während sie bei war- sich die infolge des gewünschten größeren Verfor-
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19722201213 DE2201213C3 (de) | 1972-01-12 | Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener Dachrinnenteile |
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| DE19722201213 DE2201213C3 (de) | 1972-01-12 | Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener Dachrinnenteile |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2201213A1 DE2201213A1 (de) | 1973-08-02 |
| DE2201213B2 true DE2201213B2 (de) | 1974-03-28 |
| DE2201213C3 DE2201213C3 (de) | 1976-05-06 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2201213A1 (de) | 1973-08-02 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |