DE219829C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
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- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 219829 KLASSE 12*.' GRUPPE
HUGO PETERSEN in WILMERSDORF.
Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure in Bleikammern.
In der Erkenntnis, daß ein Kammersystem für die Produktion von Schwefelsäure um so
mehr in Anspruch genommen werden kann, als Stickstoffoxyde im Umlauf sind, hat man
den Gay-Lussac-Raum gegen früher bedeutend vergrößert und müßte dementsprechend auch
vergrößerten Glover-Raum zwecks vollständiger Dehitrierung der in dem erstgenannten Turm gewonnenen
Nitrose schaffen. Die Vergrößerung
ίο des Gay-Lussac-Raumes hat jedoch ihre Grenzen,
welche durch den Glover-Turm vorgezeichnet sind. Die Größe des Turmes ist eine
beschränkte; er hat dann sein höchstes Maß erreicht, wenn er aufhört, eine für den Gay-Lussac-Turm
brauchbare Glover-Säure zu liefern. I. Dies wird dann sein, wenn sie nicht mehr vollkommen
denitriert und schwächer als 600Be. geworden ist. Bei einem gegebenen Quantum
Röstgas kann nur eine ganz bestimmte Menge Nitrose unter Einhaltung der gestellten Bedingungen
verarbeitet werden. Wird diese Menge überschritten, so fließt entweder die
Glover-Säure, sofern sie ihre Gradigkeit bewahrt hat, noch nitrosehaltig ab, oder sie wird,
wenn vollständige Nitrierung zu· erreichen gesucht wurde, in der Gradigkeit zu schwach
werden, so daß sie die letzten Spuren von salpetriger Säure im Gay-Lussac zu absorbieren
nicht mehr geeignet ist.
.30 Hiernach scheint die Menge der Stickstoffoxyde, welche man in einem System im Umlauf
halten kann, ihre Grenzen gefunden zu haben, wenn man nicht zu Mitteln greifen will,
die in dem letzt angenommenen Fall erhaltene schwächere Glover-Säure in besonderer Konzentration
wieder auf die richtige Gradigkeit zu bringen. Außer den dafür nötigen Anlagekosten
würde diese Maßnahme nicht unerhebliche Betriebskosten verursachen. Bei einer Zirkulation von etwa 50 000 Glover-Säure
täglich würde das — die Konzentration mit 20 Pfennig pro 100 kg gerechnet — annähernd
100 Mark betragen.
Dagegen ist man imstande, die Intensität der Leistung eines aus beliebigen geeigneten
Reaktionsräumen aufzubauenden Kammersystems durch vermehrte Zufuhr von Stickstoffoxyden,
zu steigern, ohne den eingangs erwähnten Schwierigkeiten, zu begegnen und
ohne eine große Menge dünner Glover-Säure eindampfen zu müssen, wenn man neben dem
üblichen System von mit starker, etwa 60 gradiger Nitrose berieselten Glover- und Gay-Lussac-Räumen
noch ein zweites System von Glover- und Gay-Lussac-Räumen mit der Apparatur verbindet, welches getrennt von dem üblichen
Glover- und Ga}?-Lussac-System mit einer schwächeren Säure, die nur auf diesem
zweiten System zirkuliert, berieselt wird, die eine solche Stärke besitzt, daß sie einesteils
die niederen Stickstoffoxyde leicht aufnehmen und andererseits dieselben, ohne daß es der
Aufwendung besonders hoher Temperaturen oder irgendwelcher wesentlicher Verdünnung
bedarf, wieder abgeben kann. Diese Eigenschaft, welche der starken 60 gradigen Säure
nicht zukommt, da diese erst durch hohe Temperatur bzw. durch Verdünnung denitriert Werden
kann, besitzt eine Säure von etwa 54 bis 55 ° Be. Mit dieser Säure wird das zweite
unter sich geschlossene System von Denitrier- und Gay-Lussac-Räumen berieselt. Der bei
Claims (5)
1. Glover-Turm mit 60 gradiger Nitrose und verdünnter Säure;
2. Denitrierturm mit 54 bis 55 gradiger Nitrose vom, Gay-Lussac des zweiten Systems;
3. Bleikammern oder ähnlich wirkende Reaktionsräume;
4. Gay-Lussac des zweiten Systems mit 54 bis 55gradiger Glover-Säure zu berieseln;
5. Gay-Lussac des ersten Systems mit 60 gradiger Glover-Säure zu berieseln.
Die Glover- und Gay-Lussac-Räume 1 und 5 bilden das erste, gewissermaßen einen Außenring
darstellende System; die Glover- und Gay-Lussac-Räume 2 und 4 bilden das zweite,
gewissermaßen einen Innenring darstellende System und dienen zur Absorption der aus den
Reaktionsräumen 3 am Ende derselben entweichenden überschüssigen Stickstoffoxyde oder |
eines Teiles derselben und ihrer Wiederentbinbindung vor den Reaktionsräumen.
Es ist möglich, den mit schwacher Nitrose berieselten Glover nicht nur vor der ersten
Kammer, sondern auch zwischen jeder einzelnen Kammer anzuordnen. Er kann überall
da stehen, wo noch schweflige Säure in ihn hipeingelangen kann.
Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure in Bleikammern, dadurch gekennzeichnet,
daß eine in zwei voneinander getrennte Abteilungen zerlegte Glover- und Glay-Lussac-Apparatur verwendet wird,
deren eine Abteilung nur mit gewöhnlicher starker Nitrose bzw. Glover-Säure, die andere
mit schwächerer Säure berieselt wird, welche einerseits Stickstoffoxyde aufzunehmen,
andererseits die aufgenommenen Stick- i stoffoxyde schon bei verhältnismäßig niede- 85'
rer Temperatur abzugeben vermag.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219829C true DE219829C (de) |
Family
ID=480930
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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|---|---|
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