DE219829C - - Google Patents

Info

Publication number
DE219829C
DE219829C DENDAT219829D DE219829DA DE219829C DE 219829 C DE219829 C DE 219829C DE NDAT219829 D DENDAT219829 D DE NDAT219829D DE 219829D A DE219829D A DE 219829DA DE 219829 C DE219829 C DE 219829C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
lussac
glover
gay
nitrous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT219829D
Other languages
English (en)
Publication of DE219829C publication Critical patent/DE219829C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/82Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
    • C01B17/84Chamber process

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 219829 KLASSE 12*.' GRUPPE
HUGO PETERSEN in WILMERSDORF.
Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure in Bleikammern.
Patentiert Im Deutschen Reiche vom 16. Dezember 1906 ab.
In der Erkenntnis, daß ein Kammersystem für die Produktion von Schwefelsäure um so mehr in Anspruch genommen werden kann, als Stickstoffoxyde im Umlauf sind, hat man den Gay-Lussac-Raum gegen früher bedeutend vergrößert und müßte dementsprechend auch vergrößerten Glover-Raum zwecks vollständiger Dehitrierung der in dem erstgenannten Turm gewonnenen Nitrose schaffen. Die Vergrößerung
ίο des Gay-Lussac-Raumes hat jedoch ihre Grenzen, welche durch den Glover-Turm vorgezeichnet sind. Die Größe des Turmes ist eine beschränkte; er hat dann sein höchstes Maß erreicht, wenn er aufhört, eine für den Gay-Lussac-Turm brauchbare Glover-Säure zu liefern. I. Dies wird dann sein, wenn sie nicht mehr vollkommen denitriert und schwächer als 600Be. geworden ist. Bei einem gegebenen Quantum Röstgas kann nur eine ganz bestimmte Menge Nitrose unter Einhaltung der gestellten Bedingungen verarbeitet werden. Wird diese Menge überschritten, so fließt entweder die Glover-Säure, sofern sie ihre Gradigkeit bewahrt hat, noch nitrosehaltig ab, oder sie wird, wenn vollständige Nitrierung zu· erreichen gesucht wurde, in der Gradigkeit zu schwach werden, so daß sie die letzten Spuren von salpetriger Säure im Gay-Lussac zu absorbieren nicht mehr geeignet ist.
.30 Hiernach scheint die Menge der Stickstoffoxyde, welche man in einem System im Umlauf halten kann, ihre Grenzen gefunden zu haben, wenn man nicht zu Mitteln greifen will, die in dem letzt angenommenen Fall erhaltene schwächere Glover-Säure in besonderer Konzentration wieder auf die richtige Gradigkeit zu bringen. Außer den dafür nötigen Anlagekosten würde diese Maßnahme nicht unerhebliche Betriebskosten verursachen. Bei einer Zirkulation von etwa 50 000 Glover-Säure täglich würde das — die Konzentration mit 20 Pfennig pro 100 kg gerechnet — annähernd 100 Mark betragen.
Dagegen ist man imstande, die Intensität der Leistung eines aus beliebigen geeigneten Reaktionsräumen aufzubauenden Kammersystems durch vermehrte Zufuhr von Stickstoffoxyden, zu steigern, ohne den eingangs erwähnten Schwierigkeiten, zu begegnen und ohne eine große Menge dünner Glover-Säure eindampfen zu müssen, wenn man neben dem üblichen System von mit starker, etwa 60 gradiger Nitrose berieselten Glover- und Gay-Lussac-Räumen noch ein zweites System von Glover- und Gay-Lussac-Räumen mit der Apparatur verbindet, welches getrennt von dem üblichen Glover- und Ga}?-Lussac-System mit einer schwächeren Säure, die nur auf diesem zweiten System zirkuliert, berieselt wird, die eine solche Stärke besitzt, daß sie einesteils die niederen Stickstoffoxyde leicht aufnehmen und andererseits dieselben, ohne daß es der Aufwendung besonders hoher Temperaturen oder irgendwelcher wesentlicher Verdünnung bedarf, wieder abgeben kann. Diese Eigenschaft, welche der starken 60 gradigen Säure nicht zukommt, da diese erst durch hohe Temperatur bzw. durch Verdünnung denitriert Werden kann, besitzt eine Säure von etwa 54 bis 55 ° Be. Mit dieser Säure wird das zweite unter sich geschlossene System von Denitrier- und Gay-Lussac-Räumen berieselt. Der bei

Claims (5)

verstärkter Aufgabe von Salpeter aus den Reaktionsräumen entweichende große Überschuß von salpetriger Säure wird von den mit schwächerer. Säure berieselten Gaj'-Lussac-Räumen zum großen Teil aufgenommen. Wird die hier ablaufende Säure nun nicht auf den mit gewöhnlicher 60 gradiger, aus den Gay-. Lussac-Türmen des ersten Systems herrührender Nitrose berieselten Glover-Turm aufgegeben, sondern für sich getrennt der Denitrierung unterworfen, die wegen der Verdünnung dieser Säure sehr rasch und leicht vor sich geht, so werden die am Ende der Reäktionsräume entweichenden Dämpfe von Stickstoffoxyden einesteils wieder dem Prozeß zu gute kommen, und andererseits wird jede Verdünnung der auf den Gay-Lussac des ersten Systems, das die vollkommene Absorption der Stickstoff oxy de bewirken soll, aufgegebenen starken Säure vermieden. Die Erfindung liefert also ein Mittel, die Zufuhr von Stickstoffsäuren zu verstärken und bei dieser hochgesteigerten Zufuhr sämtliche Stickstoffoxyde wieder aufzufangen bzw. ihr Entweichen zu verhindern, ohne dabei die Konzentration der auf den Haupt-Gay-Lussac gehenden. Glover-Säure und ihre leichte Denitrierung zu beeinträchtigen. Die von der dünnen Säure des unmittelbar auf die Reaktionsräume folgenden Gay-Lussac des zweiten Systems nicht absorbierten Stickstoffoxj'de werden leicht von dem nun folgenden Gay-Lussac des ersten Systems aufgenommen, und die durch die aus den Kammern etwa entweichenden Wasserdämpfe verdünnten Säuren werden wieder in dem Denitrierturm durch Schwefelsäurebildung verstärkt. Die Säuren des zweiten Systems werden infolgedessen keine merkliche Verdünnung erfahren. Man wird also bei vorliegender Erfindung die Konzentration der auf beiden Systemen zirkulierenden verschiedenen Säuren selbsttätig aufrechterhalten können. Bei Anwendung einer gewöhnlichen Kammeranlage wird beispielsweise folgende schematische Anordnung sich gemäß vorliegender Erfindung als zweckmäßig erweisen :
1. Glover-Turm mit 60 gradiger Nitrose und verdünnter Säure;
2. Denitrierturm mit 54 bis 55 gradiger Nitrose vom, Gay-Lussac des zweiten Systems;
3. Bleikammern oder ähnlich wirkende Reaktionsräume;
4. Gay-Lussac des zweiten Systems mit 54 bis 55gradiger Glover-Säure zu berieseln;
5. Gay-Lussac des ersten Systems mit 60 gradiger Glover-Säure zu berieseln.
Die Glover- und Gay-Lussac-Räume 1 und 5 bilden das erste, gewissermaßen einen Außenring darstellende System; die Glover- und Gay-Lussac-Räume 2 und 4 bilden das zweite, gewissermaßen einen Innenring darstellende System und dienen zur Absorption der aus den Reaktionsräumen 3 am Ende derselben entweichenden überschüssigen Stickstoffoxyde oder | eines Teiles derselben und ihrer Wiederentbinbindung vor den Reaktionsräumen.
Es ist möglich, den mit schwacher Nitrose berieselten Glover nicht nur vor der ersten Kammer, sondern auch zwischen jeder einzelnen Kammer anzuordnen. Er kann überall da stehen, wo noch schweflige Säure in ihn hipeingelangen kann.
Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure in Bleikammern, dadurch gekennzeichnet, daß eine in zwei voneinander getrennte Abteilungen zerlegte Glover- und Glay-Lussac-Apparatur verwendet wird, deren eine Abteilung nur mit gewöhnlicher starker Nitrose bzw. Glover-Säure, die andere mit schwächerer Säure berieselt wird, welche einerseits Stickstoffoxyde aufzunehmen, andererseits die aufgenommenen Stick- i stoffoxyde schon bei verhältnismäßig niede- 85' rer Temperatur abzugeben vermag.
DENDAT219829D Active DE219829C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE219829C true DE219829C (de)

Family

ID=480930

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT219829D Active DE219829C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE219829C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102004012293A1 (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung von Schwefelsäure
DE1003698B (de) Verfahren zur Gewinnung von mit Deuterium angereicherten Wasser oder Wasserstoff
DD236508A5 (de) Verfahren und vorrichtung zum entfernen von schwefeldioxid aus heissen abgasen
DE1224715C2 (de) Verfahren zur herstellung von hochprozentigem stickstoffmonoxyd
DE219829C (de)
DE3329823C2 (de) Verfahren zum Entzug von SO↓x↓, NO↓x↓, Chlorverbindungen, Schwer- und Edelmetallen aus heißen Rauchgasen
DE1014136B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Gemisches aus Wasserstoff und Stickstoff, dessen Wasserstoff durch eine Zerlegung von Koksofengas unter Anwendung von Kuehlung unter Druck gewonnen ist
DE910536C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefeltrioxyd
DE1091095B (de) Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure
DE2418216A1 (de) Verfahren zur herstellung von schwefeltrioxyd aus schwefeldioxyd und sauerstoff
DE1767224A1 (de) Verfahren zur vollstaendigen Umsetzung von Schwefeldioxyd zu Schwefelsaeure
DE2654234C3 (de) Verfahren zur Verringerung des Gehaltes an nitrosen Gasen in Abgasen
DE651048C (de) Verfahren zur Denitrierung nitroser Schwefelsaeure
DE838603C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Salpetersaeure
DE752640C (de) Verfahren zur Herstellung konzentrierter Loesungen von Ammonnitrat aus verduennter Salpetersaeure und Ammoniak
DE735636C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylenchlorhydrinen
DE744370C (de) Herstellung konzentrierter Salpetersaeure durch thermische Zersetzung duenner Salpetersaeure
DE453426C (de) Gewinnung von Schwefelsaeure
DE2703474B2 (de) Verfahren zur Gastrocknung und SO3 -Absorption bei der Herstellung von Schwefelsäure
DE1073455B (de) Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure
AT220634B (de) Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure durch Abscheidung von Stickoxyden
DE479680C (de) Kontaktverfahren zur Darstellung von Schwefelsaeureanhydrid und Schwefelsaeure
DE633723C (de) Herstellung von Salpetersaeure
AT144013B (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat.
DE169728C (de)