DE219345C - - Google Patents

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DE219345C
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Germany
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paste
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C5/00Processes for producing special ornamental bodies
    • B44C5/06Natural ornaments; Imitations thereof

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 219345 KLASSE 75 b. GRUPPE
HANNA PEUST geb. DEEPEN in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. April 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung plastischer Gegenstände aus natürlichem oder künstlichem Leder zu dekorativen Zwecken, die die einmal erhaltene plastische Gestaltung unverändert beibehalten.
Bei solchen Verfahren ist es bekannt, die ■ aus dem Material ausgestanzten einzelnen Teile, welche nach entsprechender Behandlung
ίο zu einem Gebilde vereinigt als Blumen- und Früchtearrangements, Buketts, Draperien
u. dgl. Verwendung finden sollen, Stück für Stück in einem warmen Bad von in Wasser
.. emulsionsartig aufgelösten seifigen Ölen zu behandeln und alsdann in einer Lauge aus alkoholhaltigen Rückständen und Alkalien zu • imprägnieren, um nachher in angewärmten Metallformen in ihre dauernde plastische Gestalt gebracht zu werden.
Bei dem so angewendeten Verfahren macht sioh der Übelstand geltend, daß" durch die Umständlichkeit der Behandlung die Erzeugnisse in ihrer Herstellung sehr verteuert werden, weshalb sich die vom künstlerischen Standpunkt einzig in ihrer Art wirkenden Gegenstände wenig Eingang verschaffen können. Ferner besitzt das bisherige Verfahren noch den Nachteil, daß die einzelnen Stücke eine gleichmäßige Festigkeit nicht erhalten, die aber bei der Herstellung von Gegenständen, wie Kronleuchter, Stilleben u. dgl. unbedingt erforderlich ist. Von der verschiedenen Dichte des Leders hängt nämlich auch die Wirkung der in dem Verfahren geschilderten Behandlung mit den Chemikalien ab, da diese mehr oder weniger tief in die Poren des Leders eindringen.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren, naoh welchem es möglich ist, eine gleichmäßige Festigkeit der einzelnen Teile auf kaltem Wege zu erzielen, wodurch die Herstellung des Erzeugnisses erheblich verbilligt wird.
Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt.
Die ganzen garen Häute werden zunächst in einem Wasserbad aufgeweicht, alsdann wird ihnen durch starkes Pressen mittels Walzen das überflüssige Wasser entzogen und die Stärke der Häute auf ein gleiches Maß gebracht. Hiernach werden die Häute noch der Luft zum Trocknen ausgesetzt, wodurch vorteilhaft erreicht wird, daß sich die Poren der Häute vergrößern. Nunmehr, werden die Häute einer weiteren Behandlung in einem dreiteiligen Walzwerk unterworfen. Über der obersten Walze ist ein Behälter angeordnet, der mit einer zähflüssigen Paste, bestehend aus einer Mischung von Alkalien, Wasser und Pflanzenöl, angefüllt ist. Aus dem Behälter fließt durch einen Spalt die Paste auf die oberste Walze, die auf die mittlere Walze in fein.verteiltem Zustande übertragen wird. Die mittlere .und untere Walze besitzen einen Kupferüberzug, damit das Leder durch die Berührung nicht schwarz wird. Durch die mittlere Walze wird nun in die Oberfläche der Haut beim Durchwalzen
die Paste gleichmäßig hineingepreßt. Je nach der Stärke und der Struktur der Haut kann die Ober- und Unterseite durch ein oftmaliges Durchziehen durch die Walzen gleichmäßig imprägniert werden.
Noch im feuchten Zustande werden die für die Herstellung der Gebilde bestimmten einzelnen Teile in bekannter Weise aus der Haut ausgestanzt und sofort in Metallformen auf
ίο kaltem Wege durch Pressung in ihre dauernde plastische Form gebracht, um alsdann der Luft zum Trocknen und Erhärten ausgesetzt zu werden.
Die Verwendungsart der nach dem geschilderten Verfahren in Naturfarbe oder koloriert hergestellten plastischen Gegenstände, die sich durch unbegrenzte Haltbarkeit auszeichnen, ist praktisch eine sehr mannigfaltige, z. B. für Blumen-, Blätter- und Früchtearrangements, elektrische Beleuchtungskörper, Kronleuchter u. dgl., an Hand- und Wandtaschen,, als Serviettenringe, Wandfriese, Hutblumen und -nadeln, Haarschmuck, Schirmtroddeln und -quasten, Posamenten, Portieren- und Kleiderbesatz, Bilderrahmen, Rosetten für Schuhe und Pferdegeschirre, Hundehalsbänder und dergleichen mehr.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus natürlichem oder künstlichem Leder, die ihre durch Pressung in Metallformen erhaltene Gestaltung unverändert beibehalten, dadurch gekennzeichnet, daß die ganzen Häute, aus denen die einzelnen Teile für die jeweilig herzustellenden Gebilde ausgestanzt werden, zunächst einem Wasserbade zur Öffnung der Poren unterworfen und nach Entziehung des Wassers durch starkes Pressen in einem Walzwerk mit einer Paste aus Alkalien, Wasser und Pflanzenölen imprägniert werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4654769A (en) * 1984-11-02 1987-03-31 California Institute Of Technology Transformerless dc-to-dc converters with large conversion ratios

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4654769A (en) * 1984-11-02 1987-03-31 California Institute Of Technology Transformerless dc-to-dc converters with large conversion ratios

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