DE219345C - - Google Patents
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- DE219345C DE219345C DENDAT219345D DE219345DA DE219345C DE 219345 C DE219345 C DE 219345C DE NDAT219345 D DENDAT219345 D DE NDAT219345D DE 219345D A DE219345D A DE 219345DA DE 219345 C DE219345 C DE 219345C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
- B44C5/00—Processes for producing special ornamental bodies
- B44C5/06—Natural ornaments; Imitations thereof
Landscapes
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 219345 KLASSE
75 b. GRUPPE
HANNA PEUST geb. DEEPEN in HAMBURG.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung plastischer Gegenstände
aus natürlichem oder künstlichem Leder zu dekorativen Zwecken, die die einmal erhaltene plastische Gestaltung unverändert
beibehalten.
Bei solchen Verfahren ist es bekannt, die ■ aus dem Material ausgestanzten einzelnen
Teile, welche nach entsprechender Behandlung
ίο zu einem Gebilde vereinigt als Blumen- und
Früchtearrangements, Buketts, Draperien
u. dgl. Verwendung finden sollen, Stück für Stück in einem warmen Bad von in Wasser
.. emulsionsartig aufgelösten seifigen Ölen zu behandeln und alsdann in einer Lauge aus
alkoholhaltigen Rückständen und Alkalien zu • imprägnieren, um nachher in angewärmten
Metallformen in ihre dauernde plastische Gestalt gebracht zu werden.
Bei dem so angewendeten Verfahren macht sioh der Übelstand geltend, daß" durch die
Umständlichkeit der Behandlung die Erzeugnisse in ihrer Herstellung sehr verteuert werden,
weshalb sich die vom künstlerischen Standpunkt einzig in ihrer Art wirkenden
Gegenstände wenig Eingang verschaffen können. Ferner besitzt das bisherige Verfahren
noch den Nachteil, daß die einzelnen Stücke eine gleichmäßige Festigkeit nicht erhalten,
die aber bei der Herstellung von Gegenständen, wie Kronleuchter, Stilleben u. dgl. unbedingt
erforderlich ist. Von der verschiedenen Dichte des Leders hängt nämlich auch die
Wirkung der in dem Verfahren geschilderten Behandlung mit den Chemikalien ab, da diese
mehr oder weniger tief in die Poren des Leders eindringen.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren, naoh welchem es möglich ist, eine gleichmäßige
Festigkeit der einzelnen Teile auf kaltem Wege zu erzielen, wodurch die Herstellung
des Erzeugnisses erheblich verbilligt wird.
Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt.
Die ganzen garen Häute werden zunächst in einem Wasserbad aufgeweicht, alsdann
wird ihnen durch starkes Pressen mittels Walzen das überflüssige Wasser entzogen und
die Stärke der Häute auf ein gleiches Maß gebracht. Hiernach werden die Häute noch
der Luft zum Trocknen ausgesetzt, wodurch vorteilhaft erreicht wird, daß sich die Poren
der Häute vergrößern. Nunmehr, werden die Häute einer weiteren Behandlung in einem
dreiteiligen Walzwerk unterworfen. Über der obersten Walze ist ein Behälter angeordnet, der mit einer zähflüssigen Paste, bestehend
aus einer Mischung von Alkalien, Wasser und Pflanzenöl, angefüllt ist. Aus dem Behälter fließt durch einen Spalt die
Paste auf die oberste Walze, die auf die mittlere Walze in fein.verteiltem Zustande übertragen
wird. Die mittlere .und untere Walze besitzen einen Kupferüberzug, damit das
Leder durch die Berührung nicht schwarz wird. Durch die mittlere Walze wird nun in
die Oberfläche der Haut beim Durchwalzen
die Paste gleichmäßig hineingepreßt. Je nach der Stärke und der Struktur der Haut kann
die Ober- und Unterseite durch ein oftmaliges Durchziehen durch die Walzen gleichmäßig
imprägniert werden.
Noch im feuchten Zustande werden die für die Herstellung der Gebilde bestimmten einzelnen
Teile in bekannter Weise aus der Haut ausgestanzt und sofort in Metallformen auf
ίο kaltem Wege durch Pressung in ihre dauernde
plastische Form gebracht, um alsdann der Luft zum Trocknen und Erhärten ausgesetzt
zu werden.
Die Verwendungsart der nach dem geschilderten Verfahren in Naturfarbe oder koloriert
hergestellten plastischen Gegenstände, die sich durch unbegrenzte Haltbarkeit auszeichnen,
ist praktisch eine sehr mannigfaltige, z. B. für Blumen-, Blätter- und Früchtearrangements,
elektrische Beleuchtungskörper, Kronleuchter u. dgl., an Hand- und Wandtaschen,, als Serviettenringe,
Wandfriese, Hutblumen und -nadeln, Haarschmuck, Schirmtroddeln und -quasten, Posamenten, Portieren- und Kleiderbesatz,
Bilderrahmen, Rosetten für Schuhe und Pferdegeschirre, Hundehalsbänder und dergleichen mehr.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus natürlichem oder künstlichem Leder, die ihre durch Pressung in Metallformen erhaltene Gestaltung unverändert beibehalten, dadurch gekennzeichnet, daß die ganzen Häute, aus denen die einzelnen Teile für die jeweilig herzustellenden Gebilde ausgestanzt werden, zunächst einem Wasserbade zur Öffnung der Poren unterworfen und nach Entziehung des Wassers durch starkes Pressen in einem Walzwerk mit einer Paste aus Alkalien, Wasser und Pflanzenölen imprägniert werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219345C true DE219345C (de) |
Family
ID=480482
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT219345D Active DE219345C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE219345C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4654769A (en) * | 1984-11-02 | 1987-03-31 | California Institute Of Technology | Transformerless dc-to-dc converters with large conversion ratios |
-
0
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