DE218373C - - Google Patents

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DE218373C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G21/00Details of weighing apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

Gruppe SXXdsl.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. April 1909 ab.
An selbsttätigen Wagen, bei denen außer der Anzahl der Entleerungen des Kippgefäßes auch noch zum Zwecke der Feststellung der Übergewichte die Größe der Ausschläge des Wagebalkens registriert wird, sind Vorrichtungen bekannt, die die Einwirkung der lebendigen Kraft des in die Lastschale einfallenden Wägegutes und der herabsinkenden Lastschale dadurch beseitigen, daß einem mit
.o dieser verbundenen Gliede ein quer zur Sinkrichtung beweglicher Anschlag in den Weg gestellt wird, der nach seiner Beseitigung die Lastschale von neuem mit der Anfangsgeschwindigkeit Null herabsinken läßt. Bei dieser Einrichtung aber besitzt die Lastschale bei . Beendigung ihres Weges ' bis zur Gleichgewichtslage wiederum eine lebendige Kraft, die das Ergebnis der Wägung beeinträchtigt. Andererseits sind bei Brückenwagen Vorrichtungen bekannt, durch die eine übermäßige Beschleunigung der herabsinkenden Brücke durch Einschaltung einer Bremse vermieden wird. Wollte man diese Einrichtung bei Wagen der hier in Rede stehenden Art anwenden, so würde das Schließen der Einlaufklappe, das von dem Beginne des Herabsinkens der Lastschale abhängig ist, verzögert werden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung, bei der die Lastschale zwar zu-
o nächst, nämlich bis zum Schließen der Einlaufklappe, frei herabsinkt, bei der dann aber die lebendige Kraft vernichtet und die weitere Senkung der Lastschale in die Gleichgewichts-35
lage durch eine Regelungsvorrichtung gemäßigt wird.
Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. ι dargestellt. Mit der bekannten Verschlußklappe c, die geschlossen gezeichnet ist, steht ein mit einem Windrade w versehenes Laufwerk I so in Zusammenhang, daß bei offener Stellung der Klappe c das Laufwerk mit seiner Schleife e an einem mit der Klappe c verbundenen Stift i festgestellt, ist. Sobald aber die Klappe c sich nach Vollendung der Füllung auf bekannte Weise schließt, beginnt das Laufwerk unter dem Eigengewichte seiner Teile seinen Lauf, und mit ihm senkt sich eine Gabel t1 mit gebremster Geschwindigkeit. Die lebendige Kraft der herabsinkenden Lastschale wird dadurch vernichtet, daß ein mit ihrem Gehänge g verbundener Anschlag d auf die untere Begrenzung der Gabel t1 schlägt. Diese Gabel aber ist selbst im Herabsinken begriffen, und ihre Geschwindigkeit wird durch das Laufwerk und den Windflügel w geregelt. Die weitere Senkung der Lastschale α findet also mit einer hierdurch verminderten Geschwindigkeit statt.
Es ist erwünscht, das Kippen der Lastschale nach dem Schließen der Klappe c so lange zu verzögern, bis das Einspielen in die Gleichgewichtslage und die zur selbsttätigen Registrierung der Verwiegung nötigen Bewegungen vollendet sind. Diese Verzögerung kann man dadurch herbeiführen, daß man die Auslösung des das Kippen der Lastschale verhindernden Hebels 0 in an sich bekannte^
Weise nicht unmittelbar von der Einlaufklappe, sondern durch das Laufwerk I herbeiführen läßt, beispielsweise unter Vermittlung des Gestänges n, des Gewichtshebels h, des Winkelhebeis s und des mit dem Zahnsektor t verbundenen beweglichen Anschlages t2.
Fig. 2 zeigt in einer Teilfigur ein Beispiel dafür, wie die Abwärtsbewegung der Gabel i1, statt durch Gewicht, und die Regelung der
ίο Geschwindigkeit, statt durch ein Windrad, durch einen mechanischen Antrieb bewirkt werden können. Die Gabel t1 ist hier mittels der Stange b an einem schwingenden Hebel f aufgehängt, der sich mittels einer Rolle Z"1 auf eine exzentrisch gelagerte Scheibe k stützt. Diese wird mittels eines Schneckenrades und einer Schnecke m von einer Riemscheibe p angetrieben, die von zwei Losscheiben q und q1 begrenzt, ist. Ein diese Scheiben bedienender
ao Riemenrücker mit Kippgewicht wird mittels der Führungsrolle r1 und des Hebels r2 von einer Kurvenbahn, r aus gesteuert, die mit der exzentrisch umlaufenden Scheibe k verbunden ist und außerdem von der Klappe c aus durch eine Steuerstange u mit Langschlitz beeinflußt wird. '
In der Stellung nach Fig. 2 ist die Klappe c offen, und die Gabel i1 nimmt ihre höchste Stellung ein, weil die Rolle f1 des Hebels f auf derjenigen Stelle des Umfanges der exzentrischen Scheibe k ruht, die den größten Halbmesser besitzt. Der Riemen liegt auf der Losscheibe q; der Schneckenantrieb m ist also in Ruhe. Fällt die Klappe c zu, so zieht sie die Stange u herab, der Riemenrücker gelangt in die Mittellage und führt den Riemen auf die Festscheibe p. Der Schneckentrieb m läuft um, und die exzentrische Scheibe k läßt den Hebel f und mit ihm die Stange b und die Gabel t1 herabsinken. Diese Bewegung wird dadurch begrenzt, daß die Rolle r1, die während des Bewegungsvorganges durch den kreisförmigen Teil der Führungsbahn in Ruhe gelassen wurde, zum Schlüsse durch die Wirkung des nach links strebenden Kippgewichtes des Riemenrücker in die Ausbuchtung gerät, wodurch das Kippgewicht zum Umschlagen gebracht, der Riemen auf die Losscheibe q1 gelegt und der Schneckentrieb m wieder stillgelegt wird. 5c
Wird nach Entleerung der Wage die Klappe c in bekannter Weise selbsttätig wieder geöffnet, so hebt die Stange u den Hebel r2 wieder an, so daß, da diese Bewegung durch das Anschlagen der Rolle r1 an die Kreisbahn r begrenzt wird, der Riemen auf die Festscheibe p gerät, die Scheibe k und die Kurvenbahn sich also so lange drehen, bis durch den Eintritt der Rolle r1 in die Ausbuchtung der Kurvenbahn r der Riemen wieder auf die Losscheibe q 6c gelegt, der in Fig. 2 dargestellte Zustand wieder hergestellt und die Bewegung beendet wird.
Auch hier kann das Kippen der Lastschale von der Bewegung der Gabel t1 oder eines mit ihr zusammenhängenden Teiles abhängig ge- 6j macht werden.
Ebenso wie ein Windrad und der mechanische Antrieb können auch andere bekannte Mittel zur Regelung der Bewegung der Gabel t1, z. B. ein Luft- oder Wasserkolben, benutzt 7c werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Regelung der Sink- 7; geschwindigkeit der Lastschale an selbsttätigen Wagen, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schließen der Zulauf klappe (c) ein Anschlag (Gabel t1) in Gang gesetzt wird, dessen Geschwindigkeit durch eine 8 c beliebige Regelungsvorrichtung begrenzt wird und durch den die herabsinkende Lastschale aufgefangen und mit ebenfalls gemäßigter Geschwindigkeit bis zur Gleichgewichtslage herabgelassen wird. . 8;
2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Geschwindigkeit des Anschlages (V-) eine mechanische Antriebsvorrichtung dient, mit der eine exzentrische, umlaufende Scheibe gc (k) zur Steuerung des Anschlages (P-) und eine Kurvenbajm (r) zur Begrenzung der Bewegung der Antriebsvorrichtung verbunden ist, während die Einrückung der Antriebsvorrichtung durch die Absperr- 9; klappe (c) erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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