DE218346C - - Google Patents

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DE218346C
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gelatinized
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gelatin
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES:
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PATENTAMT.
Bei dem seitherigen Verfahren konnte man gelatinierte, hochglänzende Papiere nur in Bogen herstellen. Man bestrich die Bogen mit einer Gelatinelösung und ließ sie trocknen. Dann wurden die Bogen wieder angefeuchtet und mit der Gelatineseite auf eine geschliffene und polierte Glasplatte aufgelegt und so aufgewalzt, daß alle Luftblasen, die zwischen Glas- und Gelätineschicht entstanden, heraus-.gequetscht wurden. Ließ man die so aufgeklebten Bogen auf den Glasplatten trocknen, so sprangen sie, sobald dieses erreicht war, von der Platte los, und die Gelatineschicht hatte nun die glänzende Oberfläche der Glas-
. 15 platte. Die beschränkte Größe der Glasplatten und die Schwierigkeit der Hantierung mit denselben ist die Ursache, weshalb man nur. Bogen gelatinieren konnte. Das ganze Verfahren erfordert also eine Anzahl geschickter
so Arbeiter und wird dadurch teuer.
Man hat zwar schon versucht, an Stelle von Glasplatten lange, polierte Metallbänder zu verwenden, hat aber keinen Erfolg, damit gehabt, weil die Herstellung von polierten
Metallbändern in großen Längen schwierig ist. Außerdem wird die polierte Oberfläche durch Oxydation sehr bald unbrauchbar. Bei dem neuen Verfahren kommen polierte Papier-, Stoff- oder Zelluloid bahne η zur Verwendung.
Diese sind leicht in jeder beliebigen Länge herzustellen und billig zu beschaffen, wodurch ermöglicht wird, hochglänzendes Gelatinepapier in Bahnenform auf maschinellem Wege billig herzustellen. Dieser hohe Glanz wird dadurch erreicht, daß die gelatinierte Papierbahn vor dem Zusammenwalzen mit der hochglänzend gemachten zweiten Bahn aus Papier, Stoff, Zelluloid oder Zelluloidersatz getrocknet und wieder angefeuchtet wird. *
In der Zeichnung ist in Fig. ι die erforderliehe Maschine in ihrer Gesamtanlage dargestellt. Fig. 2 zeigt die Hauptteile in einem größeren Maßstabe. Das neue Verfahren gestaltet sich wie folgt:
Eine Papierrolle 1 wird mit Gelatine überzogen, indem man z. B; die Papierbahn um Leitwalzen 2, 3, 4 und um eine Walze 6 her-μπιίϋηΓί, die in eine Gelatinelösung eintaucht, welche im Kasten 5 enthalten ist und durch ein Wasserbad auf einer bestimmten Temperatur gehalten werden kann. Das um die Walze 6 gespannt liegende Papier überzieht sich auf der freiliegenden Seite mit Gelatine und läuft nun über einen Zylinder 7, von dessen Umfang die Walze 26, welche durch Hebel und Gewicht beschwert ist, zunächst abgehoben ist, so daß sie das Papier nicht berührt. Dann geht das Papier auf ein horizontal laufendes Tuch 8, das über zwei Walzen gespannt ist, nach einem pneumatischen Zugtisch 9, von dem die Preßwalze 27 abgehoben ist, und von da über eine Walze 10 nach : einem Trockner A1 B, wo es in bekannter ' Weise auf Stäben 12 in Hängefalten 13 aufr. gehängt und getrocknet wird. Das getrock- 65 , nete gelatinierte Papier wird dann auf einer der bekannten Rollmaschinen 17 wieder zu einer Rolle 18 aufgerollt. ;
Nun legt man diese Rolle 18 in Lager eines Gestelles 19 ein und führt das Papier über Walzen 20, 22, 23, von denen 22 in einem mit Wasser angefüllten Gefäß 21 läuft, und
zwar so, daß die gelatinierte Seite in das Wasser taucht. Das so angefeuchtete Papier, wird dann über ein endloses, laufendes Tuch 24 geführt, welches über zwei Walzen gespannt ist, um der Gelatine Zeit zu lassen, aufzuquellen, ehe das Papier wieder über den Zy-. linder 7, Tuch 8, pneumatischen Zugtisch 9 nach dem Aufhänger A, B läuft. Vor Beginn des Anfeuchtens hat man in die dazu angebrachten Lager eine Rolle 25 eingelegt, die aus einer aufgerollten Bahn von Papier, Stoff, Zelluloid oder Zelluloidersatz bestehen kann
. und so präpariert ist, daß eine Seite der Bahn eine hochglänzende Oberfläche zeigt, die durch Berührung mit Wasser ihren Glanz nicht verliert. Solche hochglänzenden Flächen lassen sich Z. B. bei Papier und Stoff durch wasserfesten Anstrich und. riachheriges Satinieren v herstellen, während Zelluloid und Zelluloid-
äo ersatz schon von vornherein eine glasartige, glatte Fläche besitzen. Wenn man null die gelatinierte und angefeuchtete Papierbahn von dem Tuch 24 über den Zyrmder 7 nach dem Tuch 8 führt, legt man das Ende der. hochglänzenden Bahn der Rolle 25 mit ihrer glänzenden Seite auf die feuchte, gelatinierte Seite des Papiers und läßt die durch Hebel und Gewicht beschwerte Walze 26 auf die beiden aufeinander liegenden Bahnen herunter, so daß die feuchte Bahn der Rolle 18 und die trockne
: der Rolle 25 durch den Druck der Walze 26 zusammenkleben.
Beide Bahnen werden nun zusammen durch das laufende Tuch 8 dem pneumatischen Zugtisch 9 zugeführt, wo ihre Vereinigung durch eine zweite Druckwalze 27 noch gesichert wird, und gelangen dann zum Trockner A, B. Nachdem sie trocken sind, rollt sie die Rollmaschine 17 zu zwei getrennten Rollen wieder auf, indem die hochglänzende Bahn zu einer Rolle 28, die gelatinierte Papierbahn zu einer Rolle 18 aufgewickelt wird.
Dieses getrennte Aufrollen ist sehr leicht auszuführen, weil die beiden Bahnen sich sehr leicht voneinander abziehen lassen, nachdem sie getrocknet sind, denn die getrocknete Gelatineschicht haftet nicht mehr fest auf der hochglänzenden Bahn, sondern springt ähnlich wie die Bogen von der Glasplatte leicht davon ab. Die Gelatineschicht der Papierbahn auf
' f Rolle 28 hat nun den Hochglanz der Bahn der Rolle 18, die aus der Rolle 25 entstanden ist, was ja der Zweck der ganzen Arbeit ist, und die Rolle 18 kann zu erneutem Gebrauch wieder nach 25 gelegt werden.
In Fig. 2 sind die laufenden Tücher 8 und 24 verkürzt gezeichnet, ihre Gesamtanordnung ist aus Fig. ι zu ersehen.
Eine Abänderung des Verfahrens besteht darin, daß man die hochglänzende Bahn aus Papier, Stoff, Zelluloid oder Zelluloidersatz bei I einlegt, über die Walzen 2, 3, 4, 6 führt und sie auf der hochglänzenden Seite bei 6 mit Gelatine überzieht, sie zum Trocknen aufhängt und zur Rolle 18 aufrollt, und daß man die Gelatineschicht dieser Bahn auf der Maschine 19 anfeuchtet und beim Lauf über das Tuch 24 aufquellen läßt; .
Dann legt man bei 25 eine vorher auf einer gewöhnlichen Anfeuchtmaschine etwas angefeuchtete Papierrolle ein und läßt diese feuchte Papierbahn und die feuchte, gelatinierte Bahn des glänzenden Stoffes zwischen 7 und 26 hindurchlaufen, um sie zusammenzukleben.
Das Trocknen im Trockner A, B und das Auseinanderrollen in zwei getrennte Rollen ist dasselbe wie bei dem vorher beschriebenen Verfahren. ;
Die zu gelatinierende Papier- oder Kartonbahn beliebiger Dicke kann aus einem einzigen Stück, sie kann aber auch aus beliebig vielen zusammengeklebten Stücken von beliebiger Länge bestehen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von Hochglanz auf Gelatinepapier in Bahnenfornv bei welchem die mit Gelatine überzogene Papierbahn mit der gelatinierten Seite auf
■eine polierte, zulaufende zweite Bahn aufgewalzt und mit ihr zusammen getrocknet . wird, dadurch gekennzeichnet, daß die gelatinierte Papierbahn vor dem Zusammenwalzen mit der hochglänzend gemachten zweiten Bahn aus Papier, Stoff, Zelluloid oder Zelluloidersatz getrocknet und wieder angefeuchtet wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das gelatinierte Papier nach dem Wiederanfeuchten und vor dem Zusammenwalzen mit der hochglänzenden zweiten Bahn über eine Strecke frei geführt wird, um der Gelatine Zeit zum Wiederaufquellen zu geben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE218346C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017055B (de) * 1952-04-17 1957-10-03 Holzwerke H Wilhelmi O H G Verfahren zum Veredeln von Oberflaechen durch heisses Aufpressen pulverfoermiger schmelzbarer UEberzugsmittel mittels polierter Platten
DE970339C (de) * 1940-09-14 1958-09-11 Stahl Und Walzwerke Rasselstei Verfahren zur Herstellung von mit einer Folie ueberzogenen Metallbaendern oder -blechen zur Herstellung von Dosen oder aehnlichen Behaeltern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970339C (de) * 1940-09-14 1958-09-11 Stahl Und Walzwerke Rasselstei Verfahren zur Herstellung von mit einer Folie ueberzogenen Metallbaendern oder -blechen zur Herstellung von Dosen oder aehnlichen Behaeltern
DE1017055B (de) * 1952-04-17 1957-10-03 Holzwerke H Wilhelmi O H G Verfahren zum Veredeln von Oberflaechen durch heisses Aufpressen pulverfoermiger schmelzbarer UEberzugsmittel mittels polierter Platten

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