DE51664C - Einrichtung zur Herstellung endlosen Hektographen-Papiers - Google Patents

Einrichtung zur Herstellung endlosen Hektographen-Papiers

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DE51664C
DE51664C DENDAT51664D DE51664DA DE51664C DE 51664 C DE51664 C DE 51664C DE NDAT51664 D DENDAT51664 D DE NDAT51664D DE 51664D A DE51664D A DE 51664DA DE 51664 C DE51664 C DE 51664C
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Germany
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mass
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT51664D
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English (en)
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J. PrASCH in Wien III, HÖrnesgasse 7
Publication of DE51664C publication Critical patent/DE51664C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/025Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by transferring ink from the master sheet
    • B41M5/06Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by transferring ink from the master sheet using master sheets coated with jelly-like materials, e.g. gelatin
    • B41M5/08Sheet materials therefor

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE IB: Druckerei.
Hektographen-Papier ist ein Vervielfältigungsmittel für Schriftstücke, Zeichnungen u. dergl., mit welchem man, ohne einen Apparat zu Hülfe zu nehmen, eine gröfsere Anzahl Copien von einem Original herstellen kann. Dasselbe besteht aus dünnem, aber starkem endlosen Papier, welches auf einer Seite mit einem sehr feinen Häutchen einer der bekannten gelatinösen Copirmassen überzogen ist, welche die Eigenschaft besitzen, lösliche intensive Farbstoffe, wie z. B. concentrirte Anilintinten, aufzusaugen und davon wiederholt Abdrücke (»Abklatsche«) auf andere Gegenstände abzugeben.
Die Zusammensetzpng der verwendeten Copirmasse selbst ist irrelevant, da mehr oder minder jede der in zahlreichen Combinationen existirenden und im wesentlichen aus Leim, Gelatine oder dergleichen und Glycerin bestehenden Massen sich hierzu eignet, und kann, da sie überdies auch nicht Gegenstand des Patentes ist, als bekannt vorausgesetzt werden.
Wesentlich neu bei vorliegender Erfindung ist das Aufbringen des Copirhäutchens auf endloses Papier und die Ausführung dieser Arbeit mittelst eines besonderen in der Zeichnung dargestellten Apparates. Bei demselben sind in einem Gestell die drei Walzen A B und C und die Trommel D in der aus der Zeichnung ersichtlichen Anordnung, und zwar parallel und utri Achsen drehbar angebracht.
Auf Walze A ist das zur Präparirung bestimmte endlose Papier aufgerollt, welches über die Führungswalzen B und C zur Trommel D läuft, auf welcher es sich als fertiges Hektographen-Papier aufwickelt.
G ist ein aus drei getrennten Abtheilungen w m und 0 bestehendes Gefäfs, welches über einer Feuerung liegt. Abtheilung w enthält Wasser und dient als Wärmebad für die beiden anderen Äbtheilungen; m ist das Reservoir, in welchem sich die zu verarbeitende Copirmasse befindet und durch das unter dem Reservoir befindliche Wasserbad zum Schmelzen gebracht wird. Die dritte Abtheilung 0, welche mit Abtheilung m durch eine mittelst des Schiebers h zu schliefsende OefFnung χ communicirt, hat nur drei Seitenwände, während die vierte, dem Gestell zugekehrte Seite offen ist.
E endlich ist eine am Gestell angebrachte feste Wand, über welche das Papier hinweggezogen wird, und welche auf der dem Papier zugekehrten Seite mit einem weichen Stoff, z. B. Filz, überzogen ist. ;
Durch Schraube s kann das Gefäfs G derart verschoben werden, dafs die offene Seite der Abtheilung 0 gegen die Wand E bezw. das vorliegende Papier gedrückt und hierdurch dicht abgeschlossen wird, trotzdem aber das Papier vermöge der Nachgiebigkeit der Unterlage zwischen Abtheilung 0 und Wand E hindurch weiter bewegt werden kann.
Wird der Schieber h geöffnet, so tritt die flüssige Masse in das Gefäfs 0 und kommt mit einer Seite des Papieres in Berührung; die Oeffnung ν in der Seitenwand dient hierbei als Regulator für das Niveau.
Wird gleichzeitig durch irgend einen Antrieb die Trommel D in der Richtung des Pfeiles in Bewegung gesetzt, so rollt sich das Papier von A ab und geht an der flüssigen, Masse in aufsteigender Richtung vorbei.
Hierbei legt sich die Masse in einer dünnen Schicht an die ihr zugekehrte Seite des Papieres und erstarrt, indem jeder ~ Ueberschufs von Masse abrinnt, beim Erkalten zu dem gewünschten feinen Häutchen.
Hierbei kann die Stärke des Häutchens dadurch regulirt werden, dafs man ihr durch langsamere oder . schnellere Bewegung der Trommel mehr oder weniger Zeit zum Abfliefsen giebt.
, Da die Copirmasse klebrig ist und das mit ihr überzogene Papier sich in diesem Zustande nicht rollen und in Mengen aufbewahren lassen würde, so mufs ihm vorher die Klebrigkeit benommen werden. Dies geschieht durch Bestreuen mit einem feinen unlöslichen Pulver, z. B. Federweifs, welches in dünner Schicht an der Masse haftet und vor dem Gebrauch durch Abwischen mit einem feuchten Schwamm entfernt wird.
Das Bestreuen geschieht auf dem Wege zwischen B und C durch das mit dem Pulver gefüllte Sieb S. Dieses wird durch irgend eine mit dem Bewegungsmechanismus in Verbindung stehendei Vorrichtung,-z. B. in der in der Zeichnung angedeuteten Weise, beständig gerüttelt, während ein quer überliegendes Stäbchen k in Intervallen zwischen C und D leicht an die Rückseite des Papieres klopft und dadurch den Ueberschufs von Pulver abklopft, worauf das Papier fertig auf die Trommel D gelangt.
Das Verfahren gewährt folgende Vortheile:
1. dafs endloses Papier erzeugt wird;
2. dafs es, da das Papier breiter als die Oeffnung von ν ist, beiderseits einen freien, zum Anfassen dienenden Rand erhält;
3. dafs das Häutchen aus Copirmasse eine sehr gleichmäfsige und ,nicht über das durchaus Erforderliche hinausgehende Stärke erhält, welche sich innerhalb gewisser Grenzen beliebig reguliren läfst;
4. dafs infolge der Combination des Apparates mit dem Bestreu- und Klopfapparat das Papier sofort in aufbewahrungsfähigem Zustande hergestellt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Trommel A, welche das mit Hektographen-Masse versehene Papier aufnimmt und senkrecht in die Höhe über Rollen B C nach der Aufwindetrommel D führt, in Verbindung mit dem durch Wasserbad jv erwärmten Massebehälter to und dessen verstellbaren Auslauf 0 nebst elastischem Widerlager E, sowie in Verbindung mit dem zwischen Walze C und Trommel D aufgestellten, mit Federweifs oder dergl. gefüllten Schüttelbehälter S.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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