DE855000C - Verfahren zur UEbertragung fluessiger Bindemittel auf Holzteilchen, wie Schnitzel und kleine flache Spaene, zur Herstellung von Platten oder sonstigen gepressten Gegenstaenden - Google Patents

Verfahren zur UEbertragung fluessiger Bindemittel auf Holzteilchen, wie Schnitzel und kleine flache Spaene, zur Herstellung von Platten oder sonstigen gepressten Gegenstaenden

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DE855000C
DE855000C DEF1656D DEF0001656D DE855000C DE 855000 C DE855000 C DE 855000C DE F1656 D DEF1656 D DE F1656D DE F0001656 D DEF0001656 D DE F0001656D DE 855000 C DE855000 C DE 855000C
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DE
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wood
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DEF1656D
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Fred Fahrni
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N1/00Pretreatment of moulding material
    • B27N1/02Mixing the material with binding agent
    • B27N1/0272Mixing the material with binding agent by bringing the material into contact with a rotating roll provided with a layer of binding agent

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Übertragung flüssiger Bindemittel auf Holzteilchen, wie Schnitzel und kleine flache Späne, zur Herstellung von Platten oder sonstigen gepreßten Gegenständen
    Die Erfindung betrifft eiti Verfahren zur Über-
    tragung flüssiger Bindemittel auf Holzteilchen, wie
    Schnitzel un,d kleine flache Späne, zur Herstellung
    von Platten oder sonstigen gepreßten Gegenständen.
    Wenn mit flüssigen- Bindemitteln: oder Leimen
    gearoeitet wird, so ist es nicht .ganz einfach, die
    bei einem wirtschaftlich arbeitenden Verfahren
    sehr -ringen Nifengen in gleichmäßiger Verteilung
    mit der gesatnten Sl)ätietnasse zusammenzubringen.
    Die Spänemasse besitzt bei spezifisch geriugem
    Gewicht eine grolle Gesamtoberfläche, so daß
    Biadetnittel tnit hohem spezifischem Gewicht und
    einer Gewichtsmenge von nur einem Zwanzigstel
    und noch weniger mit den üblichen 'Mischvorrichtungen kaum gleichmäßig auf die Oberflächen sämtlicher Holzteilchen aufgebracht, werden, köninen. -Man trachtete daher, besonders solche Bindemittel in zähflüssiger Form durch Verdünnung für diesen Zweck leichter verwendbar zu machen.
  • Bisher wurden Spänemasse.n in einer Mischtrommel oder einer Misch- und Knetmaschine mit den Bindemitteln vermengt. Sehr kleine Mengen konnten aber nicht gleichmäßig auf alle Holzteilchenoberflächen gebracht werden, so daß besonders bei zähflüssigen Bindemitteln manche Späne mehr ttnd andere weniger Bindemittel annahmen. Zudem konnten in derartigen. Mischmaschinen auf einmal nur bestimmte Metzgen verarbeitet werden, so daß das Verfahren zwecks Erstleerens und Neueinfüllens immer wieder unterbrochen werden mußte. Es wurde auch schon; versucht, die Bindemittel in feiner, unter Druck zerstäubter Form auf die Spänemasse aufzusprühen, was aber bei zähflüssiger Form ohne entsprechende Verdünnung nicht möglich ist.
  • Um solche Bindemittel dünnflüssiger zu machen, damit sie .gleichmäßig in dünner Schicht über die Späne verteilt werden können, konnte nach den bisher bekannten Verfahren nur die Volumenvergrößerung helfen, sei es, wie bereits erwähnt, durch Verdünnung mit Wasser u.,dgl. oder durch Einbringen von Luft, d. h. Bildung eines B,indemittelschaums. Die Verdünnung mit Wasser bringt aber den Nachteil mit sich, daß ein Teil des Bindemittels mit der Verdünnungsflüssigkeit ins Innere der Holzteilchen eindringen kann, wo es seine Wirkung als Bindemittel verliert. Zudem: muß aber das Wasser wieder entfernt werden, wodurch das Trocknen und Pressen zur fertigen Platte verteuert wird. Die Herstellung eines mit Luft voluminöser gemachten Bindemittelschaums beseitigt zwar den Nachteil des vorher erwähnten Wasserzusatzes. Hingegen eignen sich nicht alle Bindemittel zu einer stabilen Schaumbildung gleich gut, und zudem sind dieser Volumenvergrößerung gewisse Grenzen gesetzt. Zur Erzeugung eines derartiger Bindemittelschaums werden auch noch zusätzliche Stabilisierungs- und auch Streckmittel notwendig, so daß auch dieses Verfahren verhältnismäßig teuer wird.
  • Im. Gegensatz zur Verleimung von großen Holzstücken, bzw. großflächigen Holzteilen, wie Furniere, Tischlerplattenmittellagen, Holzstäbe, Bretter usw., wofür ziemlich starke Leimschichten nötig sind, genügt für die Verleimung der kleinem und kleinsten. Holzteilchen bei Fertigung vorn Holzspanplatten eine sehr dünne Leimhaut, .da die kleinen Holzteilchen unter dem Preßdruck viel leichter nachgeben und an den Oberflächen miteinander in Berührung kommen, so daß beim Abbinden des Bindemittels ein genügender Verbands unter denn Holzteilchen erreicht wird.
  • Um nun auch kleine Mengen zähflüssiger Bindemittel ohne die obenerwähnten Nachteile gleichmäßig auf eine große Spänemasse zu verteilen, kann nach der Erfindung so verfahren werden, daß man mit dem flüssigen Bindemittel eine sehr dünne Haut mit großer Oberfläche bildet, um das Bindemittel auf praktisch gleichmäßige Weise als äußerst dünne Haut auf die einzelnen Holzteilchen zu übertragen. Dies kann beispielsweise mit Hilfe einer oder mehrerer Walzern geschehen, mit welcher .die Holzteilchen schnell vorübergehend in Kontakt gebracht werden. Durch besonders starkes Auswalzen kann auch kleinen Menagen sehr zähflüssiger Bindemittel die Form einer beliebig dünnen Schicht, d. h. eine sehr große Oberfläche gegeben werden, welche .der großen Gesamtoberfläche der Holzteilchen entspricht. Vorteilhaft wird nun. die Spänemasse mit dieser dünnen Bindemittelhaut unter einem gewissen Anpreßdruck zusammengebracht. Wenn die Holzteilchen zudem noch trocken sind, so nehmen sie unter dem Anpreßdruck die dünne Leimhaut besonders gut auf.
  • Zur Ausübung des Verfahrens eignet sich beispielsweise eine Vorrichtung, die in gewisser Beziehung ähnlich ausgebildet ist wie eine Walzenleimauftragungsmaschine, wie sie zur Verleim.ung von Furnieren, Brettern usw. benutzt wird. Die Maschine muß, jedoch so beschaffen bzw. abgeändert sein, daß die Herstellung und Übertragung einer besonders dünnen Leimhaut möglich ist. Zweckmäßig wird das Spänematerial zwischen je zwei mit einer dünnen Leimhaut beschickten Walzen hindurchgeführt, die unter einem durch eine einstellbare Feder nachgiebigen Druck stehen. Mit dieser Einrichtung findet eine kontinuierliche Übertragung des dauernd zugeführten dünnen Leimfilms auf die ständig zugebrachte Spänemasse statt. Die bei Anwendung dieses Verfahrens mögliche Zuführung vorn Leim und Sägespänen und die ununterbrochene Übertragung des Leims auf die Späne ist in Mischmaschinen u. dgl. nicht möglich. Zweckmäßig werden ,dabei zwei oder mehrere derartiger Walzenpaare hinter- bzw. untereinander angeordnet, damit .die Übertragung einer dünnen Bindemittelhaut auf alle Holzteilchen auch dann gewährleistet wird, wenn die Zubringung der Späne in einem etwas dickeren über die Walzenbreite verteilten Strom erfolgt. Da die Dicke der Leimhaut beliebig einreguliert werden kann, so kann bei geregelter Spänezufuhr die gesamte aufgenommene Leimmenge auf eine gewünschte ?Menge eingestellt werden.
  • Zwischen den .einzelnen Walzenpaaren befinden sich noch Vorrichtungen, um etwa bereits zusammenhaftende Holzteilchen wieder auseinanderzubringen und die Spänemasse in aufgelockerter Form und völlig veränderter Lage dem nächsten Walzenpaar zuzuführen.
  • Um eine laufend zugeführte Spänemasse ununterbrochen mit dem Bindemittel zu mischen, muß den einzelnen Leimbehältern, aus welchen die Leimmengen. aufgenommen werden, das Bindemittel dauernd zufließen. Es kann sich bei den Bindemitteln um pflanzliche, tierische sowie Kunstharzleime handeln. Etwa notwendige Härterzusätze können entweder bereits dem Leim zugesetzt werden oder vorher oder nachträglich auf die Spänemasse aufgebracht «-erden.
  • Im nachstehenden wird eine derartige Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens näher beschrieben: Fig. i zeigt die Vorrichtung schematisch im senkrechten Schnitt; Fig. 2 zeigt die bei ihr verwendete Auf lockerungsvorrichtung in größerem Maßstabe; Fig.3 zeigt eine abgeänderte Form der Leimauf bringungsvorrichtung.
  • Das ein der Leimwanne i (Fig. i) befindliche flüssige Bindemittel 2 wird von der Walze 3 infolge ihres Eintauchens in einer verhältnismäßig starken Schicht aufgenommen. Ein Abstreifer q. sorgt jedoch dafür, daß nur sehr wenig Bindemittel weiterhin haften bleibt und von der Walze 5 übernommen wird. Eine weitere Verringerung der aufgenommenen Menge erfolgt nun durch den einstellbaren :\npreßdruck der Walze 5 gegenüber der Walze 6, so daß von letzterer nur noch eine sehr dünne Lehnhaut mitgenommen wird und das überschüssige Jlaterial über die Walze 5 und Abstreifer in die Leimwanne zurückfließt. Zweckmäßig wird eine der beiden Walzen, im dargestellten Falle die Walze 6, eines Walzenpaares ortsfest gelagert, während die Gegenwalze 5 durch eine Feder 7, deren Druck regelbar ist, angedrückt wird.
  • Die Holzspäne werden den obersten Walzen 6 zugeführt. :\bstreifer 8 sorgen dafür, daß von, den Walzeti6 keinellolzteilchen nach derLeimzubringseite hin mitgenommen werden. Sie werden zwischen den beiden Abstreifern 8 weirer'befördert. Vor dein l:intr itt in das nächste U'alzenpaar wird die Spänetnasse zusammen mit dem aufgebrachten Leim durch zwei Zerreiß- oder Stachelwalzen hindurchgeführt. Zur besseren Auflockerung der Spänemasse befindet sich unter den Stachelwalzen ein Rechen io, dessen Spitzen in die Zwischenräume zwischen den einzelnen Stacheln oder Spitzen der leiden Walzen eingreifen.
  • Wenn die Späneniasse durch sämtliche übereinander angeordnete Walzenpaare hindurchgewandert ist. kann eine nochmalige Auflockerung stattfinden, und anschließend wird die Masse dosiert und in Rahmen ausgebreitet, um darin in einer Presse in Platten oder sonstige Formen gepreßt zu werden.
  • Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, in einzelnen Vorgängen, d. 11. in unterbrochener Folge zu arbeiten. l-s wird darin nur eine bemessene Menge der Spätre in der Walzenmaschine zugeführt, -,wobei zweckmäßig ein Ausgleichsbehälter über dem ersten Walzenpaar angeordnet wird, in welchen die unten austretenden Späne durch ein 13ech-erwerk od. dgl. wieder zurückbefördert \%-erden. Der Kreislauf erfolgt dann so lange, bis eine lwtnessene 13indetnittelmerige aufgebraucht ist bzw. gleichmäßig über die ganze Spänemasse verteilt ist.
  • Um auf die Walze j eiti fliissiges Bindemittel in kleinen \l.engen aufzubringen, kann man auch die in Fig. 3 dargestellte Anordnung treffen: In. einer Leimwanne ist eine Walze i i drehbar gelagert. L71>er der Walze t t liegt die treibende Walze 12. Über die Walzen i t und 12 sind mehrere dünne endlose Kettchen 13 od. dgl. geführt, deren jede: in den ihni zugehörigen Rillen der beiden Walzen läuft. :\n diesen Kettchen streift seitlich eine gleichfalls getriebene Walze 14. Diese wirkt dann über eine oder mehrere Zwischenwalzen mit der eigentlichen :luftragswalze 6 (Fig. i) zusammen.
  • Wenn es sich um besonders zähflüssige Bindemittel handelt, so daß auch die dünne Haut sehr zäh ist und damit ein zu großes Haftvermögen auf den Walzen 6 gegenüber der Spätiemasse besteht, so geniigt (las Durchführen der Späneniasse unter Druck allein nicht mehr, um die Leimhaut ohne heiteres auf die Späne zu übertragen. In diesem Falle müssen die Späne mit einer zusätzlichen Reibung zwischen den Walzen 6 hindurchgeführt «-erden. Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß die eine der beiden Walzen .6 eine erhöhte Geschwindigkeit gegenüber der Gegenwalze besitzt. Es kann aber auch eine zusätzliche Vorrichtung Verwendung finden, und zwar in Form einer geriffelten Förderwalze, welche vor der Walze 6 liegt und welche sich mit erhöhter Geschwindigkeit gegen die Leimwalze dreht. Die Späne werden durch den Zwischenraum zwischen Riffelwalze und Leimwalze mit schneller Bewegung und unter einem einstellbaren AnpreSdruck zwangsläufig durchgetrieben, so daß durch die starke Reibung der Späne gegenüber der Leimwalze der zähe Bindemittelfilm von den Spänen übernommen wird. Bei dieser Vorrichtung kann zur Vereinfachung der Maschinenkonstruktior) die Gegenwalze 6 weggelassen werden, so daß an deren Stelle lediglich die schneller laufende geriffelte Förderwalze tritt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Übertragung flüssiger Bindemittel auf Holzteilchen, wie Schnitzel tind 'kleine flache Späne, zur Herstellung von Platten oder sonstigen gepreßten Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß man mit dem flüssigen Bindemittel eine sehr dünne Haut mit großer Oberfläche bildet (z. B. durch eine oder mehrere Walzen., mit welcher die Holzteilchen schnell vorübergehend in Kontakt gebracht werden), um das Bindemittel auf praktisch gleichmäßige Weise als äußerst dünne Haut auf die einzelnen Holzteilchen zu übertragen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung des Bindemittels aus dem Leimbehälter auf eine Zwischenwalze durch in Abständen voneinander angeordnete Drähte, Kettchen oder Bänder erfolgt und daß übertragene Mengen des Bindemittels in eine über die ganze Breite der Walze gleichmäßig dünne Leimhaut ausgewalzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den Holzteilchen, zur besseren Abnahme der Leimschicht, vor dem Kontakt mit dem Bindemittel eine höhere Eigengeschwindigkeit gibt als der diese Leimhaut tragenden Oberfläche, z. B. mittels Förderwalzen. ,I.
  4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Holzteilchen nach der Verleimung vermengt mittels Auflockerungsvorrichtungen.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen i und :I, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzteilchen nach dem Vermengen durch die Auflockerungsvorrichtungen mit einer zweiten Bindehaut in Kontakt gebracht werden in der Weise gemäß Anspruch i.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i oder Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die laufend zugeführte Masse zwischen zwei oder mehreren hintereinander oder untereinander angeordneten Leimübertragungswalzenpaaren hindurchgeführt wird und daß Auflockerungsvorrichtungen, die Spänemasse in immer wieder geänderter Lage dem nächsten Walzenpaar zuführen.
DEF1656D 1942-11-26 1942-11-26 Verfahren zur UEbertragung fluessiger Bindemittel auf Holzteilchen, wie Schnitzel und kleine flache Spaene, zur Herstellung von Platten oder sonstigen gepressten Gegenstaenden Expired DE855000C (de)

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DK453546A DK71345C (da) 1942-11-26 1946-11-19 Fremgangsmåde til overføring af flydende bindemiddel på en masse af træpartikler eller lignende smådele til fremstilling af pressede emner, navnlig plader, samt apparat til udførelse af fremgangsmåden.

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