DE218232C - - Google Patents

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DE218232C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C3/00General types of embroidering machines
    • D05C3/04General types of embroidering machines with horizontal needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- Λ* 218232'-KLASSE 526. GRUPPE 3/9.
ENNO IHLE in FALKENSTEIN i.V.
Schiffchenstickmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1908 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schiffchenstickmaschine, bei welcher zwecks schnellen Auswechselns einer Nadel im Falle des Fadenbruches oder des Nadelbruches oder aus einer anderen Betriebsursache die Nadeln nicht, wie bisher allgemein üblich, auf einer gemeinsamen Schiene, dem sogenannten Nadellineal, sondern bei der jede Nadel für sich auf einem Einzelträger befestigt ist, welcher
ίο auf dem Nadellineal leicht lösbar befestigt ist und gleichzeitig eine Einzelspule nebst einer einzelnen Fadenspannvorrichtung trägt, welche nur zu der einen Nadel gehört. Auf diese Weise wird erreicht, daß man jede Nadel nebst ihrem Fadenlieferungs- und Fadenspannapparat einzeln aus der Maschine herausnehmen und durch einen anderen Apparat ersetzen kann, ohne die Maschine anhalten zu müssen. Es ist zwar schon vorgeschlagen, jede einzelne Nadel mit einer mit ihr entfernbaren Befestigungsvorrichtung in der Weise auszustatten, daß die Nadel leicht und in sehr kurzer Zeit auch während des Ganges der Maschine aus der Maschine entfernt und wieder in dieselbe eingesetzt werden kann. Dabei wird aber nur die Nadel allein aus der Maschine entfernt, während nach der vorliegenden Erfindung mit der Nadel auch die zugehörige Fadenspule und Fadenspannvorrichtung aus der Maschine entfernt werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist ein senkrechter Querschnitt der Nadel- und Fadenbewegungsmechanismen auf der Vorderseite einer Schiffchenstickmaschine in Seitenansicht von links. Fig. 2 ist ein Grundriß dazu, und zwar sind hier zwei unmittelbar nebeneinander befindliche Nadelkluppen α und b bei der ' engsten der üblichen Nadelteilungen (4/4 Zoll) dargestellt, um zu zeigen, wie diese neue An-Ordnung auch bei so enger Nadelstellung praktisch durchführbar ist.
Auf den im feststehenden Maschinengerüst starr befestigten Lagerböckchen c sind die prismatischen Führungen d in üblicher Weise wagerecht verschiebbar eingebaut, die untereinander durch das gemeinsame Nadellineal e zu einem zusammenhängenden starren Ganzen verbunden sind. Auf diesem Nadellineal e sind nun nicht, wie bisher, die Sticknadeln f unmittelbar starr befestigt, sondern sie sitzen je in einer besonderen Nadelkluppe α oder b; deren jede einzelne für sich mit einer schmalen Spule g, einem Fadenspanner h und einem Fadenleithebel * ausgerüstet ist, so daß man jede einzelne Nadelkluppe mit ihrer Nadel nebst vollständigem Fadenleit- und -spannapparat aus der Maschine entfernen kann, wenn eine Spule g leer geworden oder ein Faden gerissen ist. Um das Auswechseln eines solchen Fadenapparates schnell und bequem besorgen zu können, ist die Kluppe b mit einem an ihrem hinteren Ende befindlichen nasenförmigen Ansatz k versehen, der sich unter eine lang durchgehende ünterschnittene Anschlagleiste m des Nadellineals legt. Eine vorspringende Kante η des Nadellineals verhindert das Zurückziehen der Kluppe in wagerechter Richtung^ sobald durch einen Riegel 0 das Ausheben der Kluppe nach oben hin un-
möglich gemacht ist. Der Riegel ο kann mittels einer Handhabe p gegen die Feder q zurückgezogen werden.
In dem Lagerböckchen ruht eine über die ganze Maschinenlänge durchlaufende Welle r, deren Hebel s eine Stange t tragen. Der Fadenleithebel i einer jeden Nadelkluppe lehnt sich mit seinem unteren schwanzförmigen Ende gegen diese Stange, t und wird mittels: einer
ίο Feder u nach vorn hinübergeneigt.
Der von der Spule g kommende Faden wird, bevor er zu dem Fadenleithebel i gelangt, zwischen den Spannscheiben h hindurchgezogen. Die oberhalb dieser Spannscheiben in Fig. ι ersichtliche Feder ist so stark, daß der Faden zwischen den Scheiben h festgehalten werden kann, ohne zu rutschen, wenn er von dem Fadenleithebel i angezogen wird. Die unterhalb der Scheiben h sichtbare Feder drückt den zentralen Stift mit seinem unteren Ende gegen eine Welle v, die in beständiger Drehung sich befindet . und mit einer abgeflachten Stelle an dem unteren Ende des Stiftes vorbeikommt. In dem Augenblick, wo dieses geschieht, wird die Federpressung zwischen den beiden Scheiben h verringert, so daß in diesem Augenblick der Faden rutschen kann.
Der Faden nimmt seinen Verlauf von der Spule g aus zwischen den Spannscheiben h und durch die beiden Fadenleitösen w und χ hindurch zur Nadel f. Wird gestickt, so fährt die Nadel f in den Stoff hinein, während gleichzeitig der Hebel s im Sinne des eingezeichneten Pfeiles eine Vorwärtsschwingung, der Fadenleithebel i aber im Sinne des eingezeichneten Pfeiles eine Rückwärtsschwingung bis i1, x1 hin ausführt. Das Einziehen des Fadens geschieht beim Zurückziehen der Nadel f aus dem Stoff durch entgegengesetzte Schwingung der beiden Hebel s und i. Wenn die Nadeln ganz aus dem Stoff heraus sind und der Stickereirahmen für den nächsten Stich eingestellt wird, findet das Nachziehen des Fadens statt, indem sich die geflächte Stelle der Welle ν an dem zentralen Stift der Fadenspannvorrichtung h vorbeibewegt.
Ist eine Nadel gebrochen oder der Faden gerissen oder die Spule leer geworden, so greift man mit der einen Hand bei p an, indem man den Riegel 0 zurückzieht, und mit der anderen faßt man an die Handhabe ζ an und hebt den ganzen Apparat in einem Augenblick aus der Maschine heraus, wo sich sämtliche Nadeln außerhalb des Stoffes befinden. Im nächsten Augenblick setzt man an die Stelle der herausgenommenen Vorrichtung eine andere hinein, ohne daß der Arbeitsgang der Maschine durch diese Auswechslung auch nur im geringsten beeinträchtigt wird.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung soll nur als ein vereinzeltes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens gelten. Die praktische Ausführung läßt sich in der mannigfachsten Weise abändern. Insbesondere könnte das Zusammenarbeiten zweier Hebel (s und i) zum Zwecke des Fadenanziehens ersetzt werden durch irgendwelche andere, auch durch bekannte Fadenanzugsorgane. Ferner ist es nicht unbedingt notwendig, daß die Spule g, wie hier als Kreuzspule mit Präzisionswicklung gedacht, so liegt, daß ihre Drehachse parallel zur Längsrichtung der Maschine lagert. Statt dessen könnte auch ein kleines Spulchen, etwa von der Form derjenigen Bobinchen, die in die Schiffchen eingesetzt werden, eingelagert sein. Ferner kann die Art und Weise des Einsetzens und Wiederherausnehmens. und des Verriegeins der Kluppe b in bezug auf das Nadellineal e anders als hier angeordnet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Schiffchenstickmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß jede Nadel (f) für sich mit dem zugehörigen, aus Spule (g) und Fadenspannvorrichtung (h, i) bestehenden Fadenlieferungsapparat auf einem lösbar mit dem Nadellineal (e). verbundenen Einzelträger (b) angebracht ist, so daß man jeden einzelnen Apparat im Falle des Fadenbruches oder des Nadelbruches oder aus einer anderen Betriebsursache herausnehmen und durch einen anderen ersetzen kann, ohne die Maschine anhalten zu müssen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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