DE218151C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE218151C DE218151C DENDAT218151D DE218151DA DE218151C DE 218151 C DE218151 C DE 218151C DE NDAT218151 D DENDAT218151 D DE NDAT218151D DE 218151D A DE218151D A DE 218151DA DE 218151 C DE218151 C DE 218151C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- water
- air
- pipe
- return valve
- condenser
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 57
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 11
- 239000002699 waste material Substances 0.000 claims description 8
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 6
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims 2
- 230000008030 elimination Effects 0.000 claims 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 claims 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 3
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 1
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28B—STEAM OR VAPOUR CONDENSERS
- F28B9/00—Auxiliary systems, arrangements, or devices
- F28B9/10—Auxiliary systems, arrangements, or devices for extracting, cooling, and removing non-condensable gases
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Jet Pumps And Other Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- JV*218151 - ■ KLASSE \7d. GRUPPE
PAUL H.MÜLLER in HANNOVER.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Mai 1909 ab.
Bei Kondensatoren, bei denen die in die Vakuumräume eintretende Luft und die unkondensierbaren
Dämpfe unter Mischung mit Wasser abgesaugt und verdichtet werden, besteht die Gefahr, daß nach Abstellung des
Wasserzuflusses zur Luftansaugestelle rückwärts durch die dem Abfluß des Wasser-Luftgemenges
dienende Leitung Wasser in den Kondensator gesaugt wird und damit der
ίο Kondensator und die angeschlossenen Maschinen
gefährdet werden.
Nach dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren wird diese Gefahr beseitigt,
indem als Folge der einsetzenden Rücksaugung sich selbsttätig eine weite Verbindung
des Vakuumraumes mit der Atmosphäre herstellt, so daß der Kondensator und
die angeschlossenen Vakuumräume in kurzer Zeit unter atmosphärische Spannung versetzt
werden und damit das Einsaugen von Wasser unmöglich gemacht wird. Während des Betriebes
wird diese Öffnung durch einen sich selbsttätig bildenden Wasserverschluß abgeschlossen,
so daß ein sehr vollkommener Ver-Schluß besteht, für den keine bewegten Steuerorgane erforderlich sind.
Fig. ι zeigt eine beispielsweise Ausführung der Erfindung bei einer Oberflächenkondensation.
Aus dem Oberflächenkondensator a werden Luft und unkondensierbare Dämpfe
durch die Leitung b abgesaugt, und zwar
durch die aus der Strahlpumpe c und dem Abfallrohr d bestehende hydraulische Verdichtungsvorrichtung,
der das Betriebswasser durch die Leitung e zufließt. Das Abfallrohr d gießt
das Gemenge in den Abflußgraben f aus. Das Kondensat wird durch die Leitung h von der
Pumpe g angesaugt und durch die Leitung i fortgeschafft. Die Pumpe g enthält keine
Rückschlagklappe, ist also beispielsweise eine Kreiselpumpe. Die Rohrleitung h, i ist so
geführt, daß die Pumpe g unter Wasserverschluß steht, wodurch sie, in Betrieb gesetzt,
den Spannungsunterschied zwischen dem Kondensator und der Außenluft überwindet. Mit
ihrer Stillsetzung wird ihr diese Befähigung genommen. Ehe folglich nach Stillsetzung
der Anlage eine nennenswerte Wassermenge durch die Rohrleitung d, b in den Kondensator
zurückgesaugt wird, wird der Wasser-Verschluß in der Rohrleitung i, h zurückgesaugt
und dann durch diese Leitung der Kondensator voll Luft gesaugt, was bei dem hierfür sehr reichlichen Querschnitt der Leitung
i, h in kurzer Zeit bewirkt ist. Ist im Kondensator α atmosphärische Spannung
wieder hergestellt, so fließt das in ihm vorhandene Wasser wieder in die Leitung h, i
zurück und stellt für die Pumpe g den für das Anlassen erforderlichen Wasserverschluß
wieder her. Der Schieber k wird zur Er- ; leichterung des Anlassens erst bei der erneuten
Inbetriebsetzung, nicht beim Abstellen der Anlage geschlossen.
Fig. 2 zeigt die Ausführung bei einer Anlage, bei der das Wasser aus dem Ausgußgefäß
f der hydraulischen Verdichtungsvorrichtung c, d in den eigentlichen Warmwassergraben
η abfließt. Beim Betrieb der Anlage bedingen es die Bewegungswiderstände in der
Leitung I, m, daß sich in dem Gefäß f ein
höherer Wasserspiegel einstellt als in dem Abflußgraben η; nach Stillsetzung sinkt der
Wasserspiegel in f auf gleiche Höhe mit demjenigen in η ab. Das Abflußrohr d hört dicht
über dem in η bestehenden Wasserspiegel auf und taucht somit bei f nur so lange in das
Wasser ein, als ein Bewegungswiderstand zwischen f und η besteht. Solange die Vorrichtung
in Betrieb ist, wird also das Rohr d unter Wasserverschluß gehalten. Nach Stillsetzung geht derselbe durch Absinken des
Wasserspiegels in f verloren, und der Kondensator α wird durch die Rohrleitung d, b
in kurzer Zeit mit Luft von atmosphärischer Spannung angefüllt.
" Fig. 3 zeigt als Beispiel die Verwirklichung an einem Strahlkondensator, bei dem gleichzeitig
das Wasser auf einen Kühlturm zu heben ist.
Das Betriebswasser fließt dem Strahlkondensator c durch die Rohrleitung e zu, der
zu kondensierende Dampf mit der in ihm enthaltenen Luft durch den Stutzen b. Die
Verdichtung der Luft wird in dem Strahlkondensator c und dem Abflußrohr d bewirkt.
Das Abfallrohr d läßt das Gemenge in das Gefäß f austreten, in dem die Luft
abgeschieden wird, während das Wasser durch die Rohrleitung e auf die Verteilungsvorrichtung
η des Kühlturmes, also gegen Überdruck abfließt. Die Abscheidung der Luft
in f erfolgt also unter Überdruck. Die Luft entweicht durch die Leitung 0. An der
Stelle p des Abflußrohres d, an der unter Berücksichtigung der vorhandenen Geschwindigkeitsumsetzung
die atmosphärische Spannung etwas überschritten ist, befindet sich seitlich die Öffnung q, an die das Steigrohr r
angeschlossen ist. In der Rohrleitung I befindet sich noch die Rückschlagklappe s.
Wenn dem Strahlkondensator c durch die Rohrleitung e Wasser zugeführt wird, so
öffnet sich die Rückschlagklappe s, das Wasser fließt aus dem Gefäß f durch die
Leitung I zur Kühlturmverteilung η ab, indem
sich im Gefäß f der hierfür erforderliche Überdruck einstellt. Es herrscht folglich
auch an der Stelle p des ^bfallrohres d
Überdruck. Das Steigrohr r füllt sich entsprechend mit Wasser, die Öffnung wird also
durch einen Wasserverschluß abgesperrt. Wird die Anlage stillgesetzt, so hört der Wasserzufluß
aus der Rohrleitung e auf. Der Kondensator c will aus dem Gefäß f Wasser
durch die Leitung d zurücksaugen. Aus dem Kühlturm will das Wasser ebenfalls durch
die Leitung I zurückfließen, wird aber hieran durch die Rückschlagklappe s verhindert. Es
tritt folglich in kurzer Zeit an der Stelle p ein Unterdruck ein, das Steigrohr r läuft
leer, und die Öffnung q ist durch die Beseitigung des Wasser Verschlusses für Lufteintritt
freigelegt, so daß der Kondensator und die angeschlossenen, unter Vakuum versetzten
Teile belüftet werden. Der Überflutung desselben mit Wasser ist vorgebeugt, auch wenn
die Rückschlagklappe s undicht ist. Sie muß nur so viel drosseln, daß bei der einsetzenden
Rücksaugung an der Stelle p ein Unterdruck eintritt, was leicht sichergestellt werden kann.
Alles nachträglich durch Undichtheit der Rückschlagklappe s zurücktretende Wasser würde
aus dem Steigrohr r abfließen, also den Kondensator c nicht überfluten können.
Fig. 4 zeigt eine Verwirklichung für den Fall, daß in dem Abflußgraben η, ζ. Β. einem
Flußlauf, der Wasserspiegel sehr veränderlich ist, wobei die Fallhöhe bis auf diesen Wasserspiegel
herab stets ausgenutzt wird.
Die durch die Leitung b aus dem Kondensator α abzusaugende Luft wird durch die
hydraulische Vorrichtung c, d verdichtet. Das Abflußrohr d gießt in das Gefäß f aus, aus
dem das Wasser durch die Leitung I, m in den Abflußgraben η abfließt, währepd die
Luft, die im Gefäß auch unter Unterdruck abgeschieden werden kann, durch die Leitung
t in die Leitung m übertritt und hier in dem Abfallrohr weiter verdichtet wird.
Das Abflußrohr m wird bis unter dem tiefsten vorkommenden Wasserspiegel herabgeführt
und vorn mit der Rückschlagklappe s versehen. Vor der Rückschlagklappe s ist das
Steigrohr r angeschlossen, welches bis über den höchsten vorkommenden Wasserspiegel
hochgeführt ist.
Wird der Anlage durch die Rohrleitung e Wasser zugeführt, so fließt dasselbe durch
die Leitung Z, m bei offener Rückschlagklappe
s ab, das Steigrohr r füllt sich, der Höhe des Wasserspiegels in η entsprechend,
mit Wasser; die Öffnung p am Abfallrohr m steht unter Wasserverschluß. Hört der Wasserzufluß
bei e auf, so hat der Kondensator a das Bestreben, durch die Rohrleitung m, I, d, b
Wasser zurückzusaugen. Die Rückschlagklappe s wird geschlossen, im Abfallrohr tritt
Unterdruck ein, das Steigrohr r wird leergesaugt und der Wasserverschluß beseitigt.
Es wird durch die gebildete Öffnung Luft angesaugt und der Kondensator α und die
angeschlossenen Teile mit Luft von atmosphärischer Spannung aufgefüllt.
Damit bei hochliegendem Kondensator a nicht das Wasser aus dem Wasserraum desselben
abfließt, ist in die Leitung I die Rückschlagklappe u eingebaut. Die Luft tritt
nach Abschluß derselben unter Benutzung der Leitung t in das Gefäß f und von hier
durch die Leitung d, b in den Kondensator a
ein. Die Ausführung ist entsprechend, wenn ,
unmittelbar das Gefäß f den Abflußgraben mit veränderlichem Wasserspiegel darstellt.
Zur weitergehenden Sicherung können gleichzeitig mehrere der angegebenen Belüftungsarten
benutzt werden, vor allem Belüftung nach Fig. ι mit einer der anderen zusammen.
Claims (7)
1. Verfahren zur Belüftung von Kondensatoren, bei denen die Absaugung der
Luft unter Mischung mit Wasser erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß ein für den
Eintritt der Luft vorgesehener Wasserverschluß sich beim Betrieb selbsttätig herstellt, nach Stillsetzung der Anlage
aber durch Fortsaugen des Wassers sich leert, so daß Luft in den Kondensator nachgesaugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die selbsttätige
Herstellung und Beseitigung des Wasser-. Verschlusses die an einem Oberflächenkondensator
vorgesehene besondere Fördervorrichtung für das Kondensatwasser benutzt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Herstellung
und Beseitigung des Wasserverschlusses an einer an dem Abflußrohr für das Wasser-Luftgemenge vorhandenen Offnung
eintritt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur weitergehenden
Sicherung die beiden Verfahren nach Anspruch 2 und 3 gleichzeitig vorgesehen werden.
5. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Förderung des Kondensates eine ohne Rückschlagklappe arbeitende Pumpe (g) benutzt wird (Fig. 1).
6. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Gemengeabflußrohr (e) eine Rückschlagklappe (s) angebracht ist, die bei
einsetzender Rückströmung durch Drosselung des zurückfließenden Wassers an der für den Lufteintritt vorgesehenen Öffnung
(q) den Wasserverschluß beseitigt (Fig. 3).
7. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die für den Lufteintritt vorgesehene Öffnung (Rohr r) an dem Abflußrohr (m)
und ihr W.asserverschluß so ausgebildet ist, daß bei veränderlichem Wasserspiegel
im Abflußgraben stets das ganze Gefalle bis zum Wasserspiegel für das Abfallrohr
nutzbar gemacht ist (Fig. 4).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE218151C true DE218151C (de) |
Family
ID=479401
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT218151D Active DE218151C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE218151C (de) |
-
0
- DE DENDAT218151D patent/DE218151C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE112008003178T5 (de) | Integrierter Ofen, bei dem Ölrauch nach unten abgeleitet wird | |
| DE3237023A1 (de) | Entgasungsvorrichtung fuer fluessigkeitsstroeme | |
| DE102005038896B4 (de) | Flüssigkeitsabschneider und dessen Verwendung | |
| DE581860C (de) | Zweistufiger Schlammfaulraum | |
| CN209523286U (zh) | 雨水终端应急沉砂井 | |
| DE69301480T2 (de) | Kreiselpumpen | |
| DE2545037B2 (de) | Geschirrspülmaschine | |
| DE2750221A1 (de) | Entwaesserungsvorrichtung mittels absaugung der fluessigkeit von einem textilgut o.dgl. | |
| AT130997B (de) | Einrichtung an Pumpen. | |
| DE322946C (de) | Vorrichtung zur Kontrolle der Wirkungsweise von Dampfwasserableitern | |
| DE2818729A1 (de) | Rueckspuelbare schnellfilteranlage | |
| DE3719068C2 (de) | Vorrichtung zur Förderung von Abwasser | |
| AT33696B (de) | Reinigungskessel für Abwässer u. dgl. | |
| AT114872B (de) | Abscheider für Leichtflüssigkeiten aus Abwässern. | |
| DE60018514T2 (de) | Vorrichtung zur Durchflussregelung in einem Luft-Flüssigkeits-Zentrifugalabscheider | |
| DE2404169B2 (de) | Geblaeseanlage | |
| DE575467C (de) | Verfahren zur Belueftung des Abwassers in Schlammbelebungsbecken mittels Druckluftwasserheber | |
| DE262633C (de) | ||
| DE2111465A1 (de) | Verdampfungs- und Destillationssystem | |
| DE114098C (de) | ||
| DE170659C (de) | ||
| AT60229B (de) | Ansaugvorrichtung für Stufenschleuderpumpen. | |
| DE635299C (de) | Vorrichtung zum Absperren und Abschlammen von Dampfwasserableitern | |
| DE583038C (de) | Vorrichtung zum Verhueten des Nachtropfens bei der Warmwasserentnahme aus Heisswasserspeichern | |
| AT90590B (de) | Kreiselpumpe mit Strahlpumpe zur Entlüftung. |