DE218151C - - Google Patents

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DE218151C
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water
air
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condenser
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28B—STEAM OR VAPOUR CONDENSERS
    • F28B9/00—Auxiliary systems, arrangements, or devices
    • F28B9/10—Auxiliary systems, arrangements, or devices for extracting, cooling, and removing non-condensable gases

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- JV*218151 - ■ KLASSE \7d. GRUPPE
PAUL H.MÜLLER in HANNOVER.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Mai 1909 ab.
Bei Kondensatoren, bei denen die in die Vakuumräume eintretende Luft und die unkondensierbaren Dämpfe unter Mischung mit Wasser abgesaugt und verdichtet werden, besteht die Gefahr, daß nach Abstellung des Wasserzuflusses zur Luftansaugestelle rückwärts durch die dem Abfluß des Wasser-Luftgemenges dienende Leitung Wasser in den Kondensator gesaugt wird und damit der
ίο Kondensator und die angeschlossenen Maschinen gefährdet werden.
Nach dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren wird diese Gefahr beseitigt, indem als Folge der einsetzenden Rücksaugung sich selbsttätig eine weite Verbindung des Vakuumraumes mit der Atmosphäre herstellt, so daß der Kondensator und die angeschlossenen Vakuumräume in kurzer Zeit unter atmosphärische Spannung versetzt werden und damit das Einsaugen von Wasser unmöglich gemacht wird. Während des Betriebes wird diese Öffnung durch einen sich selbsttätig bildenden Wasserverschluß abgeschlossen, so daß ein sehr vollkommener Ver-Schluß besteht, für den keine bewegten Steuerorgane erforderlich sind.
Fig. ι zeigt eine beispielsweise Ausführung der Erfindung bei einer Oberflächenkondensation. Aus dem Oberflächenkondensator a werden Luft und unkondensierbare Dämpfe durch die Leitung b abgesaugt, und zwar durch die aus der Strahlpumpe c und dem Abfallrohr d bestehende hydraulische Verdichtungsvorrichtung, der das Betriebswasser durch die Leitung e zufließt. Das Abfallrohr d gießt das Gemenge in den Abflußgraben f aus. Das Kondensat wird durch die Leitung h von der Pumpe g angesaugt und durch die Leitung i fortgeschafft. Die Pumpe g enthält keine Rückschlagklappe, ist also beispielsweise eine Kreiselpumpe. Die Rohrleitung h, i ist so geführt, daß die Pumpe g unter Wasserverschluß steht, wodurch sie, in Betrieb gesetzt, den Spannungsunterschied zwischen dem Kondensator und der Außenluft überwindet. Mit ihrer Stillsetzung wird ihr diese Befähigung genommen. Ehe folglich nach Stillsetzung der Anlage eine nennenswerte Wassermenge durch die Rohrleitung d, b in den Kondensator zurückgesaugt wird, wird der Wasser-Verschluß in der Rohrleitung i, h zurückgesaugt und dann durch diese Leitung der Kondensator voll Luft gesaugt, was bei dem hierfür sehr reichlichen Querschnitt der Leitung i, h in kurzer Zeit bewirkt ist. Ist im Kondensator α atmosphärische Spannung wieder hergestellt, so fließt das in ihm vorhandene Wasser wieder in die Leitung h, i zurück und stellt für die Pumpe g den für das Anlassen erforderlichen Wasserverschluß wieder her. Der Schieber k wird zur Er- ; leichterung des Anlassens erst bei der erneuten Inbetriebsetzung, nicht beim Abstellen der Anlage geschlossen.
Fig. 2 zeigt die Ausführung bei einer Anlage, bei der das Wasser aus dem Ausgußgefäß f der hydraulischen Verdichtungsvorrichtung c, d in den eigentlichen Warmwassergraben η abfließt. Beim Betrieb der Anlage bedingen es die Bewegungswiderstände in der
Leitung I, m, daß sich in dem Gefäß f ein höherer Wasserspiegel einstellt als in dem Abflußgraben η; nach Stillsetzung sinkt der Wasserspiegel in f auf gleiche Höhe mit demjenigen in η ab. Das Abflußrohr d hört dicht über dem in η bestehenden Wasserspiegel auf und taucht somit bei f nur so lange in das Wasser ein, als ein Bewegungswiderstand zwischen f und η besteht. Solange die Vorrichtung in Betrieb ist, wird also das Rohr d unter Wasserverschluß gehalten. Nach Stillsetzung geht derselbe durch Absinken des Wasserspiegels in f verloren, und der Kondensator α wird durch die Rohrleitung d, b in kurzer Zeit mit Luft von atmosphärischer Spannung angefüllt.
" Fig. 3 zeigt als Beispiel die Verwirklichung an einem Strahlkondensator, bei dem gleichzeitig das Wasser auf einen Kühlturm zu heben ist.
Das Betriebswasser fließt dem Strahlkondensator c durch die Rohrleitung e zu, der zu kondensierende Dampf mit der in ihm enthaltenen Luft durch den Stutzen b. Die Verdichtung der Luft wird in dem Strahlkondensator c und dem Abflußrohr d bewirkt. Das Abfallrohr d läßt das Gemenge in das Gefäß f austreten, in dem die Luft abgeschieden wird, während das Wasser durch die Rohrleitung e auf die Verteilungsvorrichtung η des Kühlturmes, also gegen Überdruck abfließt. Die Abscheidung der Luft in f erfolgt also unter Überdruck. Die Luft entweicht durch die Leitung 0. An der Stelle p des Abflußrohres d, an der unter Berücksichtigung der vorhandenen Geschwindigkeitsumsetzung die atmosphärische Spannung etwas überschritten ist, befindet sich seitlich die Öffnung q, an die das Steigrohr r angeschlossen ist. In der Rohrleitung I befindet sich noch die Rückschlagklappe s.
Wenn dem Strahlkondensator c durch die Rohrleitung e Wasser zugeführt wird, so öffnet sich die Rückschlagklappe s, das Wasser fließt aus dem Gefäß f durch die Leitung I zur Kühlturmverteilung η ab, indem sich im Gefäß f der hierfür erforderliche Überdruck einstellt. Es herrscht folglich auch an der Stelle p des ^bfallrohres d
Überdruck. Das Steigrohr r füllt sich entsprechend mit Wasser, die Öffnung wird also durch einen Wasserverschluß abgesperrt. Wird die Anlage stillgesetzt, so hört der Wasserzufluß aus der Rohrleitung e auf. Der Kondensator c will aus dem Gefäß f Wasser durch die Leitung d zurücksaugen. Aus dem Kühlturm will das Wasser ebenfalls durch die Leitung I zurückfließen, wird aber hieran durch die Rückschlagklappe s verhindert. Es tritt folglich in kurzer Zeit an der Stelle p ein Unterdruck ein, das Steigrohr r läuft leer, und die Öffnung q ist durch die Beseitigung des Wasser Verschlusses für Lufteintritt freigelegt, so daß der Kondensator und die angeschlossenen, unter Vakuum versetzten Teile belüftet werden. Der Überflutung desselben mit Wasser ist vorgebeugt, auch wenn die Rückschlagklappe s undicht ist. Sie muß nur so viel drosseln, daß bei der einsetzenden Rücksaugung an der Stelle p ein Unterdruck eintritt, was leicht sichergestellt werden kann. Alles nachträglich durch Undichtheit der Rückschlagklappe s zurücktretende Wasser würde aus dem Steigrohr r abfließen, also den Kondensator c nicht überfluten können.
Fig. 4 zeigt eine Verwirklichung für den Fall, daß in dem Abflußgraben η, ζ. Β. einem Flußlauf, der Wasserspiegel sehr veränderlich ist, wobei die Fallhöhe bis auf diesen Wasserspiegel herab stets ausgenutzt wird.
Die durch die Leitung b aus dem Kondensator α abzusaugende Luft wird durch die hydraulische Vorrichtung c, d verdichtet. Das Abflußrohr d gießt in das Gefäß f aus, aus dem das Wasser durch die Leitung I, m in den Abflußgraben η abfließt, währepd die Luft, die im Gefäß auch unter Unterdruck abgeschieden werden kann, durch die Leitung t in die Leitung m übertritt und hier in dem Abfallrohr weiter verdichtet wird. Das Abflußrohr m wird bis unter dem tiefsten vorkommenden Wasserspiegel herabgeführt und vorn mit der Rückschlagklappe s versehen. Vor der Rückschlagklappe s ist das Steigrohr r angeschlossen, welches bis über den höchsten vorkommenden Wasserspiegel hochgeführt ist.
Wird der Anlage durch die Rohrleitung e Wasser zugeführt, so fließt dasselbe durch die Leitung Z, m bei offener Rückschlagklappe s ab, das Steigrohr r füllt sich, der Höhe des Wasserspiegels in η entsprechend, mit Wasser; die Öffnung p am Abfallrohr m steht unter Wasserverschluß. Hört der Wasserzufluß bei e auf, so hat der Kondensator a das Bestreben, durch die Rohrleitung m, I, d, b Wasser zurückzusaugen. Die Rückschlagklappe s wird geschlossen, im Abfallrohr tritt Unterdruck ein, das Steigrohr r wird leergesaugt und der Wasserverschluß beseitigt. Es wird durch die gebildete Öffnung Luft angesaugt und der Kondensator α und die angeschlossenen Teile mit Luft von atmosphärischer Spannung aufgefüllt.
Damit bei hochliegendem Kondensator a nicht das Wasser aus dem Wasserraum desselben abfließt, ist in die Leitung I die Rückschlagklappe u eingebaut. Die Luft tritt nach Abschluß derselben unter Benutzung der Leitung t in das Gefäß f und von hier durch die Leitung d, b in den Kondensator a ein. Die Ausführung ist entsprechend, wenn ,
unmittelbar das Gefäß f den Abflußgraben mit veränderlichem Wasserspiegel darstellt.
Zur weitergehenden Sicherung können gleichzeitig mehrere der angegebenen Belüftungsarten benutzt werden, vor allem Belüftung nach Fig. ι mit einer der anderen zusammen.

Claims (7)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Belüftung von Kondensatoren, bei denen die Absaugung der Luft unter Mischung mit Wasser erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß ein für den Eintritt der Luft vorgesehener Wasserverschluß sich beim Betrieb selbsttätig herstellt, nach Stillsetzung der Anlage aber durch Fortsaugen des Wassers sich leert, so daß Luft in den Kondensator nachgesaugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die selbsttätige Herstellung und Beseitigung des Wasser-. Verschlusses die an einem Oberflächenkondensator vorgesehene besondere Fördervorrichtung für das Kondensatwasser benutzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Herstellung und Beseitigung des Wasserverschlusses an einer an dem Abflußrohr für das Wasser-Luftgemenge vorhandenen Offnung eintritt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur weitergehenden Sicherung die beiden Verfahren nach Anspruch 2 und 3 gleichzeitig vorgesehen werden.
5. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Förderung des Kondensates eine ohne Rückschlagklappe arbeitende Pumpe (g) benutzt wird (Fig. 1).
6. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gemengeabflußrohr (e) eine Rückschlagklappe (s) angebracht ist, die bei einsetzender Rückströmung durch Drosselung des zurückfließenden Wassers an der für den Lufteintritt vorgesehenen Öffnung (q) den Wasserverschluß beseitigt (Fig. 3).
7. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Lufteintritt vorgesehene Öffnung (Rohr r) an dem Abflußrohr (m) und ihr W.asserverschluß so ausgebildet ist, daß bei veränderlichem Wasserspiegel im Abflußgraben stets das ganze Gefalle bis zum Wasserspiegel für das Abfallrohr nutzbar gemacht ist (Fig. 4).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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