DE218045C - - Google Patents

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DE218045C
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disc
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carriage
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J19/00Character- or line-spacing mechanisms
    • B41J19/02Character- or line-spacing mechanisms with retarding devices, e.g. brakes

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  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 218045 KLASSE 15#. GRUPPE
in Antriebverbindung gebracht wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1908 ab.
Die Schlittenbremsen für Schreibmaschinen mit Tabelienschreibvorrichtung sind bekanntlich so angeordnet, daß beim Druck auf eine Stellenzahltaste die Bremsvorrichtung durch eine Kupplung mit dem Schlitten verbunden wird, damit der Schlitten, der beim Druck auf die Stellenzahltaste ausgelöst wird, unter der Wirkung der Federtrommel keine zu schnelle Bewegung annimmt. Auf eine Schlittenbremse dieser Art bezieht sich die Erfindung. Nach dieser ist die Schlittenbremse in folgender Weise ausgebildet: Die Bremsvorrichtung ist mit einer vom Federhaus aus gedrehten Achse versehen, auf der ein Querarm sitzt. Dieser Querarm liegt an den Anlaufflächen zweier Nasen an, die auf einer drehbaren Scheibe sich befinden, so daß bei der Drehung des Querarmes die Scheibe durch den Druck des ersteren auf die Anlaufflächen der Nasen mitgenommen wird. Überschreitet die Geschwindigkeit, mit der das Federhaus abläuft, und damit auch die Drehgeschwindigkeit des Querarmes ein gewisses Maß, so wird der Druck auf die Anlaufflächen so stark, daß mittels derselben die Scheibe angehoben wird und dadurch mit einer festen Scheibe in Berührung kommt und hier eine Bremsung erfährt, die das Ablaufen des Federhauses verlangsamt. An dem Querarm sind außerdem Schwung-
gewichte befestigt, die bei Überschreitung einer bestimmten Drehgeschwindigkeit auswärts schwingen. Dabei drücken entsprechend angeordnete Daumenflächen an den Schwunggewichten an die Scheibe und heben diese noch weiter an, so daß die Bremsung, die sie an der festen Scheibe erfährt, stärker wird. Die Bremsvorrichtung unterscheidet sich also von ähnlichen bekannten Anordnungen dadurch, daß die Bremsung nacheinander durch zwei verschiedene Hilfsmittel in Wirksamkeit gebracht wird. Bei Beginn der Bewegung wird zunächst die gedrehte gegen die feste Scheibe nur durch die Anlaufflächen an den Nasen angedrückt, an welchen der Querarm anliegt. Hierdurch wird eine vergleichsweise nur schwache Bremsung hervorgerufen. Erst wenn diese schwache Bremsung nicht ausreicht, treten die Schwunggewichte in Wirkung, um durch die mit ihnen in Verbindung stehenden Daumen die gedrehte Scheibe noch weiter und stärker gegen die feste Scheibe anzudrücken und so den Bremsdruck zu vergrößern. Die Bremsvorrichtung besteht aus verhältnismäßig wenigen Teilen und läßt sich einfach und leicht herstellen, auch läßt sich eine sehr einfache Regelung der Bremswirkung dadurch erzielen, daß der Querarm, in der Höhe verstellbar ist.
In der Zeichnung ist eine Aüsführungsform der neuen Bremsvorrichtung an einer Ünderwood-Schreibmaschine dargestellt; die Brems-Vorrichtung kann aber auch für Schreibmaschinen anderer Bauart Anwendung finden. Die Schreibmaschine ist in Fig. 1 von hinten und in Fig. 2 von der Seite gesehen dargestellt.
Fig. 3 bis 8 zeigen Einzelheiten der neuen Bremsvorrichtung.
Der Antrieb des Schlittens erfolgt in bekannter Weise durch ein Band 57, an dem ein Federhaus 58 wirkt. In Fig. 1 und 2 ist die Schreibmaschine mit einer Tabellenschreibvorrichtung versehen dargestellt, letztere ist aber nicht näher beschrieben, weil sie nicht den Gegenstand der Erfindung bildet. Der Schlitten ist mit den notwendigen Vorrichtungen versehen, um auf ihm die Kolonnenanschläge zu befestigen, und in dem Rahmen der Schreibmaschine sind die . Stellenzahltasten gelagert, von denen aus die Stellenzahlanschläge jeweilig in solche Lage gebracht werden, daß sie mit den auf dem Schlitten befindlichen Kolonnenanschlägen zum Eingriff gelangen. In Fig. 2 ist mit 1 eine Stellenzahltaste, mit 7 ein Stellenzahlanschlag in Gestalt eines Stabes dargestellt. Beim Druck auf die Taste 1 wird der Stellenzahlanschlag 7 gehoben und kommt dadurch in die Bahn der auf dem Schlitten befindlichen Kolonnenanschläge.
Die Regelung des Vorschubes des Schlittens unter Vermittlung des Federhauses erfolgt in bekannter Weise mittels einer Zahnstange 59, die mit einem Hemmrad 60 in Eingriff steht. Die Zahnstange 59 ist in zwei drehbaren Armen 61 gelagert und kann zur Auslösung des Schlittens von dem Hemmrad 60 dadurch gehoben werden, daß ein Hebel 62 vorgesehen ist, der bei 63 drehbar im Gestell gelagert ist und mit einer Rolle 64 unter die Zahnstange 59 greift. Das hintere Ende des Hebels 62 ist mit einer Zugstange 65 verbunden, die an ihrem unteren Ende an einen Arm 66 gelenkig angreift, der seinerseits auf einer schwingbar gelagerten Welle 67 befestigt ist. Diese letztere wird beeinflußt, wenn sich einer der Stellenzahlanschlagstäbe 7 bewegt, und zwar dadurch, daß an den Stäben Schultern 68 angeordnet sind, die unter einer wagerechten, an der Welle 67 befestigten Platte 69 liegen, diese heben und. dadurch die Welle in Schwingung versetzen, wenn einer der Stäbe 7 in die Höhe geht. Bei jedem Druck auf eine der Stellenzahltasten wird die Zahnstange 59 aus dem Zahnrad 60 ausgehoben.
An einem Ende der Schwingwelle 67 ist mittels einer Nabe 74 ein zylindrisches Gehäuse 75 befestigt, aus dessen Deckel 76 ein Triebrad jj hervorragt. Bei jeder Schwingung der Welle 67 wird dieses Triebrad mit einem Triebrad 77a in Eingriff gebracht, welches auf der Rückseite des Federhauses 58 befestigt ist, so daß bei der Drehung des Federhauses bzw. der dadurch bewirkten Verschiebung des Schlittens das Triebrad Jj mit seiner Achse 78 in schnelle Umdrehung versetzt wird. Die Achse 78 ist in Augen 79 und 80 des Gehäuses 75 gelagert. Der Deckel 76 dieses Gehäuses ist mit einem Flansch 81 in das Gehäuse eingeschraubt und kann daher mit der Achse 78 und den sonst an ihm befestigten Teilen herausgenommen werden.
Mittels einer Schraube 82 ist auf der Achse 78 innerhalb des Gehäuses ein Querarm 83 befestigt, an dem zwei Schwunggewichte 84 hängen, die bei 85 so an dem Querarm gelagert sind, daß sie nach außen schwingen können. Geschieht das, so pressen sich Nasen 86 der Gewichtsarme an die Unterseite einer Scheibe 87, die lose auf der Achse 78 sitzt, und drücken diese Scheibe aufwärts gegen eine Reibungsscheibe 88 aus Vulkanfiber oder anderem eine starke Reibung hervorrufenden Material, die zwischen der Scheibe 87 und der Unterseite 89 des Deckels 76 gelagert ist. Dadurch wird eine starke Reibung hervorgerufen, die der Drehung der Achse 78 entgegenwirkt, und diese Reibung verhindert eine zu schnelle Bewegung des Schlittens.
Die Scheibe 87 ist mit zwei Nasen 90 versehen, die in Ausschnitte des Querarmes . 83 hineinragen, und muß sich deshalb mit diesem Querarm drehen. Die Nasen 90 sind zweckmäßig auf einer Seite mit einer Abschrägung, einem halben Konus vergleichbar, versehen, ebenso die Ausschnitte des Querarmes 83, in die sich die Nasen einlegen, wie bei 91 aus Fig. 6 ersichtlich ist. Wenn beim Beginn der Bewegung des Schlittens · der Querarm die Nasen berührt, so wird die Scheibe 87 etwas angehoben, und es wird schon dadurch eine gewisse Reibung zwischen ihr, der Scheibe 88 und der Unterseite 89 des Gehäusedeckels hervorgerufen. Diese drei Teile sind, auch bei Stillstand, immer in Berührung miteinander und besitzen genügende Reibung, um auch schon beim Anfang der Bewegung die Anhebung der Scheibe 87 durch die Keilwirkung der Abschrägungen des Querarmes 83 auf die keilförmig gestalteten Nasen 90 hervorzurufen. . ■ .
Im Betrieb ist es nicht nötig, daß die Bremse sofort bei Auslösung des Schlittens in Tätigkeit tritt, da man den Schlitten, ohne daß schädliche Wirkungen eintreten, eine kurze Strecke lang, z. B. 3 oder 4 cm, frei laufen lassen kann. Dauert die Bewegung länger, so tritt alsdann zunächst die Bremswirkung durch Anhebung der Scheibe 87 ein, < und wenn die Geschwindigkeit noch mehr, wächst, so tritt der durch die Schwunggewichte verursachte Bremsdruck in Wirkung, ohne daß irgendwelche Stöße stattfinden, durch die das Band 57, das den Schlitten mit dem Federhaus 58 verbindet, etwa schlapp werden und von dem Gehäuse abspringen könnte. Es kann ' auch kein Zurückspringen des Schlittens beim Anprall an die Stellenzahlanschläge stattfinden.
Den durch die Schwunggewichte hervorge-
rufenen Bremsdruck kann man dadurch regeln, daß man die Schrauben 82 löst und den Querarm 83 nach aufwärts oder abwärts verschiebt.
5

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i i. Schlittenbremse für Schreibmaschinen ■ mit Tabellenschreibvorrichtung, bei der die τ Bremsvorrichtung beim Druck auf eine Stellenzahltaste mit dem Schlitten in An-ί trieb Verbindung gebracht wird, dadurch . gekennzeichnet, daß eine Scheibe (87) durch , mit Anlaufflächen versehene Nasen (go) ' mit einem von einem Federgehäuse (58) aus gedrehten Teil (83) derart in Verbindung steht, daß bei eintretender Drehung des '. letzteren die Scheibe (87) durch die Anlaufflächen der Nasen gehoben wird und hier-■ bei eine Reibung an einer zweiten Scheibe
    (88) oder dem Deckel des Bremsgehäuses (76) erfährt.
  2. 2. Schlittenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem vom Federgehäuse aus gedrehten , Teil (83) Schwunggewichte (84, 84) angebracht sind, die bei Erreichung einer bestimmten Drehgeschwindigkeit mittels entsprechend angeordneter Hebel (86) die Bremsscheibe (87), die bei langsamer Bewegung des Schlittens durch die Keilwirkung zwischen dem gedrehten Teil (83) und den Nasen (90) angehoben wird, gegen andere Bremsglieder pressen.
  3. 3. Schlittenbremse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Schwunggewichtshebel tragende, auf der Antriebachse (78) angeordnete Teil (Querarm 83) in der Achsenrichtung einstellbar ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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