DE217637C - - Google Patents

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DE217637C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/001Interlayers, transition pieces for metallurgical bonding of workpieces
    • B23K35/002Interlayers, transition pieces for metallurgical bonding of workpieces at least one of the workpieces being of light metal

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • ing And Chemical Polishing (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 217637 -KLASSE 49/. GRUPPE
ALBERT NIELSEN in DRAMMEN, Norw.
Verfahren zum Löten von Aluminium. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein besonders in der zahnärztlichen Technik anwendbares Verfahren zum Löten von Aluminium, das aber auch beim Löten von Aluminium im allgemeinen Verwendung finden kann.
Es sind mehrere Verfahren zum Löten von Aluminium bekannt, bei welchen der zu lötende Aluminiumgegenstand, nachdem er mittels Säuren oder geschmolzener Salze gereinigt ist,
ίο mit einem Überzug von irgendeinem mit dem Lote eine feste Verbindung bildenden Metall unter Umständen auf galvanischem Wege versehen wird.
Diesem Bekannten gegenüber beruht das Wesen des vorliegenden Verfahrens darin, daß die zu lötende Aluminiumfläche nach der auf bekannte Weise erfolgten Reinigung einem galvanischen Ätzungsprozeß unterworfen wird, wodurch die zu lötende Fläche für die nachfolgende Behandlung besonders geeignet gemacht wird.
Zur Durchführung des Verfahrens wird der zu lötende Gegenstand zunächst gut gereinigt und darauf in einen Elektrolyten gebracht, wo er eine kurze Zeit mit dem positiven Pol einer geeigneten Elektrizitätsquelle verbunden wird, wodurch er etwas geätzt wird. Sodann wird er am negativen Pol angebracht und in einer Nickelsalzlösung behandelt, so daß sich auf dem Gegenstande Nickel niederschlägt, das mit dem Aluminium eine feste Verbindung bildet. Wenn dies geschehen ist, wird der Gegenstand, nachdem er aufs neue gereinigt worden ist, in eine Zinnsalzlösung gebracht, wo er mit dem negativen Pol der Elektrizitätsquelle verbunden wird, während der positive Pol aus Zinn gebildet wird, wonach die Lötung unter Anwendung von Lötwasser und Lötkolben erfolgt.
Die Reinigung des Gegenstandes geschieht zweckmäßig dadurch, daß derselbe zunächst mit Schwefelsäure behandelt, darauf mit Wasser, dann mit 10 prozentiger Natronlauge und zuletzt wieder mit Wasser gewaschen wird. Als Elektrolyt während der galvanischen Ätzung kann derselbe Elektrolyt als nachträglich während der Nickelausscheidung benutzt werden, vorzugsweise eine Lösung, bestehend aus 4 Gewichtsteilen Nickelsalz, 2 Gewichtsteilen Salmiak, 0,2 Gewichtsteilen Zitronensäure und 100 Gewichtsteilen destilliertem Wasser. Nach der Behandlung in diesem Elektrolyten wird der Gegenstand mit Wasser gewaschen und danach in die Zinnsalzlösung gebracht, welche zweckmäßig aus 0,20 Gewichtsteilen Zinnchlorür, 2 Gewichtsteilen pyrophosphorsaurem Natron und 100 Gewichtsteilen destilliertem Wasser besteht.
Nachdem die Ätzung in der oben beschriebenen Weise ausgeführt worden ist, kann man, anstatt Nickel auf den Gegenstand niederschlagen zu lassen, denselben mit einem dünnen Überzug von Kupfer versehen, indem der Gegenstand am negativen Pol angebracht wird, während man eine positive Elektrode aus Kupfer benutzt. Ein zu diesem Zwecke geeignetes Bad kann durch Lösen von 22 Gewichtsteilen Kupfersulfat in 78 Gewichtsteilen
destilliertem Wasser und Hinzusetzung von Schwefelsäure bis zur sauren Reaktion des Bades erhalten werden. Das auf dem Gegenstand niedergeschlagene Kupfer wird durch Behandlung mit einem Polierstahl mit dem Aluminiumgegenstande fest verbunden, worauf die Lötung beispielsweise mit gewöhnlichem Schlaglot erfolgen kann.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel beruht
ίο darin, daß der Gegenstand nach dem Reinigen in einem Nickelbade von der oben angegebenen Zusammensetzung einem galvanischen Ätzungsprozeß unterworfen und sodann in demselben Bade mit einem Nickelüberzuge versehen wird.
Der Gegenstand wird dann wieder gut gereinigt und in einem Kupferbade von der oben angegebenen Zusammensetzung mit einem Überzuge von Kupfer versehen, welcher darauf mit einem Polierstahl mit dem Aluminiumgegenstände fest vereinigt wird. Die Lötung kann dann auf gewöhnliche Weise durchgeführt werden.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zum Löten von Aluminium, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand nach erfolgter Reinigung und vor dem Überziehen mit einem Nickeloder Kupferüberzug im elektrischen Bade einem galvanischen Ätzungsprozeß unterworfen wird zum Zweck, die Fläche des Aluminiums zur Aufnahme des Überzuges besonders geeignet zu machen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung einer Nickelsalzlösung von etwa folgender Zusammen-Setzung: 4 Gewichtsteile Nickelsalz, 2 Gewichtsteile Salmiak, 0,2 Gewichtsteile Zitronensäure und 100 Gewichtsteile Wasser.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung einer Kupfersalzlösung von etwa folgender Zusammensetzung: 22 Gewichtsteile Kupfersulfat, 78. Gewichtsteile Wasser, sowie Schwefelsäure bis zur sauren Reaktion des Bades.
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DE (1) DE217637C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747318C (de) * 1942-06-26 1945-01-08 Verfahren zur Herstellung weich zu verloetender Aluminium-Werkstuecke mit Hilfe von galvanischen UEberzuegen
EP0117352A1 (de) * 1983-02-24 1984-09-05 Fujitsu Limited Verfahren zum Schweissen von Bauteilen auf der Basis von Aluminium und geschweisster Aufbau

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747318C (de) * 1942-06-26 1945-01-08 Verfahren zur Herstellung weich zu verloetender Aluminium-Werkstuecke mit Hilfe von galvanischen UEberzuegen
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