DE21748C - Neuerungen an Rübenschtiitzelmaschinen - Google Patents
Neuerungen an RübenschtiitzelmaschinenInfo
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- DE21748C DE21748C DENDAT21748D DE21748DA DE21748C DE 21748 C DE21748 C DE 21748C DE NDAT21748 D DENDAT21748 D DE NDAT21748D DE 21748D A DE21748D A DE 21748DA DE 21748 C DE21748 C DE 21748C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B5/00—Reducing the size of material from which sugar is to be extracted
- C13B5/06—Slicing sugar beet
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der im Haupt-Patent beschriebenen Construction einer Schnitzelmaschine hat sich der
Uebelstand herausgestellt, dafs zu wenig Schnitzelmesser gleichzeitig in Thätigkeit sind
und somit die Leistungsfähigkeit eine zu geringe ist.
Ferner müssen bei ihr die Schnitzel von äufsen nach innen durch den senkrechten
Schnitzelcylinder hindurch treten, während sie durch die Centrifugalkraft im entgegengesetzten
Sinne nach aufsen getrieben werden. Die Centrifugalkraft ist somit dem Austritt hinderlich.
Diesem Uebelstande, sowie der seitlichen Zuführung der Rüben abzuhelfen, bezwecken die
vorliegenden Constructionen.
Die Rüben gelangen bei der in Fig. 1 und 2
dargestellten Construction, wie bisher, durch einen Elevator in einen Rumpf a, welcher hier
jedoch vollkommen cylindrisch ist. Derselbe sitzt auf dem Kopfstück b, welches, in seinem
unteren Theil durch den Ringkonus c geschlossen, nur die Mantelöffnung frei läfst. Der
Konus c ist mit b durch vier Rippen d fest und sicher verbunden.
In der Mitte von c befindet sich die Stopfbüchse für die durchgehende, stehende Welle e
mit Büchse /.
Der Antrieb der stehenden Welle e ist der gewöhnliche, ebenso das Uebersetzungsvorgelege
für die durchgehende Büchse f.
Auf letzterer befindet sich eine Schnecke g, welche, in entsprechender Steigung und Gangzahl
ausgeführt, die in den Rumpf α gelangenden Rüben etc. nach unten drückt. Zur
Sicherung der Stopfbüchse dient eine Schutzglocke h.
Es ist. hierbei jedoch nicht ausgeschlossen, dafs bei genügender Höhe des Rumpfes a die
Schnecke g ganz in Wegfall kommen kann, so dafs die Rüben durch ihre eigene Schwere
gleichmäfsig nach unten und aufsen gegen den rotirenden Schnitzelcylinder i gedrückt werden.
Dieser Cylinder ist je nach Gröfse und erforderter Leistung der Schnitzelmaschine mit
mehr oder weniger Oeffnungen versehen, in welche durch die Gehäuseklappe k bewegliche,
mit Schnitzelmessern armirte Messerkasten beliebiger Construction eingesetzt werden können.
An den Verbindungsrippen d sind verschiebbare Abstreichleisten / angeordnet, welche vor
den Messern nur einen geringen Spielraum zum Durchtritt derselben frei lassen. Zur leichteren
Einstellung derselben dient die Klappe m im Kopfstück b.
Zur Entfernung etwaiger in die Maschine gelangter Steine dienen ein oder mehrere
Schieber n.
Der Schnitzelcylinder i ist mittelst des Armkreuzes ο fest mit der stehenden Welle verbunden,
rotirt somit um die cylindrische Ausgangsöffnung des Kopfstückes b.
Die Schnitzel treten in Richtung, der Centrifugalkraft
durch die Messerkasten hindurch und gelangen in den Ringraum zwischen i und dem
Innern des Gehäuses /. Sie hieraus zu entfernen, dienen die mit i fest verbundenen Rippen
q, welche, mit verstellbaren Bürsten versehen, die erzeugten Schnitzel nach der Auswurfrinne
r befördern.
Durch diese Construction ist somit erreicht:
1. dafs infolge des senkrechten Schnitzelcylinders die Rüben an allen Punkten mit
gleicher Schnittgeschwindigkeit geschnitten werden, was bei den bisherigen horizontalen Schneidscheiben
nicht der Fall war;
2. dafs die Schnitzel in Richtung der Centrifugalkraft durch die Schneidfläche treten,
diese somit dem Austritt nicht wie bisher hinderlich, sondern fördernd ist;
3. dafs die Leistung der Maschine infolge dessen bedeutend vergröfsert ist.
An Stelle der bisherigen kleinen Schnittfläche der im Haupt-Patent beschriebenen Construction
sowohl, wie auch der sonst üblichen Schnitzelmaschinen mit horizontal rotirender Schneidscheibe
tritt hier die ganze Mantelfläche bezw. treten gleichzeitig alle Messer in Wirksamkeit,
welch letzteres ein principielles Merkmal dieser Construction zu nennen ist.
Die senkrecht oder schwach geneigte Anordnung der Messerkasten an der Peripherie des
Mantels läfst ferner selbst bei kleinem Durchmesser die Anordnung einer gröfseren Anzahl
derselben zu (in der Darstellung 12, statt wie bei horizontalen Schneidscheiben 8). Hierdurch
ist es möglich, die jetzige Mantelschnitzelmaschine bei gleicher Leistung bedeutend langsamer
rotiren zu lassen, wodurch
4. bedeutend bessere Schnitzel erzielt werden. Da ferner die Rüben durch den gleichmäfsi-
gen Druck von oben, sei es durch Schnecke oder eigenes Gewicht, gleichmäfsig gegen die
Messer gedrückt, ferner in ihrer Lage durch die Rippen d festgehalten werden, so müssen
bei der Mantelschnitzelmaschine Schnitzelmesser, welche die Rüben nicht glatt abschneiden, als
Königsfelder, Dachrippen und Fingermesser, bedeutend regelmäfsigere Schnitzel erzeugen, als
dies bislang bei den horizontal rotirenden Schneidscheiben der Fall war.
. Ein Haupterfordernifs hierfür ist die relativ feste Lage der Rüben beim Schneiden. Diese
herbeizuführen, bestrebt eine in Fig. 3 und 4 dargestellte Construction.
Bei derselben rotirt nicht die den Messerkasten enthaltende Schneidfläche i, sondern der
Konus oder Obertheil c mit den Rippen d. Letztere sind nicht mit dem Kopf- oder Einlaufstück
b verbunden, und tragen an ihren Enden die beweglichen Abstreicher /. :
Die Schnecke g fällt weg.
Die in den Rumpf α fallenden Rüben gelangen dann in den rotirenden Konus c und
werden durch die Centrifugalkraft nach aufsen gegen die feststehenden Messer geschleudert.
An diesen entlang bewegt, somit geschnitten, werden sie durch die Rippen d. Zur definitiv
sicheren Lagerung der Rüben bei selbst leerer Maschine sind dann die Rippen d noch ähnlich
den Schaufeln von Turbinen geformt; so dafs eine einzelne, in die leere Maschine gelangte
Rübe, durch die Centrifugalkraft bis in die äufserste Ecke getrieben, dort ihre feste
Lage erhält.
Die aus dem Schnitzelcylinder tretenden Rüben fallen in das Gehäuse / und werden aus
diesem, genau wie bei den bisherigen horizontalen Schnitzelmaschinen, durch einen Ausräumer
entfernt. Ein bedeutender Vortheil dieser Construction, aufser der festen Lage der Rüben,
besteht darin, dafs durch geeignet angebrachte Klappen jedes der einzelnen feststehenden
Messer während des Schneidens beobachtet werden kann und somit eine bedeutend sichere
Controle jeder Messerconstruction erreicht wird.
Der Antrieb kann sowohl von oben als von unten erfolgen. Bei beiden Modificationen ist
ferner sowohl Rumpf α als auch der übrige Raum bis zur Schneidfläche continuirlich nach
unten erweitert, so dafs an keiner Stelle ein Anstauen der Rüben eintreten kann.
An dem Princip dieser neuen Schnitzelmaschine würde es nur wenig ändern, wenn
der Schneidecylinder in einen Konus verwandelt würde,' man gäbe dadurch allerdings den
Vortheil der überall gleichen Geschwindigkeit der Messer bezw. des centralen rotirenden
Flügelwerks auf.
Claims (6)
1. Bei Rüben- etc. Schnitzelmaschinen das
Verfahren, die durch ein Rohr α in der Mitte eingeführten Rüben etc. gleichmäfsig
nach aufsen zu vertheilen und dann durch einen verticalen oder geneigten Schnitzelcylinder
in der Richtung von innen nach aufsen in Schnitzel zu zertheilen, so zwar,
dafs diese dem Einflufs der Centrifugalkraft folgen können, und zwar:
a) bei rotirendem Schnitzelcylinder, also sich bewegenden Messern und feststehendem
Konus c, wobei die Rüben entweder durch eigenen Druck oder durch eine Schnecke gegen die Messer
gedrückt werden;
b) bei feststehendem Schnitzelcylinder, also unbeweglichen Messern und rotirendem,
mit Rippen versehenem Konus c, wobei die Rüben etc. durch die Centrifugalkraft gegen die Messer
gedrückt werden und so ihre feste Lage beim Schneiden gesichert ist.
2. Das Verfahren, durch Einwirkung der Centrifugalkraft die Lage der Rüben zu sichern
und die Schnitzel aus den Messern zu treiben.
Zur Ausübung des unter ι a beschriebenen Verfahrens die Anordnung von Messerkasten
in der Peripherie des um die Achse c rotirenden
Cylinders i in Verbindung mit dem feststehenden Kopfstück b, dem Konus c,
dem Rumpf a, in welchen die Rüben entweder durch eigenen Druck oder durch die
Schnecke g nach unten gegen die Messer gedruckt werden, sowie ferner hiermit in
Verbindung der Abstreicher q, durch welche die Schnitzel nach der Ausfallrinne r befördert
werden.
Zur Ausübung des unter i. beschriebenen Verfahrens die Anordnung von Messerkasten
in einem feststehenden Cylinder i in Verbindung mit dem rotirenden Konus c mit
den Rippen d, so dafs die von oben in die Maschine gelangenden Rüben, durch die
Centrifugalkraft gegen die Messer geschleudert und an diesen durch die Rippen d
entlang bewegt, in Schnitzel zertheilt werden.
5. Die Form der Rippen d nach Art der Turbinenschaufeln, so dafs eine einzelne, in
die Maschine gelangte Rübe in der gebildeten äufsersten Ecke eine sichere Lage finden mufs.
6. Die continuirliche Vergrößerung des Querschnitts der Rübenzuführung nach der
Schneidfläche zu, so dafs ein Aufhängen bezw. Anstauen von Rüben unmöglich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21748C true DE21748C (de) |
Family
ID=298419
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21748D Active DE21748C (de) | Neuerungen an Rübenschtiitzelmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21748C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2637359A (en) * | 1948-06-14 | 1953-05-05 | Hughes Alvin W | Meat chopping method and apparatus utilizing a centrifugally positioned knife within a rotating and foraminous basket |
| DE1191310B (de) * | 1961-11-07 | 1965-04-15 | Putsch & Co H | Maschine zum kontinuierlichen Schneiden von Zuckerrohr od. dgl. |
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- DE DENDAT21748D patent/DE21748C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2637359A (en) * | 1948-06-14 | 1953-05-05 | Hughes Alvin W | Meat chopping method and apparatus utilizing a centrifugally positioned knife within a rotating and foraminous basket |
| DE1191310B (de) * | 1961-11-07 | 1965-04-15 | Putsch & Co H | Maschine zum kontinuierlichen Schneiden von Zuckerrohr od. dgl. |
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