DE217339C - - Google Patents
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- DE217339C DE217339C DENDAT217339D DE217339DA DE217339C DE 217339 C DE217339 C DE 217339C DE NDAT217339 D DENDAT217339 D DE NDAT217339D DE 217339D A DE217339D A DE 217339DA DE 217339 C DE217339 C DE 217339C
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03B—GENERATION OF OSCILLATIONS, DIRECTLY OR BY FREQUENCY-CHANGING, BY CIRCUITS EMPLOYING ACTIVE ELEMENTS WHICH OPERATE IN A NON-SWITCHING MANNER; GENERATION OF NOISE BY SUCH CIRCUITS
- H03B11/00—Generation of oscillations using a shock-excited tuned circuit
- H03B11/04—Generation of oscillations using a shock-excited tuned circuit excited by interrupter
- H03B11/06—Generation of oscillations using a shock-excited tuned circuit excited by interrupter by mechanical interrupter
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 a. GRUPPE
in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1906 ab.
Bekannt sind Schaltungsanordnungen zur Erzeugung schwach gedämpfter Schwingungen,
bei welchen in den aus Selbstinduktion und Kapazität bestehenden Schwingungskreis eine
Spannungswelle direkt eingeschaltet und im Nebenschluß zur Selbstinduktion und Spannungsquelle
eine Unterbrechungsvorrichtung geschaltet ist. Diese Vorrichtungen besitzen
jedoch die Übelstände, daß durch die Spannungsquelle im Schwingungskreis eine bei der
Kleinheit der im Schwingungskreis sonst vorhandenen Dämpfung sehr beträchtliche Dämpfung
hervorgerufen wird.
Ein anderer Nachteil besteht darin, daß die Dämpfung, welche die Spannungsquelle
im Schwingungskreis verursacht, nicht konstant ist und die oben erwähnte Schaltung
z. B. für Meßzwecke ungeeignet macht. Dasselbe gilt für die. anderen im Schwingungskreise
vorhandenen Größen. Der dritte eventuell noch in Betracht kommende Nachteil
der direkt im Schwingungskreise eingeschalteten Spannungsquelle besteht darin, daß bei
gewissen Kapazitätsgrößen praktische Schwierigkeiten
auftreten infolge Vergrößerung der Wellenlänge durch die zur Spannungsquelle erforderliche
Zuleitung.
Die Dämpfung durch die Spannungsquelle im Schwingungskreise ist, so ins Gewicht
fallend, daß der gesamte Vorteil des geschlossenen Schwingungskreises gegenüber dem gewöhnlichen
Schwingungskreise mit Funkenstrecke in Frage gestellt sein kann. Für in der drahtlosen Telegraphic gebräuchliche Anlagen
kann beispielsweise die Dämpfung (das logarithmische Dekrement der Dämpfung) des
Erregerkreises ohne besondere Schwierigkeiten auf 0,05 gebracht werden. Die oben erwähnte
Schaltung, welche gegenüber der praktischen Ausführung mit Funkeristrecke im einfachen
Schwingungskreise die verschiedensten Schwierigkeiten besitzt, kann als für die Technik
wertvoll demnach hur dann bezeichnet werden, wenn sie es ermöglicht, die Dämpfung
des geschlossenen Schwingungskreises noch unter 0,05, also z. B. auf 0,01 zu verringern.
Bis jetzt ist es selbst mit außerordentlich reichlich bemessenen Selbstinduktionen und
mit Verwendung von Luftkondensatoren geringster Dämpfungen nicht gelungen, die
Dämpfung eines solchen Schwingungskreises wesentlich kleiner als 0,01 zu machen. Die
bekannten Spannungsquellen, soweit sie überhaupt für Hochfrequenzstrom durchlässig sind,
ergeben Dämpfungen, die im allgemeinen bedeutend höher liegen.
Im Gegensatz zu derartigen Anordnungen besteht das Wesen der vorliegenden Erfindung
darin, daß die Spannungsquelle entweder mit in den Nebenkreis des Unterbrechers gelegt
wird oder in einem z. B. besonderen Nebenkreis, derart, daß man die Kapazität des
Schwingungskreises in zwei zerlegt (deren eine beträchtlich größer ist als die andere) und
zur kleineren den Unterbrecher, zur größeren die Spannungsquelle parallel legt. Die ange-
(2. Auflage, ausgegeben am 14. Dezember
führten Mißstände sind hierdurch vermieden, und da es nach dem augenblicklichen Stand
der Technik der drahtlosen Telegraphic möglich erscheint, einem Schwingungskreis, der
nur aus Kapazität und Selbstinduktion besteht, eine wesentlich geringere Dämpfung
zu geben, als selbst dem besten Schwingungskreise mit eingeschalteter Funkenstrecke, so
bietet die neue Schaltung mit der Spannungsquelle in einem Nebenkreis große Vorteile in
ihrer praktischen Verwendung für die drahtlose Telegraphie.
In Fig. ι ist eine Schaltung nach den bisher ' bekannten Anordnungen wiedergegeben:
α bezeichnet die Spannungsquelle, b ist eine
Kapazität, die zusammen mit der Selbstinduktion c den Schwingungskreis bildet, d ein
passender Unterbrecher, e ein Widerstand, der eventuell auch fortfallen kann und der
nur zur Regulierung des Unterbrechers dient. abc bildet hierin den Hauptkreis, α c d e den
Nebenkreis.
In Fig. 2 ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt,
wobei die Spannungsquelle im Nebenkreis des Unterbrechers eingeschaltet ist. Hierbei
bezeichnet wieder α die Spannungsquelle, b eine passende Kapazität, welche mit einer
Selbstinduktion c den Schwingungskreis bildet.
d ist wieder ein passender Unterbrecher. Außerdem kann in den Unterbrechungskreis
oder parallel dazu je nach Bedarf ein Widerstand, Selbstinduktion, oder Kapazität eingeschaltet
werden. Der Nebenzweig wird hier aus d α c gebildet.
In Fig. 2 a ist die Kapazität in zwei Kondensatoren O1 und b2 geteilt und zu J1 (der
kleineren) der Unterbrecher d, zu b2 (der größeren)
die Spannungsquelle α gelegt, c ist wieder
die Selbstinduktion des Hauptkreises.
In Fig. 3 ist eine induktive Schaltung dargestellt, α bezeichnet die Spannungsquelle,
d den Unterbrecher, f eine Primärtransformatorspule, c eine Sekundärtransformatorspule,
welche gleichzeitig die Selbstinduktion des Schwingungskreises bildet, und b die Kapazität.
Da die neue Schaltung gegenüber einem Schwingungskreise mit Funkenstrecke ohne
große praktische Schwierigkeiten die Zahl der Wellenzüge pro Sekunde beliebig zu steigern
gestattet infolge der Möglichkeit der hohen . Unterbrechungszahlen des Nebenkreises, so gestatten
sie auch, diese Zahl der Wellenzüge über die akustischen Schwingungszahlen zu steigern. Durch diesen Umstand eignet sich
die Schaltung als Senderschaltung für drahtlose Telephönie. Hierbei kann die Änderung
durch die Tonschwingungen zum Zwecke der Telephönie ebensowohl im Nebenkreis wie im
Hauptkreis vorgenommen werden.
In den Fig. 4 und 5 sind beispielsweise Schaltungsweisen hierfür dargestellt.
Es bezeichnet in Fig. 4 α die Spannungsquelle, b den Kondensator, welcher mit der
Selbstinduktion c zusammen den Hauptkreis bildet, d ist ein passender Unterbrecher, g ein
beliebiger variabler Kontakt, welcher durch akustische Schwingungen (Mikrophonkontakt)
veränderlich ist. Der Nebenkreis besteht hier aus Selbstinduktion c, Unterbrecher d, Spannungsquelle
α und Mikrophonkontakt g.
Fig. 5. Die Bezeichnungen sind wie in Fig. 4. Der veränderliche Kontakt (Mikrophonkontakt)
liegt jedoch bei dieser Ausführungsform parallel zu einem Teil der Selbstinduktion
c. Selbstverständlich könnte er auch parallel zu einer Kapazität bzw. einer Zusatzkapazität
oder auch direkt in den Stromkreis geschaltet werden.
Anstatt einen geschlossenen Schwingungskreis zu verwenden, kann man auch direkt
den Luftleiter mit den Enden der Selbstinduktion c verbinden. Die Schaltung würde
dann als allgemeine Senderschaltung für drahtlose Telegraphie und Telephönie in der Art
der Fig. 6 ausgeführt werden. In dieser ist α die Spannungsquelle, d der Unterbrecher,
c die Selbstinduktion, h der Luftleiter, i die Verbindung nach Erde oder Gegengewicht.
Natürlich kann auch jede der in der drahtlosen Telegraphie gebräuchlichen Senderschaltungen
sowie auch Mittel zur Abstimmung und Kopplung des Luftleiters usw. angewendet werden.
. Die Schaltung ist sehr geeignet zur Herstellung von Schwingungskreisen, welche für
Meßzwecke Verwendung finden sollen. (Vorrichtung zur Messung der Wellenlänge, Kopplungsgrad,
Dämpfung usw.)
Um die in elektrische Schwingungen auszulösende Energie zu erhöhen, können die
verschiedensten Mittel angewendet werden. Es kann z. B. der Unterbrecher aus einem
Vakuumvibrator nach bekannten Ausführungsformen, wie beispielsweise von Moore, bestehen.
Durch das sehr plötzliche Aussetzen des Öffnungsfunkens im Vakuum wird die zeitliche Änderung des Stromes außerordentlich
vergrößert und dadurch die Selbstinduktion c, die die Schwingungskapazität ladende
Spannung und somit die Leistung bei sonst gleicher Anordnung erhöht. Ferner kann
man durch große Unterbrechungszahlen die Leistung (besonders für quantitative Detektoren)
erheblich steigern. Selbstverständlich kann jeder in der Praxis gebräuchliche Unterbrecher
Anwendung finden. Die Energie ließe sich natürlich auf verschiedenste Weise noch durch eine Art Energieschaltung erhöhen,
z. B. durch Verwendung mehrerer Kreise, die miteinander zwangsweise irgendwie verbunden
Claims (1)
- sind, oder durch ähnliche Schaltungsmittel. Ein weiteres Mittel zur Erhöhung der schwingenden Energie wäre auch folgendes:Es sei durch die vorhandene Wellenlänge und Wahl der Kapazität eine gewisse Hochfrequenz-Selbstinduktion gegeben. Durch eine gewisse Unterbrechungszahl und Unterbrechungsgeschwindigkeit sowie einen gewissen zulässigen Strom ist dann die Energie desίο Schwingungskreises pro Sekunde bestimmt. Benutzt man nun eine Selbstinduktion, deren Wert für Hochfrequenz bedeutend kleiner ist als für Niederfrequenz, z.B. eine Spule mit Eisenkern, so kann man bei Beibehaltung der kleinen Hochfrequenz-Selbstinduktion und der dadurch bestimmten Wellenlänge die für die schwingende Energie maßgebende Größe der Selbstinduktion, nämlich die Selbstinduktion für Niederfrequenz und damit die gesamte Energie bedeutend erhöhen.Anstatt einen Schwingungskreis, bestehend aus Selbstinduktion und Kapazität, zu verwenden, oder einen direkt offenen Luftleiter, kann natürlich auch ein beliebiger nicht quasistationärer Stromkreis Verwendung finden (z. B. Resonanzspulen).Patent-A ν Spruch:Schaltungsanordnung zur Erzeugung möglichst wenig gedämpfter elektrischer Schwingungen, bei welcher der Schwingungskreis oder Hauptkreis keine Kommutiervorrichtung oder deren Ersatz (Funkenstrecke, Lichtbogen usw.) enthält und durch eine Spannungsquelle, welche mit einem Unterbrecher und der Selbstinduktion des Schwingungskreises hintereinandergeschaltet ist, erregt wird, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Spannungsquelle wie auch der Unterbrecher entweder in einem gemeinsamen Nebenkreis oder in zwei besonderen Nebenkreisen zum geschlossenen Schwingungskreis angeordnet werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE217339C true DE217339C (de) |
Family
ID=478650
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT217339D Active DE217339C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE217339C (de) |
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