DE216686C - - Google Patents

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DE216686C
DE216686C DENDAT216686D DE216686DA DE216686C DE 216686 C DE216686 C DE 216686C DE NDAT216686 D DENDAT216686 D DE NDAT216686D DE 216686D A DE216686D A DE 216686DA DE 216686 C DE216686 C DE 216686C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/06Hydroxy derivatives of triarylmethanes in which at least one OH group is bound to an aryl nucleus and their ethers or esters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Color Printing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 216686 KLASSE 22 b. GRUPPE
Zusatz zum Patente 216305 vom 22. Oktober 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. November 1908 ab. Längste Dauer: 21. Oktober 1923.
Das Patent 216305, Kl. 22 b, betrifft ein Verfahren zur Darstellung nachchromierbarer Säurefarbstoffe der Diphenylnaphtylmethanreihe, welches darin besteht, daß man 2-Oxyi-naphtaldehyddisulfosäuren mit Salicylsäure oder o-Kresotinsäure zu Leukokörpern kondensiert und diese zu Farbstoffen oxydiert. Dieses Verfahren ist durch die spezielle Verwendung der 2-Oxy-i-naphtaldehyddisulfosäuren charakterisiert.
Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß die isomeren i-Oxy-2-naphtaldehydsulfosäuren, welche die reaktionsfähige Aldehydgruppe, in 2-Stellung enthalten, ebenig falls wie die obengenannten Säuren befähigt sind, durch Kondensation mit Salicylsäure oder ο■- Kresotinsäure wertvolle nachchromierbare Säurefarbstoffe zu liefern, und daß diese Reaktion auch mit p-Oxynaphtaldehydsulfosäuren, o- und p-Oxynaphtaldehydcarbonsäuren oder 0- und ρ - Oxynaphtaldehydsulf ocarbonsäuren überhaupt ausführbar ist.
Man erhält so Farbstoffe, die Wolle in saurem Bade anfärben und durch Nachchromieren wertvolle echte Nuancen liefern.
Beispiel 1.
20 Teile 2-Oxy-i-naphtaldehyd-3-carbönsäure
und 45 Teile o-Kresotinsäure werden mit 500 Teilen Schwefelsäure von 6o° Be. 30 bis 40 Stunden bei 700 gerührt, bis der Aldehyd fast völlig verschwunden ist, auf 1000 Teilen Eis und Wasser gegossen und abfiltriert. Etwa noch vorhandene Kresotinsäure kann mit organischen Mitteln extrahiert werden. Die Leukosäure ist in Wasser fast unlöslich.
Zur Oxydation löst man die Leukosäure in etwa der sechsfachen Menge konzentrierter Schwefelsäure, fügt die nötige Menge Nitrosylschwefelsäure hinzu und rührt mehrere Stunden bei 35 bis 400, bis die Gasentwicklung aufgehört hat und keine Vermehrung des Farbstoffes mehr stattfindet. Beim Aufgießen auf Eis fällt der Farbstoff vollständig als dunkles Pulver aus und kann durch Lösen in Soda und Ausfällen mit Säure gereinigt werden. Durch Ausfällen der Lösung in Natronlauge mit Kochsalz erhält man ihn als leichter lösliches Natronsalz.
■ Die saure Ausfärbung des Farbstoffes auf Wolle ist ein schwaches Ziegelrot, welches durch Nachchromieren in ein klares intensives Rotviolett übergeht. Dieselbe Nuance erhält man auch durch Färben von chromierter Wolle. Die Walkechtheit ist vorzüglich.
Beispiel 2.
42 Teile i-0xy-2-naphtaldehyd-4 · 8-disulfosäure und 40,4 Teile o-Kresotinsäure werden mit 300 Teilen 100 prozentiger Schwefelsäure und 100 Teilen Eisessig etwa 20 Stunden bei 500 gerührt, bis der Aldehyd fast verschwunden ist, die Masse auf 600 Teilen Eis gegossen und die abgeschiedene Leukosäure atofiltriert.
Das Filtrat wird darauf mit Kalk versetzt, bis es nur noch mäßig kongosauer ist, der Gips abfiltriert und aus dem Filtrat die Essigsäure abdestilliert, wodurch der Rest der Leukosäure als schwach rötliches Pulver ausfällt. In heißem Wasser ist sie kaum löslich.
Zur Oxydation wird die Lösung der Leukosäure in konzentrierter Schwefelsäure mit Nitro-:
ίο sylschwefelsäure bei 35° gerührt, bis der im Anfang sich bildende Schaum verschwunden ist. Beim Aufgießen der Masse auf Eis fällt der Farbstoff vollkommen aus. Er bildet ein rotbraunes Pulver, welches auch in heißem Wasser schwer, ziegelrot löslich ist und sich in Sodalösung schwach orangebraun löst. Die saure Wollfärbung ist ein schwaches Scharlachrot, nachchromiert intensiv rotviolett.
*20 Beispiel 3.
• 26,5 Teile i-Oxy-2-naphtaldehyd-4-sulfosäure und 43 Teile o-Kresotinsäure werden mit 500 Teilen Schwefelsäure von 60 ° Be. und 53 Teilen Eisessig 40 Stunden bei 60° und 20 Stunden bei 8o° gerührt, bis der Aldehyd fast verschwunden ist, die Masse auf 1000 Teilen Eis und Wasser ausgegossen und die vollständig ausgefallene Leukosäure abfiltriert.
Die Oxydation, geschieht wie in Beispiel 2.
Beispiel 4.
2-Oxy-i-naphtaldehyd-7-sulfosäure wird, wie oben beschrieben, mit OrKresotinsäure kondensiert und oxydiert' Sie gibt einen Farbstoff, der Wolle schwach scharlachrot anfärbt. Die nachchromierte Färbung ist intensiv rotviolett.
Beispiel 5.
18^5 Teile 4-Oxy-r-naphtaldehyd-s-sulfosäure und 25 Teile o-Kresotinsäure werden mit 260 Teilen Schwefelsäure von 60 ° Be. und 60 Teilen Eisessig auf 75 bis 80 ° erhitzt, bis keine Aldehydsulfosäure mehr nachweisbar ist. Die Leukosäure wird dann, wie oben beschrieben, oxydiert.
Das Verfahren verläuft in analoger Weise bei Verwendung von Salicylsäure oder bei Verwendung von anderen der genannten Oxynaphtaldehydsulfosäuren, -carbonsäuren oder .-sulfocarbonsäuren, wie 2-Qxy-i-naphtaldehyd-3 · 6 · 8 - trisulfosäiire. Die Oxydation der Leukosäuren kann auch in anderer Weise, wie z. B. mit Hilfe von Salpetersäure oder Nitrokörpern erfolgen.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Färbeeigenschaften einer Anzahl der neuen Farbstoffe aufgeführt.
Farbstoff aus
Löslichkeit
in Wasser Lösungsfarbe
in Natronlauge
Färbung
der Leukosäure
mit Aceton,
Bichromat und
Schwefelsäure
Färbung der
nachchromierten
Wolle
2-Oxy-1-naphtaldehyd-
3-carbonsäure
+ o-Kresotinsäure
fast unlöslich himbeerrot
himbeerrot
rotviolett
2-Oxy-1 -naphtaldehyd-3-carbonsäure
+ Salicylsäure
sehr schwer
braunorange rot
scharlachrot
rot
4-Oxy-i-naphtaldehyd-
3-sulfosäure
+ o-Kresotinsäure
sehr schwer
braunrot violett
rot
rotviolett
i-Oxy-2-naphtaldehyd-
3-sulfosäure
+ o-Kresotinsäure
sehr schwer
orange himbeerrot
himbeerrot
rot
i-Oxy-2-naphtaldehyd-
4-sulfosäure
+ o-Kresotinsäure
schwer
scharlachrot himbeerrot
rot
rotviolett
i-Oxy-2-naphtaldehyd-
5-sulfosäure
+ o-Kresotinsäure
schwer
rotorange himbeerrot
himbeerrot
rotviolett
2-Oxy-1 -naphtaldehyd-
7-sulfosäure
-+- o-Kresotinsäure
schwer orange himbeerrot
orangerot
rotviolett
Farbstoff aus
5
Löslichkeit
in Wasser
Lösungsfarbe
in Natronlauge
Färbung
der Leukosäure
mit Aceton,
Bichromat und
Schwefelsäure
Färbung der
nachchromierten
Wolle
ι -Oxy-2-naphtaldehyd-
3 · 8-disulfosäure
+ o-Kresotinsäure
10
scharlachrot himbeerrot himbeerrot rot
i-Oxy-2-naphtaldehyd-
4 · 8-disulfosäure
+ o-Kresotinsäure
sehr schwer
rotorange
himbeerrot rot rotviolett
j- 2-Oxy-i-naphtaldehyd-
3-carbonsäure-6-sulfo-
säure -f- o-Kresotinsäure
schwer orange himbeerrot himbeerrot rotviolett
2-Oxy-1-naphtaldehyd-
3-carbonsäure-8-sulfo-
20 säure.+ o-Kresotinsäure
schwer orange himbeerrot himbeerrot rotviolett

Claims (1)

  1. Patent-An spruch;
    Abänderung des durch das Patent 216305, Kl. 22 b, geschützten Verfahrens zur Darstellung chromierbarer Säurefarbstoffe der Diphenylnaphtylmethanreihe, darin bestehend, daß man anstatt der 2-Oxy-i-
    naphtaldehyddisulfosäuren hier andere o- oder p-Oxynaphtaldehydsulfosäuren, -carbonsäuren oder -sulfocarbonsäuren mit Salicylsäure oder o-Kresotinsäure zu Leukokörpern kondensiert und diese zu Färbstoffen oxydiert.
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