DE216600C - - Google Patents

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DE216600C
DE216600C DENDAT216600D DE216600DA DE216600C DE 216600 C DE216600 C DE 216600C DE NDAT216600 D DENDAT216600 D DE NDAT216600D DE 216600D A DE216600D A DE 216600DA DE 216600 C DE216600 C DE 216600C
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line
iii
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earth
station
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/08Manual exchanges using connecting means other than cords

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

bei,
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 216600 KLASSE 21«. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
in Signalleitungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5.JuIi 1908 ab.
Translatoren kommen bekanntlich in solchen Fällen zur Anwendung, in denen die Leitungen in Abschnitte eingeteilt werden, um z. B. vom Einfachleitungs- zum Doppelleitungsbetrieb übergehen zu können oder um aus irgendwelchen Gründen mit Einfach-. oder Doppelleitung ausgerüstete Fernsprechstationen oder ähnliche derartige Anlagen miteinander korrespondieren zu lassen, ohne sie in direkte
ίο metallische Leitungsverbindung zu bringen.
Nachfolgend sollen hauptsächlich Apparate
. der Fernsprechtechnik ins Auge gefaßt werden, obgleich sich die vorliegende Erfindung auch auf andere Verwendungsgebiete übertragen läßt.
Während die Sprache bei einer indirekten Verbindung zweier Sprechapparate fast ebenso genau übertragen wird wie bei einer direkten, bietet das Signalisieren mittels Wechselstromes, sei es vermittels Handinduktors oder Polwechslers, große Schwierigkeiten, da die zu leistende Magnetisierungsarbeit im Eisen des Translators einen großen Teil der aufgewandten Energie für sich verbraucht. Auch entstehen bei Verwendung von Doppelleitungen durch deren elektrischen Widerstand große, das Rufen oder Signalisieren wesentlich beeinträchtigende Verluste. Trotz sorgfältiger Konstruktionen wird daher mit den üblichen Eernsprechtrans-
latoren beim Übertragen von Wechselströmen niedriger Periodenzahl, wie er gewöhnlich zum Betriebe von Wechselstromweckern Verwendung findet, nur ein geringer Nutzeffekt erzielt. -
Gemäß der Erfindung soll diesem Übelstand durch Vervyendung der an sich bekannten Maßnahmen abgeholfen werden, daß man mit Induktion behaftete Spulen zeitweise bifilar schaltet oder überbrückt, oder daß man bei Verwendung von Doppelleitungen das Rufen oder Signalisieren nur über eine der beiden Adern mit Erde als Rückleitung, das Sprechen über beide bewirkt. Diese Schaltungen werden durch auf jeder Station der Leitung angeordnete Schaltvorrichtungen bewirkt, die aus einem von Hand bewegten Schalter und einer zweiten selbsttätigen, von der Stellung des Handschalters abhängigen elektromagnetischen Umschaltevorrichtung bestehen.
Auf der Zeichnung ist beispielsweise die An-Wendung der Erfindung bei einer Telephonanlage mit Ein- und Zweileitersystem dargestellt. Es sind I und V zwei Endstellen oder Ortsteilnehmer; in II und IV beginnt bzw. endet die Doppelleitung a, b, und mit III ist eine Zwischenstation in dieser Leitung be- ■ zeichnet. Auf jeder. Zwischenstelle befindet sich eine Ubertragervorrichtung, deren Konstruktion für die Erfindung belanglos ist. Die Primärspule dieser Vorrichtung ist mit U1, die Sekundärspule mit U2 bezeichnet. Jede Zwischenstelle ist mit einem von Hand zu bewegenden Schalter H und mit je einem zu diesen Stationen gehörigen Schaltrelais SR ausgerüstet. Diese Apparate sind mit einem Stöpselpaare S1 und S2 verbunden. Außerdem sind auf jeder Zwischenstelle je zwei Anrufklappen AK1 und AK2 und Klinken K1 und K2
in die hier endigenden Leitungsabschnitte eingebaut. Die Schaltrelais Si? werden mittels je eines Hilfsrelais HR, das den Stromkreis einer Ortsbatterie B schließt, zum Ansprechen gebracht. Gleichzeitig ertönt ein dem Relais SR parallel geschalteter Wecker W.
Ruft die Endstelle I mittels des Induktors / die Zwischenstelle II an, worauf dort die Klappe AK1 fällt, und erfährt die Beamtin
to in II dann durch einen hier nicht näher beschriebenen Hörapparat, daß ein Durchgangs-' sprechverkehr gewünscht wird, so hat sie den Handschalter H in die auf der Zeichnung dargestellte linke Stellung zu bringen und die Stöpsel S1 und S2 in die Klinken K1 und K2 einzuführen. Die Endstelle I kann daraufhin nach der Zwischenstelle III weiterrufen. Hierbei nimmt der Rufwechselstrom folgenden Weg: Induktor / der Endstelle I, Leitung a, Spitze
des Stöpsels S1, primäre Spule M1 des Übertragers, Kontakt A2 des Handschalters H, Relais HR (der Kondensator C läßt nur einen geringen Teil des Rufwechselstrom es passieren), Kontakt S1 des Schaltrelais SK, Kontakt A3 des SchaltersH, Stöpselbuchse VOnS1, Klinke/^, zur Erde und von dort zur Erdverbindung der Endstelle I. Das Relais HR zieht seinen Anker r an und schließt den das Schaltrelais SR enthaltenden Stromkreis, worauf dieses erregt wird und seinen Anker (punktierte Stellung) anzieht. Es schließen sich die. Kontakte S2 und ss, die für die Dauer des Rufens festgehalten werden. Es werden hierdurch beide Wicklungen U1 und M2 der Übertragervorrichtung in Reihe und gegeneinander geschaltet, wodurch die Magnetisierung des Eisenkernes aufgehoben und die Erdrückleitung über den Kontakt S1 unterbrochen wird. Der Rufstrom nimmt nun den Weg: Endstelle I, Leitung«, Stöpselspitze VOnS1, SpUIeW1, Kontakt A2, Relais HR, Kontakte s2 und S3 von SÄ, Kontakt A6 von H, Spule U2, Stöpselspitze von S2, Leitung b, Wicklung der Anrufklappe AK1 in der Zwischenstation III und von dort über Erde zur Endstelle I zurück. Die Wicklungen der Übertragervorrichtung bieten jetzt dem Rufstrome hauptsächlich nur . Ohmschen Widerstand dar und ein Verlust infolge Magnetisierungsarbeit fällt fort. Gleichzeitig ist eine der Doppelleitungsadern ausgeschaltet und durch Erdleitung ersetzt und auf diese Weise der Linienwiderstand bedeu-. tend verringert. Nachdem die Zwischenstelle III den Wunsch der Endstelle I nach weiterem Durchgangsverkehr erfahren hat, führt sie die Stöpsel S1 und S2 in die Klinken K1 und K2 ein und legt ihren Schalter H in die Mittelstellung, wodurch die Wicklungen der Uber-. trägerspulen U1, U2 einpolig von der Leitung abgeschaltet werden. Die Endstelle I kann jetzt weiterrufen. Der Strom läuft dabei zunächst von der 5-Leitung über den Kontakt Ji1 des Handschalters H, das Relais HR, an den Kontakten des Relais SR vorbei, über den Kontakt A6 vom Handschalter H, Stöpselspitze von S2, Leitung U)1 und Klappenwicklung AK1 der Stelle IV. Die Erregung des. Relais Si? in III bleibt in diesem Fall ohne Einfluß auf den Stromlauf. Auf Zwischenstelle IV wiederholt sich der gleiche Vorgang wie auf Zwischenstelle II, nur mit dem Unterschiede, daß der Stöpsel S1 in die Klinke K2 und S2 in K1 eingeführt und der Schalter H in die auf der Zeichnung dargestellte Stellung nach rechts gebracht wird. Die Wicklungen der Übertragerspule U1, W2 werden auch hier beim Durchrufen selbsttätig in Reihe und gegeneinander geschaltet. Der durch die Leitung bx kommende Rufstrom fließt über Uf1, S2 in IV, M2, A5, .HT?, zweitunterste Ankerfeder und Ruhekontakt S4 von SR, vierter Schaltarm A4 von H, S2, K1, U1, K2, S2 in III, vierter und dritter Schaltarm ^A4, h3) von H, S1, K1, a, K2, S3 in H, vierter Schaltarm A4 von H, oberste Ankerfeder und Arbeitskontakt von SR, A3, S1, K1, Erde. Durch diesen Strom werden die Relais HR bzw. SR in IV erregt, so daß letzteres Relais SR seine fünf Ankerfedern anzieht. Infolgedessen fließt jetzt der durch Leitung J1 kommende Rufstrom über K1, S2, go U2, A6, HR, Anker und Arbeitskontakte der zweit- uiid viertuntersten Ankerfedern von SR, A2, M1, S1, K2, c, V, Erde.
Sind mehr Zwischenstellen als in dem gewählten Beispiel angegeben vorhanden, so werden diese sämtlich, abgesehen von der ersten und letzten, wie die Stelle III geschaltet..
Sobald die Rufwechselströme aufhören, erlischt auch die Erregung der Relais SR, und die Schaltkontakte dieser Relais gehen beispielsweise unter dem Einfluß einer Feder F in ihre Ruhelage zurück. Es sind dann die Translatoren teils in der üblichen Weise wieder eingeschaltet, teils bleiben sie ausgeschaltet; in jedem Falle dienen beide Zweige der die Zwischenstationen verbindenden Doppelleitungen zur- Übertragung der Telephonströme. Beispielsweise wirken in den Zwischenstellen II und IV die Ubertragervorrichtungen U1 und W2 als Translatoren; in III bleiben dagegen diese Spulen einpolig ausgeschaltet. Der Stromverlauf ist dementsprechend bei einem Gespräch zwischen den Endstationen I und V der folgende : Erde, Telephonapparat / der Station I, Leitung a, K1 der Station II, Stöpselspitze S1, Wicklung M1 des Translators in II, Schaltarm A2, Kondensator C, unterste Ankerfeder von SR, Kontakt S1, A3, K1 zur Erde.
Sekundäre Wicklung M2 des Translators in Station II, A6, mittelster Ruhekontakt von SR der Station II, A4, Stöpselhals S2, K2, «-Leitung, K1 der Station III, Stöpselhals S1, A3, A4,

Claims (4)

  1. Stöpselhals S2, K2, Leitung altKx der Station IV, Stöpselhals S2, A4, S4, zweitunterste Ankerfeder von Si?, Kondensator C, Schaltarm A5, Wicklung M2 des Translators in IV1 Stöpselspitze S2, K1 von IV, Leitung bv K2 von III,' Stöpselspitze S2, A6, Kondensator C, A1, Stöpselspitze S1, K1, Leitung b, K2 von II, Stöpselspitze S2, sekundäre Wicklung U2 des Translators in II. Erde über K2 in Zwischenstation IV, Schaltarm A3, Ruhekontakt S5, Ankerfeder von Si?, A2, Wicklung U1 des Translators -in IV, Stöpselspitze S1, Leitung, c, Apparat in Endstation V, Erde. !»
    Die praktische Ausführung des Erfindungsgedankens kann in der verschiedensten Weise von dem geschilderten Ausführungsbeispiel abweichen. Wesentlich ist dabei nur, daß die Schaltung .eine Verminderung bzw. die Aufhebung der Magnetisierungsarbeit indenTranslatoren während des Rufens oder Signalisierens bewirkt, und daß, wenn erforderlich, das Signalisieren über Einfachleitungen mit Erde als Rückleitung erfolgt.
    2S Patent-Ansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Translatoren und ähnliche Übertragungsvorrichtungen in ,Signalleitungen, dadurch, gekennzeichnet, daß auf jeder Leitungsstation (II, III, IV) durch Zusammenwirken eines von Hand bewegten Schalters (H) und einer selbsttätigen elektromagnetischen Umschaltevorrichtung (SR), welche nur beim Rufen oder Signalgeben anspricht, bewirkt wird, daß beim Rufen über Doppelleitungen (a, b bzw. a, b, O1, bt) zur Verminderung des elektrischen Widerstandes in an sich bekannter Weise der Strom nur über eine Leitung (b bzw. b, b1) und Erde fließt und die Übertragerwicklungen (U1, U2) in ebenfalls an sich bekannter Weise derart geschaltet werden, daß der Strom keine Magnetisierungsarbeit zu leisten hat, während beim Sprechen die Übertragervorrichtungen (U1, u2) teils normal. eingeschaltet, teils überbrückt sind.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Handschalter (H) für drei seiner Verwendung auf den Anfangs- (II), Zwischen- (III) oder Endstationen (IV) der mit Übertragungsvorrichtungen (u-y, U2) versehenen Leitung (α, α b, Ci1 bv c) entsprechenden Lagen eingerichtet ist und die Bewegung der 55 ■ elektromagnetischen Umschaltevorrichtung (SR) mittels eines Ortsstromkreises (B, r, SR) bewirkt, den ein von dem Ruf- oder Signalstrom bei jeder Stellung des Handschalters (H) durchflossenes Relais (HR) einschaltet.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß während des Durchrufens oder Signalisierens die Wicklungen der in den Zwischenstellen (II, III, IV) angeordneten Translatoren (U1, U2) in Reihe und gegeneinander geschaltet werden.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschluß an die Ruf- bzw. Signalschaltung durch das selbsttätige Zurückgehen der elektromagnetischen Schalter (SR) in ihre Normallage die Wicklungen der Übertragerspulen (U1, U2) auf den Zwischenstellen (II, III, IV) teils ausgeschaltet bleiben, teils derart geschaltet werden, daß die für den Verkehr gewünschte Übertragungswirkung erzielt wird.
    . Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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