DE2161978C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Treiberschaltung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Matrix-adressierte Systeme finden insbesondere zur Ver
ringerung des Aufwandes für die erforderlichen Treiber
schaltungen Verwendung, d. h. sie tragen zur Verringerung
der Größe und Kosten des Gesamtsystems bei, beispielsweise
bei Speichern und Anzeigevorrichtungen. Zeilen- und
Spaltenleiter bilden dabei eine Koordinatenanordnung von
Zellen (Matrixanordnung). Jede Zelle wird durch
koinzidente Treibsignale angewählt, welche an die die Zelle
definierenden Zeilen- und Spaltenleiter ange
legt werden.
Obwohl Matrix-adressierte Systeme den für Treiber
schaltungen erforderlichen Aufwand reduzieren, sind die
Kosten für viele Anwendungsfälle noch zu hoch, so z. B. in
Systemen, welche hohe Spannungen oder -ströme
oder auch Treibsignale wechselnder Polarität erfordern.
Dieses Problem ist bei Gasentladungs-/Plasma-Anzeige
vorrichtungen besonders akut, bei denen die Anzeige- oder
Bildwiedergabe durch eine lichtemittierende Entladung eines
gasförmigen Mediums unter Verwendung von Impulsen wechseln
der Polarität erfolgt.
Bekannte Treiberschaltungen für
Plasma-Anzeigevorrichtungen weisen Impulstransformatoren
z. B. der in der DE-OS 20 21 622 beschriebenen Art auf, die
nach dem gegenwärtigen Stand der Technik jedoch nicht in
Form integrierter Schaltungen hergestellt werden können.
Es ist bekannt, daß der für Treiberschaltungen erfor
derliche Aufwand weiter verringert werden kann, indem so
genannte Tandem-Zugriffsmatrizen verwendet werden, bei
denen ein Paar von Primärmatrizen zur Anwahl von Zeilen-
und Spaltenleitern einer größeren Sekundärmatrix verwendet
wird. Solche Anordnungen benötigen jedoch häufig Koppel
schaltungen, die ihre Vorteile wieder verringern, und zwar
insbesondere im Fall einer Transformator- oder Verstärker
kopplung zwischen den Matrizen.
Bekannt ist auch schon eine Treiberschaltung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 (DE-OS 20 21 302), die jedoch
ebenfalls noch einen höheren Aufwand an Bauelementen erfordert.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine
Treiberschaltung für eine Gasentladungs-Anzeigevorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubil
den, daß der schaltungsgemäße Aufwand weiter verringert ist.
Die Lösungen der Aufgabe sind in den Ansprüchen 1 und
2 angegeben, wobei Anspruch 2 auf das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1
der DE-OS 20 21 302 zurückgeht. Eine Weiterbildung der Lösung gemäß Anspruch
2 ist Gegenstand des Anspruchs 3.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Ansicht eine Gasentladungs-
Anzeigevorrichtung mit einer Treiberschaltung
gemäß der Erfindung;
Fig. 2 ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise
der Anzeigevorrichtung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel der erfindungsge
mäßen Treiberschaltung.
Die in Fig. 1 dargestellte Gasentladungs-Anzeigevorrichtung (Plasma-Anzeigevorrichtung) 50
weist eine Koordinatenanordnung von Zellen
auf, die von auf dielektrischen Unterlagen an
geordneten Zeilenleitern R 1 bis R 4 und Spaltenleitern C 1 bis C 4
definiert sind. Die schichtförmigen Unterlagen aus dielektrischem
Material sind im gegenseitigen Abstand angeordnet. Zwischen den
beiden Schichten befindet sich ein gasförmiges
Medium.
Bekanntlich wird bei Plasma-Anzeigevorrichtungen
ein elektrischer Entladungsdurchbruch des gasförmigen
Mediums an den angewählten Zellen zum Er
zeugen von Bildern ausgenutzt. Wenn ein elektrisches Feld an eine
Zelle mit einer von der Druck-Abstandskennlinie
des gasförmigen Mediums bestimmten Durchbruchsfeldstärke V b ange
legt wird, so findet innerhalb des Gases
ein Entladungsdurchbruch statt, der bei geringer Strom
dichte zu einer Lichtemission führt. Durch den Entladungsdurch
bruch und den sich daraus ergebenden Stromfluß
wird Ladung an
den dielektrischen Oberflächen der Zelle
gespeichert. Die ge
speicherte Ladung wirkt der Spannung an der
Zelle entgegen und erreicht rasch einen Wert, bei dem die wirksame
Spannung zu niedrig wird, um die Entladung auf
recht zu erhalten, wodurch die Entladung ge
löscht wird. Die gespeicherte Ladung bildet also eine
Zelle mit Speicher.
In Betrieb wird ein von einer Stützwechselspannungsquelle (Quelle) 20
geliefertes Stützsignal wechselnder Polarität von einer Steuer
schaltung 80 über die Zeilen- und Spaltenleiter R 1-R 4 bzw. C 1-C 4 an jede
Zelle geleitet. Im wesentlichen eine Hälfte des
Stützsignals wird über eine Leitung 21 zu Zeilentreibern 30
und die andere Hälfte entgegengesetzter Polarität über eine
Leitung 22 zu Spaltentreibern 40 geleitet. Das von der Quelle 20
an jede Zelle gelieferte Stützsignal hat eine niedrigere
Spannung als die Durchbruchsspannung V b ; die Spannung des Stütz
signals kann in der Größenordnung der halben Durchbruchsspannung
liegen, wie in Fig. 2 dargestellt ist.
Das Adressieren der einzelnen Zellen er
folgt unter Verwendung herkömmlicher Adressier- oder Abtastmetho
den, wie diejenigen, die aus der Fernseh
technik bekannt sind. Die adressierten Zellen werden jeweils
in Abhängigkeit von durch Schreib-Löschschaltungen 81, 82 unter
Steuerung von der Steuerschaltung 80 zugeführten Eingangssigna
len zum Schreiben oder Löschen von Information selektiv erregt
oder entregt. Eine adressierte Zelle wird bei
spielsweise von einem Schreibimpuls in Form von koinzidenten Signalen eingeschaltet oder erregt an die die Zelle
definierenden Zeilen- und Spaltenleitern angelenkt werden.
Der Schreibimpuls hat eine ausreichende
Amplitude, um einen Durchbruch des gasförmigen
Mediums an der adressierten Zelle momentan hervor
zurufen, wobei ein Stromfluß unter Speicherung von Ladung an den
benachbarten dielektrischen Oberflächen hervorgerufen wird. Die
gespeicherte Ladungsmenge wird in erster Linie von der während
des Druchbruchs an der Zelle wirksamen Spannung bestimmt und
liegt im Falle des beschriebenen Ausführungsbeispiels in einer
Größenordnung, die der halben Durchbruchsspannung entspricht. Während der nach
folgenden Halbperioden des Stützsignals ruft die an den dielek
trischen Oberflächen der Zellen gespeicherte La
dung in Kombination mit der an den Zellen wirksamen Stützsig
nalspannung einen periodischen Durchbruch des Gases an den
Zellen hervor, wobei Licht in Form von impulsförmigen
Entladungen emittiert wird.
Andererseits wird eine zuvor adressierte Zelle
durch Anlegen eines Löschimpulses an die die Zelle definierenden
Zeilen- und Spaltenleiter ausgeschaltet, wobei der Löschimpuls
die in der Zelle gespeicherte Ladung abführt oder löscht. Der
Löschimpuls reicht aus, um zusammen mit der gespeicher
ten Ladung einen sofortigen Druchbruch des gasförmigen Mediums
an der adressierten Zelle hervorzurufen, wie dies
in Fig. 2 gezeigt ist. Der sich ergebende Stromfluß entfernt
die gespeicherte Ladung von den dielektrischen Oberflächen der
Zelle, so daß so lange keine weitere Entladung an der Zelle auf
tritt, bis ein weiterer Schreibimpuls angelegt wird.
Wie oben erwähnt, weist die bei Plasma-Anzeigevorrichtungen
übliche Zeilen- und Spaltenschreiberschaltung Impulstransformatoren
auf, welche Hochspannungs-Stützsignale wechselnder Polarität
liefern und die zum Schreiben
und Löschen benutzten Zeilen- und Spalten-Wählimpulse trennen.
Bei der vorliegenden Anordnung sind die Impulstransformatoren
durch Zeilen- und Spaltentreiber 30 bzw. 40 (Treiberschaltungen) ersetzt, die in Form von als
integrierte Schaltungen herstellbaren, kompakten und billigen An
ordnungen ausgeführt sind. Im besonderen weist bei der in Fig. 1
dargestellten Ausführungsform jeder Zeilentreiber 30 eine Ladungs
speicherdiode 301, einen Transistor-Wählschalter 302 und einen
Lastwiderstand 303 auf. In ähnlicher Weise weist jeder Spalten
treiber 40 eine Ladungsspeicherdiode 401, einen Transistor-Wähl
schalter 402 und einen Lastwiderstand 403 auf.
Es sei entsprechend der Darstellung in Fig. 2 angenommen, daß
die Plasma-Anzeigevorrichtung 50 symmetrisch um 0 Volt betrieben
wird. Daher haben die Zeilentreiber 30 und Spaltentreiber 40
im wesentlichen identischen Aufbau und gleiche Betriebsweise, mit
der Ausnahme, daß ihre Polaritäten einander entgegengesetzt sind,
so daß die baulichen Einzelheiten nur für einen Treiber be
schrieben zu werden brauchen. Im folgenden wird die Betriebs
weise des mit dem Zeilenleiter R 1 verbundenen Zeilentreibers 30
als Beispiel beschrieben. Wenn der Anteil des Stützsignals mit
positiver Polarität (der im folgenden als positives Stützsig
nal bezeichnet wird) von der Quelle 20 über die Leitung 21
am Zeilentreiber 30 anliegt, so wird über die Ladungsspeicher
diode 301 eine Spannung an den Lastwiderstand 303 und damit
an den Zeilenleiter R 1 angelegt. Während dieser
Stromleitung in Durchlaßrichtung wird eine Ladungsmenge
in der Ladungsspeicherdiode 301 gespeichert, die grundsätzlich von der Amplitude
des positiven Stützsignals, dem Lastwiderstand 303 und der
Minoritätsträger-Lebensdauer der Ladungsspeicherdiode 301 abhängig ist.
Demgemäß hat die Ladungsspeicherdiode 301 während des unmittelbar folgenden
negativen Anteils des Stützsignals der Quelle 20 (im folgenden
als negatives Stützsignal bezeichnet) zeitweilig einen niedri
gen Widerstand, bis die gespeicherte Ladung verbraucht ist.
Nach dem Abfluß der gespeicherten Ladung erhält die Ladungsspeicherdiode 301
erneut ihren hohen Widerstand, d. h. sie wird in Sperrichtung
vorgespannt. Die Ladungsspeicherdiode 301 bleibt in ihrem Zu
stand hohen Widerstandes, in welchem sie ein getrenntes An
legen von Schreib- oder Löschimpulsen an gewählte Leiter er
möglicht, bis der nächste Zyklus positiver und negativer Stütz
signale erscheint. Auf diese Weise bildet die Ladungsspeicher
diode 301 einen Leitungsweg niedrigen Widerstandes für die
positiven und negativen Stützsignale und stellt einen hohen
Widerstand für die Schreib- und Löschimpulse dar.
Die effektive Dauer des an den Zeilenleiter R 1 vom Zeilentreiber 30
angelegten negativen Stützsignals richtet sich nach der bei der
Übertragung des positiven Stützsignals in der Ladungsspeicherdiode 301 ge
speicherten Ladung. Daher ist die Minoritätsträger-Lebensdauer
der Ladungsspeicherdiode 301 vorzugsweise so gewählt, daß die von hier bestimmte
Dauer des negativen Stützsignals im wesentlichen gleich der Dauer
des positiven Stützsignals ist. In alternativer Ausführungsform
können jedoch auch zwei verschiedene Lastwiderstände für die
positiven und negativen Stützsignale anstelle des gemeinsamen
Lastwiderstandes 303 verwendet werden, wobei deren relative
Werte so gewählt sind, daß im wesentlichen symmetrische Stütz
signale hervorgerufen werden. Die entsprechenden Stützsignale
können durch eine mit einem Stützsignal-Lastwiderstand in Reihe
geschalteten Diode, die in der gleichen Richtung wie die Ladungs
speicherdiode 301 gepolt ist, auf die geeigneten Lastwiderstände
eingestellt werden.
Ein bestimmter Leiter, z. B. der Zeilenleiter R 1, wird
mit einem über eine Leitung X 1 von der Schreib-Lösch-Schaltung 82
an die Basis des Transistor-Wählschalters (Schalter) 302 angelegten
Signals ausgewählt oder adressiert. Der Schalter 302 wird
dabei momentan von seinem normalerweise nicht-leitenden Zustand
in einen leitenden Sättigungszustand geschaltet, wobei eine Quelle
305 zum Zeilenleiter R 1 durchgeschaltet wird. Die Quelle 305 ist
für unterschiedliche Zeitintervalle mit dem Zeilenleiter R 1 verbunden,
was davon abhängig ist, ob ein Schreib- oder Löschbetrieb erwünscht
ist, wobei die Zeitintervalle von dem Signal auf der Leitung X 1
gesteuert werden.
Ein anderer Weg zur Gewinnung der Stützsignale wechselnder Pola
rität besteht darin, jeweils positive und negative
Quellen vorzusehen, welche über eine Treiberschaltung mit einem
Paar entgegengesetzt gepolter schnell schaltender Dioden anstelle
der Ladungsspeicherdiode 301 und dem Lastwiderstand 303 an die
Plasma-Anzeigevorrichtung ankoppelbar sind. Dieses Ausführungsbeispiel der Erfindung
wird nachfolgend im einzelnen in Verbin
dung mit Fig. 3 beschrieben. Unter Bezugnahme auf die in Fig. 1
dargestellten Zeilentreiber 30 sei noch darauf hingewiesen,
daß die Ladungsspeicherdiode 301 und der Lastwiderstand 303
durch ein Diodenpaar ersetzt werden können, die an den Zeilen
leiter R 1 angeschaltet und entgegengesetzt gepolt sind. Eine
Diode des Diodenpaars führt die positiven Stützsignale
und die andere Diode die negativen
Stützsignale zum Zeilenleiter R 1. Daher weist in diesem Fall
der Zeilentreiber 30 nur ein Paar von Dioden in Y-Schaltung
und einen mit dem Zeilenleiter R 1 verbundenen Schalter 302
auf.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 werden als Schalter
Transistoren 302 und 402 jeweils für jede einzelne Zeile und
Spalte verwendet.
Die Anzahl der erforderlichen Transistoren
kann in vielen Anwendungsfällen beträchtlich dadurch verringert
werden, daß die Zeilentreiber 30 und die Spaltentreiber 40 in ent
sprechenden Wählmatrizen angeordnet werden, welche die Ver
wendung passiver Wählelemente ermöglichen. So können bei
spielsweise die Zeilentreiber für Plasma-Anzeige
vorrichtungen mit 128 Zeilen in einer 8 x 16-Wählmatrix unter Verwendung von
24 Transistoren anstelle der 128 Transistoren in der An
ordnung gem. Fig. 1 angeordnet werden. Eine alternative Aus
führungsform der Treiberschaltung in Form einer Wählmatrix
ist in Fig. 3 gezeigt, bei der die oben erwähnte Y-geschaltete
Dioden-Treiberanordnung Verwendung findet.
Eine Zeilen-Auswählmatrix 700 weist bei dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 3 eine Koordinatenanordnung von Treibern 300 auf,
welche generell den Zeilentreibern 30 nach
Fig. 1 entsprechen. Stützsignalquelle 200
nach Fig. 3 entspricht generell der Quelle 20 in Fig. 1
und weist positive und negative Quellen auf, welche die ent
sprechenden positiven und negativen Stützsignale auf zugehörigen
Leitungen 210, 211 liefern. Die positiven Stützsignale werden über die
Leitung 210, 300 und die negativen Stütz
signale über die Leitung 211 zu den Treibern 300 geleitet.
In ähnlicher Weise werden positive und negative Stützsignale über
zugehörige Leitungen 220 und 221 den Spalten-Treibern
(nicht gezeigt) zugeführt, welche in einer Spalten-Auswählmatrix
ähnlich der Zeilen-Auswählmatrix 700 angeordnet sind.
Jeder Treiber 300 weist eine Wähleinrichtung 312 und
ein Paar entgegengesetzt gepolter Dioden 310 und 311
auf, die mit einem zugehörigen Zeilenleiter R 1 bis R 4 verbun
den sind. Die über die Leitung 210 und Dioden 361 zugeführten
positiven Stützsignale werden über die Dioden 310 in den zugehörigen
Treibern 300 an die einzelnen Zeilenleiter R 1 bis R 4
weitergeleitet. In ähnlicher Weise werden die über die Leitung 211
durch Dioden 351 zugeführten negativen Stützsignale über die Dioden
311 in den Treibern 300 zu den einzelnen Zeilenleitern
weitergereicht.
Die Wähleinrichtung 312 in den Treibern 300 ist eine
Ladungsspeicherdiode. Es ist jedoch leicht einzusehen, daß andere
bekannte Wähl-Matrixeinrichtungen in den Treibern 300
verwendet werden können. Die als Ladungsspeicherdiode ausgebil
dete Wähleinrichtung 312 ist normalerweise, d. h. in Abwesenheit
von Adressiersignalen der Schreib-Lösch-Schaltung 820 in Sperr
richtung vorgespannt. Der Sperrichtungsstrompfad für die mit
dem Zeilenleiter R 1 verbundene Ladungsspeicherdiode 312 kann
beispielsweise von einer Quelle 342 über einen Widerstand 343,
die Ladungsspeicherdiode 312, die Diode 311 im Treiberschal
ter 300, die Diode 351 und einen Widerstand 355 nach Erde ver
laufen.
Die Schreib-Löschvorgänge sind zweiphasige Operationen, wobei
die Wähleinrichtungen in der Anordnung
nach Fig. 3 verwendet werden. In der ersten Phase wird der
besondere Treiber 300 für einen gewählten Zeilenleiter
adressiert und Ladung in der Ladungsspeicherdiode des zugehörigen
Treibers gespeichert. Wenn beispielsweise ein Schreib-
oder Löschimpuls an den Zeilenleiter R 1 angelegt werden soll, so
gibt die Schreib-Lösch-Schaltung 820 unter Steuerung der
Steuerschaltung 80 Adressiersignale auf Matrix-
Adressenleitungen RX 1 und RY 1. Die Adressensignale sind so ge
wählt, daß Strom in Durchlaßrichtung durch die Diode 312 fließt,
wobei der Stromweg über die Adressenleitung RY 1, die Diode 371,
die Diode 310, die Ladungsspeicherdiode 312 und die Diode 365
zur Adressenleitung RX 1 verläuft.
Während der unmittelbar nachfolgenden zweiten Betriebsphase
gibt ein Schreib-Lösch-Impulsgenerator 500 einen Schreib- oder
Löschimpuls über eine Leitung 555 an jeden Treiber
300. Der Impuls ist so gerichtet, beispielsweise in Fig. 3 posi
tiv verlaufend, daß er die Ladungsspeicherdioden in jedem
Treiber 300 in Sperrichtung vorspannt. Die während der
ersten Operationsphase adressierte Ladungsspeicherdiode 312
in dem einen Treiber 300 ist jedoch durch die in ihr
gespeicherte Ladung in Durchlaßrichtung vorgespannt, so daß der
Schreib- oder Löschimpuls zum ausgewählten Zeilenleiter R 1 durch
gelassen wird. Eine nach dem Durchgang des Schreib-Löschimpulses
durch die Ladungsspeicherdiode 312 verbleibende Restladung bricht
durch normale Rekombination vor dem nächsten Schreib-Lösch-Zyklus
praktisch zusammen. Das Abführen einer Restladung wird durch das
nachfolgende negative Stützsignal unterstützt. Wenn in einem be
sonderen Anwendungsfall eine schnellere Ladungsabführung erfor
derlich ist, kann in alternativer Ausgestaltung
z. B. eine geschaltete Klemmschaltung
verwendet werden, welche den Widerstand 355 überbrückt.
Ein besonderer Vorteil dieser zweiphasigen Betriebsweise unter
Verwendung von Ladungsspeicherdioden-Wähleinrichtungen besteht
darin, daß eine Schaltung niedriger Spannungsbelastung zum Adressieren und Auf
laden der Wähleinrichtungen verwendet werden kann, wobei der
Schreib-Lösch-Impulsgenerator 500 zum Erzeugen von
Schreib- und Lösch-Treibimpulsen hoher Spannung für die Zeilenleiter der Plasma-Anzeige
vorrichtung benutzt wird. Selbstverständlich sollte die
Schreib-Lösch-Schaltung von den
Schreib-Lösch-Impulsen und den Stützsignalen hoher Spannung z. B. durch Unter
brechen der an die Matrix führenden Leitungen während derjeni
gen Zeitintervalle getrennt sein, in welchen die
Signale hoher Spannung geliefert werden.
Claims (3)
1. Treiberschaltung für eine Gasentladungs-Anzeige
vorrichtung mit matrixförmig angeordneten, über Zeilen- und
Spaltenleiter ansteuerbaren Anzeigezellen, einer Quelle zur
Abgabe von positiven und negativen Stützsignalen, und einer
Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Schreib- und Lösch
impulsen, mit einer wenigstens eine Diode enthaltenden Halb
leiterschaltung zur Ankopplung der Stützsignale und in
Abhängigkeit von Adressensignalen der Schreib- und Lösch
impulse an die Zeilen- und Spaltenleiter,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quelle (20) die positiven und negativen Stützsignale auf jeweils einer gemeinsamen Ausgangsleitung (21; 22) an die den Zeilen- bzw. Spaltenleitern (R 1-R 4; C 1-C 4) zuge ordneten Treiberschaltungen (30; 40) liefert,
daß jede Treiberschaltung (30; 40) je eine zwischen die gemein same Ausgangsleitung (21; 22) und den jeweiligen Zeilen- bzw. Spaltenleiter (R 1-R 4; C 1-C 4) angeschlossene Ladungs speicherdiode (301; 401) enthält,
daß in jeder Treiberschaltung (30; 40) zur Zuführung der Schreib- und Löschimpulse ein Transistor (302; 402) mit seiner Hauptstrecke zwischen einer ebenfalls in der jeweiligen Treiberschaltung (30; 40) angeordneten Spannungsquelle (305; 405) und dem jeweiligen Zeilen- bzw. Spaltenleiter (R 1-R 4; C 1-C 4) liegt und dessen jeweilige Steuerelektrode die Adressiersignale zuge führt sind.
daß die Quelle (20) die positiven und negativen Stützsignale auf jeweils einer gemeinsamen Ausgangsleitung (21; 22) an die den Zeilen- bzw. Spaltenleitern (R 1-R 4; C 1-C 4) zuge ordneten Treiberschaltungen (30; 40) liefert,
daß jede Treiberschaltung (30; 40) je eine zwischen die gemein same Ausgangsleitung (21; 22) und den jeweiligen Zeilen- bzw. Spaltenleiter (R 1-R 4; C 1-C 4) angeschlossene Ladungs speicherdiode (301; 401) enthält,
daß in jeder Treiberschaltung (30; 40) zur Zuführung der Schreib- und Löschimpulse ein Transistor (302; 402) mit seiner Hauptstrecke zwischen einer ebenfalls in der jeweiligen Treiberschaltung (30; 40) angeordneten Spannungsquelle (305; 405) und dem jeweiligen Zeilen- bzw. Spaltenleiter (R 1-R 4; C 1-C 4) liegt und dessen jeweilige Steuerelektrode die Adressiersignale zuge führt sind.
2. Treiberschaltung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, bei der die Quelle die positiven und die nega
tiven Stützsignale auf jeweils einer getrennten Ausgangs
leitung gemeinsam an die den Zeilen- bzw. Spaltenleitern
zugeordneten Treiberschaltungen liefert,
dadurch gekennzeichnet, daß die Treiberschaltungen (30; 40)
je zwei gegenseitig gepolte Dioden aufweisen, die mit je
einem Anschluß gemeinsam an dem zugeordneten Zeilen- bzw.
Spaltenleiter (R 1-R 4; C 1-C 4) liegen und deren andere
Anschlüsse mit der einen bzw. der anderen Ausgangsleitung
verbunden sind, und daß in jeder Treiberschaltung (30; 40)
zur Zuführung der Schreib- und Löschimpulse ein Transistor
(302; 402) mit seiner Hauptstrecke zwischen einer Span
nungsquelle (305; 405) und dem jeweiligen Zeilen- bzw.
Spaltenleiter (R 1-R 4; C 1-C 4) liegt und dessen Steuer
elektrode die Adressiersignale zugeführt sind.
3. Treiberschaltung nach dem Oberbegriff des An
spruchs 2, bei der die Treiberschaltung (300) je zwei ent
gegengesetzt gepolte Dioden (310, 311) enthält, die mit
einem ihrer Anschlüsse an dem zugeordneten Zeilenleiter
(R 1-R 4) bzw. Spaltenleiter und mit dem anderen Anschluß
an der einen bzw. anderen Ausgangsleitung (210; 211)
liegen,
dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Treiberschaltung (300)
zur Zuführung der Schreib- und Löschimpulse eine Ladungs
speicherdiode (312) zwischen den jeweiligen Zeilenleiter
(R 1-R 4) oder Spaltenleiter und die Schaltungsanordnung
(820) zur Erzeugung der Schreib- und Löschimpulse ge
schaltet ist (Fig. 3).
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|---|---|---|---|
| US9875470A | 1970-12-16 | 1970-12-16 |
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