DE215877C - - Google Patents

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DE215877C
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leg
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B29/00Pressers; Presser feet

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JV! 215877 KLASSE 52^. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1909 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein neuartiger Drückerfuß, welcher sich insbesondere . zum Aufnähen von Plüschgewebe auf eine Stoffunterlage eignet, ' jedoch ohne wesentliche Änderungen auch für andere Zwecke verwendet werden kann. Die bisher üblichen Drückerfüße waren für solche Zwecke nicht geeignet, so waren sie z. B. teilweise nur vertikal beweglich, d. h. sie wurden angehoben
ίο und gesenkt, andere wieder konnten sich pendelnd bewegen und endlich waren manche derart eingerichtet, daß sie bei Unebenheiten u. dgl. mit Hilfe zwischengeschalteter Gelenke diese beiden Bewegungen ausführen konnten. Die Neuerung betrifft nun insbesondere eine Ver-, besserung. dieser letzteren Drückerfüße, und zwar besteht dieselbe darin, daß der Drückerfuß mit Hilfe einer geeigneten Lagerung ohne Anwendung der Zwischengelenke in einfachster Weise sowohl insgesamt vertikal als auch mit den einzelnen Enden allein anhebbar ist. Es wird dies dadurch erreicht, daß die als dünne Schenkel ausgebildeten Drückerfüße einzeln vertikal beweglich in einem mit der üblichen Vorrichtung verbundenen Kopfe liegen, wobei sie mit vertikalem Spiel um einen Zapfen drehbar angeordnet sind, so daß also der Drückerfuß beim Auftreten von Unebenheiten sich ohne weiteres anheben kann. Der neue Drückerfuß zeichnet sich ferner vor den üblichen noch dadurch aus, daß jeder einzelne Schenkel unabhängig von dem anderen angehoben werden und sich den Unebenheiten des Stoffes entsprechend einstellen kann.
Die Vorderkante der Schenkel ist messerartig ausgebildet, wodurch etwa umliegende Plüschhenkel, welche den Durchgang eines der Füße hemmen würden, durchschnitten werden und die Drückerfüße das Plüschgewebe leicht durchdringen. Die Sohle des Drückerfußes hingegen ist der jeweiligen Entfernung der Plüschhenkelreihen entsprechend verbreitert.
Für den Durchgang der Nadel ist jeder Schenkel sodann mit einer vertikalen Aussparung versehen, welche durch einen vom oberen Rand ausgehenden und sich unten erweiternden Quer-, schlitz unterbrochen ist, mit dessen Hilfe der Faden leicht eingefädelt werden kann. Es ist dies insofern von Wichtigkeit, als die Nadeln oben nicht aus den Schenkeln heraustreten dürfen, da sie sonst etwa überhängende Henkel durchstechen würden.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. ,
Fig. ι ist ein Seitenschnitt der neuen Drückervorrichtung, während
Fig. 2 und 3 Stirnansicht und Draufsicht der · Fig. ι darstellen.
Fig. 4 und 5 erläutern schematisch die Anhebbarkeit des Drückerfußes.
Der neuartige Drückerfuß besteht aus einer Anzahl dünner Schenkel a, welche sich zwischen den Plüschhenkelreihen 1 des Plüschgewebes 2 hindurch zu bewegen haben, das auf eine Stoffunterlage 3 aufgenäht werden soll. Diese Schenkel a. sind vertikal beweglich in einem Kopfe b mit Abschlußplatte c gelagert, welcher in der

Claims (1)

  1. üblichen Weise mit der Nähmaschine in Ver-. bindung steht. Die Schenkel α schwingen hierbei um einen im Kopf b gelagerten Zapfen, e, und zwar mit vertikalem Spiel, was dadurch erreicht wird, daß die Schenkel a mit einem vertikalen Längsschlitz f versehen sind. Sie werden hierbei durch Federn d nach unten gedruckt, die sich gegen die Deckplatte c des Kopfes b legen, während die Deckplatte durch
    ίο hakenförmige Ansätze g der Schenkel α übergriffen wird, und zwar derart, daß die Schenkel in Normallage durch die Federn d und Haken g horizontal gehalten werden. Tritt nun beim Vorschub des Stoffes 2, 3 eine Unebenheit 4 unter das Vorderende eines der Schenkel a, so kann sich dieses Ende unabhängig vom hinteren Ende und von den anderen Schenkeln a heben (Fig..5). ■
    Rückt dann der Stoff weiter, so gelangt die Erhöhung 4 allmählich unter das hintere Ende des Schenkels α und es wird dieses angehoben (Fig. 4). Ebensogut könnte indessen auch der gesamte Schenkel α gleichzeitig mehr oder weniger angehoben werden.
    Die Schenkel α sind nun mit einer schrägen Vorderkante i versehen, welche messerartig, ausgebildet ist und zum Durchschneiden etwa in der Bahn der Schenkel α liegender Plüschhenkel ι dient. Die Sohle h der Schenkel a ist ferner leistenartig verbreitert, wobei die Breite dem jeweiligen Zwischenraum zwischen zwei Plüschhenkelreihen 1 entspricht.
    Für den Durchgang der Nadeln k durch die Schenkel α sind vertikale Kanäle I in denselben vorgesehen, und zwar besitzen dieselben oben eine Queraussparung m, die an ihren unteren Enden in eine Verbreiterung η übergeht, so däß der Faden leicht eingefädelt werden kann, ohne daß die Nadeln k hierbei über die Schenkel α heraustreten müßten.
    Pate ν τ-Anspruch ε':
    ι. Drückerfuß für Nähmaschinen zum Aufnähen von Plüschgeweben u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß derselbe aus einer Anzahl einzeln vertikal beweglicher Schenkel (a) besteht, welche sich sowohl mit dem vorderen Teil als mit dem hinteren Teil allein, oder auch mit beiden gleichzeitig heben und senken können.
    . 2. Drückerfuß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel mit vertikalem Spiel um einen im Kopf (b) der Drückerfußvorrichtung liegenden Zapfen (e) drehbar sind und durch eine Feder (d) nach unten gedrückt werden.
    3. Drückerfuß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (a) eine Deckplatte (c) der Drückerfußstange mittels einer hakenförmigen Abbiegung (g) übergreifen, wodurch sie sich vermöge der Feder (d) gewöhnlich in Horizontallage "befinden.
    4. Drückerfuß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (a) an der Vorderkante (i) messerartig ausgebildet und mit verbreiterten Sohlen (h) versehen sind.
    5. Drückerfuß nach Anspruch 1 bis 3, .dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schenkel
    (a) eine vertikale Aussparung (I) . für die Nadel besitzt, welche mit einem von der Schenkeloberkante ausgehenden, sich an seinem unteren Ende erweiternden Querschlitz (m, n) versehen sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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