DE2158262C3 - Luftbehandlungsgel - Google Patents

Luftbehandlungsgel

Info

Publication number
DE2158262C3
DE2158262C3 DE19712158262 DE2158262A DE2158262C3 DE 2158262 C3 DE2158262 C3 DE 2158262C3 DE 19712158262 DE19712158262 DE 19712158262 DE 2158262 A DE2158262 A DE 2158262A DE 2158262 C3 DE2158262 C3 DE 2158262C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gel
kappa
air treatment
carragheenin
gels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712158262
Other languages
English (en)
Other versions
DE2158262A1 (de
DE2158262B2 (de
Inventor
Hilde Rosalie Tenafly Alsberg
Dennis Karl East Paterson Pehrman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Reckitt and Colman North America Inc
Original Assignee
Airwick Industries Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Airwick Industries Inc filed Critical Airwick Industries Inc
Publication of DE2158262A1 publication Critical patent/DE2158262A1/de
Publication of DE2158262B2 publication Critical patent/DE2158262B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2158262C3 publication Critical patent/DE2158262C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L9/00Disinfection, sterilisation or deodorisation of air
    • A61L9/015Disinfection, sterilisation or deodorisation of air using gaseous or vaporous substances, e.g. ozone
    • A61L9/04Disinfection, sterilisation or deodorisation of air using gaseous or vaporous substances, e.g. ozone using substances evaporated in the air without heating
    • A61L9/048Disinfection, sterilisation or deodorisation of air using gaseous or vaporous substances, e.g. ozone using substances evaporated in the air without heating air treating gels

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Disinfection, Sterilisation Or Deodorisation Of Air (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Luftbehandlungsgel, bestehend aus 2 bis 5.5% eines Geliermittels auf Karragheenin-Basis und 98 bis 94,5% eines wäßrigen Mediums, das in Wasser leicht dispergierbare und bei Raumtemperaturen flüchtige Luftbehandlungskomponenten und für Luftbehandlungsgel übliche Zusätze enthält.
Luftbehandlungsmittel in Gelform sind bereits bekannt. Sie bestehen typischerweise aus einem wäßrigen Medium, das flüchtige Luftbehandlungskomponenten und eine relativ geringe Menge eines Gelierungsmittels enthält, welches die Mittel fest macht. Luftbehandlungsmaterialien in dieser Form sind besonders leicht zu handhaben und stellen ein volkstümliches Verbraucherprodukt dar.
Nach dem Aussetzen an die Luft verdampft das wäßrige Medium allmählich aus dem Gel und setzt die Luftbehandlungskomponenten in die umgebende Atmosphäre frei. Diese Komponenten können z. B. Desinfektionsmittel. Bakterieide. Insecticide und Geruchsstoffe oder ätherische öle darstellen, die der Atmosphäre einen angenehmen Geruch verleihen und oder schlechte Gerüche bekämpfen.
Luftbehandlungsgele dieser Art sind beispielsweise aus der USA.-Patentschrift 2 691 615 bekannt. Darin wird die Verwendung von Geliermitteln, wie Alginaten. Gelatine. Pectin, Agar-Agar, Karaya, Tragant. Stärke, Nitrocellulose u. dgl., beschrieben. Diese Geliermittel werden in dieser Druckschrift als Materialien beschrieben, die Gele erzeugen, die im wesentlichen von einem Ausschwitzen frei sind.
In der USA.-Patentschrift 2 927 055 wird ein verbessertes Geliermittel zur Verwendung für Luftbehandlungsgele beschrieben. Dieses Mittel stellt ein Gemisch aus Karragheenin, Schcinakazicngummi. Kaliumchlorid und Natriumcarboxymethylcellulose in kritischen Proportionen dar. Diese Geliermittel sollen eine günstige Hydralisierungs- und Aushärtungsgeschwindigkeit haben.
Im allgemeinen ergeben die nach dem Stand der Technik verwendeten Geliermittel, Tür die die genannten beiden Patentschriften typisch sind. Gele, die bei Testbedingungen eine minimale Ausschwii/ung von 2 bis 3% ergeben, d.h. die durch Gclkontraktion Flüssigkeit in minimalen Mengen von 2 bis 3 Gewichtsprozent des Gels verlieren. Das Ausschwitzen kann während der Lagerung, während der Verteilung und während des Verkaufs stattfinden. Fs lindct insbeson- <>5 dcrc dann statt, wenn die Gele erhöhten Temperaturen ausgesetzt sind. Flüssigkeitsvcrluste aus dem Gel vor dem Verkauf an den Verbraucher sind naturgemäß unerwünscht. Nach dem Kauf durch den Verbrauche: sind sie aber noch wesentlich unerwünschter, d; Flüssigkeitsverluste aus Produkten wie Luftbehand lungsgelen bei der Verwendung im Haushalt Möbel stücke und Stoffe verschmutzen oder angreifen können
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist dahci ein Luftbehandlungsgel, bestehend aus 2 bis 5.5o/< eines Geliermittels auf Karraghecnin-Basis und 98 bi· 94,5% eines wäßrigen Mediums, das in Wasser !eich dispergierbare und bei Raumtemperaturen flüchtige Luftbehandlungskomponenten und für Luftbehand lungsgel übliche Zusätze enthält, das dadurch gekenn zeichnet ist. daß das Geliermittel ein Gemisch au: wasserlöslichem kappa-Karragheenin und wasscrlös lichem jota-Karragheenin in einem Gcwichlsverhält nis zwischen 0,5 : 1 und 7 : 1 ist.
Luftbehandlungsgele sind bereits bekannt. Beispiel« hierfür werden in der DT-PS 897 908, der GB-I» 938 039 und der US-PS 2 927 055 beschrieben. Dai erfindungsgemäßc Luftbehandlungsgel besitzt jedoch eine andere stoffliche Zusammensetzung als die au; diesen Druckschriften bekannten Gele.
In »Technical Seminar. Marine Colloids. Inc.« Springfield. New Jersey (1968). S. 5. 7, 9 und 10. wire weiterhin ein Luftbchandlungsmittel beschrieben, da: jedoch nur kappa-Karragheenin enthält. Gegenübei dem aus dieser Literaturstelle bekannten Luftbehand lungsmittel sind aber wie das nachfolgende Ver glcichsbeispiel zeigt die erfindungsgemäßen Luft behandlungsmittel durch eine erhebliche Vcrminde rung der prozentualen Ausschwitzung gekennzeichnet Diese Druckschrift liefert auch keinen Hinweis darauf als Geliermittel ein Gemisch aus kappa-Karragheenir und jota-Karraghecnin in dem bestimmten Gewichts verhältnis gemäß der vorliegenden Erfindung zu vor wenden.
Das neue Mittel stellt ein Gemisch aus bestimmter wasserlöslichen Karragheeninfraktionen. spezifiscl den kappa- und jota-Fraktionen, dar. Karragheenii ist ein natürlicher Gummi, der von Rhodophycae; (Rotalgen), spezifischerweise von den Arten Chondrus Eucheuma und Gigartini, erhalten wird. Das Materia wird im allgemeinen durch alkalische Zersetzung die scr Algen, anschließende Filtration. Konzentrierung Ausfällung mit Alkohol, Vakuumtrocknung und Mah lung hergestellt. Im Karr.ighecnin wurden drei l-'rak tioncn isoliert, welche im Handel getrennt crhiiltlicl sind. F.s handelt sich um die kappa-. jota- und lambda Fraktionen. Alle diese Fraktionen sind Polygalactinc in denen aber die Zuckereinheiten unterschiedlicl sind. Somit sind die charakteristischen Zuckereinhei
ten der kappa-Fraktion von Karragheenin D-Galactose-4-sulfat und 3,6-Anhydro-D-galactose
CH2OH CH,
' O3SO
OH
Die Zuckereinheiten der jota-Fraktion umfassen D-Galactose-4-sulfat und 3,6-Anhydro-D-galactose-2-sulfat
CH,0H
O,SO
Die Fraktionen variieren hinsichtlich ihrer Löslichkeit in solchen Materialien wie kaltem Wasser, SaIz- und Zuckerlösungen sowie in ihrer Reaktion gegenüber beispielsweise Kationen.
Wie es bekannt ist. sind die Estersulfatgruppen von Karragheenin ganz oder zum Teil mit Kationen salzarlig gebunden, die in dem Naturprodukt vorhanden sind oder die während der Alkalibehandlung eingeführt werden (vgl. »Carrageen«, The Merck Index, 8. Auflage [1968], S. 214). Die wasserlöslichen Karragheeninfraktionen, die gemäß der Erfindung in Betracht gezogen werden, sind gemischte Salze, hauptsächlich Salze des Kaliums, Calciums und Natriums. Im Einklang mit der üblichen Bezeichnungsweise werden diese Salze hierin als lediglich Karragheenin bezeichnet.
Gemäß der Erfindung wurde nun gefunden, daß Geliermittel, die die kappa- und jota-Fraktionen von Karragheenin enthalten, einen niedrigeren Ausschwitmgsgrad besitzen, als es für solche Gemische von wichen Geliermitteln zu erwarten wärt Im Ergebnis ist es daher möglich. Gele zu formuliei;n, die nicht nur eine Aussc'iiwitzung von weniger als 0.75" ο oder sogar weniger von 0,5% haben, sondern die auch eine genügende Gelfestigkeit haben, daß diese Gele als Träger für Luftbehandlungsmittel verwendet werden können, wenn man sie mit Luftbchandlungsmitteln vermengt.
Bei der Vermischung von Geliermitteln sind die Geleigenschaften, beispielsweise die Viskosität, die Gelfestigkeit, das Ausschwitzen und die Hydratisierungstemperatur, im allgemeinen lineare Funktionen der Zusammensetzung der Mischung, überraschenderweise stellt bei Mischungen von kappa- und jota-Karragheenin das Ausschwitzen eine nichtlineare Funktion der Zusammensetzung dar, welche niedriger ist. als es für solche Gemische erwartet würde.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert.
In der Fig. 1 ist das prozentuale Ausschwitzen bei 21.1 C einer 2%igen wäßrigen Gelmasse, die aus jota- und oder kappa-Karragheenin besteht, als Funktion der Gelzusammcnsctzung aufgetragen.
In der F i g. 1 stellt die gepunktete Linie AB das für eine solche Mischung erwartete Ausschwitzen dar ld. Ii. eine lineare Funktion der Zusammensetzung).
CH,
O—
Die feste Linie ACB zeigt den Ausschwitzungsgrad. der fur solche Mischungen tatsächlich beobachtet wurde. Bef dieser Gelkonzentration ist der beobachtete Ausschwitzungsgrad niedriger als derjenige, der über einen weiten Zusammensetzungsbereich für die reine jota-Komponente beobachtet wird. Die praktische Signifikanz dieser Entdeckung liegt darin, daß der ausgedehnte Bereich der Gelmischungen, die vom Standpunkt des Ausschwitzens zulässig sind. Zusammensetzungen umfaßt, die hinsichtlich anderer Eigenschaften, beispielsweise der Gelfestigkeit, die für Luftbehandlungsgele erforderlich ist, geeigneter sind. So besitzt z. B. bei einer Gelkonzentration von 3% ein Gel aus 100% jota-Karragheenin, obgleich es ein annehmbares Ausschwitzen gut unterhalb sogar 0,5% zeigt, eine Gelfestigkeit von lediglich 180 g (gemessen auf die nachstehend beschriebene Weise).
Ein solches Gel ist hochelastisch und nicht starr, und es ähnelt hinsichtlich seiner Konsistenz einem Gelatinenachtisch. Für geeignete, handelsübliche Luftbehandlungsprodukte muß jedoch der Gelträger starr und selbsttragend sein, so daß eine nichtgetragene Geloberfläche mit genügendem Ausmaß die Freisetzung der Luftbehandlungskomponenten gestattet. Für solche Gelträger muß die Gelfestigkeit mindestens etwa 300 g, vorzugsweise etwa 400 g, betragen. Auf der anderen Seite sind Gele, die eine Gelfesligkeit im Überschuß über etwa 1060 g haben, für den Gebrauch zu starr und zu körnig, und sie neigen dazu, die Freisetzung der flüchtigen Luftbehandlungskomponenten zu verhindern. Somit zeigen Mischgelzusammensetzungen, die einen hohen Anteil an kappa-Karragheenin (80 bis 100%) bei einer Gesamtgelkonzentration von 6% aufweisen, angemessene Aus schwitzungswerte (z. B. sogar unterhalb 0,5%). abei sie besitzen Gelfestigkeiten von über 1060 g unc ^ind aus diesem Grund für die Zwecke der vorliegendei Erfindung nicht geeignet.
Gemäß der Erfindung wurde nun gefunden, dal Geliermittel aus den kappa- und jota-Fraktionen de Karraghccnins in Gemischen, bei denen das Gewichts verhältnis dieser Komponenten zwischen etwa 0,5:
und etwa 7 : 1 liegt, bei 21,11C ein Ausschwitzen voi weniger als 0.75% und Gelfcstigkeiten zwischen 30i und 1060 g bei Gclkonzcntrationcn von 4,5% haber Bei so niedrigen Gclkonzcntrationcn wie etwa 2°/
und so hohen wie etwa 5,5% werden auch Gele gebildet, die im Hinblick auf das Ausschwitzen und die Gelfestigkeit angemessen sind, doch ist der zulässige Zusammensetzungsbereich (d. h. das Verhältnis der jota-Komponente zu der kappa-Komponente) stärker eingeschränkt.
Die Auswahl der Konzentration innerhalb der beschriebenen Grenzen kann durch ein oder mehrere Faktoren mit Einschluß von Kostenerwägungen bestimmt sein. Da der Gelschmelzpunkt mit der Gelkonzentration zunimmt, können Gele mit niedrigem Gelgehalt für die Verwendung in gemäßigten Klimazonen geeignet sein, aber nicht für tropische oder subtropische Zonen. Auf der anderen Seite kann eine praktische Obergrenze für die Gelkonzcntrationen durch die verfügbaren Mischeinrichtungen gegeben werden, da Gele höherer Konzentrationen schwieriger herzustellen sind, was auf Dispergierungsproblcme der Gelfeststoffe in den flüssigen Komponenten zurückzuführen ist. Auch hängt die Gießfähigkeit der Gele von ihrer Fließviskosität oberhalb des Schmelzpunktes ab, wobei die konzentrierteren Gele viskoser und schwieriger zu handhaben sind.
Wenn einmal eine Gelkonzentration innerhalb der angegebenen Grenzen gewählt worden ist. dann müssen die Verhältnisse der kappa- zu der jota Komponente bestimmt werden, die Gele mit annehm barem Ausschwitzen und einer annehmbaren Gel festigkeit ergeben. Auf Grund der komplexen Ver hältnisse bei diesen Variablen ist es nicht möglich diese Grenzen als Funktionen der Gclkonzentra (ionen ohne Hinweis auf physikalische Messungei des Ausschwitzcns und der Gelfestigkeit zu definieren Die angegebenen Werte der verschiedenen Gelkonzcntrationen werden jedoch hierin lediglich als Richtwerk gezeigt. Die exakten Grenzen bei der gewählten Gelkonzentration müssen dann durch orientierende und routinemäßige Messungen des Ausschwit/ens und der Gelfestigkeit bei der Gelkonzentralion ermittelt werden.
Der Ausschwitzungsgrad wird bestimmt, indem ein gewogenes Gel in einem luftdichten Behälter eingeschlossen wird und 48 Stunden bei 21,Γ C" gelagert wird. Der Behälter wird hierauf geöffnet, und das abgeschiedene Wasser wird auf einer gewogenen Menge eines trockenen Papierhandtuchs absorbiert. Der Gelrückstand wird auf dem Papierhandtuch gewalzt, um ihn zu trocknen, und das nasse Handtuch wird hierauf gewogen.
Die prozentuale Ausschwitzung ergibt sich als
KK) ·
Gewicht des verlorengegangenen Wassers
(d. h. Gewicht des nassen Handtuch - Gewicht des trockenen Handtuchs) Gewicht des Gelrückstands
Zur Messung der Gelfestigkeit wird eine bestimmte Menge des Gels oberhalb seines Schmelzpunktes in eine flache Kristallisierungsschale mit einem Durchmesser von 70 mm und einer Höhe von 50 mm gegossen und auf Raumtemperalur abkühlen gelassen. Die abgekühlten Proben werden sodann etwa 3 Stunden bei 4,4'C gekühlt. Die Schalen, die das Gel enthalten, werden sodann umgedreht, und sie werden sorgfältig geklopft, daß das abgekühlte Gel freigesetzt wird. Die 50 mm dicke Gelprobe mit einer Temperatur von 8,9 bis 10,00C wird sodann auf ein Cherry-Burrell Curd Tension Meter gegeben. Dies geschieht mit der flachgeformten Seite (d. h. der Bodenseite, wenn das Gel in der Kristallisationsschale ist), gegen den Kolben mit einem Durchmesser von ungefähr 1,7 cm der Meßvorrichtung. Sodann wird das Gel durch die Vorrichtung allmählich unter Druck gesetzt, bis das Gel bricht. Die Vorrichtung ergibt eine direkte Ablesung der in Gramm ausgedrückten Kraft, die erforderlich ist, um das Gel zu zerbrechen.
Untenstehend werden als Richtlinien typische Werte für das Ausschwitzen und die Gelfestigkeiten von verschiedenen Gelkonzentrationen und von verschiedenen Verhältnissen der kappa- und jota-Karragheeninkomponenten angegeben. Die in Klammern angegebenen Werte beziehen sich auf Gele, die deswegen ungeeignet sind, weil der Ausschwitzungsgrad größer als 0,75% (21,1°C) ist oder weil die Gel-Festigkeit außerhalb des annehmbaren Bereichs von 300 bis 1060 g liegt.
,
kappa-Karraghccnin {(icwichlspro/cntl
3elkonzentration
/on 2%
(60)
80
Ausschwitzen (ielfc-tickeil
(0.18)
0.43
(180)
440 kappa-Karrauhccnin
((icwichtsprn/cnl)
Gelkonzentration
von 2%
87.5
(100)
Gelkonzentration
von 3%
(50)
60
80
87.5
(100)
Gelkonzentration
von 4%
(0)
33,3
50
60
80
87,5
(100)
Gelkonzentration
von 5.5%
(0)
33,3
50
60
80
(87.5)
0,75 800
(1.7) (1040)
(0,17) (250)
0,16 370
0,22 870
0,59 1040
(0,94) (1060+)
(0,16) (200)
0,08 370
0,10 450
0.13 670
0,26 1040
0,38 1040
(0,55) (1060+)
(0.08) (290)
0,10 640
0,05 680
0,05 980
0,32 1040
(0.451
, ί,
Bei der Formulierung der Luftbehandlungsgelc Natriums) von C hlorophyll, die euren aiNauan·..
stellen die neuen erfindungsgemäßen Geliermittel Hydrolyse von Chlorophyll hergestellt werden (vgl.
typischerweise, wie bereits zum Ausdruck gebracht, Merck Index, 8. Auflage, 1968, S. 245). Das Natrium-
bis 5,5 Gewichtsprozent der Gele dar, während das chlorophyllin wird beispielsweise geeigneterweise als
wäßrige Medium, das die Luftbehandlungskompo- 5 2'/2%ige wäßrige Lösung zugesetzt,
nenten enthält, die restlichen 98 bis 94,5% ausmacht. Die Luftbehandlungsgele werden typischerweise
Innerhalb des wäßrigen Mediums machen die Luft- unter Verwendung der neuen erfindungsgemäßen
behandlungskomponenten typischerweise 1 bis 10Ge- Geliermittel in der Weise hergestellt, daß zunächst
wichtsprozent des Gels aus. Wie bereits erwähnt. die gepulverten Karragheeninfraktionen in den ge-
können diese Mittel Parfüme, Bactericide, essentielle io wünschten Verhältnissen miteinander vermischt wer-
öle. Insecticide usw. sein, und zwar entweder für sich den. Dieses Material wird sodann zu 48,9" C warmem
oder im Gemisch. Geeignete Materialien sind typi- Wasser gegeben, und das Gemisch wird gerührt,
■ · ri ·=.«.«»ratiircn flüchtig, mitein- um die Gele zu hydratisieren. Die Formulierung wird
-:_„_ rvr,,^VopniR rlurcheeführt,
25 p
g fcjOJ = g
Emulgatoren dispergiert. ^«^f^iSl« Beispiel 1
iSe^SS^ÄSSec^ 3o Aus den stehenden Bestandteilen wurde m der
late,, B. Ammonium- oder Kahumb^Jj^f beschr:ebenen Weise eine Luftbehandlungsgel-Masse
^i35 S^SlS::::::::S
z. B. ein Octylphenoxypolyathoxyathanol mit ^ D Essentielle öle 3,31
usw Wehere geeignete n.chtionogene t™^™ Natriumchlorophyllin
monolaurat usw. Diese Emulgatoren komja^,ee.gn oxyd und Isooctylphenyl) I
S!SSÄ7£^gS 45 (Die essendellen öle waren ein GemiscJ^ Gees versehentlich beim Transport oder bei der Lagerung I ,^ von pinie^, mit einem Gewic
tzt w^d^n"daS°S l d d öl von Citronengra
es versehentlich beim Transp ,^ von pinie^
Frosttemperaturen ausgesetzt w^d'^o n"d t aS de°Süels Wintergrünöl und dem öl von Citronengras.) Mediun/bis zu «™£%£%£^££*η Beispiel 2
*ÄS: S0 Es wurde ein Luftbehand^gsge. ,oh
ZusammensetzUnghergestellt:
kappa-KarragheeninJO des Wachstums von Bakterien 55 SS
^Äng
oder Pilzen in den Gelen ^™*™^Z Äthylalkohol W
mitteln wie Natriumbenzoat, Methy^Butyl ^ ^^ MG = 4g2) 0
Sf SSa. Amy.a=e.». "nd 10Teta Phen^ae.
de» »^dda,
Vergleichsbeispiel
Es wurde zunächst ein erstes Luftbehandlungsgel hergestellt, das kappa-Karragheenin und andere Bestandteile in den folgenden Verhältnismengen enthielt:
Bestandteil
Bestandteil
kappa-Karragheenin
Essentielle öle
Dispergierungsmittel
Pigment
Paraldehyd (als Verflüchtigungsmittel).. Konservierungsmittel (Dodecyldimethyl-
benzylammoniumnaphthenat)
Wasser
Gewichtsprozent
2,49 3,24 0,50 0,20 0,31
0,12 93,14 Paraldehyd (als Verfiüchtigungsmiltel).. Konservierungsmittel (Dodecyl-dimethyl-
benzylammoniumnaphthcnat)
Wasser
pro/cni
0,31
0,12 93,14
Es wurde ein zweites Luftbehandlungsgel hergestellt, das sowohl die kappa- als auch die jota-Fraktionen des Karragheenins enthielt. Dieses hatte folgende Zusammensetzung:
ίο In beiden Fällen wurden die Mittel hergestellt indem die gepulverten Karraghecnin-Produkte ir Wasser von 48,9' C aufgelöst wurden. Es wurde weitermn auf eine Temperatur zwischen 79 und 8"» "> C erhitzt um die Pulver zu hydratisieren und aufzulösen
Aul diese Weise wurde eine viskose Masse erhalten Nachdem sämtliche Pulver aufgelöst worden waren wurde das Gemisch auf 71,IT abgekühlt und das l igment wurde zugesetzt. Schließlich wurde ein Gemisch des essentiellen Öles, des Dispergierungsmittels.
des Konservierungsmittels und des Verniichtigunesmittels zugesetzt. Das Gemisch wurde genossen und
Bestandteil
kappa-Karragheenin
jota-Karragheenin ..
Essentielle öle
Dispergierungsmittel.
Pigment
Gewichtsprozent
1,94 0,55 3,24 0,50 0,20
Gewicht des Wasserverlustes (d. h. Gewicht des nassen Tuches
Gewicht des Gelrückstandes Dabei wurden in jedem Falle Karraghcenin-Fraktionen als handelsübliche Produkte verwendet ,κ °estlmmung des Ausschwitzungsgrades wurden abgeschlossene Behälter des Gels bei 4,44' C und bei
StUm]^Pera,tUr (elWa 21J C) stehengelassen. Nach etwa 48 Stunden wurden die Behälter geöfTnet, und das abgeschiedene Wasser wurde mit einer abucwogenen Menge eines Papiertaschentuchs entfernt". Der Gelruckstand wurde jeweils auf dem Papiertuch
gewogen""1 trOcknen· Das nassc Tuch wurde an^eh™· Ausschwitzung wird wie folgt
Gewicht des trockenen Tuches)
Der Ausschwitzungsgrad nach 48 Stunden wird in der untenstehenden Tabelle I für Proben des kappa-GeIs und des kappa-jota-Gels zusammengestellt. Die einzelnen Gele wogen jeweils 200 g nach dem Wasserverlust:
Tabelle I
^hydratisieren und aufzulösen. Die Gemische wurden . , "nd abgekuhlt. Auch hier wurde lelsüblichen Karraghcenin-Fraktionen
kappa-Gel
kappa-jota-Gel.
Prozentuale Ausschwitzun 4.44 C
1,3 0,3
Ra u mieinpciiüur
45
50 ö! deS Au*scl^"/ungsarades wurden ^gene Behälter des Gels bei Raumtemperatur
die Lh-It "ielaSSCn Nach «Stunden wurden wie oh κ' g -0^01 Und das ^geschiedene Wasser. ? f'f1"«*™· absorbiert und «cwoeen. Die ltZU d mathe-
1,2 0,3
Ferner wurde eine Reihe von Gelzusammenset-Zungen aus jota-Karragheenin, kappa-Karragheenin und verschiedenen Gemischen von jota- und kappa-Karragheeninen als Geliermittel in Wasser hergestellt. Eine erste Reihe der Gele enthielt das Geliermittel in einer Gesamtkonzentration von 1%. Eine zweite Reihe enthielt das Geliermittel in einer Gesamtkonzentration von 2%, eine dritte von 3% und eine vierte von 6%.
In jedem Fall wurden die Zusammensetzungen hergestellt, indem die gepulverten Karragheenin-Produkte η Wasser aufgelöst wurden, das auf etwa 48,9 C rrhitzt worden war. Es wurde weiter auf eine Tcmpeatur zwischen 79 und 82,2 C erhitzt, um die Pulver l-%-Gelreihe(2I.l C)
Kapp; ι Gcuichlsverhülinis Prozentuale
Kappa Jota Aussehe itziinL
50
60
1:1
1,5:1
1.9
1.4
80 4: 1 3.4
87.5
OO
7:1 4,3
5.7
in
33.3
50
66.7
83.3
90,9
100
Kappa
33,3
50
60
80
87,5
100
Kappa
33.3
50
2-%-Gelrcihe (21,1 C)
(.jcttichlsvcrhällnis Prozentuale
Kappa : .Inta Aiisschwil/iing
1,2
1 :2 0,3
1 :1 0,1
2:1 0,5
5:1 0,7
10:1 1.3
1,7
3-%-Gelreihe(21,l C)
(jewichlsvcrhiillnis Kappa : JoIa
1 :2
1 : 1
1.5:1
4: 1
7:1
Prozentuale Aiissclmii/iinj;
0.22 0,19 0,17 0.16 0,22 0,59 0,94
6-%-Gelrcihe(21,l C)
Ciewichlsverhiillnis Kappa : JoIa
1 :!
Pro/cnUiale Aiissdiuitzunu
geringfügig 0.03 0,11
Ciewichlsverhiillnis Pro/enluiilc
Kappa : JoIa AussL'hwil/uni.
1.5:1 0,05
4: 1 0,36
7: I 0,41
._ 0.52
.ι Kappa
60
80
87.5
100
(Bei der Reihe der 6-%-Gesamtkonzentration des Geliermittels waren die aus reinem jota- und reinem kappa-Karragheenin gebildeten Gele in untragbarer Weise körnig, was auf eine ungenügende Hydration und/oder das Vorhandensein von nichthydratisiertem Material hinweist. Versuche, eine Gelreihe mit 10% Geliermittel herzustellen, waren nicht erfolgreich: Das System enthält nicht ausreichend Wasser für die Gelbildung.)
Die aufgeführten Werte sind in den F i g. 2 bis 5 zusammengestellt.
Die gestrichelten Linien der Figuren verbinden die Punkte, welche die prozentuale Ausschwilzung darstellen, welche unter Verwendung von reinem jota- und reinem kappa-Karragheenin beobachtet wurden, mit Ausnahme von F i g. 2, wo mit reinem jota-Karragheenin bei einer Konzentration von 1% kein Ciel gebildet wurde. Da die meisten Eigenschaften der
Gemische von verträglichen Geliermitteln, wie die Viskosität, die Gelfestigkeit, das Ausschwit^n und die Fiydrationstemperatur, im allgemeinen lineare Funktionen der Zusammensetzung des Gemisches sind, geben die gestrichelten Linien in den Figuren
den Ausschwitzungsgrad wieder, der für die untersuchten jota-kappa-Karragheenin-Mischungen zu erwarten wäre.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Luftbehandlungsgel, bestehend aus 2 bis 5,5% eines Geliermittels auf Karragheenin-Basis und 98 bis 94,5% eines wäßrigen Mediums, das in Wasser leicht dispergierbare und bei Raumtemperaturen flüchtige Luftbehandlungskomponenten und für Luftbehandlungsgel übliche Zusätze enthält, dadurch gekennzeichnet, daß da: Geliermittel ein Gemisch aus wasserlöslichen kappa-Karragheenin und wasserlöslichem jota Karragheenin in einem Gewichtsverhältnis zwi sehen 0,5:1 und 7: 1 ist.
DE19712158262 1971-03-19 1971-11-24 Luftbehandlungsgel Expired DE2158262C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US12595571A 1971-03-19 1971-03-19

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2158262A1 DE2158262A1 (de) 1972-10-12
DE2158262B2 DE2158262B2 (de) 1974-12-12
DE2158262C3 true DE2158262C3 (de) 1975-08-07

Family

ID=22422226

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712158262 Expired DE2158262C3 (de) 1971-03-19 1971-11-24 Luftbehandlungsgel

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE2158262C3 (de)
FR (1) FR2130060A1 (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA1096311A (en) * 1977-03-29 1981-02-24 Lary L. Foley Alkyl phenol ether of polyethylene glycol as stabilizer of air freshener
IT1103817B (it) * 1978-06-27 1985-10-14 Guaber Spa Composizione deodorante granulare per posacenere

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1241914A (en) * 1968-09-13 1971-08-04 Airwick Ind Biocidal and/or deodorising compositions

Also Published As

Publication number Publication date
FR2130060B1 (de) 1975-02-21
DE2158262A1 (de) 1972-10-12
DE2158262B2 (de) 1974-12-12
FR2130060A1 (en) 1972-11-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2462242C3 (de) Mit Jod komplexbildende einphasige feste Lösung von Polyvinylpyrrolidon und Jodid sowie deren Verwendung
DE2609039C3 (de) Verfahren zum Herstellen von beständigem Natriumpercarbonat
DE2749751A1 (de) Verfahren zur konservierung von schmelzkaese
DE2460729A1 (de) Fungizides oder algizides mittel
DE1542931C3 (de) Bioeide Dispersionen von im Phosphatverfahren erzeugtem Kupfer(II)-hydroKid
DE2158262C3 (de) Luftbehandlungsgel
DE60105822T2 (de) Verfahren zur herstellung eines bioziden konzentrates
DE475114C (de) Verfahren zur Herstellung eines Zahnputzmittels
DE1171112B (de) Saure Detergens-Jod-Konzentrate
DE1010778B (de) Nagetierbekaempfungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2162110B2 (de) Röntgenkontrastmittel
CH641955A5 (en) Toothpaste
DE2511191C3 (de) Luftverbesserungsgel
DE1800727A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Tabletten
DE400069C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer, fester Praeparate aus Cyanidloesungen
CH534522A (de) Luftbehandlungs-Gel
AT155467B (de) Verfahren zur Herstellung von Dispersionen.
DE961657C (de) Verfahren zur Stabilisierung von chlordioxydhaltigen, antiseptischen, waessrigen Loesungen
DE835036C (de) Verfahren zur Herstellung eines mit einem UEberzug versehenen Penicillin-Salzes
CH414951A (de) Keimtötendes Mittel
DE2165659C3 (de) Ver Wendung eines Gemisches aus feinteiligem, amorphem hydratisiertem Siliciumdioxid und Casein zur Verhinderung der Rauhschaligkeit von Kernfrüchten
DE2132846C3 (de) Bodenbehandlungsmittel
AT136997B (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Kleister und Schleime aus den Samen des Johannisbrotbaumes und verwandter Pflanzen.
AT163452B (de) Mittel zur Bekämpfung von Baumkrebs, Gummifluß und Blutlausbefall
DE531846C (de) Verfahren zur Herstellung von physiologisch wirksamen Kupfer-Arsenverbindungen

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee