AT163452B - Mittel zur Bekämpfung von Baumkrebs, Gummifluß und Blutlausbefall - Google Patents
Mittel zur Bekämpfung von Baumkrebs, Gummifluß und BlutlausbefallInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Mittel zur Bekämpfung von Baumkrebs, Gummifluss und Blutlausbefall Die Erfindung betrifft ein Mittel zur Behandlung von Baumkrebs und Gummifluss und zur Bekämpfung von Blutlausbefall, insbesondere an Obst-und Zierbäumen. Der an Laubbäumen, insbesondere bei Obstund Zierbäumen auftretende Baumkrebs erfordert eine eingehende Behandlung und sorgfältige Bekämpfung, wenn zufriedenstellende Ergebnisse erreicht werden sollen. Die Behandlung und Heilung ist noch dadurch erschwert, dass die verschiedensten Ursachen, wie Frosteinwirkung, Bakterien, Pilze, tierische Schädlinge, z. B. Blutlausbefall usw. das Auftreten dieser Baumkrankheit hervorrufen können. Es ist bereits ein aus Baumteer, Karbolineum, Kolophonium, Baumwachs, Schwefelpulver, Alkohol, Bergkreide und Firnis bestehendes Mittel bekannt, mit dem die Behandlung von Baumwunden vorgenommen werden kann. Die Bestandteile dieses Mittels müssen aber erst durch einen umständlichen Kochprozess zu einer streichfähigen Masse vereinigt werden, wobei durch Verdampfung der flüchtigen Anteile Materialverluste eintreten, bzw. Explosionsgefahr hervorgerufen wird. Weiters erleidet die Mischung bei der Lagerung infolge Verflüchtigung des Alkohols unerwünschte Änderungen in ihrer Zusammensetzung und verliert dadurch an Wert. Das Herstellungsverfahren selbst ist ziemlich kostspielig, ausserdem ist ein Grossteil der erforderlichen Bestandteile schwer zu beschaffen. Abgesehen davon konnte die bekannte Mischung auch nicht den vielseitigen Anforderungen entsprechen, die ein solches Mittel erfüllen muss, um die Heilung des aus den verschiedensten Gründen entstehenden Baumkrebses sicher zu bewirken. Das erfindungsgemässe Mittel besteht aus einer Mischung von leicht erhältlichen und verhältnismässig billigen Ausgangsstoffen und weist die nachstehende Zusammensetzung auf : EMI1.1 <tb> <tb> 2-15 <SEP> Gew.-Teile <SEP> Baumteer, <SEP> säurefrei <tb> (entsäuerter <SEP> Holzoder <SEP> Steinkohlenteer) <tb> 5-12 <SEP> " <SEP> " <SEP> Obstbaumkarbolineum <tb> 5-20 <SEP> dickflüssiges <SEP> Mineral- <tb> öl <tb> 2-10 <SEP> " <SEP> " <SEP> Schwefelpulver <tb> 3-15 Gew.-Teile Holzasche und die Ergänzung auf 100 Gew.-Teile der Gesamtmischung als Bergkreide (Kreide mit tonigen Beimengungen). Die Herstellung dieses Mittels erfolgt gemäss der Erfindung nach einem einfachen Verfahren ohne jeden Kochvorgang. Zweckmässig wird säurefreier Baumteer mit der zwei-bis vierfachen Menge dickflüssigem Mineralöl z. B. Maschinöl gut vermischt, hierauf gleichfalls mit der zweibis vierfachen Menge von handelsüblichem zehnprozentigem Obstbaumkarbolineum gleichmässig verrührt. Dieser Flüssigkeit wird etwa die dreifache Menge eines Gemisches der festen Zusätze unter stetigem Verrühren beigemischt, bis ein homogener Brei entstanden ist. Das trockene Gemenge, bestehend aus etwa acht bis neun Zehnteln gemahlener Bergkreide, Rest Holzasche und Schwefelpulver in ungefähr gleichen Anteilen, wird zweckmässig durch inniges Vermengen der feinpulvrigen Stoffe auf glatter Unterlage gewonnen. Das erhaltene Produkt ist nach Beendigung eines etwa 3tägigen Umsetzungsvorganges, was auch an dem Aufhören der Gasentwicklung zu erkennen ist, sofort verwendbar und kann sogleich in verschliessbare Gefässe abgefüllt werden. Das Herstellungsverfahren erweist sich im Gegensatz zur Erzeugungsweise des eingangs beschriebenen bekannten Mittels als völlig gefahrlos, es erfordert nur kurze Zeit und einfache Mittel und kann ohne weiters bei Raumtemperatur durchgeführt werden. Das erhaltene Produkt ist leicht streichfähig, gut wetterbeständig und von ausgezeichnetem, auch nach längerer Zeit unverändert gutem Haftvermögen. Das Produkt ist unbegrenzt haltbar und behält mit seiner Zusammensetzung auch seine vorteilhaften Eigenschaften unverändert bei. Wie festgestellt wurde, entspricht das erfindungsgemässe Mittel den an eine solche Masse gestellten Anforderungen in hervorragendem Masse. Die Mischung wirkt einerseits desinfizierend auf die Baumwunden und fördert anderseits die Neubildung von Zellen als Ersatz für die durch den Krebs zerstörten Zellen und bewirkt somit eine rasche Kallusbildung. Das Anstreichmittel nimmt überdies eine gute Verbindung mit <Desc/Clms Page number 2> dem Holz des Baumes auf. Tierische Schädlinge, wie Blutläuse samt Brut, Milben u. dgl. werden vernichtet, ein Neubefall mit Blutlaus wird durch solche Aufträge von vornherein verhindert. Die besondere Wirksamkeit der erfindunggemässen Zusammensetzung ist so zu erklären, dass der Säuregehalt des Karbolineums durch die Holzasche bzw. die Kreide zum Teil neutralisiert wird und hiedurch eine Salbe von ausgesprochen milder Einwirkung entsteht, welche durch den Gehalt an Baumteer die gute Haftfähigkeit erhält. Der Zusatz des Obstbaumkarbolineums macht das Mittel gegenüber den tierischen Schädlingen, das Schwefelpulver gegenüber den Pilzsporen besonders wirksam, während der Mineralölgehalt der Mischung das gute Bindevermögen und eine gewisse Elastizität verleiht. Durch den Gehalt an Holzasche und Bergkreide wird schliesslich eine gute Förderung der Holzreife erzielt. Das erfindungsgemässe Mittel eignet sich ins- EMI2.1 vorzügliches Mittel zur Bekämpfung der Blutlaus. Zu diesem Zweck werden die vom Baumkrebs oder Gummifluss betroffenen Stellen der Bäume, Blutlausherde, Frostplatten und andere Verletzungen des Baumes sorgfältig ausgeschnitten und mit der beanspruchten Masse z. B. mittels eines Pinsels oder einer Spachtel gut verstrichen. Bei frischen Schnittstellen wirkt der Anstrich als wetterbeständiges Wundverschlussmittel und schützt zugleich vor dem Neubefall mit Blutlaus. Das Heilungsverfahren wird noch mehr begünstigt, wenn die in dem salbenartigen Aufstrich dieses Mittels nach längerer Zeit infolge des Dickenwachstumes des Baumes entstehenden Risse neuerlich verstrichen werden. Das erfindunggemässe Mittel kann zu jeder Jahreszeit erfolgreich angewendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Mittel zur Bekämpfung von Baumkrebs, Gummifluss und Blutlausbefall, dadurch gekennzeichnet, dass es aus 2-15 Teilen Baumteer, 5-12 Teilen Carbolineum, 5-20 Teilen Mineral- öl, 2-10 Teilen Schwefelpulver, 3-15 Teilen Holzasche und mit dem Rest auf 100 Teile aus Bergkreide besteht.
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