DE2154752B2 - Photokopierverfahren und zur durchfuehrung dieses verfahrens geeignetes aufzeichnungsmaterial - Google Patents

Photokopierverfahren und zur durchfuehrung dieses verfahrens geeignetes aufzeichnungsmaterial

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DE2154752B2 DE19712154752 DE2154752A DE2154752B2 DE 2154752 B2 DE2154752 B2 DE 2154752B2 DE 19712154752 DE19712154752 DE 19712154752 DE 2154752 A DE2154752 A DE 2154752A DE 2154752 B2 DE2154752 B2 DE 2154752B2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Photokopierverfahren, bei dem ultraviolettes Licht angewandt wird, sowie ein zur Durchführung dieses Verfahrens geeignetes UV-empfindliches Aufzeichnungsmaterial.
Auf dem Uebiel der druckempfindlichen kohlefreien Durchschreibepapiere isi es bekannt, daß farblose basische chromogcne Stoffe, wie z. B. bestimmte Triphein Imethaii-Farbbildner und Bcnzolcukomethylenblau-1 arbstoffe, bei Reaktion mit sauren Tonerden, wie beispielsweise Attapulgit, oder mil sauer reagierenden öllöslichen polymeren Stoffen, wie Phenolharzen, eine intensive l-'arbe erzeugen.
Aus der britischen Patentschrift 10 56 365 ist auch cn druck- und wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial bekannt, das mil einer in Mikrokapseln eingeschlossenen flüssigen Lösung eines ersten Farbbildners und mit kleinen festen Teilchen einer zweiten farbbildenden Komponente beschichtet ist. Die letztere ist so gewählt, daß sie bei den bei üblichen Thermokopierverfahren auftretenden Temperaturen verdampfbar ist und das Kapselwandmaterial ist so gewählt, daß dieser Dampf die Kapselwände zu druchdringen vermag. Bei Einwirken von Wärme erfolgt somit eine Farbreaktion ohne Aufbrechen der Kapseln innerhalb derselben, während bei selektivem Einwirken von Druck die flüssige Farbbildnerlösung freigegeben wird und auf diese Weise die Farbreaktion erfolgen kann. Aus dieser Druckschrift sind jedoch keine Hinweise für ein Photokopierverfahren bzw. ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial zu entnehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Photokopierverfahren zu schaffen, bei dem durch bildmäßige Belichtung mittels UV-Licht ein latentes Bild entsteht, das anschließend entwickelt wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Aufzeichnungsmaterial aus einem Schichtträger und einer lichtempfindlichen Schicht, die mikroskopisch kleine Tröpfchen einer Lösung von 4,4'-Bis-(dimethylamino)-benzophenon oder 4,4'-Bis-(diäthylamino)-benzophenon umhüllt von oder dispergiert in einem durch Druck brechbaren, für ultraviolettes Licht durchlässigen, polymeren Bindemittel, und eine saure Verbindung oder eine Schicht einer sauren Verbindung auf der Tröpfchenschicht enthält, mit ultraviolettem Licht bildmäßig belichtet und einem die Tröpfchen aufbrechenden Druck ausgesetzt wird.
Die Erfindung beruht auf der Tatsache, daß der farblose Farbbildner oder Farbstoffvorläufer 4,4'-Bis-(dimethylamino)-benzophenon (Michler's Keton) sowie andere niedrige Alkylamino-Analoge dieser Verbindung bei Reaktion mit sauren Stoffen keine Farbe oder nur ein blasses Gelb erzeugen, jedoch mit den sauren Stoffen dann unter Bildung einer dunkelblauen oder blaugrünen Farbe reagieren, wenn diese Benzophenone zuvor ultraviolettem Licht ausgesetzt und durch Photoreduktion in einen farblosen Farbstoff umgesetzt wurden.
Diese Eigenschaft der obengenannten Benzophenone ermöglicht ihre Verwendung in dim erfindungsgemäßen Photokopierverfahren, bei dem ein Substrat durch gleichmäßiges und dichtes Beschichten mit mikroskopisch kleinen Flüssigkeitströpfchen einer organischen Lösungsmittellösung dieser Farbbildner gegenüber ultraviolettem Licht empfindlich gemacht wird, wobei die einzelnen Flüssigkeitströpfchen voneinander, von dem Aufzeichnungsträger und von ihrer Umgebung durch einen UV-durchlässigen organischen, polymeren, hydrophilen filmbildenden Stoff getrennt sind. Insbesondere können die Flüssigkeitströpfchen in mikroskopisch kleinen Kapseln enthalten sein. Durch bildmäßige Bestrahlung der beschichteten Oberfläche des Trägerblatts, beispielsweise unter Verwendung einer dem Muster entsprechenden Maske, wird ein latentes farbloses Bild von nunmehr durch Säure färbbaren Farbstofftröpfchen auf dem Hintergrund von farblosen Farbstoffvorläufer-Tröpfchen gebildet. Durch anschließende Ausübung von Druck auf das Trägerblalt werden die isolierenden Filme bzw. Kapselwände aufgebrochen, wodurch die flüssigen Tröpfchen des Farbstoffs und Farbsloffvorläufeis zum Zwecke der Farbentwicklung in dem Farbstoff in Berührung mit Säure gelangen. Durch die Säure wird nur eine geringe oder keine Färbung der freigesetzten Tröpfchen
3 T4
des Farbstoffvorläufers bewirkt. Es entsteht somit auf Ebenso sind die in den stark vergrößerten Zeichnungen dem Tragerb au ein farbiges Bild, das durch das dargestellten Kapseln bzw. die aufgebrochenen Kapsel-Muster der UV-Beiichtung vor dem Aufbrechen des wände in Wirklichkeit mit dem bloßen Auge nicht isolierenden Films bestmimt wird. Hie Intensität der sichtbar, da sie zu klein sind.
entwickelten Farbe hangt von der Intensität und der 5 Für die Erfindung geeignete FarbstoffvorKufer sind
Dauer der UV-Belichtung ab und ist somit propor- niedrige 4,4'-bis-(Dimethylamino)-benzophenone. Als
tional der Menge des durch d.e bei der Belichtung ver- bevorzugter Farbstoffvorläufer wird Michlers Keton,
wendeten Maske übertragenen UV-Lichts. nämlich 4,4'-Bis-(DimethyIanvno)-benzophenon ver-
Die Erfindung betrifft ferner ein Aufzeiehnungs- wendet. Durch die Ansäuerung von Michlers Keton
material zur Durchfuhrung des obengenannten Photo- ία erhält man eine blaßgelbe Farbe, die als annähernd
kopierverfahren,das aus einem Schichtträger und einer farbloser Hintergrund des entwickelten Bilds akzep-
lichtempfindhchen Schicht besteht und das dadurch tiert werden kann. Der durch die UV-Bestrahlung von
gekennzeichnet ist, daß die lichtempfindliche Schicht Michlers Keton erhaltene Farbstoff ist von unbekann-
mikroskopisch kleine Tröpfchen einer Lösung von ter Struktur, doch scheint er ein Reduklionsprodukt
4,4'-Bis-(dimethylamino)-benzophenon oder 4,4'-Bis- 15 von Michlers Keton zu sein, nämlich ein Hydrol. Der
(diäthylamino)-benzophenon umhüllt von oder disper- offensichtlich durch die Photoreduktion von Michlers
giert in einem durch Druck brechbaren, für ultra- Keton erhaltene Farbstoff ergibt bei Berührung mit
violettes Licht durchlässigen, polymeren Bindemittel, einer Säure eine intensive dunkelblaue Farbe, wie man
und gegebenenfalls eine saure Verbindung oder sie auch bei Michlers Hydrol erhält. Das auf diese
eine Schicht einer sauren Verbindung auf der Tropf- ao Weise erhaltene dunkelblaue Bild stellt einen ausrei-
chenschicht enthält. chenden Kontrast zu dem hellen Gelb des Hinter-
Die einzelnen Schritte des erfindungsgemäßen Ver- grunds dar, das sich bei der Berührung des Farbsioff-
fahrens sind aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, bei denen Vorläufers mit der Säure ergibt. Das Ausmaß der GeIb-
zum besseren Verständnis die Abmessungen des Trä- Entwicklung des Hintergrunds kann durch die Wahl
gerblatts stark vergrößert wiedergegeben sind. 25 einer bestimmten Säure gesteuert und falls erwünscht
In Fig. 1 wird das Licht einer UV-Lichtquelle 23 vermindert werden. Variationen dieser Art werden i;i durch eine ein Bild tragende Maske 20 auf die Kapsel- den folgenden Beispielen aufgezeigt,
schicht eines Übertragungsblatts 21 geworfen. Durch Als Masken für die bildmäßige" Belichtung des mit diese Bestrahlung wird ein unsichtbares latentes Bild Kapseln beschichteten Blatts können photographische der Maske auf der mit Kapseln beschichteten Ober- 30 Filmnegative ebenso \crwendet weiden wie dünne, fläche des Blatts 21 erzeugt. Bei dem dargestellten UV-durchlässige Büropapiere, welche UV-undurch-Ausführungsbeispiel ist der Bildbereich der Maske 20 lässige Markierungen tragen, die beispielsweise son für UV-Licht durchlässig, während die Hintergrund- Hand, durch eine Schreibmaschine oder durch andere fläche der Maske für UV-Licht undurchlässig ist. Als Druckverfahren aufgebracht sein können. Diese Mas-Mas.ke kann beispielsweise eine Schablone oder ein 35 ken werden direkt auf die mit Kapseln beschichtete phtographisches Negativ verwendet werden. Es be- Seite des Übertragungsblatts aufgebracht. Anschliesteht ebenso die Möglichkeit, daß die Hintergrund- ßend erfolgt die UV-Belichtung der Kapselschicht fläche der Maske für UV-Licht durchlässig ist, wäh- durch den Film oder das als Maske dienende Papier rend die Bildbereiche undurchlässig sind, so daß sich hindurch, so daß auf der Kapseischicht des Trägerein hellfarbiges oder weißes Bild auf einem dunklen 4° blatts ein latentes Bild entsteht.
Hintergrund ergibt. Wird eine einzelne Kopie benötigt, dann erfolgt die
Fig. 2 zeigt in einer noch stärkeren Vergrößerung Entwicklung direkt auf dem Trägerblatt durch Aufeine Querschnittsansicht des mit UV-Licht belichteten, brechen der Kapseln der Beschichtung nach der Herdas latente Bild tragenden Blatts 21, das mit der stellung des latenten Bilds durch Hindurchführen des beschichteten Seite auf einem sauer reagierenden Auf- 45 belichteten Trägerblatts durch zwei Anpreßwalzen und nahmeblatt 22 liegt. Die beiden Blätter werden durch anschließende Behandlung der Beschichtung mit einem zwei Anpreßrollen geführt, um praktisch alle Kapseln sauren Stoff. Für eine solche Anwendung kann der der Beschichtung aufzubrechen. Selbstverständlich saure Stoff auf das Blatt aufgetragen werden oder er können zur Erzeugung des erforderlichen Drucks auch kann zweckmäßigerweise bereits in der Kapselbeandere Mittel angewandt werden. Durch das Auf- 5° schichtung enthalten oder als separate Bescnichtung brechen der Kapselwände werden die Tröpfchen des auf der gleichen Oberfläche wie die Kapselschicht farblosen Farbstoffvorläufers und des Farbstoffs frei- vorhanden sein, so daß er unmittelbar nach der Druckgegeben und werden auf das sauer reagierende Auf- anwendung für die Entwicklung des farbigen Bilds zur nahmeblatt übertragen, wo die Farbentwicklung statt- Verfügung steht. Ein Blatt mit einem solchen Aufbau findet. Hierbei erzeugen die farblosen Farbstoffvor- 55 wird als »autogenes« Blatt bezeichnet,
läufertröpfchen keine oder nur eine schwache gelbe Werden mehrere Kopien benötigt, dann kann das Färbung und bilden den Hinlergrund des Bilds. Die Trägerblatt als Übertragungsblatt verwendet werden farblosen Farbstofftröpfchen erzeugen eine dunkle und zwar nach Art einer Offsetdruckplatte. Nach der kontrastierende Farbe, und stellen die Bildbereiche Belichtung zur Herstellung des latenten Bilds kann das dar. 6o Trägerblatt zusammen mit einem eine saure Beschich-
Das auf dem Blatt 22 entstandene Muster oder Bild Hing tragenden Aufnahmeblatt durcn zwei Anpreßist in Fig. 3 teilweise zu sehen, wo das die nunmehr rollen geführt werden, wodurch auf dem Aufnahmeaufgebrochenen Kapseln tragende Blatt 21 zurückge- blatt das entwickelte Bild entsteht. Da ein großer Teil schlagen ist. Das Bild wird durch eine dunkle Fläche des flüssigen Farbstoffvorläufers in der aufgebrocheauf einem hellen Hintergrund gebildet. Durch tue 65 iien Kapselbeschichtung des Tri'igerblatis zurückbleibt, punktierten Bereiche innerhalb des Blatts 22 in den können durch Wiederholen des »Kalandriervorgangs« Fig. 2 und 3 soll die sauere Beschichtung dargestellt mit weiteren Aufnahmeblättern mehrere Kopien herwerden. obwohl diese normalerweise nicht sichtbar ist. gestellt werden. Auf diese Weise können bis zu sechs
Kopien erzeugt werden, bis der flüssige Farbstoff aufgebraucht ist.
Als Trägermaterial für die Kapselbeschichtung können beliebige Arten von Blattmaterialien sowie andere geeignete Träger verwertet werden. Vorzugsweise werden jedoch Papierblätter als Trägermaterial verwendet. Für die Entwicklung des latenten Bilds nach dem Aufbrechen der Kapseln geeignete saure Stoffe sind saure Tonerden (wie Attapulgit, Bentonit, Kaolin und Silton-Tonerde) und saure öllösliche gleichbleibend schmelzende organische polymere fumbildende Stoffe wie bestimmte Phenol-Aldehyd-Harze, Phenol-Acetaldehyd-Harze, Maleinsäure-Terpenharzc, teilweise oder vollständig hydrolisierte Styrol-Maleinsäure-Anhydrid-Copolymere und Äthylen-Maleinsäure-Anhydrid-Copolymere, Carboxy- Polymet hy len und vollständig oder teilweise hydrolisierte Vinyl-Methyläther-Maleinsäure Anhydrid-Copolymere.
Als Lösungsmittel zur Herstellung einer flüssigen Farbstoffvorläufer-Lösung werden vorzugsweise organische öle verwendet. Solche Öle sind beispielsweise aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe und Halogenderivate dieser Kohlenwasserstoffe.
Zur Herstellung des UV-lichtempfindlichen Trägcrblatts wird eine Lösung des Farbstoffvorläufers (mit einer Verdünnung von 5 bis 10 Gewichtsprozent) in Wasser emulgiert, so daß eine Dispersion mikroskopisch kleiner Tröpfchen entsteht, die mit einem hydrophilen UV-durchlässigen organischen filmbildenden polymeren Stoff, wie Gelatine und Gummiarabicum, umhüllt werden.
Für die Erfindung geeignete Einkapselungsverfahren und -stoffe sind bekannt. Die Kapseln werden auf Papierblätter beschichtet und zwar als wäßriger Brei, der außerdem ein Bindemittel, wie Stärke oder Latices. ein Mittel zum Verhindern des Verschmierens des erzeugten Drucks, z. B. Stärketeilchen oder Talk, enthält. Das beschichtete Papier wird anschließend getrocknet und kann dann in der erfindungsgemäßen Weise verwendet werden. Obwohl die Einkapselung der Farbstoffvorläufer-Tröpfchen bevorzugi wird, können diese auch in einem festen trockenen Film eines hydrophilen polymeren Stoffs gleichmäßig dispergiert sein.
Eine unbeabsichtigte UV-Belichtung, wie sie beispielsweise durch die Raumbeleuchtung oder indirektes Sonnenlicht entstehen kann, beeinträchtigt die Empfindlichkeit des Trägerblatts kaum, zumindest dann nicht, wenn sich diese Belichtungszeit in den üblichen für die Handhabung des Papiers gebräuchlichen Zeiträumen bewegt. Eine weitere Bestrahlung des entwikkelten Bilds auf dem sauren Aufnahmeblatt mit UV-Licht bewirkt kein weiteres Nachdunkeln und keine Farbentwicklung.
Eine weitere Verwendungsart des empfindlichen mit Kapseln beschichteten Trägerblatts besteht in der Herstellung von Kopien, die ein weißes oder gelbes Bild auf einem blauen Hintergrund wiedergeben. Diese Kopien können nach dem oben beschriebenen Offset-Kopierverfahren hergestellt werden, wobei die Offset-Matrize durch Beschriften der unbeschichteien Seite des die Kapselschicht tragenden Trägerblatts hergestellt wird. Die beschichtete Fläche wird dann mit UV-Licht belichtet und anschließend wird das belichtete Trägerblatt zusammen mit einem oder aufeinanderfolgend mit mehreren eine saure Beschichtung aufweisenden Aufnahmeblättern »kalandriert«. Die Schreib- oder Druckvorrichtung zur Herstellung der Offset-Matrize braucht nicht eingefärbt zu sein, da ihre Aufgabe lediglich darin besteht, die Kapseln örtlich aufzubrechen. Das auf diese ArI bewirkte Aufbrechen dei Kapseln hat zur Folge, daß der flüssige Kapselinhal von dem Papier des Trägerblaus absorbiert wird, se daß bei der anschließenden UV-Lichtbestrahlung ir den aufgebrochene Kapseln enthaltenden Bereicher effektiv kein Farbstoffvorläufermaterial mehr vorhanden ist. Bei der anschließenden Bestrahlung wird dam das gesamte Farbstoffvorläufermaterial in einen durd Säure färbbaren Farbstoff umgewandelt, mit Aus nähme derjenigen Bereiche, wo die Kapseln aufge brachen wurden. Durch die Entwicklurg des Bild; durch Übertragen auf ein sauer beschichtetes Auf nahmeblatt entsteht somit ein weißes oder gelbes Bild auf blauem Hintergrund.
Die erforderliche Belichtung der Kapselbeschichtunt des Trägerblatts mit UV-Licht kann am besten mittel! eines Blaulicht-Diazo-Rotationskopiergeräts erfolgen das mit fünf 40 W-Schwarzlicht-Fluoreszenzröhrer ausgestaltet ist, deren Strahlungsintensitätsmaximun bei 3,500 Angstrom liegt. Eine zufriedenstellende Belichtung kann auch mittels eines Blitzgeräts erfolger oder auch mit einer weniger intensiven Lichtquelle, wie mit einer Tageslicht Fluoreszenzlampe oder mil Sonnenlicht.
Das wichtigste Ausführungsbeispiel der Erfindung bietet somit ein Durchlichtkopiersystern, das einfach schnell und sauber arbeitet und sowohl in der Herstellung als auch in der Verwendung äußerst wirtschaftlich ist.
Im folgenden wird die Erfindung an. Hand einiger Ausführungsbeispiele, die jedoch "die Erfindungen keiner Weise beschränken sollen, näher erläutert."
Beispiel 1
Es wurde ein wäßriger Beschichtungsbrei mit folgender Zusammensetzung hergestellt:
Brci-Bcstandtcilc Gewichtsteile
20%ige wäßrige Kapselsuspension 200
20%igc wäßrige Suspension gekochter
Stärke als Bindemittel ." 20
a-Cellulose-Flocken ... ρ
Talk ; 4
Wasser ^
Die hierbei verwendeten Kapseln wurden nach dem in der USA.-Patentschrift 30 41 289 beschriebenen Verfahren hergestellt, mit der Ausnahme, daß als innere Phase für die Kapseln eine 12 %ige Lösung von Michlers Keton in einem chlorierten BiphenyT mit 21 Gewichtsprozent Chlor verwendet wurde.
Der Beschichtungsbrei wurde in einer solchen Dicke auf Papier aufgetragen, daß sich ein trockenes Beschichtungsgewicht von 6,5 g/m2 ergibt.
Durch Belichten der beschichteten Seite dieses Papiers mit UV-Licht mittels eines Blaulicht-Diazo- Rotationskopiergeräts für eine Zeitdauer von 135 see durch ein photographisches Negativ wurde in der Schicht ein latentes Bild erzeugt. Das belichtete Blatt wurde zusammen mit einem mit Attapulgit beschichteten Aufnahmeblatt kalandriert, wobei die Beschich tungen der beiden Blätter einander zugewandt waren. Man erhielt ein dunkles blau-grünes Positivbild des Negativ-Musters auf dem hellgelben Hintergrund des Aufnahmeblatts.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    ]. Photokopierverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufzeichnungsmaterial aus einem Schichtträger und einer lichtempfindlichen Schicht, die mikroskopisch kleine Tröpfchen einer Lösung von 4,4'-Bis-(dimethyIamino)-benzophenon oder 4,4'-Bis-(diäthyIamino)-benzophenon umhüllt von oder dispergiert in einem durch Druck brechbaren, für ultraviolettes Licht durchlässigen, polymeren Bindemittel, und eine saure Verbindung oder eine Schicht einer sauren Verbindung auf der Tröpfchenschicht enthält, mit ultraviolettem Licht bildmäßig belichtet und einem die Tröpfchen aufbrechendec Druck ausgesetzt wird.
  2. 2. Photokopierverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufzeichnungsmaterial aus einem Schichtträger und einer lichtempfindlichen Schicht, die mikroskopisch kleine Tröpfchen einer Lösung ao von 4,4'-Bis-(dimethylamino)-benzophenon oder 4,4'-Bis-(diäthylamino)-benzophenon umhüllt von oder dispergiert in einem durch Druck brechbaren, für ultraviolettes Licht durchlässigen, polymeren Bindemittel enthält, mit ultraviolettem Licht bildmäßig belichtet, einem die Tröpfchen aufbrechenden Druck ausgesetzt und in Berührung mit einer sauren Verbindung gebracht wird.
  3. 3. Photokopierverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich auf einem blattförmigen Bildempfangsmaterial befindende saure Verbindung verwendet wird.
  4. 4. Photokopierverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als saure Verbindung Attapulgit oder ein p-Phenylphenol-Formaldehyd-Harz verwendet wird.
  5. 5. Aufzeichnungsmaterial aus einem Schichtträger und einer lichtempfindlichen Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Schicht mikroskopisch kleine Tröpfchen einer Lösung von 4.4'-Bis-(dimethylamino)-benzophenon oder 4,4'-Bis-(diäthylamino)-benzophenon umhüllt von oder dispergiert in einem durch Druck brechbaren, für ultraviolettes Licht durchlässigen, polymeren Bindemittel, und gegebenenfalls eine saure Verbindung oder eine Schicht einer sauren Verbindung auf der Tröpfchenschicht enthält.
DE19712154752 1970-11-05 1971-11-04 Photokopierverfahren und zur durchfuehrung dieses verfahrens geeignetes aufzeichnungsmaterial Granted DE2154752B2 (de)

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