DE2154227C2 - Anordnung einer blockiergeschützten Fahrzeugbremsanlage - Google Patents
Anordnung einer blockiergeschützten FahrzeugbremsanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung einer blockiergeschütztsn
Fahrzeugbremsanlage, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei der durch einen elektrischen Fühler
ein drohender Blockierzustand infolge Überschreitens einer Schaltschwelle festgestellt Und abhängig von
einem den BeWegungszustand des Rades anzeigenden Regelsignal der Druck in der Bremsleitung des Rades
Von in dem Regelkreis angeordneten Magnetventilen in Verbindung mit Drosseln der Druckabbaü eines Regel·
zyklus unstetig mit verschiedenen Gradienten erfolgt
Um das Blockieren der Räder an Kraftfahrzeugen, insbesondere bei Panikbremsungen, und die damit bekanntermaßen
verbundenen Gefahren zu verhindern, ist es bekannt, in Abhängigkeit einer laufend gemessenen,
die Blockiergefahr anzeigenden Regelgröße, häufig der Drehverzögerung, die Radbremszylinder von der
Druckmittelquelle zu trennen und im mit den Radbrernüzylindern
verbundenen Abschnitt der Bremsleitung den Druck durch Druckmittelentnahms oder durch
Volumenerweiterung zu reduziren, bis die Regelgröße
anzeigt, daß die Blockiergefahr vorüber ist, und dann
wieder zu erhöhen.
Daß mit einem einfach Ja-Nein-System, d. h. Druckabbau
bei Überschreiten eines bestimmten Schwellwertes der Regelgröße und enxutem Druckaufbau bei Unterschreiten
eines bestimmten Schwellwertes der Regelgröße, die angestrebte optimale Bremsung nicht zu
erreichen ist, wurde bald festgestellt Durch die dem hydraulischen
System eigene Trägheit entstanden dabei unnötigerweise erhebliche Druckschwankungen um
den für eine optimale Bremsung notwendigen Bremsdruck, so daß sich der Bremsweg verlängerte und der
Fahrkomfort herabgesetzt wurde.
Aus der DE-OS 19 15 704 ist eine Anordnung der eingangs
genannten Gattung bekannt, bei der bei Bremsbetätigung Bremsflüssigkeit über eine Druckleitung von
einem Hauptbremszylinder zu einem Radbremszylinder gelangt In eine^i erweiterten Abschnitt der Druckleitung
ist ein Schwimmkolben geführt, der seinerseits einen axialen Durchlaß für die Bremsflüssigkeit besitzt
Die Anordnung beinhaltet ferner ein Bremsdrucksteuerventil, das durch ein kolbenartiges Bremsdrucksteuerglied
in zwei Kammern unterteilt ist, von denen die erste ständig atmosphärisch belüftet ist und die
zweite in Abhängigkeit von der Stellung eines elektromagnetischen Umschaltventils entweder mit atmosphärirchem
Druck oder dem Druck eines Druckbehälters verbunden ist In die Druckleitungen zwischen dem
Umschaltventil und der zweiten Kammer des Bremsdrucksteuerventils sind parallel r*ieinander Drosselrückschlagventil
mit entgegengesetzten Durchlaßrichtungen eingesetzt
Erkennt nun ein den Drehzustand der Räder überwachendes Fühlgerät eine Blockiergefahr, so wird das Umschaltventil
erregt, wodurch die bislang belüftete zweite Kammer des Bremsdrucksteuerventils mit dem
Druck des Druckbehälters beaufschlagt wird. Infolge des Druckunterschiedes bewegt das Drucksteuerventil
einen Betätigungskolben auf den Schwimmkolben zu,
wodurch zunächst der Durchlaß des Schwimmkolbens verschlossen und die Druckleitung zwischen Hauptbremszylinder
und Radbremszylinder unterbrochen wird. Bei weiterer Bewegung des Schwimmkolbens
setzt in dem mit dem Radbremszylinder verbundenen Abschnitt der Bremsanlage eine Volumenerweiterung
und ein Abbau des Bremsdruckes ein. Ist die Blockiergefahr abgewendet, so fällt das elektromagnetische Umschaltventil
in seine Ruhelage zurück, so daß der Druck in der zweiten Kammer des Drucksteuerventils abgebaut
wird.
Die Bewegungsgeschwindigkeit des Betätigungskolbens bzw. die Änderungsgeschwindigkeit des Brems^
druckes wird wesentlich durch die Drosselrückschlag-* ventile beeinflußt Im ersten Zeitabschnitt nach dem Be*
tätigen des UmschältVeritils gibt jeweils eines der Dros^
selrückschlagventile seinen Vollen Öffnungsquerschnitt frei, so daß auch die Druckänderung in der zweiten
Kammer des Drosselsfeuerventils entsprechend steil Verläuft Nach dem Unterschreiten eines weiteren
Druckgefälles an den Drosselrückschlagventilen steht nur mehr ein durch eine Drosselbohrung zur Druckmittelzu-
und -abfuhr zur Verfügung, so daß auch der Bremsdruck mit einem flacheren Gradienten beeinflußt
wird.
Bei der bekannten Anordnung ist neben dem relativ komplizierten Aufbau als nachteilig anzusehen, daß sich
nach einem Druckabbau in der Radbremse unmittelbar eine erneute Druckaufbauphase anschließt, so daß die
Schwankungen des Bremsdrucks um den optimalen Wert relativ groß sind.
In der US-PS 33 98 995 ist eine Anordnung zur Verhinderung
eines Radgleitens für luftbetätigte Fahrzeugbremsanlagen beschrieben, bei der bei einem drohenden
Radblockieren ein Druckausgleich zwischen der Bremsleitung und einem Reservebehälter geschaffen
wird, so daß der Druckabbau in der Radbremse in einem ersten Zeitabschnitt relativ steil ist Der Reservebehälter
verfügt über eine Drosselöffnung zur Atmosphäre, über die in einem zweiten Zeitabschnitt ein langsamer
Druckabbsu in der Radbremse vorgenommen wird.
Bei der vorstehend beschriebenen Anordnunri ist es
nachteilig, daß der Bremsdruck bei jedem Regelzyklus fast vollständig auf Atmosphärendruck abgesenkt wird,
wodurch ein erneutes Anlegen der Bremse verzögert erfolgt und Bremsweg verschenkt wird.
Aus der US-PS 33 06 677 ist eine Bremsanlage mit Schlupfregelung bekannt, bei der im Regelfall ausschließlich
die Druckaufbauphase gesteuert wird. Der Druckaufbau wird zu Beginn stark gedrosselt und im
weiteren Verlauf ständig steiler.
Auch dieser Anordnung haftet der Nachteil an, daß nach einem Druckabbau übergangslos ein erneuter
Druckaufbau folgt, wodurch sich relativ große Druckschwankungen einstellen.
Schließlich ist aus der DE-AS 11 63 173 eine hydraulische
Bremsanlage mit Blockierregler bekannt, bei der während einer Regelung wiederum Druckabsenkungsphasen
und Druckaufbauphasen einander abwechseln, so daß sich die bereits dargelegten Nachteile einstellen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache Anordnung der eingangs genannten
Gattung zu schaffen, bei der der Bremsdruck während einer Regelung dem optimalen Bremsdruck
möglichst angenähert ist
Frfindungsj-emäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß im Regelkreis ein Zeitglied vorgesehen ist, durch das nach Ablauf einer ersten Zeitspanne vom Beginn
des Druckabbaus an die Magnetventile für eine vorgegebene zweite Zeitspanne in die Schaltstellung zum
Konstanthalten des Druckes bringbar ist Durch eine derartige Aurgestaltung werden unnötig hohe Bremsdruckschwankungen
vermieden und der Bremsdruck während einer möglichst langen Zeit wenigstens näherungsweise
auf dem optimalen Wert gehalten. Der Fahrkomfort wird verbessert und der Bremsweg verkürzt
Vorteilhafterweise ist die Zeitspanne b von Beginn des Druckabbaus bis zum Ansprechen des Zeitgliedes
konstant oder eine Funktion der Ausgangsgeschwindigkeit
In einer Bremsanlage mit einer Vorrichtung zur Anti"
blockierregelung, bei der der Druckabbau im mit dem
Radbremszylinder verbundenen und vom Hauptbremszylinder durch ein Stellglied zu trennenden Abschnitt
eines Verdrängerkolbeiis erreicht wird — wie bekannt
—, ist dem Einlaßventil für den Steuerdruck eine verän^
derbare Drossel nachgeschaitet
In einer Bremsanlage mit einer Vorrichtung zur Antiblockierregelung,
bei der zum Druckabbau Radbremszylinder und Hauptzylinder durch Schalten eines Einlaßventils
voneinander getrennt werden und der Druck im mit dem Radbremszylinder verbundenen Abschnitt der
Bremsleitung über ein Auslaßventil in den Reservebehälter entspannt wird — wie bekannt —,ist dem Auslaßventil
eine veränderbare Drossel nachgeschaltet Die veränderbare Drossel besteht in vorteilhafter Weise
to aus einem in einem mit Druckmittel gefüllten Zylinder dicht geführten, während des Druckabbaus durch den
Steuerdruck oder den Bremsdruck gegen eine Rückstellkraft beaufschlagbaren Kolben, der einen Drosseldurchgang
aufweist
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
F i g. 1 zeigt die graphische Darstellung des Verzögerungs- und Bremsdruckverlaufs gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung.
F i g. 2 zeigi den grundsätzlichen Aufbau eines Mittels
zur Erreichung eines in Fig. 1 dargestellten Verzögerungs- und Bremsdruckverlaufs.
F i g. 3a und F i g. 3b zeigen jeweils das Schema einer _ Bremsvorrichtung, in der das in F i g. 2 dargestellte Mittel
zur Anwendung kommt
F i g. 4 Lwigt die graphische Darstellung des Verzögerungs-
und Bremsdruckverlaufs gemäß einem zweiten Vorschlag der Erfindung.
Wie oben bereits dargelegt, ist es das Ziel der Erfindung, während eines geregelten Bremsvorgangs nur kleine Bremsdruckschwankungen im Bremskreis zu erzeugen und die Zahl der notwendigen Schaltschritte gegenüber den bekannten Verfahren zur Antiblockierregelung zu vermindern.
Wie oben bereits dargelegt, ist es das Ziel der Erfindung, während eines geregelten Bremsvorgangs nur kleine Bremsdruckschwankungen im Bremskreis zu erzeugen und die Zahl der notwendigen Schaltschritte gegenüber den bekannten Verfahren zur Antiblockierregelung zu vermindern.
Auch die erfindungsgemäße Anordnung geht von der Drehverzögerung der Räder als Regelgröße aus.
Wenn zu Beginn einer Bremsung gemäß dem Abschnitt 21 der Kurve 2 in F i g. 1 Druck in den Radbremszylindern
aufgebaut wird, nimmt die Drehverzögerung jedes Rades gemäß der Kurve 1 in F i g. 1 zunächst
langsam und anschließend stärker zu. Es tritt dabei eine Differenz zwischen Radverzögerung und
Fahrzeugverzögerung auf, die zu einem steigenden Schlupf am Rad und, wenn nicht von Seiten des Pahrers
oder eben einer Regelvorrichtung eingegriffen wird, zum Blockieren und Gleiten der Räder mit den allgemein
bekannten Nachteilen führt Die Drehverzögerung jedes Rades wird fortlaufend mit Hilfe von Meßfühlern
ermittelt Erreicht nach einem eingeleiteten Druckaufbau in der Bremsanlage die Drehverzögerung α eines
oder mehrerer Räder einen vorbestimmten Schwellenwert 1, so wird im Regler ein Betätigungssignal erzeugt,
das einen zunächst raschen Bremsdruckabbau gemäß dem Abschnitt 22 der Kurve 2 in Fig. 1 über ein Stellglied
bewirkt, durch den die Drehverzögerung nach einem trägheitsbedingten Maximum in kurzer Zeit wieder
stark abnimmt (siehe Kurve 1 in F i g. 1). Um den Bremsdruck nicht zu weit unter den optimalen Wert,
welcher von Fall zu FsIl verschieden und nicht eindeutig
bestimmbar ist, absinken zu lassen, folgt auf den kurzzeitigen steilen Druckabbau ein gemäßigter Druckabbau
gemäß dem Abschnitt 23 der Kurve Ί in Fi g. 1, Während
dieses gemäßigten Druckabbaus nähert sich die Drehverzögerungskurve ihrem Nulldurchgang und
geht über in eine Wiedrrbeschleunigung des Rades. Der
Nulldurchgang II wird ebenfalls durch Meßfühler festgestellt, worauf der Regler ein Betätigungssignal erzeugt,
daß das Stellglied in eine Lage bringt, in der der
Druck im Bremskreis vorübergehend konstant gehalten wird gemäß dem Abschnitt 24 der Kurve 2 in Fig. 1,
Während der Bremsdruck konstant gehalten wird, durchläuft die Wiederbeschleunigung des Rades infolge
der dem System innewohnenden Trägheit ein Maximum und nähert sich wiederum dem Nullwert Wenn
dieser zweite Nulldurchgang Hi im Regler registriert wird, kehrt das Stellglied in seine Ausgangsstellung zu
einem neuen Dfückäufbäü zurück, und ein neuer Regel·
zyklus nach demselben Verfahren kann beginnen.
Durch den geknickten Velaüf des Bremsdruckabbaus und die geringe Gesamtdauer a des Bremsdruckabbaus
werden die Druckschwankungen in der Bremsanlage niedrig gehalten, und die Zeitdauer eines Regelzyklus
wird erheblich verkürzt Durch Verwendung nur dreier Schaltpunkte bei der Anordnung werden Meßfühler und
Regler des aufzubauenden Regelkreises einfacher und damit weniger störanfällig.
Der geknickte Verlauf des Uruckabbaus kann beispielsweise
mit einer Vorrichtung nach Fig.2 erzielt werden, die in die hydraulische Steuerleitung, die den
Druckabbau bewirkt, eingeschaltet wird. In einem Zylinder 3 ist ein gegen die Zylinderwand abgedichteter kleiner
Kolben 4 verschiebbar angeordnet Er wird durch eine Feder 5 entgegen dem auftretenden hydraulischen
Druck in Ausgangsstellung gehalten und weist einen zentralen Drosselquerschnitt 6 auf. In die niederdruckseitig
abgehende hydraulische Leitung kann eine Drossel 7 mit weiterem Querschnitt eingeschaltet sein.
F i g. 3a und F i g. 3b zeigen jeweils den hydraulischen Teil zweier Grundsysteme der Antiblockierregelung,
bei denen eine Vorrichtung nach F i g. 2 angewendet ist
Nach dem Schema der Fig.3a wird der Bremsdruckabbau
in den Radbremszyündem 8 durch Volumenerweiterung eines mit den Radbremszylindem 8
verbundenen Abschnitts 9 der Bremsleitung, der durch z. B. ein druckbetätigtes Trennventil 10 vom Hauptzylinder
11 zu trennen ist bewirkt Dazu wird eine Ringfläche
12 des als Stufenkolben ausgebildeten und an beiden Mantelflächen dicht geführten Verdrängerko!
bens 13 gegen eine Rückstellkraft mit Steuerdruck aus einem Druckspeicher 14 durch öffnen eines normalerweise
geschlossenen Einlaßventils 15 beaufschlagt, wozu gleichzeitig die hydraulische Verbindung zwischen
dem die Ringfläche 12 enthaltenden Raum und einem Reservebehälter 16 durch Schließen eines normalerweise
geöffneten Auslaßventils 17 unterbrochen wird. Um den gewünschten geknickten Verlauf des Druckabbaus
(Abschnitt 22, 23 der Kurve 2 in F i g. 1) zu erhalten, ist in die hydraulische Verbindungsleitung zwischen
Einlaßventil 15 und den die Ringfläche 12 enthaltenden Raum eine Vorrichtung nach F i g. 2 eingeschaltet Wird
durch den nicht dargestellten Meßfühler am Rad und den ebenfalls nicht dargestellten Regler der Schaltpunkt
I in Kurve 1, Fig. 1 festgestellt, so werden durch die erzeugten Betätigungssignale das Auslaßventil 17
geschlossen und das Einlaßventil 15 geöffnet Der Druck aus dem Speicher 14 beaufschlagt die gesamte
Querschnittsfläche des kleinen Kolbens 4 und versciiiebt ihn im Zylinder 3 gegen die Kraft der Feder 5,
wobei das im Zylinder 3 befindliche Druckmittel rasch durch die weite Drossel 7 in den die Ringfläche 12 enthaltenden
Raum gepreßt wird und sich der Verdrängerkolben 13 entsprechend gegen eine Rückstellkraft bewegt,
so daB die Volumenerwerterüng des Abscniutts S
des Bremskreises und damit der rasche Druckabbau in den Radbremszylindern 8 zustande kommt
Hat der Kolben 4 seinen größtmöglichen Hub im Zylinder
3 getan, so steht für den weiteren Druckaufbau aus dem Druckspeicher 14 im die Ringfläche 12 enthaltenden
Raum nur noch der Drosselquersöhnitt 6 zur Verfügung, die Bewegung des Verdrängerkölbens 13
und der Druckabbau in den Rädbretnszylindern 8 werden
entsprechend verlangsamt Stellt der Regler den SchaltpUnkt II in der Kurve 1, F i g. 1 fest, wird zunächst
das Einlaßventil 15 geschlossen, um den Bfemsdruck konstant zu halten bis zum Sehaltpunkt HI1 an dem das
Auslaßventil 17 geöffnet wird, so daß der Verdrängerkolben 13 unter Erhöhung des Bremsdrucks in seine
Ausgangsstellung zurückkehren kann.
Fig. 3b zeigt eine Bremsanlage, in der der Druckabbau
durch Druckmittelentnahme erreicht wird. In der Auslaßleitung ist dem Auslaßventil 18 ebenfalls beispielhaft
eine Vorrichtung nach Fig.2 nachgeschaltet Wurden beim Schaltpunkt I das Einlaßventil 19 geschlossen
und das Auslaßventil 18 geöffnet, so beauf-
lllH^HBn Q
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bundenen Abschnitt 20 der Bremsleitung die Querschnittsfläche des Kolbens 4 und verschiebt ihn gegen
die Kraft der Feder 5, wobei das im Zylinder 3 befindliche Druckmittel in den Reservebehälter gedrückt wird.
Der Druckabbau erfolgt gemäß Abschnitt 22 der Kurve 2, Fig. 1, in kurzer Zeit, bis der Kolben 4 seinen
größtmöglichen Hub gemacht hat und für den Abfluß des Druckmittels nur noch der Drosselquerschnitt 6 zur
Verfügung steht, so daß der weitere Druckabbau gemäß Abschnitt 23 der genannten Kurve 2 vezögert erfolgt.
Anhand F i g. 4 wird ein weiteres Prinzip zur Antiblockierregelung
beschrieben. Kui ve 30 veranschaulicht den zeitlichen Verlauf der Drehverzögerung α eines Rades,
die Kurven 31 und 32 stellen den Druckverlauf während eines Regelvorgangs für zwei Fälle mit unterschiedlichen
äußere Bedingungen dar. Der Linienzug 33 veranschaulicht den Schaltvorgang eines im Regler vorgesehenen
Zeitgliedes.
Stellen Meßfühler am Rad und Regler nach einem Druckaufbau gemäß Abschnitt 34 der Kurve 31 oder 32
der. Schwellenwert I der Drehverzögerung or gemäß Kurve 30 fest, so betätigen Ausgangssignale das Stellglied
des Regelkreises, so daß für eine bestimmte Zeitspanne b ein Druckabbau (Abschnitt 35 der beiden Kurven
31, 32) in den Radbremszylindem einsetzt Diese Zeitspanne b kann je nach Aufbau des Reglers konstant
z. B. 20 ms oder eine Funktion der Ausgangsgeschwindigkeit sein. Nach Ablauf dieser im Regler festgelegten
Zeitspanne setzt gemäß dem Linienzug 33 ein Zeitglied im Regler ein, dessen Ausgangssignal wiederum
für eine feste Zeitspanne At den den Druckabbau bewirkenden
Teil des Stellgliedes in Ausgangsstellung bringt so daß der Bremsdruck auf den augenblicklichen
Wert konstant gehalten wird (Abschnitt 36 der Kurve 31).
Im Falle, der durch die Druckkurve 31 veranschaulicht wird, nimmt die Drehverzögerung α während dieser
Zeitspanne At stark ab und erreicht ihren Nulldurchgang, bei welchem im Regler der Schaltpunkt II ermittelt
wird. Das dabei erzeugte Betätigungssignal des Reglers
hält das Stellglied also weiter in der Schaltstellung, durch die der Bremsdruck konstant gehalten wird, bis
nach einer Wiederbeschleunigung des Rades der Schaltpunkt III erreicht wird, bei dem das Stellglied für einen
neuen Druckaufbau in seine Ausgangsstellung zurück-
Im Falle, der durch die Druckkurve 32 dargestellt ist,
erreicht die nachlassende Drehverzögerung a, infolge
äußerer Umstände, wie z. B. nasse oder vereiste Fahr-
bahn, während der Zeitspanne At des erwähnten Zeitgliedes
nicht den Schaltpunkt II.
Nachdem durch Wirkung des Zeitgliedes der Bremsdruck
für die festgelegte Zeitspanne At konstant gehalten würde (Abschnitt 36' der Drückkurve 32)j nimmt das
Stellglied des Regelkreises wieder die Schaltstellung ein, durch die der Bremsdruck abgebaut wird (Abschnitt
37 df„j Drückkurve 32); während dieses Drückabbaus
Wird dann die Drehvefzögerung den Schaltpunkt Il erreichen, wonach der Bremsdruck erneut konstant gehalten
wird, bis nach der Wiederbeschleunigung der Schälfpünkt III auftritt und der Bremsdruck erneut ansteigt.
Theoretisch ist auch ein mehrmaliges Ansprechen des Zeitgliedes urid damit ein Druckabbau in mehreren
Stufen möglich.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Anordnung einer blockiergeschützten Fahrzeugbremsanlage, insbesondere fCr Kraftfahrzeuge,
bei der durch einen elektrischen Fühler ein drohender Blockierzustand infolge Überschreitens einer
Schaltschwelle festgestellt und abhängig von einem den Bewegungszustand des Rades anzeigenden Regelsignal
der Druck in der Bremsleitung des Rades von in dem Regelkreis angeordneten Magneitventilen
in Verbindung mit Drosseln der Druckabbau eines Regelzyklus unstetig mit verschiedenen Gradienten
erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß im Regelkreis ein Zeitglied vorgesehen ist, durch das nach Ablauf einer ersten Zeitspanne
(b) vom Beginn des Druckabbaus an die Magnetventile (15,17; 18,19) für eine vorgegebene zweite Zeitspanne
{At) in die Schaltstellung zum Konstanthalten des Dkj :kes bringbar sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitspanne (b) von Beginn des
Druckabbaus bis zum Ansprechen des Zeitgliedes konstant ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitspanne (b) von Beginn des
Druckabbaus bis zum Ansprechen des Zeitgliedes eine Funktion der Ausgangsgeschwindigkeit ist
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckabbau im mit dem Radbremszylinder
(8) verbundenen und vom Hauptzylinder (11) durch ein Stellglied zu trennenden Abschnitt
(9) der Bremsleitung uurch die druckgesteuerte Bewegung eines Verdrängerkolbens (13) erreicht
wird — wie bekannt —, u,id dem Einlaßventil
(15) für den Steuerdruck eine veränderbare Drossel nachgeschaltet ist
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Druckabbau Radbremszylinder
(8) und Hauptzylinder (11) durch Schalten eines Einlaßventils (19) voneinander getrennt werden und
der Druck im mit dem Radbremszylinder (8) verbundenen Abschnitt (20) der Bremsleitung über ein
Auslaßventil (18) in den Reservebehälter entspannt wird - wie bekannt —, dem Auslaßventil (18) eine
veränderbare Drossel nachgeschaltet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die veränderbare Drossel aus
einem in einem mit Druckmittel gefüllten Zylinder (3) dicht geführten, während des Druckabbaus dm S
den Steuerdruck oder Bremsdruck gegen en j Rückstellkraft beaufschlagbaren Kolben (4) besteht,
der einen Drosseldurchgang (6) aufweist
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19712154227 DE2154227C2 (de) | 1971-10-30 | 1971-10-30 | Anordnung einer blockiergeschützten Fahrzeugbremsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712154227 DE2154227C2 (de) | 1971-10-30 | 1971-10-30 | Anordnung einer blockiergeschützten Fahrzeugbremsanlage |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2154227A1 DE2154227A1 (de) | 1973-05-03 |
| DE2154227C2 true DE2154227C2 (de) | 1982-11-18 |
Family
ID=5823863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712154227 Expired DE2154227C2 (de) | 1971-10-30 | 1971-10-30 | Anordnung einer blockiergeschützten Fahrzeugbremsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
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-
1971
- 1971-10-30 DE DE19712154227 patent/DE2154227C2/de not_active Expired
Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |